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Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

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  1. Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Muellersmann 08.07.20 - 12:59

    Die Idee wäre es Taxi- und Uberfahrer abzuschaffen.

    Wenn ich mich im Alltag umschaue, dann besteht für das Problem keine Lösung. Die Mehrheit hat einen Führerschein und braucht kein neues Auto für viel Geld, was selber fährt. Dafür haben gerade die Rentner zu viel Spass am Fahren. Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)

    Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.

  2. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: bynemesis 08.07.20 - 13:21

    wenn ich mir so anschaue, was täglich durch die Stadt fährt, dann kann das nicht jeder.
    genau deswegen wird auch nie ein Autopilot 100% immer funktionieren, weil man selbst dauernd eingreifen muss - dank dem Umfeld was rumfährt.

    ...und nein, das ist nichtmal eben "selten" der fall. sondern fast täglich.

  3. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: rubberduck09 08.07.20 - 13:23

    Muellersmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Idee wäre es Taxi- und Uberfahrer abzuschaffen.
    >
    > Wenn ich mich im Alltag umschaue, dann besteht für das Problem keine
    > Lösung. Die Mehrheit hat einen Führerschein und braucht kein neues Auto für
    > viel Geld, was selber fährt. Dafür haben gerade die Rentner zu viel Spass
    > am Fahren. Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)
    >
    > Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.

    Jeder Depp kann Autofahren?
    Das bezweifle ich mal schwer. Einen Führerschein erwerben das schafft echt (fast) jeder - aber wirklich fahren können?

    Oder wie erklärst du dir den weissen Schirocco der mit abgesägtem Endtopf und 120 hier ab und zu durchn Ort brettert um am Ortsende dann mal 'richtig' aufzudrehen? (Da sind dann eigentlich 70 weil sau-unübersichtlich)

  4. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: nosstromOS 08.07.20 - 13:35

    Das Autofahren wird durch mehr Assistenzsystem oder Autonomie immer mehr zu einer passivem Tätigkeit. Es wäre nur noch ein "mitfahren" - der "Autopilot" macht das schon ..

    Weiterhin würden aktuell noch bestehende Fähigkeiten der Fahrer:in immer mehr verlernt werden und alleine daraus würden mehr Unfälle entstehen.
    Wie derzeit schon beim Navi: "..Navi hat rechts abbiegen gesagt - nun stehe ich hier im Acker"

    Ich halte die Entwicklung für überflüssig ... da kann ich auch gleich mit Bus, Bahn oder Taxi fahren...

  5. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Keridalspidialose 08.07.20 - 14:05

    Mir würde es vollkommen reichen wenn das Fahrzeug sich am Zielort abgekommen sebstständig einen legalen - im Optimalfall kostenlosen - Parkplatz sucht und ich kann eifnach aussteigen und muss mich darum nicht kümmern.

    ___________________________________________________________

  6. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: minnime 08.07.20 - 14:14

    Klar kann der fahren, er kommt von A nach B, egal ob Autobahn oder Innenstadt. Dass er nicht so fährt wie seine Mitmenschen das wollen ist eine andere Sache. Angesichts dass manche Leute wie die Henker fahren passiert doch recht wenig. Eine KI würde schon bei der Sonderbaustelle die ich diese Woche hatte oder dem Gegenverkehr an der Verengung in meiner Straße scheitern.

  7. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Dino13 08.07.20 - 14:26

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir würde es vollkommen reichen wenn das Fahrzeug sich am Zielort
    > abgekommen sebstständig einen legalen - im Optimalfall kostenlosen -
    > Parkplatz sucht und ich kann eifnach aussteigen und muss mich darum nicht
    > kümmern.

    Das ist so ziemlich das komplizierteste aller Szenarien.

  8. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: nosstromOS 08.07.20 - 14:50

    ... oder das Auto auf die Größe eines Handy schrumpf und ich es dann in die Tasche stecke ;-)

  9. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: GuidoSH 08.07.20 - 15:31

    Thema verfehlt gilt eigentlich für den Kommentar.

    Autonomes Fahren wird unfassbare Effizienzgewinne bringen. Beispielrechnung Taxifahrer. Wer als Taxiunternehmer sein Fahrzeug 7 Tage die Woche für 15 Stunden am Tag im Einsatz haben will, braucht dafür 3 Vollzeittaxifahrer. Die Kosten für die Fahrer summieren sich mit Lohnnebenkosten auf über 400.000 EUR in 5 Jahren. Wenn den gleichen Job etwas Hard-/Software um Wert von 5000 bis 10.000 Euro erledigt, spart das gigantisch. Und es geht nicht nur um Taxifahrer. Wir haben Speditionen, Busse, Tiefbau, etc. pp mit massenweisen Fahrer aller Art.

    Daneben wird autonomes Fahren eben völlig neue Mobilität ermöglichen. In der städtischen Peripherie und auf dem Land, wo all die Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw. stehen, hat heute jeder Haushalt statistisch 2 Autos. Das Auto wird im Schnitt nicht mal 1 Stunde am Tag benutzt und steht mehr als 23 Stunden nutzlos herum. ÖPNV gibt es da meist nur unzureichend. Car-Sharing usw. funktioniert bei geringer Besiedlungsdichte heute nicht. Mit autonomen Fahren Level 5 tippt man in eine App und wenige Minuten später kommt die Kiste eines Mobilitätsdienstleisters herbei gefahren und bringt einen von A nach B. Die Leute werden das letztlich nutzen, weil es gegenüber dem eigenen Auto kaum Einschränkungen bedeutet, aber nur die Hälfte kostet.

    Ein Laden wie Uber ist doch auch nicht so hoch bewertet, weil die mit ihrem Lohn-/Taxidumping Jahr für Jahr Verluste einfahren. Das ist ein Schrottkonzept. Uber ist eine Wette auf das autonome Fahren. Alles was die jetzt an Infrastruktur hoch ziehen ist Vorbereitung auf autonomes Fahren. Wenn das kommt, ist Uber exzellent positioniert und eine Entwicklung wie bei Amazon, Google, Facebook wahrscheinlich.

  10. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Jakelandiar 08.07.20 - 15:52

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar kann der fahren, er kommt von A nach B, egal ob Autobahn oder
    > Innenstadt. Dass er nicht so fährt wie seine Mitmenschen das wollen ist
    > eine andere Sache.

    Das ist mal ein interessantes Kriterium. Das heißt wer von A nach B kommt, egal wie viele Autos er unterwegs rammt und wieviele Leute er dabei über den Haufen fährt kann fahren. Ok wenn das die neuen Kriterien sind das man einfach nur ankommen muss egal wie dann ist das eben so.

  11. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Melogski 08.07.20 - 17:10

    GuidoSH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Auto wird im Schnitt nicht mal 1 Stunde am Tag benutzt und steht mehr als
    > 23 Stunden nutzlos herum.


    Tja, der Denkfehler ist dabei aber, das ein Auto welches 24Std am Tag benutzt würde, eben auch sehr schnell verschlissen ist. Das ist immer wieder das gleiche blödsinnige Argument.
    Der Gebrauch eines Autos wird nicht billiger werden. Im Prinzip ist die Benutzung eines Auto's jetzt schon sehr günstig und billig.

  12. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Gastbeitrag 08.07.20 - 17:30

    Muellersmann schrieb:
    > Wenn ich mich im Alltag umschaue, dann besteht für das Problem keine Lösung. Die Mehrheit hat > einen Führerschein und braucht kein neues Auto für viel Geld, was selber fährt. Dafür haben
    > gerade die Rentner zu viel Spass am Fahren. Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann
    > jeder Depp ;)

    > Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.
    Das Problem ist doch nicht, dass ich heute mit dem Auto nicht ankomme, sondern dass ich jeden Tag 2h meiner Zeit damit zubringe, eine Maschine zu bedienen, die das eventuell auch ohne mich könnte. Und statt diese Zeit sinnvoll zu nutzen muss ich dabei auch noch 100% meiner Aufmerksamkeit dieser Tätigkeit widmen, die so anspruchslos ist, dass - wie du richtig erkannt hast - Sie jeder Depp machen kann.

