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Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: AllDayPiano 08.11.16 - 11:07

    Also man ganz nüchtern und sachlich gefraft - ohne jegliche Emotion: Was spricht ohne Supercharger dann eigentlich nur für Tesla?

    - Die Verarbeitungsqualität ist ja nicht sonderlich hoch. Zumindest sagen das die Besitzer und diejenigen, die schon einen gefahren haben. Gemessen an dem hohen Preis ist das schonmal kein Merkmal.
    - Die Reichweite. Sie ist zwar mit am höchsten, allerdings wird sich das schnell ändern, wenn Konkurrenten den Markt erobern wollen. Die werden gleichziehen - zumindest in dieser Preisklasse.
    - Kostenloses Laden. Ich habe den Newsflow vor einigen Jahren noch im Kopf, als es eines DER Merkmale von Tesla war. Scheinbar wächst Musk die Kostensituation über den Kopf. Für den Model 3 wird (bei dem Preis verständlicherweise) kein Supercharger-Zugang inklusive verkauft, Model S Kunden wird jetzt vor den Kopf gestoßen und erhalten nurnoch einen lächerlichen Anteil. Da bekommt man bei Neuwagen teilweise ähnlich hohe Benzingutscheine.
    - Der Autopilot. Wird in neuen Fahrzeugen deaktiviert - neben einiger wirklich wichtigen Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeuges. Die Technik wird auf das Niveau eines Dacia Logan degradiert. Anschließend darf man irgendwann gegen Geld den neuen Autopilot 2.0 freischalten.... WENN das Teil dann überhautp noch eine Straßenzulassung erhält. Die Gefähr ist groß (siehe den wirklich guten Artikel auf Golem vor einigen Tagen), dass die Hardware dazu gar nicht ausreicht. Ob es dann einen Rückruf und Nachrüstung geben wird, oder ob man den Umbau dann mit den (soweit ich entsinne) zusätzlichen 8.000 Euro bezahlen darf?
    - Der gute Glaube an den Naturschutz. Ich denke Musk ist hier schon Visionär. Mit seiner Solarfirma und seinen Hausspeichern wird ein gutes Konzept aus dem Thema E-Auto. Mehr, als alle anderen Hersteller je hatten. Aber will man den Idealismus auch bezahlen? Ich denke der Anteil derjenigen ist verschwindend gering.
    - Der "wumms" unter der Haube. Tatsächlich für mich eines der stärksten Argumente, für einen Tesla. Aber das alleine kann für berufsmäßig fahrende Besitzer nicht das einzige Argument sein.

    Unterm Strich hat die Tesla-Aktie im letzten halben Jahr gut 1/4 seines Wertes eingebüßt. Das kommt mit Sicherheit nicht von ungefähr. Viele Skeptiker sehen die Aktie von Tesla bei 0. Vielleicht haben sie ja gar nicht so unrecht.

  2. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: Berner Rösti 08.11.16 - 11:18

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Kostenloses Laden. Ich habe den Newsflow vor einigen Jahren noch
    > im Kopf, als es eines DER Merkmale von Tesla war.

    Wer so viel Geld für solch einen Wagen ausgibt, den werden doch kaum die paar Euro stören, die er fürs Laden zahlen müsste, oder?

    Ich hab das damals eigentlich eher als Marketing-Maßnahme gesehen, mehr nicht.

    Denn schließlich ist eine "Flatrate" in dieser Art ja nichts, was ein Fahrzeug als solches ausmacht, sondern nur der Vertrag, zu dem man es erwirbt. Und da gibt es, wie du richtig bemerkt hast, auch andere Anbieter, die einem irgendwelche Goodies mit dazu geben.

    > - Der "wumms" unter der Haube. Tatsächlich für mich eines der stärksten
    > Argumente, für einen Tesla. Aber das alleine kann für berufsmäßig fahrende
    > Besitzer nicht das einzige Argument sein.

    ... zumal dieser "Wumms" ja auch nur mehr was die Spezies ist, die auf kurzen Sprints andere beeindrucken wollen. Denn längere Strecken kann man wohl nicht schnell fahren, da einerseits die Reichweite dadurch erheblich in den Keller geht und man dann mehr Zeit am Supercharger verbringt, als man durch die Geschwindigkeit gewonnen hat, und andererseits das System ohnehin nach längerer Belastungsphase die Leistung drosselt.

