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Und wer braucht so eine Lebensdauer?

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  1. Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: scrumdideldu 10.06.20 - 16:33

    Nach spätestens 500.000 Kilometern muss doch langsam aber sicher so ziemlich alles an einem Auto nach und nach getauscht werden oder ist Tesla da magisch?

    Ich hatte auch schon 3 Autos mit > 200.00 und 2 davon sogar mit > 300.000 auf dem Tacho. Aber da hat an allen Ecken und Enden alles gescheppert! Von der versifften Innenausstattung (ich transportiere auch mal Dinge in Autos, einschließlich Kindern) mal ganz abgesehen.

    Dann noch so Kleinkram

    - Lüftungsregelung die nur noch auf einer Fahrzeugseite ging => Werkstatt hat gemeint sie müssen dafür das Cockpit rausbauen und dann mal schauen. Das kostet fast mehr als das Auto noch wert war
    - Fensterheber, für 150¤ geht eben das Beifahrerfenster nicht mehr runter
    - elektrische Spiegelheizung und elektrische Spiegelverstellung
    - Heckscheibenheizung
    usw.

    Wozu braucht ein "Normalmensch" eine Garantie für 125.000km im Jahr? Selbst Vertreter die ich kenne fahren nur 60 oder 70K im Jahr.

  2. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Vollstrecker 10.06.20 - 16:44

    Aber das Auto fuhr doch noch oder?

  3. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: ChMu 10.06.20 - 16:49

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach spätestens 500.000 Kilometern muss doch langsam aber sicher so
    > ziemlich alles an einem Auto nach und nach getauscht werden oder ist Tesla
    > da magisch?
    >
    > Ich hatte auch schon 3 Autos mit > 200.00 und 2 davon sogar mit > 300.000
    > auf dem Tacho. Aber da hat an allen Ecken und Enden alles gescheppert! Von
    > der versifften Innenausstattung (ich transportiere auch mal Dinge in Autos,
    > einschließlich Kindern) mal ganz abgesehen.
    >
    > Dann noch so Kleinkram
    >
    > - Lüftungsregelung die nur noch auf einer Fahrzeugseite ging => Werkstatt
    > hat gemeint sie müssen dafür das Cockpit rausbauen und dann mal schauen.
    > Das kostet fast mehr als das Auto noch wert war
    > - Fensterheber, für 150¤ geht eben das Beifahrerfenster nicht mehr runter
    > - elektrische Spiegelheizung und elektrische Spiegelverstellung
    > - Heckscheibenheizung
    > usw.
    >
    > Wozu braucht ein "Normalmensch" eine Garantie für 125.000km im Jahr? Selbst
    > Vertreter die ich kenne fahren nur 60 oder 70K im Jahr.


    Es ist eine hohe Nummer. Soll beruhigen. Mehr nicht. Das durchschnitts Leben eines EV liegt bei nicht mal 300000km, einige werden 500000 und mehr erreichen. Allerdings hat man dann noch eine hervorragend funktionierende Batterie, beim Verbrenner musst Du bezahlen um die Kiste loszuwerden.
    Durchschnitt beim Verbrenner liegt bei 230000km. Dann sind Motor/Getriebe durch (im Schnitt) und damit Totalschaden.
    Warum beim EV das doppelte oder vierfache garantiert werden muss, verstehe ich eh nicht. Welcher Verbrenner hat eine Garantie ueber mehr als 100000km auf des teuerste Teil, den Motor?

  4. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eheran 10.06.20 - 16:51

    Völlig richtig. Mit den Jahren geht immer mehr kaputt.
    Kabelbruch hier und da, irgendwo ne Leitung durchgescheuert, mit der Lüftung irgendwas, Wärmetauscher (un)dicht, Radaufhängung irgendwas kaputt, Antennenfuß undicht, Fensterheber(-Schalter) gehen nicht mehr, irgendwelche Elektronik (Steuer- sowie Unterhaltungskram) ist kaputt, irgendwelche Dichtungen am Getriebe oder sonstwo, Relay defekt, alles verrostet untenrum, ...