    NosstromOS schrieb:
    > da kann ich auch gleich mit Bus, Bahn oder Taxi fahren...
    Vollkommen richtig. Es sei denn deine Kosten (in Zeit und/oder Geld) wären dann zu hoch.

    GuidoSH schrieb:
    > Tja, der Denkfehler ist dabei aber, das ein Auto welches 24Std am Tag benutzt würde, eben
    > auch sehr schnell verschlissen ist. Das ist immer wieder das gleiche blödsinnige Argument.
    Deine Logik solltest du mal den Wirtschaftswissenschaften erklären, dass gibt bestimmt nen Nobelpreis, wenn du plausibel erklären kannst, warum eine geringe Auslastung kostensparend ist.

    Ich würde Luftsprünge machen, wenn die Dinger endlich selber fahren würden. Dann könnte ich endlich mein (Privat-)Auto abschaffen und nur noch die Dienstleistung einkaufen, die ich möchte - nämlich Transport. Keine Versicherung, kein Reifenwechsel, keine Autopflege, keine Anmeldung, keine Werkstattbesuche (inklusive Urlaub), kein über- oder unterdimensioniertes Fahrzeug für den jeweiligen Zweck, und all die anderen Zeitfresser.

    Die Rechenbeispiele für die Logistikbranche alleine sprechen eine deutliche Sprache, da geht es um 100k Eur pro Jahr und Fahrzeug aufwärts.

  13. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: foobarJim 08.07.20 - 17:57

    Muellersmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)

    Auf's Gaspedal zu drücken und etwas am Lenkrad hin und her zu drehen ist nicht schwer. Vorausschauend zu fahren und niemand anderen zu gefährden scheint allerdings dann doch viele zu überfordern.

    > Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.

    Mehr als 3000 Tote jedes Jahr würde ich jetzt durchaus als Problem ansehen. Und wie schön stelle ich mir das vor, wenn man nicht ständig Sorge haben muss, dass unvernünftige Autofahrer Menschen überfahren. Wenn in Wohngebieten die Straßen wieder von allen benutzt werden können, weil man sich darauf verlassen kann, dass kein Auto zu schnell fährt. Ich finde das durchaus erstrebenswert.

  14. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Bradolan 08.07.20 - 19:21

    foobarJim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muellersmann schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)
    >
    > Auf's Gaspedal zu drücken und etwas am Lenkrad hin und her zu drehen ist
    > nicht schwer. Vorausschauend zu fahren und niemand anderen zu gefährden
    > scheint allerdings dann doch viele zu überfordern.
    >
    > > Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.
    >
    > Mehr als 3000 Tote jedes Jahr würde ich jetzt durchaus als Problem ansehen.
    > Und wie schön stelle ich mir das vor, wenn man nicht ständig Sorge haben
    > muss, dass unvernünftige Autofahrer Menschen überfahren. Wenn in
    > Wohngebieten die Straßen wieder von allen benutzt werden können, weil man
    > sich darauf verlassen kann, dass kein Auto zu schnell fährt. Ich finde das
    > durchaus erstrebenswert.

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Nicht nur das: die Gegenseite (der Gesetzgeber) wird endlich durch die Industrie dazu gezwungen mal konsistente Regeln aufzuschreiben. Sowas wie "der aus der Einmündung kommende muss die geltenden Streckenverbote erraten" gibt es dann endlich nicht mehr.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.20 19:21 durch Bradolan.

  15. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Oktavian 08.07.20 - 19:40

    > Wenn ich mich im Alltag umschaue, dann besteht für das Problem keine
    > Lösung. Die Mehrheit hat einen Führerschein und braucht kein neues Auto für
    > viel Geld, was selber fährt.

    Brauchen? Nein. Haben wollen, ja. Dann aber richtig.

    Was ich nicht brauche, ist ein "Assistenzsystem", also irgendein System, das ich dauernd beaufsichtigen muss. Das ist vollkommener Quatsch, fahren kann ich selbst.