    Angeblich schafft das Model S nicht einmal eine Runde auf der Nordschleife mit voller Leistung, was ja wohl der Heilige Gral für alle Bleifuß-Fans ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.16 11:22 durch Berner Rösti.

  3. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: wasabi 08.11.16 - 11:53

    Deine Argumente gegen Tesla sind teils zwar spezifisch, andererseits aber eher gegen Elektroautos allgemein. Da müsste man schon trennen.

    "Was spricht ohne Supercharger dann eigentlich nur für Tesla? "
    Wie, die Supercharger werden nun alle abgebaut?

    "Kostenloses Laden. Ich habe den Newsflow vor einigen Jahren noch im Kopf, als es eines DER Merkmale von Tesla war. "
    Ich schrieb schon an anderer Stelle: Nein, kostenlose Laden war eien schöne Sache, aber nicht das entscheidene. Sondern die Supercharger an sich. Du sollst doch gar nicht regelmäßig dort "tanken" fahren, das ist nicht der Sinn der Supercharger.

    Ja, auch anderer Hersteller kommen nun mit größeren Batterien. Nehmen wir mal ein Tesla mit 300km Autobahnreichweite und ein beliebiges anderes Elektroauto mit ebenfalls 300km Autobahnreichweite. Dank der Supercharger kann ich quer durch Deutschland und Europa fahren und muss nur alle 300km eine halbe Stunde Pause einlegen. Damit wird ein Tesla wirklich langstrecken tauglich, also z.B. auch für Urluabsfahrten. Beim Elektroauto des anderen Herstellers dagegen muss ich nach 300km eine Übernachtung einlegen. Daher taugt es nicht für lange urlaubsfahrten.

    Ja, das war jetzt übertrieben formuliert. 300 Autobahnkilometer geht wohl auch beim Tesla noch nicht in 30 Minuten, gleichzeitig wird es ja auch zunehmend in Zukunft Schnelladesäulen für andere geben. Aber ich wollte nur deutlich machen, worum es bei den Superchargern geht.

    Die Supercharger waren von Anfang an Teil der Konzepts, Elektroautos langstreckentauglich zu machen, damit sie Verbrenner komplett ersetzen können. Das ist das entscheidene, und nicht, dass das laden dort kostenlos ist. Die Supercharger sind daher auch weiterhin ein für manche entscheidener Vorteil von Tesla gegenüber anderen Elektroautos.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.16 11:54 durch wasabi.

  4. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: AllDayPiano 08.11.16 - 12:41

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Argumente gegen Tesla sind teils zwar spezifisch, andererseits aber
    > eher gegen Elektroautos allgemein. Da müsste man schon trennen.
    >
    > "Was spricht ohne Supercharger dann eigentlich nur für Tesla? "
    > Wie, die Supercharger werden nun alle abgebaut?

    Ach komm! Du weißt doch genau was ich damit sage!

    > "Kostenloses Laden. Ich habe den Newsflow vor einigen Jahren noch im Kopf,
    > als es eines DER Merkmale von Tesla war. "
    > Ich schrieb schon an anderer Stelle: Nein, kostenlose Laden war eien schöne
    > Sache, aber nicht das entscheidene. Sondern die Supercharger an sich. Du
    > sollst doch gar nicht regelmäßig dort "tanken" fahren, das ist nicht der
    > Sinn der Supercharger.

    Doch, nämlich dann, wenn so ein Charger auf meinem Arbeitsweg liegt, ich mit einer Ladung nicht bis hin und zurück komme, und damit jeden Tag dort "tanken" muss.

    Solange mich das nichts kostet, kompensiert das den Kaufpreis. Wenn ich aber doch zahlen muss, wäre *für mich* das ein Nachteil.