    Kostet mitunter richtig viel Geld. Weil teilweise viel (etwa die Konsole) zerlegt werden muss. Oder alleine die Fehlersuche dauert schon ewig. Und da reden wir noch nicht von Sachen, die irgendwas mit Optik zu tun haben sondern rein funktionale Sachen. Die Innenverkleidung hat mitunter schon nach 5 Jahren gelitten, dass es nicht mehr schön ist. Also ohne Krafteinwirkung o.ä. einfach durch Alterungsprozesse und heiß/kalt Zyklen. Dann verzieht sich hier und da was, irgendwas verklemmt, die Gummis überall(!) werden hart und verlieren ihre Funktion mit entsprechenden Folgeproblemen usw. usf.

  5. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: dummi 10.06.20 - 16:55

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wozu braucht ein "Normalmensch" eine Garantie für 125.000km im Jahr? Selbst
    > Vertreter die ich kenne fahren nur 60 oder 70K im Jahr.

    Ich vermute der Hauptgrund ist die Zweifel an E-Autos auszuräumen und eines der Argumente gegen E-Autos war, zumindest bis jetzt, Zweifel an der Haltbarkeit der Akkus. Mal abgesehen davon sollen ja funktionierende Akkus nach dem Einsatz im Auto in Spromspeichern zur Dämpfung von Lastspitzen eingesetzt werden.

    https://www.volkswagen.de/de/e-mobilitaet-und-id/id_magazin/elektroauto-nachhaltigkeit/zweites-leben-fuer-gebrauchte-akkus.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.20 16:57 durch dummi.

  6. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: tovi 10.06.20 - 17:12

    Die Haltbarkeit braucht man für V2G.

    Wenn mal alle E-Autos immer am Stromnetz angeschlossen sind, als riesiger verteilter Stromspeicher für Eerneuerbare Energie, dann möchte der Autobesitzer sicher sein, das durch die Teilnahme am Strommarkt seine Batterie nicht kaputtgeht.

    Das Gegenteil ist übrigens der Fall. Wenn ein E-Auto am Netz hängt, kann es immer in einem optimalen Ladestand gehalten werden. das verlängert die Batteriehaltbarkeit.
    Gleichzeitig kann da sAuto durch Teilnahme am Regelenergiemarkt Geld verdienen.

    Leider ist unsere Regierung alles andere als fortschrittlich und hat dieses Potenzial der E-Autos noch nicht erkannt.

  7. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: pythoneer 10.06.20 - 21:23

    Das hat Elon öfter schon auf Präsentationen erklärt. Niemand gibt sein Auto als Robotaxi her wenn befürchtet werden muss, dass andere Leute einem das Auto "abfahren". Wer nach ein paar Jahren 200.000km auf der Uhr hat wenn es als Robotaxi vermietet wurde der überlegt sich das zweimal, denn ein normaler Verbrenner ist dann schon im letzten Abschnitt seines Daseins angekommen. Wenn ich allerdings noch 1.800.000km übrig habe, dann sollte einen das weniger stören – wenn man sich grundsätzlich mit dem Gedanken anfreunden kann sein Auto zu vermieten während man es gerade nicht braucht, wenn man auf Arbeit ist etc.

    Muss nicht jeder wollen aber die Entscheidung fällt definitiv leichter.

  8. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eheran 11.06.20 - 00:28

    Wie bereits hier im Thread an mindestens 2 Stellen geschrieben:
    Maßgeblich ist auch bei einem Verbrenner nicht der Motor, der läuft bei den meisten verschrotteten Autos noch. Aber alles andere drum rum geht zunehmend kaputt, sieht schlecht aus, ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit usw.
    Da bringt es einem nichts, wenn der Antrieb noch läuft.

    Davon abgesehen würde die Miete eine "Robotaxis" die anfallenden Kosten problemlos decken, wenn das Auto schon so alt ist und damit längst abgeschrieben.

  9. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: pythoneer 11.06.20 - 07:38

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bereits hier im Thread an mindestens 2 Stellen geschrieben:
    > Maßgeblich ist auch bei einem Verbrenner nicht der Motor, der läuft bei den
    > meisten verschrotteten Autos noch. Aber alles andere drum rum geht
    > zunehmend kaputt, sieht schlecht aus, ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit
    > usw.
    > Da bringt es einem nichts, wenn der Antrieb noch läuft.