    Ich fahre ziemlich viel, oft mehrere Stunden am Tag. Das ist verlorene Zeit. Wenn ich in der Zeit was lesen könnte, nen Film gucken, wirklich konzentriert telefonieren und arbeiten, oder einfach nur pennen könnte, dafür wäre ich durchaus bereit, einen fünfstelligen Betrag extra zu bezahlen. Wenn mich das Auto dann noch am Ziel einfach rauslässt, selbständig parkt, und zur vereinbarten Zeit wieder zu mit kommt, klasse. Oder wenn es Reifenwechsel/Inspektion braucht, selbständig in die Werkstatt fährt, und danach wieder zu mir. Oder, im Fall eines E-Autos, selbständig zu einer Ladesäule tagsüber, sich da laden lässt, und dann wieder zu mir kommt.

    > Dafür haben gerade die Rentner zu viel Spass
    > am Fahren.

    Fahren ist lustig, solange man es gelegentlich tut. Wenn man jeden Tag zwei Stunden fährt, ist es einfach nur noch vertane Zeit.

    > Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)

    Mein Nachbar ist Pilot. Er meint auch immer, im Normalfall ist fliegen nicht komplizierter als Autofahren, er ist auch nur ein gut bezahlter Busfahrer. Aber manchmal kommt es eben doch drauf an...

  16. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: quineloe 08.07.20 - 19:43

    Das Problem an dem Autonomes Fahren in Deutschland scheitern wird ist, dass autonome Autos sich zu sehr an die Verkehrsregeln halten. Sie werden keine Geschwindigkeitsverstöße begehen, sie werden keine Abstandsverstöße begehen, sie werden nicht drängeln, sie werden nicht falsch parken.

    Damit sind sie beim durchschnittlichen Gewohnheitstäter, den der deutsche Autofahrer nun mal darstellt, unten durch.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  17. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Bradolan 08.07.20 - 20:45

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem an dem Autonomes Fahren in Deutschland scheitern wird ist, dass
    > autonome Autos sich zu sehr an die Verkehrsregeln halten. Sie werden keine
    > Geschwindigkeitsverstöße begehen, sie werden keine Abstandsverstöße
    > begehen, sie werden nicht drängeln, sie werden nicht falsch parken.
    >
    > Damit sind sie beim durchschnittlichen Gewohnheitstäter, den der deutsche
    > Autofahrer nun mal darstellt, unten durch.

    Genau deswegen sehe ich mich auch von der deutschen Gesellschaft diskriminiert. Wenn man sich richtig verhält wird man ausgehupt.

  18. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Avarion 08.07.20 - 21:34

    Tja, das gilt aber nicht für jeden. Ich zum Beispiel habe jetzt die gute Situation kein Auto mehr zu brauchen. Bei meinem alten Arbeitgeber an meinem alten Wohnort fuhr ich regelmässig mit dem Auto zur Arbeit. Ich fahre weder gerne Auto noch gut. Meine Augen sind gerade noch so gut genug das ich einen Führerschein machen könnte wenn ich nicht schon einen hätte. Trotzdem war ich mit dem Auto jeden Tag eine Stunde auf der Strasse, weil es einfach keine andere Möglichkeit gab zur Arbeit zu kommen.

    Ich würde jederzeit ein autonomes Auto verwenden wenn ich wieder ein Auto benötigen würde sofern der Aufpreis bezahlbar ist.

  19. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: Muellersmann 08.07.20 - 23:30