    > Ja, auch anderer Hersteller kommen nun mit größeren Batterien. Nehmen wir
    > mal ein Tesla mit 300km Autobahnreichweite und ein beliebiges anderes
    > Elektroauto mit ebenfalls 300km Autobahnreichweite. Dank der Supercharger
    > kann ich quer durch Deutschland und Europa fahren und muss nur alle 300km
    > eine halbe Stunde Pause einlegen. Damit wird ein Tesla wirklich
    > langstrecken tauglich, also z.B. auch für Urluabsfahrten. Beim Elektroauto
    > des anderen Herstellers dagegen muss ich nach 300km eine Übernachtung
    > einlegen. Daher taugt es nicht für lange urlaubsfahrten.
    >
    > Ja, das war jetzt übertrieben formuliert. 300 Autobahnkilometer geht wohl
    > auch beim Tesla noch nicht in 30 Minuten, gleichzeitig wird es ja auch
    > zunehmend in Zukunft Schnelladesäulen für andere geben. Aber ich wollte nur
    > deutlich machen, worum es bei den Superchargern geht.

    Richtig. Das war *bisher* ein starkes Argument Pro-Tesla. Während andere noch über den Stecker diskutierten, und Deutschland noch all seine Energie auf die Erschaffung einer Ladesäulenverordnung konzentrierte, als sich um die Rüge der EU wegen der hohen Nitratwerte zu kümmen, da baute Tesla schon tausend Säulen in ganz Deutschland auf.

    Nur bringt das Argument keinen Gewinner mehr, wenn andere Hersteller auch Schnellladesäulen aufbauen. Und ich denke, dass eine Kooperation aus Audi, VW, Daimler und BMW mehr in kürzerer Zeit erreichen wird, als Tesla.

    > Die Supercharger waren von Anfang an Teil der Konzepts, Elektroautos
    > langstreckentauglich zu machen, damit sie Verbrenner komplett ersetzen
    > können. Das ist das entscheidene, und nicht, dass das laden dort kostenlos
    > ist. Die Supercharger sind daher auch weiterhin ein für manche
    > entscheidener Vorteil von Tesla gegenüber anderen Elektroautos.

    Damit hast Du natürlich recht. Aber ich kaufe doch so ein Auto nicht, wenn ich nicht weiß, was der morgige Tag bringt. Daran hängen sicherlich noch viele, die sich ein E-Auto überlegen.

  5. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: bofhl 08.11.16 - 12:49

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >..
    >
    > ... zumal dieser "Wumms" ja auch nur mehr was die Spezies ist, die auf
    > kurzen Sprints andere beeindrucken wollen. Denn längere Strecken kann man
    > wohl nicht schnell fahren, da einerseits die Reichweite dadurch erheblich
    > in den Keller geht und man dann mehr Zeit am Supercharger verbringt, als
    > man durch die Geschwindigkeit gewonnen hat, und andererseits das System
    > ohnehin nach längerer Belastungsphase die Leistung drosselt.

    Als Besitzer eines Model S kann man genau 2x High-Speed-Starts durchführen (inkl. längerer Fahrt mit Vollbeschleunigung), danach regelt das System runter weil die ganzen Regler und Akkus überhitzt sind. Mir passierte es sogar, dass das Teil blos noch 30 Meilen/h (rund 48km/h) erlaubte.

    >
    > Angeblich schafft das Model S nicht einmal eine Runde auf der Nordschleife
    > mit voller Leistung, was ja wohl der Heilige Gral für alle Bleifuß-Fans
    > ist.

    Nein, schaffte es nicht wenn man Vollgas gibt! Rund 2/3 geht, danach schleicht man entweder oder man rollt gleich ganz aus (und darf sich über einen stinkenden, qualmenden Wagen wundern)

  6. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: wasabi 08.11.16 - 14:45

    > Ach komm! Du weißt doch genau was ich damit sage!
    Ja, sorry, war etwas provokativ :-)

    > Doch, nämlich dann, wenn so ein Charger auf meinem Arbeitsweg liegt, ich
    > mit einer Ladung nicht bis hin und zurück komme, und damit jeden Tag dort
    > "tanken" muss.
    Ja, dann wäre das für dich ein persönlicher Vorteil, weil du zufällig da wohnst. Aber an sich ist es Ziel von Tesla, ein Netz aufzubauen, dass eben Langstreckenkorridore ermöglicht. Dafür sollen die Supercharger da sein. Es hatten doch auch schon Nutzer, die den Supercharger ständig genutzt haben, einen Brief von Tesla bekommen, dass die nicht dafür gedacht sind, und das bitte in Zukunft reduzieren sollten. Tesla geht weiterhin davon aus, dass man das Auto überwiegend zuhause läd, oder langsam auf Parkplätzen. Die Supecharger sollen vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die "Tagesreichweite" mal nicht reicht.