    Die Fahrzeuge werden so gebaut, dass sie >1Mio km halten. Hier ging es ja nur darum die Lebensdauer des Antriebs zu besprechen. Natürlich gibt es viele weitere Aspekte aber an diese wurde ja auch gedacht. Beispiel ist hier die längere Lebensdauer der Bremsanlage die über die Zeit hinweg weniger Wartungskosten hat. Das ganze Fahrzeug ist viel weniger komplex Gebaut, weil nicht modular – aufgrund der Zulieferer – zusammengebaut werden muss. Ob die Karre nach einer Weile noch "chic" aussieht und modern ist, das ist doch eine ganz andere Frage. Die Laufleistung wird benötigt um dem Tesla-Kunden die Entscheidung leichter zu machen sein Fahrzeug als Robotaxi herzugeben ohne Angst haben zu müssen, dass das Fahrzeug nach 5 Jahren EOL wegen der Laufleistung ist. Ob jemand das nach 15 Jahren interessiert mit einer Jahreslaufleistung von 7.000 km kann ich dir nicht sagen. Ich habe lediglich den Grund wiedergegeben der so von Herrn Musk präsentiert wurde.

    > Davon abgesehen würde die Miete eine "Robotaxis" die anfallenden Kosten
    > problemlos decken, wenn das Auto schon so alt ist und damit längst
    > abgeschrieben.

    Ja, richtig. Herr Musk hat ja auch gesagt, dass die Fahrzeuge momentan viel zu billig verkauft werden. Theoretisch müsste ein Model 3 mit weit über 100.000¤ Einkaufspreis zu Buche schlage, weil er seinen jetzigen Kaufpreis um ein vielfaches als Robotaxi einspielen könnte. Es spricht ja nichts dagegen als Besitzer das Fahrzeug weiterhin zu behalten, auch wenn es sich quasi selber schon abgeschrieben hat. Jeder Kilometer den es ab jetzt weiter fährt bringt zusätzliche Einnahmen. Völlig davon abgesehen erhöht es natürlich auch den Wiederverkaufswert falls man doch nicht mehr vorhat "Mini-Taxi-Unternehmen" zu spielen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.20 07:39 durch pythoneer.

  10. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Mettigel 11.06.20 - 08:11

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bereits hier im Thread an mindestens 2 Stellen geschrieben:
    > Maßgeblich ist auch bei einem Verbrenner nicht der Motor, der läuft bei den
    > meisten verschrotteten Autos noch. Aber alles andere drum rum geht
    > zunehmend kaputt, sieht schlecht aus, ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit
    > usw.
    > Da bringt es einem nichts, wenn der Antrieb noch läuft.


    Bei heutigen Motoren? Nein, eher nicht.

    1. bei deinem einem verstopft das AGR Ventil.
    2. bei dem anderen längt sich die Steuerkette (*hust* VW)
    3. beim nächsten geht der Turbolader vorzeitig kaputt
    4. etc

  11. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eheran 11.06.20 - 09:43

    Als ob es bei Elektroautos nie derartige Probleme geben würde.
    Klar fallen immer welche aus, die Ausfallrate ist nie null und folgt einer Badewannenkurve. Ändert aber nichts an meiner Aussage. Die Autos werden verschrottet, weil sie keinen TÜV mehr bekommen. Und das, weil sie verrosten und zunehmend Teile defekt/undicht/... sind. Nach 20 Jahren ist ein KFZ kaum noch was wert, da überscheigen 500¤ Reparatur schnell mal den Restwert. Das wird bei Elektroautos nicht anders sein, da kommt die Ausfallrate für Elektroantrieb + Akku hinzu, dafür ist das von Verbrennungsmotor und Abgasanlage weg. Ist vermutlich in Summe ein geringeres Risiko, das Auto ist aber nicht plötzlich viel wert.

