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Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

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  1. Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: schap23 07.12.17 - 08:24

    Wenn die Versicherung differenzieren will, so sollte sie doch bitte die tatsächliche Schadenshöhe als Grundlage nehmen und den Beitragssatz nicht zum Zwecke von Marketing willkürlich setzen.

  2. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: Mel 07.12.17 - 08:45

    Du hast das Prinzip hinter Versicherungen nicht wirklich verstanden, oder?

  3. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: minnime 07.12.17 - 09:01

    Die meisten Versicherungen verstehen es auch nicht oder warum gilt in manchen Landkreisen ein höherer Beitrag als in anderen.

  4. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: PatFoster 07.12.17 - 09:04

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Versicherung differenzieren will, so sollte sie doch bitte die
    > tatsächliche Schadenshöhe als Grundlage nehmen und den Beitragssatz nicht
    > zum Zwecke von Marketing willkürlich setzen.

    Ich arbeite bei einem Versicherer in dem Bereich und muss dir einfach mal deutlich widersprechen! JEDER Versicherer rechnet nach dem gleichen Prinzip und da wird bereits mehr als genug differenziert. Falls es dir nicht aufgefallen ist, wird bereits unterschieden nach der Region in der das Fahrzeug zugelassen ist (wegen regionale Preisunterschiede bei Rep und mehr bzw. weniger Diebstählen in der Region) und nach dem tatsächlichen Fahrzeugtyp den du fährst. Und diese beiden Bausteinen legt NICHT dein Versicherer fest, sondern der Generalverband aller Versicherer und zwar jedes Jahr aufs neue durch die Statistiken des abgelaufenen Jahres. Wird ein Auto bei A teurer, wird es auch bei B teurer... außer die Risikozusammensetzung bei B lässt es zu, dass im neuen Tarif das Fahrzeug günstiger angeboten werden kann.

    Dazu kommt, je mehr Kunden ein Versicherer hat, desto besser streut sich das Risiko (extreme Abweichungen werden minimiert) für ihn in einem Tarif und desto günstiger wird also auch der Tarif für die Kunden, da sich auch noch die Fixkosten besser verteilen, die Stückabhängigen Kosten bleiben natürlich gleich. Das wird wiederum runter gebrochen auf Fahrzeugtypen, Regionen und bestimmte Personengruppen. Für das alles gibt es so ein nettes Prinzip der "gaußschen glockenkurve" nach dem alle rechnen.

    Dann wird in der Praxis vom o.g. Prinzip abgewichen, weil es die individuelle Risikozusammensetzung beim jeweiligen Versicherer zu lässt. Beispiel... Kunden unter 23 Jahre verursachen verhältnismäßig mehr und vor allem teurere Unfälle anhand der vorliegenden Statistiken... jetzt rechnen alle gleich und Anbieter A sagt... hm... ich habe viele solcher Risiken im Bestand... mal schauen was unsere Erfahrungswerte sagen... ein Blick in die Zahlen... ah ok... bei uns verteilt sich das in der Praxis gut... wir wollen mehr Risiken dieser Art in unserem Bestand und können das nach unseren Erfahrungswerten günstiger anbieten als der Markt.... Anbieter B sagt aber... oh... meine Zahlen sagen die laufen bei uns schlecht/defizitär, also wollen wir weniger von den Risiken haben bzw. benötigen einen höheren Betrag damit wir hier auf Null kommen... führt zu einer höheren Prämie als im Markt.

