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Leider nicht genug Lithium

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  1. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: Tremolino 07.10.17 - 02:33

    Ja, vielen Dank für Dein Feedback ;-)

    zu 1. Selbstverständlich ist sie von der Ausbildung her eine Physikerin. Der Beruf des Politikers ist ja schließlich keine "Ausbildung". Und wenn Du irgendwann möglicherweise Dein Studium abschließt und übergreifend mit anderen Fachbereichen arbeitest, dann wirst Du feststellen, dass grundsätzlich mal z.B. Juristen eine andere Herangehensweise an Probleme haben, als z.B. ein Physiker oder auch ein Informatiker. Die Art des Studiums prägt ganz klar die Denkweise ... und damit auch die Art (und manche sagen Qualität) der Lösungskompetenz. Hast aber Recht, das erklärt nicht, warum in diesem speziellen Fall konsequent politisch nur Bullshit rauskommt. Falls Du mir das nicht glaubst, kannst Du ja mal irgendwelche Problemfelder (Sozial, Rente, Energie, Bildung, Außen-, Innenpolitik, Wirtschaft, EU, Zukunftsfähigkeit ... "you name it" nehmen und schauen, was diese Kanzlerin (oder ihr Kabinett) nachhaltig(!) und womöglich "proaktiv" gelöst hat! Ohne immer nur davon zu faseln, wie komplex alles ist.

    zu 2. Soso. Sie sind also innovativer. Das ist ne Frage Alters. Ich habe noch die gefakten Bilder der sterbenden Wälder aus den 80ern vor Augen. Die gabs und gibts auch nicht. Das Problem ist aber nicht, dass man Nachhaltigkeit eine hohe Priorität zuordnet. Da bin ich - und vermutlich auch alle anderen - sofort bei Dir und der grünen Denkweise. Es ist deren ideologische Verbohrtheit, diese gelebte Bigotterie und Verlogenheit, die sie zum Problem macht. Einige Beispiele, die mir gerade so einfallen:
    Wir müssen uns feuergefährliches Plastik(!) an die Wände bappen um angeblich Energie zu sparen. Kosten trägt der Mieter, Entsorgung von dem Zeug ist fraglich, Energieeinsparung minimal, mehr Lüften nötig, wegen Schimmel, ... während 100 km weiter die Klimaanlage den Sommer über der offenen Eingangstüre läuft.
    Die tollen Windparks produzieren Strom, dessen Abtransport ein riesen Problem ist, schreddern dabei schützenswerte Vögel und verschandeln die Umwelt (von den nicht verwertbaren GFK-Flügeln abgesehen) ... während anderswo ein Mrd. Bauprojekt wegen nem vereinzelten Lurchpärchen (zur Not auch erst noch hintransportiert) abgebrochen werden muss.
    Gerade gibts ne Dieselprämie wegen der Umwelt ... und mit der werden die - ach so dreckigen (alten) Dieseln 5 Fahrzeuge - an den Endverbraucher verscherbelt. Die Elektro-Prämie wiederum bringt Fahrzeuge in den Verkehr, die ihre sehr hohe Umweltbelastung beim Bau auch kaum wieder reinholen, weil ausgerechnet die Batterie nicht ewig hält. Und während dieses ganzen Wahnsinns lassen sich unsere grünen Politiker in nem dicken Verbrenner-Fahrzeug umherkutschieren. Von den enormen Kosten der "angeblichen" Energiewende will ich da gar nicht reden. Von diesem lächerlichen 2 Grad Ziel schon gar nicht. Sonst behauptet noch jemand, der Klimawandel sei ausschließlich(!) menschengemacht. D.h. wir haben jetzt schon die Ausrede, dass die 2 Grad überschritten werden ... das heißt wir stecken Multi-Mrd. in ein sinnloses "Rückzugsgefecht", statt das wir uns sammeln und das Geld in erwartbare Zukunftsszenarien investieren. Das ist genauso dämlich, wie ein davongespültes Haus in einem Überschwemmungsgebiet wieder aufzubauen! Und da habe ich die kindlich, dämliche Migrationspolitik(?!) der Grünen noch nicht mal gestriffen.

    Aber das soll hier nicht in eine politische Diskussion ausarten. Dafür ist Golem nicht die richtige Plattform.

  2. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: Tremolino 07.10.17 - 02:40

    Was Du glaubst ist eigentlich völlig irrelevant:

    Bitte lesen:
    https://www.amazon.de/Grenzen-Wachstums-Bericht-Club-Menschheit/dp/3421026335/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1507336620&sr=8-1&keywords=club+of+rome+grenzen+des+wachstums

    Lesen, rekapitulieren und erkennen, dass die Leute damals auch dachten, alles zu Wissen - vor allem viel mehr als die Generation vor ihnen.

    Deshalb: Prognosen - vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen - sind schwierig!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.17 02:42 durch Tremolino.

  3. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: ChMu 07.10.17 - 10:05

    Tremolino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was Du glaubst ist eigentlich völlig irrelevant:
    >
    > Bitte lesen:
    > www.amazon.de
    >
    > Lesen, rekapitulieren und erkennen, dass die Leute damals auch dachten,
    > alles zu Wissen - vor allem viel mehr als die Generation vor ihnen.
    >
    > Deshalb: Prognosen - vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen - sind
    > schwierig!

    Jup, das habe ich gelesen. Und zwar damals. War Pflicht auf der Uni. Und? Wo stehen da Deine Behauptungen?
    Auch in den Updates, also den weiteren Berichten von 2000 und 2012 steht nichts dergleichen drin.
    Allerdings sind fast 90% der damaligen Voraussagen bezw Annahmen eingetreten. Einiges schlimmer, anderes anders als angenommen. So ist das mit Vorhersagen. Immer mit Unsicherheit verbunden, vor allem wenns um die Zukunft geht.
    Insgesamt aber erschreckend zutreffend und wir leben fleissig weiter in den Tag hinein.

  4. Re: Leider nicht genug Lithium

    Autor: Sharra 08.10.17 - 04:06

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Um einen signifikanten Anteil der Luftfahrt zu elektrifizieren.
    >
    > Sagt wer? Ich dachte immer, Lithium sei eines der häufigsten Elemente in
    > der Erde. Und Batterietechnik muss sich ja auch nicht ewig auf Lithiumbasis
    > festnageln.

    Nur weil etwas in großen Mengen vorhanden ist, heisst das noch lange nicht, dass wir in der Lage sind, das Zeug wirtschaftlich abzubauen.

    Es wird z.B. vermutet, dass der Kern des Jupiters ein gigantischer Diamant sein könnte. Damit hätten wir, in unserem Sonnensystem, quasi 99,999999% der Diamantvorkommen auf dem Jupiter. Aber abbauen wird nicht funktionieren.

    Gold ist eigentlich auch in großen Mengen verfügbar. Aber an den meisten Orten nur in homöopathischen Mengen. Für einen einzelnen Wäscher/Schürfter könnte sich das grade so rechnen. Industriell kannst du das vergessen.

  5. Re: Leider nicht genug Lithium

    Autor: Anonymer Nutzer 08.10.17 - 20:35

    Eine gelungene Satire, das muss man Dir lassen.

  6. Re: Leider nicht genug Lithium

    Autor: Anonymer Nutzer 09.10.17 - 07:32

    > Nur weil etwas in großen Mengen vorhanden ist, heisst das noch lange nicht,
    > dass wir in der Lage sind, das Zeug wirtschaftlich abzubauen.

    Kategorisch ausschließen kann man es aber genauso wenig, womit der Punkt des TE widerlegt war.

  7. Re: Leider nicht genug Lithium

    Autor: exxo 09.10.17 - 10:01

    Der TE lebt in einer alternativen Realität weil er glaubt das in Zukunft weniger geflogen wird und stattdessen mehr Reisen mit Schiffen unternommen werden.

    Die Möglichkeit das neue Akku Technologien marktreif werden und sich das Lithium Thema damit erledigt hat, blendet er aus.

    Ergo ist unser TE ein moderner Robert Maltus der auf Basis von wirren Annahmen argumentiert und einfach die Vergangenheit in die Zukunft extrapoliert.

    Mit anderen Worten, der TE prophezeit die Vergangenheit in die Zukunft...

  8. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: DeathMD 09.10.17 - 12:53

    Nein, ein Engpass wird nach wie vor befürchtet. Es wurden zwar viele neue Quellen gefunden, das heißt aber noch lange nicht, dass diese in absehbarer Zukunft profitabel abgebaut werden können. Die Brines haben eine enorme Vorlaufzeit und liegen teilweise so abgelegen, dass vorher Millionen in die Infrastruktur gesteckt werden muss um diese überhaupt erreichen zu können. Die Brines mit dem höchsten Lithiumgehalt und die somit am profitabelsten sind, liegen noch dazu in politisch eher instabilen Regionen. Selbst wenn die Versorgung gedeckt werden kann, kann es durch politische Instabilitäten zu Versorgungsproblemen kommen, also so easy wie du es darstellst ist es dann auch wieder nicht.

    Was ein Großteil der Menschheit dringend lernen muss, den Unterschied zwischen Ressourcen und Reserven. Nur weil etwas in Hülle und Fülle vorhanden ist, ist es noch lange nicht wirtschaftlich nutzbar. Bei Lithium wird auch gerne darauf vergessen sich die ganzen anderen Bereiche anzusehen, in denen der Lithiumbedarf ebenfalls steigt. Smartphones und Laptops brauchen zwar relativ wenig Lithium, aber da macht es die Masse und die ist alles andere als vernachlässigbar. Kurz um, so wie wir es jetzt angehen, stellt Lithium eher das nächste Öl dar als eine Verbesserung, zumindest was Abhängigkeiten und politisch instabile Förderländer betrifft.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  9. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: DeathMD 09.10.17 - 13:05

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele das Buch anscheinend gelesen aber nicht verstanden haben. Anscheinend scheitern sie schon daran, das Konzept von Szenarien zu durchblicken und sehen darin eher so etwas wie die wissenschaftliche Version von Nostradamus Prophezeihungen. Deshalb ist es immer wieder schön mal jemanden zu sehen, der es verstanden hat, also danke dafür.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  10. Re: Ob aus Salzseen oder montan, Lithium findet sich rechlich

    Autor: Ach 09.10.17 - 19:39

    Eine große Frage bei solchen Betrachtungen ist die Menge, bzw. der Zeitraum, den der Autor einer solchen Studie in Augenschein nimmt, also wann der Autor wieviele Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen vorhersagt. Deswegen vielleicht eher mal abwarten, was noch alles geschieht, im Bergbau, in der Batteriebtechnik sowie in der Politik.

    Lithium für Notebooks und Mobiles. Nun ja, ein Teslakku hat mehr als die 2000x Kapazität einer Smartphonebatterie. Ob der Mobilsektor am Ende des Tages vielleicht 3% des produzierten Lithiums ausmacht? Einen größeren Einfluss werden da wahrscheinlich LKW, Industrie- und Armeefahrzeuge, vor allem aber Stromnetzspeicher ob als Großbatterie oder für das Eigenheim. Da wiederum konkurrieren vielleicht bald schon die Redox Flow Speicher. Ist halt wirklich alles noch sehr in Bewegung :].

    PS: Vielleicht hast du ja den ein oder andern Link zu deiner anfänglichen Aussage, sodass man die besser verorten kann.

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