  12. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Mettigel 11.06.20 - 09:46

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ob es bei Elektroautos nie derartige Probleme geben würde.
    > Klar fallen immer welche aus, die Ausfallrate ist nie null und folgt einer
    > Badewannenkurve. Ändert aber nichts an meiner Aussage. Die Autos werden
    > verschrottet, weil sie keinen TÜV mehr bekommen. Und das, weil sie
    > verrosten und zunehmend Teile defekt/undicht/... sind. Nach 20 Jahren ist
    > ein KFZ kaum noch was wert, da überscheigen 500¤ Reparatur schnell mal den
    > Restwert. Das wird bei Elektroautos nicht anders sein, da kommt die
    > Ausfallrate für Elektroantrieb + Akku hinzu, dafür ist das von
    > Verbrennungsmotor und Abgasanlage weg. Ist vermutlich in Summe ein
    > geringeres Risiko, das Auto ist aber nicht plötzlich viel wert.


    Beim 20 Jahre alten BEV kannst du aber noch den Akku weiterverkaufen, z.B. als Hausspeicher :-)

  13. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Trollversteher 11.06.20 - 09:52

    Einige Punkte wurden ja bereits genannt, aber hinzu kommt, dass die Akkus aus alten Teslas ja auch als lokale Energiespeicher fuer die private PV Anlage im Haus recycled werden, oder als lokale Stromspeicher bei der erneuerbaren Energie eingesetzt werden koennen. Ebenso wird sich das positiv auf den Gebrauchtwagenmarkt auswirken, das war ja bisher immer ein Argument der E-Mobilitatesgegner, dass man bei gebrauchten Wagen wegen der heruntergefahrenen Akkus moeglicherweise nochmal ordentlich draufzahlen muss.
    Und warum nicht (dann guenstigere) Neu-Teslas mit gebrauchten Akkus aus Teslas, die so heruntergefahren wurden, dass sie als Gebrauchtwagen nicht mehr taugen, anbieten?

  14. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Ach 11.06.20 - 10:18

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ob es bei Elektroautos nie derartige Probleme geben würde.
    > Klar fallen immer welche aus, die Ausfallrate ist nie null und folgt einer
    > Badewannenkurve. Ändert aber nichts an meiner Aussage. Die Autos werden
    > verschrottet, weil sie keinen TÜV mehr bekommen. Und das, weil sie
    > verrosten und zunehmend Teile defekt/undicht/... sind. Nach 20 Jahren ist
    > ein KFZ kaum noch was wert, da überscheigen 500¤ Reparatur schnell mal den
    > Restwert. Das wird bei Elektroautos nicht anders sein, da kommt die
    > Ausfallrate für Elektroantrieb + Akku hinzu, dafür ist das von
    > Verbrennungsmotor und Abgasanlage weg. Ist vermutlich in Summe ein
    > geringeres Risiko, das Auto ist aber nicht plötzlich viel wert.

    Nein, genau das würde mit einem BEV eben nicht so schnell und so häufig passieren wie mit einem Verbrenner. Wenn man, wie in der => Nissan Werbung von vor einer Dekade, Statt eines Elektroföhns einen mit einem kleinen Zweitakter verwenden würde, dann würde der sich durch die ständigen Vibrationen, aggressiven Gase und Flüssigkeit und durch die ständigen Temperatursprünge, nach spätestens zwei Jahren auflösen, und zwar auf Verbindungs- wie Materialebene, so ist das halt bei diesen Hubkolbenmaschinen. Zum Vergleich mal überlegen, wie viel langlebiger doch eine Fahrrad ist gegenüber einem Mofa, bei dem man als Jugendlicher feststellen muss, dass sich alles was man an dem Ding nicht mit dreifacher Stärke befestigt, in kürzester Zeit frei vibriert und abfällt.

    So ist das eben auch bei einem PKW. Jedes Gelenk und jede Niet vergrößert über die Jahre ihren Spielraum. Chemie und Temperatur fördern und beschleunigen die Zersetzung, Korrosion und die schädliche Kondenswasserbildung. Das einem ein alter Verbrenner ausgelutscht erscheint, ist kein Gefühl, das ist eine mechanische Realität. Das bedeutet nicht, dass Elektroautos nicht altern würden, aber es bedeutet, dass sie mit ungleich weniger Pflege ungleich länger halten.

