1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Subventionen: Lindner will…

Er hat doch völlig recht!

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Er hat doch völlig recht!

    Autor: Brian Kernighan 29.06.22 - 09:13

    Diese ganze E-Auto-Förderung ist eine gigantische Geldverschwendung und mal wieder eine Umverteilung von unten nach oben. Profitieren können nur Besserverdiener, blechen müssen alle.

    Die Verkehrsprobleme lösen E-Autos auch nicht, ganz im Gegenteil, die werden nur immer größer, weil auch die Autos immer größer, schwerer und stärker werden. Da wären ganz andere Maßnahmen angebracht die viel billiger wären und gleichzeitig viel mehr erreichen könnten.

    Das muss ja nicht heissen, dass die "Umweltaktivistin" nicht auch recht hat, aber auch die Umwelt retten E-Autos nicht. Da wäre Subvention von E-Bikes in Verbindung mit Ausbau der Radinfrastruktur und vernünftige gesetzliche Regelungen von z.B. S-Pedelecs wesentlich effizienter. Wo stecken denn die 70 Mrd "Förderung von fossilen Energien" eigentlich drin?

    P.S.: bin absolut kein Fan der FDP im Allgemeinen und Lindner im Speziellen, aber hier hat er einfach mal recht.

  2. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: crustenscharbap 29.06.22 - 09:18

    Sehe ich auch so.

    Wir als Geringverdiener blechen fast 400¤ für die Kita im Monat.

    Bildung fängt bei der Kita an.

    Ich persönlich war nie in der Kita und merke die Defizite bis Heute.

  3. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: volker.grabbe 29.06.22 - 09:23

    Hat er nicht,

    das ist genauso wie seine efuels Geschichte eine Nebelkerze um von seiner schlechten Arbeit abzulenken und den miesen Tankrabatt den er haben wollte vergessen zu lassen.

    Ich zitiere:
    Da wäre Subvention von E-Bikes in Verbindung mit Ausbau der Radinfrastruktur und vernünftige gesetzliche Regelungen von z.B. S-Pedelecs wesentlich effizienter.

    --

    Wie viele KM soll man zur Arbeit fahren? In urbanem Raum gebe ich dir Recht. Viele Menschen in diesem Land leben aber in Kleinstädten und arbeiten weiter weg.

    Da reicht ein E-Bike nicht. Wenn es wie in meinem Fall sogar an einer Grenze zu einem anderen Bundesland ist, kannst du den ÖPNV total vergessen. Das ist wie eine Landesgrenze zu Frankreich oder Niederlande im Kopf der Planer.

    Eine allgemeine und einfache Lösung wird es nicht geben.

    Man sollte aber bedenken, das es auch Familien gibt die keine Großverdiener sind sich dank der Prämie aber dennoch ein EAuto leisten können.

    Die Medaille hat immer zwei Seiten.

  4. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: Brian Kernighan 29.06.22 - 09:55

    volker.grabbe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich zitiere:
    > Da wäre Subvention von E-Bikes in Verbindung mit Ausbau der
    > Radinfrastruktur und vernünftige gesetzliche Regelungen von z.B. S-Pedelecs
    > wesentlich effizienter.
    >
    > --
    >
    > Wie viele KM soll man zur Arbeit fahren? In urbanem Raum gebe ich dir

    Ich z.B. fahre jeden Tag 2x24km. Ist kein Problem. Die allermeisten haben aber deutlich kürzere Wege und auch Alltagswege sind oft nur eine Handvoll Kilometer weit. Zu Transportieren haben die meisten auch nicht viel. Es gibt Ausnahmen, es sind aber halt Ausnahmen und nicht die Regel.

    Das Potenzial ist riesig und Rad-Inftrastruktur verglichen mit welcher für Auto oder Bahn spottbillig, selbst wenn sie deutlich aufwändieger ausgeführt ist als heute üblich. Ich behaupte mal man könnte locker mindestens die Hälfte des heutigen Autoverkehrs aufs Rad bringen und die Leute hätten auch noch Spaß daran - wenn man ihnen sinnvolle Randbedingungen bietet.

