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Hinkender Vergleich

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  1. Hinkender Vergleich

    Autor: Müllhalde 04.08.22 - 09:32

    Ein Vergleich zwischen Heizlüfter (welche bei Gaspreisen bei Faktor 2,5 doch als Alternative erscheinen) gegenüber Elektrofahrzeuge finde ich etwas zuweit gegriffen.

    Wenn man auf Grund des Gases die Immobilie nicht beheizt, werden sich langfristig massive Schäden in die Bausubstanz schleppen.
    Von gesundheitlichen Folgen wegen Schimmel oder verkühlungen ganz zu schweigen.
    Daher hat der Heizlüfter eine Daseinsberechtigung.
    Auch der angegebene Verbrauchspreis pro Tag ist nicht realistisch. Wenn man einen Heizlüfter hat, läuft der nicht 24/7 sondern ist bei moderneren Modellen Thermostat gesteuert. Und hier spielt auch das Nutzungsverhalten eine Rolle.

    Es wäre kein Problem eine adäquate 3 Z. Wohnung mit weniger als 3¤ pro Tag / 90¤ im Monat mit elektrischer Energie zu beheizen. Gegenüber liegen nun für diese qm Zahl bei Gas bei rund 150¤ im Monat.

    Zur Gegenüberstellung kann ich ja auf das E-Auto verzichten und mit Bus und Bahn fahren. Das wäre angesichts der Energielage "solidarischer".

    Das ganze wird noch mit dem Satz:" Darin weist er auch darauf hin, dass selbst bei 15 Millionen Elektroautos im Jahr 2030 der jährliche Strombedarf um weniger als zehn Prozent steigen werde" ad absurdum geführt.
    15 Millionen E-Kfz benötigen halt keine Energie wenn sie nicht bewegt werden. Wieder eine Aussage, die an der Realität vorbei geht.
    Kernfrage ist immer das Nutzungsverhalten.

    Ich könnte hier das Thema noch mit Wirkungsgrade, Nutzungsfaktoren, Netzauslastungen, Netzschwankungen, Netzregelungen, Sternpunktverschiebungen usw. erörtern. Das würde nur den Rahmen sprengen.

    Wenn sich wenigstens Leute vom Fach in die Politik begeben würden, müssten wir diese Diskussionen hier nicht führen.

  2. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: Huggenknubbel 04.08.22 - 09:41

    woher hast du denn bitte deine Zahlen? 3¤/Tag heizen? Damit bekommst du im Winter nichtmal ein Zimmer am Tag warm. bzw hältst es warm.

  3. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: Müllhalde 04.08.22 - 09:46

    Also wenn du die Fenster schließt, dass die Energie im Zimmer bleibt passt das.
    Und man sollte vor Augen halten, dass es eine Notlösung ist.
    Selbst bei 35ct/kwh macht bei 3¤ pro Tag eine Betrieb von 4,25Std bei 2kW aus. Wenn du die Leistung auf 1kw reduzierst, dann erhält du 8,5 Std wärme.

  4. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: fg (Golem.de) 04.08.22 - 10:10

    Hallo!

    Vielen Dank für die Hinweise. In dem Artikel geht es doch genau darum, dass man Elektroautos und Heizlüfter mit Blick auf die Netzbelastung und den Strombedarf nicht vergleichen kann.

    Dieses Vergleich stammt ja ursprünglich nicht von uns, wird aber in bestimmten Kreisen derzeit gegen den Ausbau der E-Mobiltät ins Feld geführt.

    Daher haben wir versucht, die Unterschiede herauszuarbeiten.

    Was die Aussage mit dem Strombedarf der E-Autos betrifft: Warum geht diese an der Realität vorbei? Der Bedarf lässt sich ganz gut an der durchschnittlichen Fahrleistung und dem Stromverbrauch von E-Autos berechnen. Dieser verteilt sich kontinuierlich auf das ganze Jahr und nicht auf einen Spitzenwert wie bei den Heizlüftern an wenigen Stunden oder Tagen.


    Viele Grüße

    Friedhelm Greis
    Golem.de

  5. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: bofhl 04.08.22 - 10:14

    15 Millionen E-KFZ? Wieso nur so wenige? Und was ist neben den privaten Kfzs mit der nicht unerheblichen Anzahl an gewerblichen Kfzs? Da werden die meisten in der Nacht geladen - bei einem einzigen Fahrzeug fällt da durch Langsam-Laden zwar wenig Last an, aber die Menge machts!
    Und was wieder alle -auch in dem Artikel- schlicht vergessen, sind die immer mehr kommenden e-LKWs! Und die werden auch geladen und zwar auch Nachts! (sofern nicht bereits unter Tags schnell-geladen wird) Für kurze und kürzere Strecken werden da sicher akku-gestützte e-LKWs benutzt werden und keine Wasserstoff o.ä.(sofern diese überhaupt vorhanden sein werden - e-LKWs dagegen gibt es bereits von fast allen Herstellern)!

  6. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: bofhl 04.08.22 - 10:42

    fg (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo!
    >
    > Vielen Dank für die Hinweise. In dem Artikel geht es doch genau darum, dass
    > man Elektroautos und Heizlüfter mit Blick auf die Netzbelastung und den
    > Strombedarf nicht vergleichen kann.
    >
    > Dieses Vergleich stammt ja ursprünglich nicht von uns, wird aber in
    > bestimmten Kreisen derzeit gegen den Ausbau der E-Mobiltät ins Feld
    > geführt.
    >
    > Daher haben wir versucht, die Unterschiede herauszuarbeiten.
    >
    > Was die Aussage mit dem Strombedarf der E-Autos betrifft: Warum geht diese
    > an der Realität vorbei? Der Bedarf lässt sich ganz gut an der
    > durchschnittlichen Fahrleistung und dem Stromverbrauch von E-Autos
    > berechnen. Dieser verteilt sich kontinuierlich auf das ganze Jahr und nicht
    > auf einen Spitzenwert wie bei den Heizlüftern an wenigen Stunden oder
    > Tagen.