    Davon mal abgesehen wird man gerade diesen Akku in den seltensten Fällen als ganzes weiterverwenden und eher die einzelnen Zellen, die man dann entweder in weiteren Fahrzeugen oder stationär einsetzen könnte. Theoretisch würde sich wegen der langen Lebensdauer bei stationärem Einsatz über die Zeit eine erhebliche Kapazität ansammeln, welche man aber auf der anderen Seite jederzeit und sinnvoll in die Stützen des Netzes investieren kann.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.20 10:36 durch Ach.

  15. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Ely 11.06.20 - 11:22

    Es gibt mittlerweile mehrere Prius mit 1 Million km und mehr auf der Uhr. Und kaputt war da nichts. Wenn das ein Hybrid schafft, der technisch/mechanisch einfacher als ein Verbrenner ist, dürfte das für ein reines E-Auto, das technisch/mechanisch noch einfacher ist, kein Problem sein.

    Sofern das Ding qualitativ wie ein Toyota und nicht wie ein VW gebaut wurde ...

  16. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eheran 11.06.20 - 12:14

    >Nein, genau das würde mit einem BEV eben nicht so schnell und so häufig passieren wie mit einem Verbrenner.
    Bei welchem auch nur halbwegs aktuellen Verbrenner landen denn Vibrationen des Motor irgendwo außerhalb des Motorraumes?

    Und was soll mir da so eine Werbung(!) sagen?

    >kleinen Zweitakter [...] würde der sich durch die ständigen Vibrationen, aggressiven Gase und Flüssigkeit und durch die ständigen Temperatursprünge, nach spätestens zwei Jahren auflösen, und zwar auf Verbindungs- wie Materialebene, so ist das halt bei diesen Hubkolbenmaschinen.
    Hast du auch ein Beispiel für irgendein Gerät, bei dem sich das so verhält?
    Ich kenne viele Kettensägen sowie Rasenmäher. Aber bei keinem war nach 2 Jahren der Motor defekt. Ich/Wir haben mal eine Stihl ... noch vor der "MS" Namensführung, aus den 80ern, repariert. DA gab es ein Problem mit dem Kolben. Nach 20 Jahren. Ansonsten sind es Probleme mit der Kupplung, dem Schwert, Vergaser usw. usf.

    >Zum Vergleich mal überlegen, wie viel langlebiger doch eine Fahrrad ist gegenüber einem Mofa
    Soll ich jetzt ein noch weiter vereinfachtes Forbewegungmittel nennen, dass langlebiger als ein Rad ist? Und dafür eben noch weniger Komfort bietet? Wie wäre es mit einem Einrad? Das ist kein Vergleich. Wenn, dann musst du ein (S-) Pedelec damit vergleichen. Sowohl von den Kosten als auch Haltbarkeit.

    >Jedes Gelenk und jede Niet vergrößert über die Jahre ihren Spielraum.
    Quelle?
    Abgesehen davon, dass es heute keine Nieten mehr gibt: Alleine durch Korrosion frisst sich alles fest, was nicht schon von Anfang an "lose" ist/wird. Siehe auch Oxide Jacking. Der selbe Mechanismus des expandierenden Rosts lässt Schrauben (extrem) festfressen.

    >Das bedeutet nicht, dass Elektroautos nicht altern würden, aber es bedeutet, dass sie mit ungleich weniger Pflege ungleich länger halten.
    Weniger Pflege aka Ölwechsel usw. ja, das ist korrekt.
    Sie halten vielleicht auch signifikant länger. Nur nützt das nichts, wenn das KFZ wertlos ist und zerfällt. Beim BMW I3 usw. aus Carbon ist das nochmal was ganz anderes. Der steht auch in 50 Jahren noch da wie heute.

  17. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Ach 11.06.20 - 12:50

    > Bei welchem auch nur halbwegs aktuellen Verbrenner landen denn Vibrationen
    > des Motor irgendwo außerhalb des Motorraumes?
    Bei jedem Verbrenner.

    > Und was soll mir da so eine Werbung(!) sagen?
    Die Werbung verdeutlicht den dramatischen Unterschied in der Laufruhe, Lautstärke und Chemie.