    Man sieht es ja bereits: dort wo die Infrastruktur für Radfahrer nicht ganz miserabel ist sondern halbwegs nutzbar hat man hohe Anteile von Radverkehr, nur dort wo es nichts gibt gibts auch kaum Radfahrer.

    Man kann nicht alles mit dem Rad machen, aber das meiste und Kosten/Nutzen ist wesentlich besser als bei E-Auto-Förderung. Den Gesundheitsaspekt und geringere Gefährdung lasse ich hierbei mal komplett aussen vor, das müsste man zusätzlich betrachten.

    > Recht. Viele Menschen in diesem Land leben aber in Kleinstädten und
    > arbeiten weiter weg.

    Das ist aber nur ein geringer Prozentsatz. 1/4 aller Berufstätigen in Deutschland haben unter 5km Arbeitsweg, etwa die Hälfte unter 10km - das sind Entfernungen die man problemlos mit dem Rad machen kann (wenn man will natürlich, aber viele wollen, trauen sich nur nicht).

    Unter 25km Arbeitsweg sind es fast 80% (78,9% lt Erhebungen des statistischen Bundesamts von 2016) - vieles von dem was in der Spanne von 10-25km drin ist lässt sich noch gut mit E-Bike machen. Wenn man den Leuten aber keinen Platz zum sinnvollen fahren gibt, sie alle paar Meter ausbremst und mit aggressiven und gefährlichen Auto-Rambos alleine lässt, dann fahren nur sehr stark intrinsisch motivierte noch mit dem Rad im Alltag - und das ist leider der Status Quo fast überall in Deutschland.

  5. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: randalica 29.06.22 - 12:09

    Nein, Lindner hat - wie üblich - nicht recht. Ich halte seine Aufrechnung zwischen E-Auto und Kundergarten auch für völlig asozial, denn vor der E-Auto-Förderung gab es auch nicht mehr Geld für kindergärten,d a hat Linder auch nir geschrien. Was er tut ist eingfach nur eine Gruppe gegen eine andere Aufwiegeln, um vons einer schier grenzenlosen Unfähigkeit und Dummheit abzulenken, sein Amt zu führen.

    Und wenn wir shcon übere Bildung reden, dann sollte er vielleicht mal darüber nachtenken, Bildung wieder für jeden kostenlos anzubieten, wie es sich für einen Sozialstaat eigentlich gehört. Und ein bischen was von der Kohle die dann auszugeben ist, könnte er ja mal die Milliardenförderungen u.a. für die Auto/Atom- und Treibstoffindustrie abschöpfen. Wenn er das richtig machen würde, hätten unsere Kinder jeder für sich einen eigenen Lehrer, und es wäre ikmer noch genügend Geld für das passende Klassenzimmer mit erstklassiger Ausstattung übrig. Aber da müsste er ja gegens eine größten Gönner arbeiten, und wer will das schon, wenn die Spenden danach wohl nur noch tröpfchenweise fliessen würden...

  6. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: patka 29.06.22 - 12:33

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo stecken denn die 70 Mrd "Förderung von fossilen Energien" eigentlich drin?

    Da gibt es zum Beispiel:
    * vergünstige Steuer auf den Diesel
    * keinerlei Steuer auf Kerosin
    * Dienstwagenprivileg (eher indirekt da viele Dienstwagen noch immer Verbrenner sind)

    Der Staat beteiligt sich natürlich auch an Infrastrukturprojekten, wie z.B. Nordstream 2. Ohne staatliche Hilfte könnte RWE auch nicht einfach ganze Dörfer dem Erdboden gleich machen, um nach Kohle zu graben.
    Mehr Details dazu kann man direkt beim Umweltbundesamt bekommen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/umweltschaedliche-subventionen-klettern-auf-ueber

    Alleine der Energiesektor liest sich echt schlimm.