    > Solange mich das nichts kostet, kompensiert das den Kaufpreis. Wenn ich
    > aber doch zahlen muss, wäre *für mich* das ein Nachteil.
    Bestandskunden sind nicht betroffen, es gilt nur für Neukunden. Und klar ist das nun ein "Nachteil" gegenüber früher. Aber es ist doch absolut gesehen kein Nachteil, weil "kostenlos Strom" gibt es ja auch bei keinem anderen. Wenn ich mir jetzt ein Elektroauto kaufen will, dann hat Tesla stattdessen weiterhin den Vorteil der Supercharger gegenüber anderen.

    > Nur bringt das Argument keinen Gewinner mehr, wenn andere Hersteller auch
    > Schnellladesäulen aufbauen. Und ich denke, dass eine Kooperation aus Audi,
    > VW, Daimler und BMW mehr in kürzerer Zeit erreichen wird, als Tesla.
    Mal sehen, wie schnell das geht.

    > Damit hast Du natürlich recht. Aber ich kaufe doch so ein Auto nicht, wenn
    > ich nicht weiß, was der morgige Tag bringt.
    Verstehe jetzt nicht, was du damit meinst. geht es da um das Schnelladenetz für andere Autos, und man noch nicht weiß, was da kommt? Manche wollen eben schon jetzt ein Elektroauto.

  7. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: oxybenzol 08.11.16 - 15:01

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch, nämlich dann, wenn so ein Charger auf meinem Arbeitsweg liegt, ich
    > mit einer Ladung nicht bis hin und zurück komme, und damit jeden Tag dort
    > "tanken" muss.
    >
    > Solange mich das nichts kostet, kompensiert das den Kaufpreis. Wenn ich
    > aber doch zahlen muss, wäre *für mich* das ein Nachteil.

    Auf wieviel Menschen dürfte das zutreffen? Oder anders gefragt, wieviele solcher potentiellen Kunden verliert Tesla?


    > Nur bringt das Argument keinen Gewinner mehr, wenn andere Hersteller auch
    > Schnellladesäulen aufbauen. Und ich denke, dass eine Kooperation aus Audi,
    > VW, Daimler und BMW mehr in kürzerer Zeit erreichen wird, als Tesla.

    Gibts da schon was Spruchreifes zu solch einer Kooperation? Ich sehe das eher so. Tesla ist zu klein um als eine solch große Bedrohung wahrgenommen zu werden, dass man sich zusammen tut. VW wollte doch auch eine Kooperation beim Akkubau. Daimler geht nun aber doch eigene Wege. Die Ladestationen werden am Ende vom Staat finanziert, denn der will ja schließlich E-Autos haben. Das Ei-Henne-Problem müssen die Autohersteller gar nicht lösen, denn sie können ja auch Verbrenner verkaufen. In anderen Ländern kann das zwar anders aussehen, aber anderer Markt heißt auch andere Interessen.

  8. Re: Was spricht dann eigentlich überhaupt noch für Tesla?

    Autor: AllDayPiano 15.11.16 - 07:21

    oxybenzol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nur bringt das Argument keinen Gewinner mehr, wenn andere Hersteller
    > auch
    > > Schnellladesäulen aufbauen. Und ich denke, dass eine Kooperation aus
    > Audi,
    > > VW, Daimler und BMW mehr in kürzerer Zeit erreichen wird, als Tesla.
    >
    > Gibts da schon was Spruchreifes zu solch einer Kooperation?

    Ja, seit heute. Gerade im Radio gehört, dass unsere Deutschen Autobauer bis 2018 ein Konkurrenznetz aufbauen wollen, die binnen 30 Minuten die Weiterfahrt ermöglichen.

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