    > Hast du auch ein Beispiel für irgendein Gerät, bei dem sich das so verhält?
    > Ich kenne viele Kettensägen sowie Rasenmäher. Aber bei keinem war nach 2 Jahren
    > der Motor defekt. Ich/Wir haben mal eine Stihl ... noch vor der "MS" Namensführung,
    > aus den 80ern, repariert. DA gab es ein Problem mit dem Kolben. Nach 20 Jahren.
    > Ansonsten sind es Probleme mit der Kupplung, dem Schwert, Vergaser usw. usf.
    Hast du hier die Probleme gerade auf die unmittelbaren Motorprobleme begrenzt? So funktioniert das leider nicht. Natürlich geht es um komplett alle Probleme, die mit dem Verschwinden des Verbrennungsmotors mitverschwinden. Und was du aufführst, ist durch die Bank schweres Gerät. Dann hätte man also 15Kg Föne, 4Kg Smartfones 150Kg Kopierer mit Getriebe und Ölwanne, etc, Quasi noch ne Stufe härter. Eigentlich müsstest du also in den Modellbaubereich gehen, und da fällt dir halt eben bei den Verbrennern alles nach kürzester Zeit auseinander, aber dort dann so richtig, und die Sauerei mit dem Sprit und dem Grint der sich innerhalb kurzer Zeit ansammelt....

    > Soll ich jetzt ein noch weiter vereinfachtes Forbewegungmittel nennen, dass langlebiger
    > als ein Rad ist? Und dafür eben noch weniger Komfort bietet? Wie wäre es mit einem
    > Einrad? Das ist kein Vergleich. Wenn, dann musst du ein (S-) Pedelec damit vergleichen.
    > Sowohl von den Kosten als auch Haltbarkeit.
    Ein einfaches Pedelek reicht im Vergleich zu einem Mofa mit 25km/h. Da wirst du beim Vergleich der Langlebigkeit ebensowenig eine Verbesserung feststellen. Pedeleks sind entsprechend der moderat gestiegenen Power moderat robuster ausgelegt, was die gestiegene Beanspruchung wieder kompensiert.

    >Quelle?
    Quelle zurück!

    > Abgesehen davon, dass es heute keine Nieten mehr gibt: Alleine durch Korrosion frisst sich alles fest, was nicht schon von Anfang an "lose" ist/wird. Siehe auch Oxide Jacking. Der selbe Mechanismus des expandierenden Rosts lässt Schrauben (extrem) festfressen.
    Ja, heute wird glücklicher Weise mehr geklebt, was aber auch das Reparieren nicht gerade vereinfacht. Und genau, Korrosion wird durch andauernde Wärmeausdehnung und Kondenswasserbildung durch die ständigen Temperatursprünge des Verbrenners gefördert, sowie durch die den Motor umgebenden aggressiven Flüssigkeiten und Gase.

    > Sie halten vielleicht auch signifikant länger. Nur nützt das nichts,
    > wenn das KFZ wertlos ist und zerfällt.
    Das ist ein Widerspruch in sich selber. Ansonsten siehe oben.

  18. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eldark 12.06.20 - 09:11

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Eigentlich müsstest du also
    > in den Modellbaubereich gehen, und da fällt dir halt eben bei den
    > Verbrennern alles nach kürzester Zeit auseinander, aber dort dann so
    > richtig, und die Sauerei mit dem Sprit und dem Grint der sich innerhalb
    > kurzer Zeit ansammelt....

    Ohja Nitromethanol mit Rizinusöl ist schon was eckeliges,
    Hat aber Spaß gemacht mit 2PS auf unter 10Kg durch den Tagebau zu ballern
    Wenn ich überlege das mich damals schon ein Dämpfer nen 20er gekostet hat... viel zu teures Hobby :)
    > Ein einfaches Pedelek reicht im Vergleich zu einem Mofa mit 25km/h. Da
    > wirst du beim Vergleich der Langlebigkeit ebensowenig eine Verbesserung
    > feststellen. Pedeleks sind entsprechend der moderat gestiegenen Power
    > moderat robuster ausgelegt, was die gestiegene Beanspruchung wieder
    > kompensiert.