  7. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: Fudanti 29.06.22 - 13:27

    Verstehe auch die Polarisierung Lindners nicht.
    Das eine muss doch nicht das andere ausschließen.

    Eine Kita Förderung wäre auf jeden Fall sehr nötig, auch könnte jeder davon profitieren.

    Die Fragestellung oder Vorwurf ist einfach der Falsche. Da gibts bestimmt andere Bereiche wo Abstriche besser hinzunehmen sind als bei Förderungen die einen Großteil der Bürger betreffen.

  8. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: unbuntu 29.06.22 - 14:33

    Falsch war sie nicht direkt, nur total falsch aufgezogen. Statt auch Autos für Reiche mitzufinanzieren hätte man die Förderung nur für Fahrzeuge bis 25.000¤ machen sollen, dann hätten die Hersteller auch nicht alles auf SUV gesetzt. Aber das hat halt die CDU damals so eingeführt, weil man so schneller irgendwelche tollen Zahlen präsentieren kann, als wenn nur da fördert, wo es Sinn macht.

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein

  9. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: Clown 29.06.22 - 16:09

    Naja, zugegebenermaßen hätte das auch nichts gebracht, weil der höchste Kostenpunkt beim E-Auto die Batterie ist. Ein <25k Euro Auto hat also automatisch eine recht begrenzte Reichweite.

    Der Deutsche fährt hingegen - wie hier im Forum schon vielfach bewiesen - im Schnitt hunderte Kilometer am Tag und legt eine völlig rationale Reichweitenangst ääh -abschätzung an den Tag. Da kann es eben nur SUVs o.ä. geben.

    Spaß beiseite: Meine besser Hälfte fährt eine Zoe, die auch schon deutlich über 30k Euro liegt. Das ist beim besten Willen kein großer Wagen "für Reiche".

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  10. Re: Er hat doch völlig recht!

    Autor: nachgedacht 29.06.22 - 20:56

    patka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brian Kernighan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wo stecken denn die 70 Mrd "Förderung von fossilen Energien" eigentlich
    > drin?
    >
    > Da gibt es zum Beispiel:
    > * vergünstige Steuer auf den Diesel
    > * keinerlei Steuer auf Kerosin
    > * Dienstwagenprivileg (eher indirekt da viele Dienstwagen noch immer
    > Verbrenner sind)
    >
    > Der Staat beteiligt sich natürlich auch an Infrastrukturprojekten, wie z.B.
    > Nordstream 2. Ohne staatliche Hilfte könnte RWE auch nicht einfach ganze
    > Dörfer dem Erdboden gleich machen, um nach Kohle zu graben.
    > Mehr Details dazu kann man direkt beim Umweltbundesamt bekommen:
    > www.umweltbundesamt.de
    >
    > Alleine der Energiesektor liest sich echt schlimm.

    So wie ich die Tabelle beim Bundesamt lese, sind die 51Mrd. meist keine Förderungen, sondern oft "Verzichte auf überzogene Steuern" damit der Standort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.

    2,2 Mrd. Steinkohlesubventionen und Braunkolebegünstigungen halte ich allerdings für entbehrlich..

    "Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff" ist z.B. eine faule Ausrede, Weshalb sollten Kraftstoffe überhaupt mit etwas anderem als der MwSt. besteuert werden?
    Für die Straßen-Infrastruktur gäbe es genug KFZ-Steuer. Zur Finanzierung von Fahrradwegen müsste man erst eine Fahrradsteuer einführen....
    Aber Autofahre lassen sich ja gerne für alles andere melken....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.22 20:56 durch nachgedacht.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Junior IT Systemadministrator/in (w/m/d) für Webanwendungen
    Stadt NÜRNBERG, Nürnberg
  2. Inhouse Service Manager (AMS) (m/w/div.)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  3. Salesforce IT Administrator (m/w/d) im Application Management
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
  4. Systemberater (w/m/d) ECM
    VRG MICOS GmbH, Oldenburg, deutschlandweit

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€
  2. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de