1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Streetscooter: Der Lieferwagen folgt…

Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

    Autor: berritorre 07.03.18 - 21:10

    Der Hersteller sagt, es ist nicht kälter als in anderen Autos. Die Zusteller (oder manche) sagen sie frieren im Auto.

    > Die Temperatur sei an mehreren Punkten im Innenraum gemessen und mit ähnlichen
    > Fahrzeugen verglichen worden. "Da schneiden wir sehr gut ab. Der Vorwurf des
    > Frierens ist aufgrund der Faktenlage nicht nachvollziehbar."

    Ich würde einfach mal dem guten Herrn Kamper und seinen Ingenieuren empfehlen, einfach mal während 1-2 kalten Tagen mit so einem frierenden Zusteller zusammen die Runde zu machen. Oft wird auf Grund von Labormessungen etwas angezweifelt, wenn man es dann aber einfach mal selbst ausprobiert, dann sieht es vielleicht schon ganz anders aus. Oder aber der Zusteller muss kleinlaut zugeben, dass er da eben etwas übertrieben hat.

    Ich kann dir aus der täglichen Praxis sagen, dass viele unserer Kunden ihre Kunden oft nicht verstehen. Sie können Beschwerden nicht nachvollziehen (klar, sie arbeiten den ganzen Tag an und mit dem Produkt, da wird man manchmal etwas betriebsblind). Wenn wir ihnen dann in den Bericht schreiben, dass viele Nutzer mit dem und dem Feature klar kommen, wird erstmal die Zurechnungsfähigkeit dieser Personen angezweifelt. Deswegen nehme ich die Kunden gerne mal mit ins "Feld". Da öffnen sich dann so machem die Augen.

    Es gibt aber auch Unternehmen, die machen sowas zur Firmenpolitik. Habe schon mehrmals hohe Manager eines deutschen Konsumgüterherstellers mit in Haushalte hier in Südamerika genommen. Sie wollten einfach wissen, wie ihre Produkte genutzt werden, was hier anders ist als in Deutschland, wie so eine Küche oder Wohnung hier aussieht, mit welchen Schwierigkeiten die Leute zu kämpfen haben. Finde ich sehr sinnvoll, dass auch das Topmanagement versucht, den Kontakt zu den Konsumenten aufrecht zu erhalten, auch wenn man in einer ganz anderen Welt lebt. Nur so kann man auch verstehen, was die brauchen/wollen.
    Auf der anderen Seite haben wir Kunden, die haben jeglichen Kontakt zu der normalen Bevölkerung verloren. Aufgrund der Einkommenschere hier, leben diese Leute in einer völlig anderen Welt (Elite-Schule, Elite-Uni, leben in einem sehr guten Stadtviertel, fliegen 3x im Jahr nach Europa oder die USA, haben ein Strandhaus, haben ein Landhaus, mehrere Autos, etc.). Die verstehen einfach nicht, was mit den normalen Menschen des Landes so abgeht.

    ich kann nur versichern, hin und wieder mal ein Reality-Check kann keinem schaden.

  2. Re: Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

    Autor: Eheran 08.03.18 - 00:14

    > Die Temperatur sei an mehreren Punkten im Innenraum gemessen und mit ähnlichen
    > Fahrzeugen verglichen worden. "Da schneiden wir sehr gut ab. Der Vorwurf des
    > Frierens ist aufgrund der Faktenlage nicht nachvollziehbar."

    Das Vorgehen könnte u.u. auch einfach völlig falsch sein.
    Denn es geht nicht nur um die selbe Temperatur im Innenraum an Stelle X, es geht um die Menge und Temperatur der aus der Lüftung kommenden Luft und ob diese direkt auf den Fahrer trifft.
    Wenn es im klassichen Auto irgendwo 10°C hat aber aus der Lüftung schön heiße Luft auf den Fahrer bläst, dann ist das etwas anderes, als wenn der Elektrowagen da zwar auch 10°C hat aber eben viel weniger Wärme mittels heißer Luft auf den Fahrer geblasen wird.

    Bis ich in meinem Auto durch die Umgebungstemperatur erwärmt werde, statt durch die direkte konvektive Wärme aus der Lüftung, vergeht sehr viel Zeit (>30min) und das ohne die Tür zu öffnen usw. usf.

    Könnte hier ein ganz klassicher Fall von Betriebsblindheit sein, weil man absolut nicht durchdenkt, was man da macht. Wäre nicht das erste mal. Es könnte auch Absicht sein. Ich kann mich auch irren.

  3. Re: Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

    Autor: berritorre 08.03.18 - 13:37

    Sag ich ja. Einfach mal in die Schuhe eines Ausstellers schlüpfen und das nicht nur mal kurz für eine Stunde. Einfach mal hin und wieder so einen Zusteller begleiten, beobachten, zu hören, mit denken. Dann wird das auch was mit dem Produkt. Man kann nicht jeden Firlefanz mitmachen, die sich so ein Zusteller wünscht, das ist schon klar. Aber oft lässt sich durch kleine Änderungen viel verbessern. Aber man muss zuhören/beobachten können und wollen.

  4. Re: Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

    Autor: Megusta 14.03.18 - 10:10

    Man sieht auch gleich, dass ihr voll viel Ahnung habt. Ich arbeite als Zusteller und im Winter haben die konventionellen Autos keine Standheizung, d.h. An diesem Punkt ist kein Unterschied zum Elektroauto. Es hilft nur warme Kleidung. Das Auto wird nur etwas warm, wenn ich von der Basis zum Zustellort fahre. Die Fahrt dauert dann 10-15 min. Mir sind andere Probleme wichtiger, nicht funktionierende Türen, keine Wartung an den Autos oder das fehlende Radio im Auto (Trotzdessen dass man nur kurz im Auto sitzt)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.18 10:14 durch Megusta.

  5. Re: Einwände der Nutzer mit Messungen abwiegeln?

    Autor: berritorre 20.03.18 - 01:37

    Was hat das mit keiner Ahnung zu tun? Habe ich ja schon gesagt, dass man die Probleme eines Zustellers nur dann wirklich verstehen wird, wenn man mal mit einem geredet hat und einfach mal (unvoreingenommen) mitgefahren ist.

    Und ob nun die Probleme die Kälte, oder nichtfunktionierende Türen, usw. das ist ja egal. Aber offensichtlich hast du meinen Post nicht gelesen. Da habe ich ja nicht gesagt, dass die Kält ein Problem ist. Ich sagte nur, dass man das Problem nicht einfach damit abtun kann, dass es laut Labormessungen eben nicht zu kalt war. Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass das alles Spinner sind, die davon berichten. Wenn dem am Ende so ist, dann sei es so. Aber manchmal öffnet so ein Besuch "im Feld" die Augen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. WITRON Gruppe, Neu-Isenburg bei Frankfurt/Main
  2. Handwerkskammer für München und Oberbayern, München
  3. Limbach Gruppe SE, Heidelberg
  4. OEDIV KG, Bielefeld

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 599€ (mit Rabattcode "PRIMA10" - Bestpreis!)
  2. 599€
  3. 749€ (mit Rabattcode "PERFECTEBAY10" - Bestpreis!)
  4. 350,10€ (mit Rabattcode "PERFECTEBAY10" - Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
Vivo X51 im Test
Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
  2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
  3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor

5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster