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Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: Phosphoros 13.03.17 - 08:24
nur würde es mich freuen, wenn sie endlich mal einen bezahlbaren mit ordentlicher Reichweite hinbekommen und nicht solche Power-Renn-Modelle.
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Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: TrollNo1 13.03.17 - 08:27
Fällt dann nebenbei ab. VIeles aus unseren heutigen PKWs kommt ursprünglich aus der Formel 1.
Lass die mal machen. Wenn die ultra viel Leistung in wenig Akku packen müssen (und deutlich mehr Kohle reinstecken als man in einen Kleinwagen würde), dann kommt die Technik auch in "normale" Autos. Halt etwas verzögert. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: TobiVH 13.03.17 - 08:42
+1
Zukunftstechnik wird irgenwann Standard. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: bplhkp 13.03.17 - 09:06
Ein Elektroauto mit "ordentlicher" Reichweite kann nicht "bezahlbar" sein.
Denn alleine die Batterie kostet den Gegenwert eines Kleinwagens, und kann eine Elektroauto nicht "bezahlbar" sein. Während mehr Leistung die Zahlungsbereitschaft vieler ankurbelt, ist dies bei "mehr Öko" nicht der Fall. Und darum werden Elektroautos mit großer Reichweite am oberen Ende positioniert. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: s.bona 13.03.17 - 09:21
bplhkp schrieb:
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> Ein Elektroauto mit "ordentlicher" Reichweite kann nicht "bezahlbar" sein.
>
> Denn alleine die Batterie kostet den Gegenwert eines Kleinwagens, und kann
> eine Elektroauto nicht "bezahlbar" sein. Während mehr Leistung die
> Zahlungsbereitschaft vieler ankurbelt, ist dies bei "mehr Öko" nicht der
> Fall. Und darum werden Elektroautos mit großer Reichweite am oberen Ende
> positioniert.
Da ist nicht so ganz richtig. Aktuell mögen die Akkus noch sehr teuer sein, doch fallen schon jetzt kontinuierlich die Preise. Bis 2020 sollen die Preise von 2015 sich halbiert haben und manche sagen bereits vorraus dass dies sogar unterboten wird. Zudem ist eine "ordentliche Reichweite" subjetiv zu sehen. Für den einen sind das 300 reale km, für den anderen erst 1000km. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: bplhkp 13.03.17 - 09:56
Aus diesem Grund habe ich ganze bewusst den Präsens verwendet und "ordentlich" in Anführungszeichen gestellt.
Durch technische Weiterentwicklung werden Traktionsbatterien in der Zukunft höchstwahrscheinlich billiger werden - Tatsache ist jedoch, dass das heute nicht der Fall ist und der gläserne Boden beim Preis aufgrund der Rohstoffkosten auch kurzfristig so bleiben wird wenn nicht jemand einen Technologiesprung aus dem Hut zaubert. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: s.bona 13.03.17 - 10:50
bplhkp schrieb:
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> Durch technische Weiterentwicklung werden Traktionsbatterien in der Zukunft
> höchstwahrscheinlich billiger werden - Tatsache ist jedoch, dass das heute
> nicht der Fall ist und der gläserne Boden beim Preis aufgrund der
> Rohstoffkosten auch kurzfristig so bleiben wird wenn nicht jemand einen
> Technologiesprung aus dem Hut zaubert.
Sorry, aber das ist schlicht falsch. Sie werden nicht "höchstwahrscheinlich billiger" sondern die Preise fallen permanent. Natürlich sind die Preise nicht auf einen Schlag bei der Hälfte angekommen sondern es geht Stück für Stück und das bei einer jährlichen Steigerung der Energiedichte von ca. 7%. Ob die aktuellen Preise von den Rohstoffen so stark abhängen bezweifel ich auch ein wenig. Derzeit ist der Mangel an produzierenden Unternehmen wohl deutlich ausschlaggebener, welcher mit wachsenden Kapaziäten immer weiter zu vernachlässigen ist. Aktuelle E-Autos sind im besten Fall alles noch Kleinserien oder umfunktionierte Verbenner. Daher ziehen hier auch nicht die Vorteile, dass ein E-Auto deutlich weniger Einzenteile benötigt und somit die Durchlaufzeiten stark verringert werden könnnen. Rein theoretisch sollten E-Autos also günstiger werden können als Verbrenner, es ist nur die Frage ob sich das auch praktisch umsetzen lässt. Alleine die Ersatzteilversorgung, welche bei E-Autos deutlich geringer ausfallen wird, werden die Hersteller sicher irgendwie mit in die Verkaufspreise mit einrechnen wollen. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: bplhkp 13.03.17 - 11:23
Zum einen vorneweg: "Höchstwahrscheinlich" ist natürlich eine Spitzfindigkeit - es gibt die natürlich höchst unwahrscheinliche Möglichkeit, dass jeglicher Fortschritt bei Batterien aufhört - und damit ist höchstwahrscheinlich nicht falsch.