    Leider nur die Beanspruchung für normal Fahrer, schon E Mtb‘s haben an vielen Stellen Probleme mit gebrochenen Rahmen (meist über der Hinterrad Federung).
    Dann kommt noch der extreme Kettenverschleiß, früher hab ich 9¤ bezahlt und beim Ebike gleich mal 30¤+ damit die auch wenigstens 1500km hält.
    Für mich dürften die Rahmen ruhig stabiler gebaut sein sodass man auch keine Angst haben muss mal 2m runter zu springen...

    > Der selbe Mechanismus des
    > expandierenden Rosts lässt Schrauben (extrem) festfressen.
    > Ja, heute wird glücklicher Weise mehr geklebt, was aber auch das Reparieren
    > nicht gerade vereinfacht. Und genau, Korrosion wird durch andauernde
    > Wärmeausdehnung und Kondenswasserbildung durch die ständigen
    > Temperatursprünge des Verbrenners gefördert, sowie durch die den Motor
    > umgebenden aggressiven Flüssigkeiten und Gase.

    Rost hält alles gut zusammen :) Wer schonmal ein Radbolzen ausbohren musste weiß wie schlimm das ist.
    Das Problem sind die Stellen wo AL wieder zu Salz zerfällt, das fällt schneller ab als man schauen kann

  19. Re: Und wer braucht so eine Lebensdauer?

    Autor: Eheran 14.06.20 - 19:02

    >Hast du hier die Probleme gerade auf die unmittelbaren Motorprobleme begrenzt?
    Na das sollte sich doch "nach spätestens zwei Jahren auflösen, und zwar auf Verbindungs- wie Materialebene". Davon sehe ich absolut nichts. Die Jahreszahl ist halt aus der Luft gegriffen, wie ich nunmehr einfach mal unterstelle.

    >Natürlich geht es um komplett alle Probleme, die mit dem Verschwinden des Verbrennungsmotors mitverschwinden.
    Mit dem Schwert, dem Kettenöler usw. wird es auch elektrisch die selben Probleme geben bei einer Kettensäge. Beim Rasenmäher fallen mir schlicht keine "immer wieder mal" Probleme ein, abgesehen vom Ölwechsel den man mal machen muss. Der ist unterm Strich weniger Aufwand als immer Aufladen.

    >Und was du aufführst, ist durch die Bank schweres Gerät.
    Das sind doch keine großen Sachen? Mir fällt nichts kleineres mit Zweitakter bzw. generell ICE ein.

    >Dann hätte man also 15Kg Föne, 4Kg Smartfones 150Kg Kopierer mit Getriebe und Ölwanne, etc, Quasi noch ne Stufe härter.
    Da du das jetzt zum 2. mal aufführst: Wie kommst du überhaupt auf die Idee? Die hat man in der Steckdose, rein elektrisch, und natürlich ohne Akku. Du tust so als würde ich sowas vordern aber irgendwie... ne?

    >und da fällt dir halt eben bei den Verbrennern alles nach kürzester Zeit auseinander
    Statt 2 Jahre ist es jetzt schon "nach kürzester Zeit" und weiterhin ohne Belege und abseits jeder normalen Erfahrung, dass es eben genau nicht so ist.

    >Quelle zurück!
    Hä? Ich hab doch eine genannt, die dir das (indirekt) erklärt, warum Sachen festrosten statt "loserosten". Deine Aussage hingegen bleibt weiterhin stehen und nach vielen Jahren Hobbyschrauben sowie Industrieerfahrung sehe ich das nicht:
    >Jedes Gelenk und jede Niet vergrößert über die Jahre ihren Spielraum.

    >sowie durch die den Motor umgebenden aggressiven Flüssigkeiten und Gase.
    Die wirken alle dank Additiven korrosionshemmend, andernfalls hätte man im Kreislauf selbst arge Probleme.


    >Das ist ein Widerspruch in sich selber. [dass es nicht nützt, wenn ein Teil eines PKW lange hält]
    Wo ist denn der Widerspruch? Das Auto zerfällt, egal was der Antrieb macht. Niemand steckt tausend(e) ¤ Reparaturkosten in 20 Jahre alte Autos, das schon neu nur 10x mehr gekostet hat als die dann anfallenden Kosten für 1x TÜV.

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