    Was glaub ihr denn warum z.B. eine HUK-Coburg oder WGV so günstig anbieten im Vergleich zu anderen? Die haben mitunter die größten Bestände am Markt warum sie das besser als die meisten Anderen differenzieren können. Reine Onlineanbieter sparen wiederum damit, dass die Verwaltungskosten deutlich geringer sind ohne feste Büros in der Republik und keine Bestandsprovisionen für den nicht vorhandenen Versicherungsvermittler der auch seine Personalkosten decken müsste. Damit können Sie dort billiger anbieten.... und dann gibt es noch das leidige Thema das es einige Marktteilnehmer gibt, die die Schadenzahlungen bei jedem Fall versuchen zu drücken... frei dem Motto... 20 mal weniger Zahlen und dafür 1 mal vor Gericht verlieren kommt günstiger. ABER auf der anderen Seite wird jeder Versicherer auch beschissen vorn bis hinten mit Versicherungsbetrug... Auto mit Hagelschaden kaufen und beim nächsten Hagel melden und abkassieren... Steinschlag das gleiche... Kunden versuchen 2-3 Kaskoschäden in einen Fall zusammen zu legen um nur 1 mal Selbstbeteiligung zu zahlen und nur 1 mal anstatt 3 mal hochgestuft zu werden... Kunde hat 10 Jahre keine Teilkasko... macht eine vorm Kroatienurlaub und zufällig wir genau in dem Urlaub das Auto geklaut... Kunde behauptet er fährt nur 6.000km mit seinem M3 obwohl er 30.000km fährt um Beiträge zu sparen... beim Fahrerkreis wird unterschlagen das die Kinder mit Fahren weil man das höhere Risiko nicht bezahlen will, im Schadenfall regt man sich dann aber auf weil der Versicherer einen wegen Obliegenheitsverletzungen in Regress nimmt, dann heißt es aber der böse Vermittler hätte es nicht eingeschlossen und man möchte Schadensersatz....

    Dann rennt jeder noch wegen nem 1.000¤ Auffahrunfall zum Anwalt und verursacht damit zusätzliche Anwaltskosten von 300-500¤ für die Versichertengemeinschaft...

    Von Willkür zu sprechen kann ich hier einfach nicht gelten lassen!

  5. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: PatFoster 07.12.17 - 09:40

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten Versicherungen verstehen es auch nicht oder warum gilt in
    > manchen Landkreisen ein höherer Beitrag als in anderen.

    weil es in manchen Landkreis mehr Schäden, Diebstähle und höhere Rep-Kosten gibt wenn man den Kopf einschaltet Herr Minnimemimimimi

  6. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: Markus06 07.12.17 - 11:07