    Nur hapert es da ja bereits bei solchen Betrachtungen mit der Zeit, denn die Berechnungen gehen von Netzanschlüssen WIE SIE HEUTE vorhanden sind und von Akkus in eAutos WIE SIE HEUTE vorhanden sind aus! Nur stimmt das sicher nicht mehr im Jahr 2030 - da werden die meisten eFahrzeuge Akkus mit über 100kWh und entsprechende Ladeversorgungen zu Hause oder in den Garagen von 100 A (oder auch mehr!) haben (müssen).
    Heute muss ich meinen Tesla Roadster mit dem Hausanschluss die ganze Nacht ~ rund 8 Stunden laden (auf rund 80%, danach dauert es nochmals 6-8h bis rund 100%) - der Akku hatte mal 56kWh, nach dem Upgrade/Wechsel der Akkus dann 62kWh (sollte zwar laut Tesla 70kWh sein ;-)
    Will ich aber ein eAuto mit 150kWh oder noch mehr laden, bleibt nur den Ladestrom erhöhen um die notwendige Zeit gleich zu halten (oder zu verkürzen) - damit brauch ich dann einen entsprechende Versorgung!
    Hier in Europa habe ich bei meinem Haus 3x 25A-Sicherungen - in den USA (CA) sind die 120V Leitungen mit 150A abgesichert und die 240V-Anschlüsse haben 300A-Sicherungen!
    Und ja, ich habe 3 120V-Leitungen und 2 240V-Leitungen, alle einphasig - d.h.mehrere getrennte Netze!
    (wobei das ganze nicht viel ist - meine Nachbarn haben 5 240V, einphasig und eine 3-phasige 240V-Leitung, die dann aber mit 350A-Sicherungen)

    Anmerkung: in den USA haben viele eigene Trafos vor den Häusern, die diese mit den gewünschten Anschlüssen versorgen! Daher gibt es auch unterschiedliche Spannungsvarianten - einphasig, 3-Phasig, 120V, 240V, 360V, 400V,....

  7. Re: Hinkender Vergleich

    Autor: wire-less 04.08.22 - 11:00

    Müllhalde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Vergleich zwischen Heizlüfter (welche bei Gaspreisen bei Faktor 2,5
    > doch als Alternative erscheinen) gegenüber Elektrofahrzeuge finde ich etwas
    > zuweit gegriffen.
    >
    > Wenn man auf Grund des Gases die Immobilie nicht beheizt, werden sich
    > langfristig massive Schäden in die Bausubstanz schleppen.
    > Von gesundheitlichen Folgen wegen Schimmel oder verkühlungen ganz zu
    > schweigen.
    > Daher hat der Heizlüfter eine Daseinsberechtigung.
    > Auch der angegebene Verbrauchspreis pro Tag ist nicht realistisch. Wenn man
    > einen Heizlüfter hat, läuft der nicht 24/7 sondern ist bei moderneren
    > Modellen Thermostat gesteuert. Und hier spielt auch das Nutzungsverhalten
    > eine Rolle.
    >
    > Es wäre kein Problem eine adäquate 3 Z. Wohnung mit weniger als 3¤ pro Tag
    > / 90¤ im Monat mit elektrischer Energie zu beheizen. Gegenüber liegen nun
    > für diese qm Zahl bei Gas bei rund 150¤ im Monat.
    >
    > Zur Gegenüberstellung kann ich ja auf das E-Auto verzichten und mit Bus und
    > Bahn fahren. Das wäre angesichts der Energielage "solidarischer".
    >
    > Das ganze wird noch mit dem Satz:" Darin weist er auch darauf hin, dass
    > selbst bei 15 Millionen Elektroautos im Jahr 2030 der jährliche Strombedarf
    > um weniger als zehn Prozent steigen werde" ad absurdum geführt.
    > 15 Millionen E-Kfz benötigen halt keine Energie wenn sie nicht bewegt
    > werden. Wieder eine Aussage, die an der Realität vorbei geht.
    > Kernfrage ist immer das Nutzungsverhalten.
    >
    > Ich könnte hier das Thema noch mit Wirkungsgrade, Nutzungsfaktoren,
    > Netzauslastungen, Netzschwankungen, Netzregelungen,
    > Sternpunktverschiebungen usw. erörtern. Das würde nur den Rahmen sprengen.
    >
    > Wenn sich wenigstens Leute vom Fach in die Politik begeben würden, müssten
    > wir diese Diskussionen hier nicht führen.

    Es ist auch nicht immer so einfach zu rechnen. Ein Nachbar beheizt sein kleines Häuschen mit Stromheizungen. Er braucht zwar etwas mehr Strom, da kassiert aber kein Kaminkehrer. Die Jährliche Heizungswartung (Meine neue Buderus bleibt nach 1,5 Jahren ohne Wartung stehen weil der Brennraum zusetzt) zahlt er auch nicht und nach 15 Jahren muss er auch keine großen Reparaturen einplanen. Mit Stromheizungen kann man die Räume auch recht gut einzeln temperieren. Da ist kein Wasserkreislauf und auch keine Abwärme im Heizkeller. Die Installation war auch viel billiger.

    Wär mal ein interessantes Rechenbeispiel ein Häuschen mit Solar und Stromheizungen gegen eine Gas/Ölgeheiztes Haus mit den Gesamtkosten gegenzurechnen.

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