    GuidoSH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thema verfehlt gilt eigentlich für den Kommentar.
    >
    > Autonomes Fahren wird unfassbare Effizienzgewinne bringen. Beispielrechnung
    > Taxifahrer. Wer als Taxiunternehmer sein Fahrzeug 7 Tage die Woche für 15
    > Stunden am Tag im Einsatz haben will, braucht dafür 3 Vollzeittaxifahrer.
    > Die Kosten für die Fahrer summieren sich mit Lohnnebenkosten auf über
    > 400.000 EUR in 5 Jahren. Wenn den gleichen Job etwas Hard-/Software um Wert
    > von 5000 bis 10.000 Euro erledigt, spart das gigantisch. Und es geht nicht
    > nur um Taxifahrer. Wir haben Speditionen, Busse, Tiefbau, etc. pp mit
    > massenweisen Fahrer aller Art.
    >
    > Daneben wird autonomes Fahren eben völlig neue Mobilität ermöglichen. In
    > der städtischen Peripherie und auf dem Land, wo all die Einfamilienhäuser,
    > Reihenhäuser usw. stehen, hat heute jeder Haushalt statistisch 2 Autos. Das
    > Auto wird im Schnitt nicht mal 1 Stunde am Tag benutzt und steht mehr als
    > 23 Stunden nutzlos herum. ÖPNV gibt es da meist nur unzureichend.
    > Car-Sharing usw. funktioniert bei geringer Besiedlungsdichte heute nicht.
    > Mit autonomen Fahren Level 5 tippt man in eine App und wenige Minuten
    > später kommt die Kiste eines Mobilitätsdienstleisters herbei gefahren und
    > bringt einen von A nach B. Die Leute werden das letztlich nutzen, weil es
    > gegenüber dem eigenen Auto kaum Einschränkungen bedeutet, aber nur die
    > Hälfte kostet.
    >
    > Ein Laden wie Uber ist doch auch nicht so hoch bewertet, weil die mit ihrem
    > Lohn-/Taxidumping Jahr für Jahr Verluste einfahren. Das ist ein
    > Schrottkonzept. Uber ist eine Wette auf das autonome Fahren. Alles was die
    > jetzt an Infrastruktur hoch ziehen ist Vorbereitung auf autonomes Fahren.
    > Wenn das kommt, ist Uber exzellent positioniert und eine Entwicklung wie
    > bei Amazon, Google, Facebook wahrscheinlich.

    Zu Stoßzeiten wirst du auf dem Lande nicht irgendein Depot mit teuren, autonomen Autos finanzieren können. Da ist Uber samt Fahrer immer noch günstiger. Denn fährt der Fahrer nicht, dann bekommt er auch kein Geld.
    Die KI wird nicht in der Lage sein komplexe Situationen zu erkennen. Liegt wer im Straßengraben, dann fährt das Auto weiter.
    Und da die deutliche Mehrheit von gut 80% der Leute ihr Auto finanzieren müssen, wird der Aufpreis auf autonomes Fahren Firmen vorbehalten sein und sich als Luxus etablieren. Ein Uberfahrer wird vermutlich auch in Zukunft die bessere Wahl sein, sowohl für Kunden als auch für Firmen.

  20. Re: Thema verfehlt. Wer braucht es wirklich?

    Autor: WonderGoal 08.07.20 - 23:55

    Muellersmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Idee wäre es Taxi- und Uberfahrer abzuschaffen.
    >
    > Wenn ich mich im Alltag umschaue, dann besteht für das Problem keine
    > Lösung. Die Mehrheit hat einen Führerschein und braucht kein neues Auto für
    > viel Geld, was selber fährt. Dafür haben gerade die Rentner zu viel Spass
    > am Fahren. Fahren ist auch nicht kompliziert, denn das kann jeder Depp ;)
    >
    > Wir brauchen mehr oder weniger Lösung für andere Probleme im Alltag.

    Du solltest mal mehr "Fahrnünftig" bzw. "Eure Videos Fahrnünftig" anschauen... Bei den ganzen Irren auf deutschen Straße wäre ich dankbar um ein elektronisches System, welches bereits gefährliche Situationen und Unfälle "vorausahnen" könnte.

    Teslas Autopilot ist hierfür ein sehr gutes Beispiel, das schon unzählige Male gezeigt hat, wie oft es Leben gerettet hat. Auch: eine queerende Wildsau über den Haufen zu fahren, kann auch mal blöd für den Fahrer ausgehen und wenn jene Systeme bereits im Dunkeln das Vieh erkennen und reagieren, dann kann man schwer davon sprechen, dass das niemand haben möchte.

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