    PatFoster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die Versicherung differenzieren will, so sollte sie doch bitte die
    > > tatsächliche Schadenshöhe als Grundlage nehmen und den Beitragssatz
    > nicht
    > > zum Zwecke von Marketing willkürlich setzen.
    >
    > Ich arbeite bei einem Versicherer in dem Bereich und muss dir einfach mal
    > deutlich widersprechen! JEDER Versicherer rechnet nach dem gleichen Prinzip
    > und da wird bereits mehr als genug differenziert. Falls es dir nicht
    > aufgefallen ist, wird bereits unterschieden nach der Region in der das
    > Fahrzeug zugelassen ist (wegen regionale Preisunterschiede bei Rep und mehr
    > bzw. weniger Diebstählen in der Region) und nach dem tatsächlichen
    > Fahrzeugtyp den du fährst. Und diese beiden Bausteinen legt NICHT dein
    > Versicherer fest, sondern der Generalverband aller Versicherer und zwar
    > jedes Jahr aufs neue durch die Statistiken des abgelaufenen Jahres. Wird
    > ein Auto bei A teurer, wird es auch bei B teurer... außer die
    > Risikozusammensetzung bei B lässt es zu, dass im neuen Tarif das Fahrzeug
    > günstiger angeboten werden kann.
    >
    > Dazu kommt, je mehr Kunden ein Versicherer hat, desto besser streut sich
    > das Risiko (extreme Abweichungen werden minimiert) für ihn in einem Tarif
    > und desto günstiger wird also auch der Tarif für die Kunden, da sich auch
    > noch die Fixkosten besser verteilen, die Stückabhängigen Kosten bleiben
    > natürlich gleich. Das wird wiederum runter gebrochen auf Fahrzeugtypen,
    > Regionen und bestimmte Personengruppen. Für das alles gibt es so ein nettes
    > Prinzip der "gaußschen glockenkurve" nach dem alle rechnen.
    >
    > Dann wird in der Praxis vom o.g. Prinzip abgewichen, weil es die
    > individuelle Risikozusammensetzung beim jeweiligen Versicherer zu lässt.
    > Beispiel... Kunden unter 23 Jahre verursachen verhältnismäßig mehr und vor
    > allem teurere Unfälle anhand der vorliegenden Statistiken... jetzt rechnen
    > alle gleich und Anbieter A sagt... hm... ich habe viele solcher Risiken im
    > Bestand... mal schauen was unsere Erfahrungswerte sagen... ein Blick in die
    > Zahlen... ah ok... bei uns verteilt sich das in der Praxis gut... wir
    > wollen mehr Risiken dieser Art in unserem Bestand und können das nach
    > unseren Erfahrungswerten günstiger anbieten als der Markt.... Anbieter B
    > sagt aber... oh... meine Zahlen sagen die laufen bei uns
    > schlecht/defizitär, also wollen wir weniger von den Risiken haben bzw.
    > benötigen einen höheren Betrag damit wir hier auf Null kommen... führt zu
    > einer höheren Prämie als im Markt.
    >
    > Was glaub ihr denn warum z.B. eine HUK-Coburg oder WGV so günstig anbieten
    > im Vergleich zu anderen? Die haben mitunter die größten Bestände am Markt
    > warum sie das besser als die meisten Anderen differenzieren können. Reine
    > Onlineanbieter sparen wiederum damit, dass die Verwaltungskosten deutlich
    > geringer sind ohne feste Büros in der Republik und keine
    > Bestandsprovisionen für den nicht vorhandenen Versicherungsvermittler der
    > auch seine Personalkosten decken müsste. Damit können Sie dort billiger
    > anbieten.... und dann gibt es noch das leidige Thema das es einige
    > Marktteilnehmer gibt, die die Schadenzahlungen bei jedem Fall versuchen zu
    > drücken... frei dem Motto... 20 mal weniger Zahlen und dafür 1 mal vor
    > Gericht verlieren kommt günstiger. ABER auf der anderen Seite wird jeder
    > Versicherer auch beschissen vorn bis hinten mit Versicherungsbetrug... Auto
    > mit Hagelschaden kaufen und beim nächsten Hagel melden und abkassieren...
    > Steinschlag das gleiche... Kunden versuchen 2-3 Kaskoschäden in einen Fall
    > zusammen zu legen um nur 1 mal Selbstbeteiligung zu zahlen und nur 1 mal
    > anstatt 3 mal hochgestuft zu werden... Kunde hat 10 Jahre keine
    > Teilkasko... macht eine vorm Kroatienurlaub und zufällig wir genau in dem
    > Urlaub das Auto geklaut... Kunde behauptet er fährt nur 6.000km mit seinem
    > M3 obwohl er 30.000km fährt um Beiträge zu sparen... beim Fahrerkreis wird
    > unterschlagen das die Kinder mit Fahren weil man das höhere Risiko nicht
    > bezahlen will, im Schadenfall regt man sich dann aber auf weil der
    > Versicherer einen wegen Obliegenheitsverletzungen in Regress nimmt, dann
    > heißt es aber der böse Vermittler hätte es nicht eingeschlossen und man
    > möchte Schadensersatz....
    >
    > Dann rennt jeder noch wegen nem 1.000¤ Auffahrunfall zum Anwalt und
    > verursacht damit zusätzliche Anwaltskosten von 300-500¤ für die
    > Versichertengemeinschaft...
    >
    > Von Willkür zu sprechen kann ich hier einfach nicht gelten lassen!

    +1

    Situation auf den Punkt gebracht. Wollen "die Verbrauchen / die Meisten" allerdings nicht lesen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.17 11:08 durch Markus06.

  7. Re: Versicherungsprämie abhängig vom tatsächlichen Schaden

    Autor: Arsenal 07.12.17 - 14:27

    -1 für Vollzitat.

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