Zum Rohkostenanteil in Traktionsbatterien gibt es Studien, zB von BCG - das lässt sich nicht wegdiskutieren. Da gibt es auch Aussagen zu den stückzahlunabhängigen Kosten. Auch wenn die Realität hier die Prognose überholt hat, Der Kostentreiber bei Elektroautos ist und bleibt die Traktionsbatterie. Es mag sein, dass die Abgasnachbehandlung wegfällt, der Antriebsmotor und das Getriebe einfacher aufgebaut sind - aber hier wird alles überkompensiert. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: s.bona 13.03.17 - 12:39
Also das "Höchstwahrscheinlich" ist ja gar nicht das ausschlaggebende. Du hast geschrieben: "Traktionsbatterien in der Zukunft höchstwahrscheinlich billiger werden - Tatsache ist jedoch, dass das heute nicht der Fall ist". Und genau in diesem zusammenhang ist es falsch. Denn in einem I3 wird heute heute schon eine um 50% verbesserte Traktionbatterie eingebaut bei gleichem Volumen und dabei ist der Preis gerade einmal um 1200¤ gestiegen. Sicherlich lassen sich diese 1200¤ nicht eins zu eins auf den Akku übertragen, aber es zeigt wie die Akkutechnologie und deren Preisentwicklung sich auf die E-Mobilität auswirken.
Zu den Studien lässt sich halt auch nur bedingt eine Aussage machen. Wie du selbst schon angemerkt hast, sind diese sogar schon von der Realität eingeholt worden, bzw. übertroffen. Also ist die Entwicklung deutlich stärker vorangeschritten als erwartet. Auch sind die neuen Akkutechnologien schwer vorauszusagen. Es wird auch an Technologien gearbeitet, welche auf die teuren Anteile wie Kobalt und Nickel komplett verzichten, nur weiß halt keiner wann und ob diese Marktreif werden.
Ich gebe dir absolut recht, dass der Akku derzeit der mit abstand größte Kostentreiber bei den E-Autos ist. Aber um auch auf deinen ersten Post zurück zu kommen, es wird in Zukunft halt nicht mehr dieser extreme Kostentreiber sein, was wiederum ein bazhalbares E-Auto durch aus realistisch macht. Mit voranschreiten der Technologie und dem Ausbau der Produktionskapazitäten werden die Akkus in Zukunft sicherlich bei den heutigen Kosten eines guten Verbrennungsmotors landen und gleichzeitig eine akzeptable Reichweite gewährleisten. Am Ende bleibt nur die Frage, wann das erreicht wird. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: M.P. 13.03.17 - 13:53
Naja - wenn die günstigere "Tankfüllung" wenigstens einen Teil der Akku-Kosten über die Fahrzeit wieder wett machen würde.
Derzeit kostet aber der Liter Benzin ca 1,30 EUR, und hat einen Energiegehalt von 11 kWh.
Davon kommen Wirkungsgrad-Bereinigt ca 4-5 kWh an den Rädern an, was etwa 30 Cent/kWh bedeuten.
Strom kostet aber derzeit 28 Cent/kWh.... -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: s.bona 13.03.17 - 14:26
Och diese Diskussion über Energiegehalt und Wirkungsgrad ist nicht wirklich sinnig.
1. Sind die angegebenen Wirkungsgrade der Hersteller oftmals totaler Mist. Diese sind in der Realität meist überhaupt nicht zu erreichen, bzw. sehr(!) stark geschönt.
2. Wird Benzin nicht immer bei 1,30¤ liegen. Ich erinnere mich noch sehr gut als der Liter schon mal bei 1,80¤ gelegen hat.
Die einzige Möglichkeit eines vernümpftigen Vergleichs ist ganz einfach die eigene standard Strecke mit einem Verbrenner und einem E-Auto zu fahren. Aber es gibt auch genügend Studien die zeigen, dass man mit einem E-Auto "tanktechnisch" günstiger fährt. Derzeit reist das aber meist der hohe Kaufpreis wieder runter, bzw. amortisiert sich das erst nach einer hohen Kilometerzahl wieder. -
Re: Schön, dass die sich da alle versuchen zu übertrumpfen,
Autor: M.P. 14.03.17 - 11:08
Eben,
Wenn der "Elektro"-Kilometer 1/3 .... 1/4 eines "Benzin"-Kilometers kosten würde, wäre das ein Antreiber für die Elektromobilität.
Solange aber der "Elektro"-Kilometer nur vielleicht 20 ... 40 % Ersparnis bringt, sind die anderen Nachteile (Kaufpreis, Reichweite...) umso mehr im Fokus der potentiellen Käufer.
Ich könnte mir denken, dass in Stuttgart und Umgebung mit den drohenden Fahrverboten aber inzwischen einige Pendler doch ins Grübeln kommen ...



