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Na bitte

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  1. Na bitte

    Autor: ulink 15.03.17 - 15:09

    "Nachdem Tesla den Lenkassistenten eingeführt hat, sank demnach die Unfallrate der Teslas um 40 Prozent." steht da.

    Und das Teil wird sicher noch besser werden mit der Zeit.

    Damit sollte die bescheuerte Diskussion, ob nun der Tesla-Autopiolot ein Vorteil oder ein Nachteil ist, endlich erledigt und die "ja aber" Fraktion still sein.

    P.S.: Ich kann mich noch erinnern, als bei uns die Gurtepflicht eingefuehrt wurde. Das gleiche dumme Gelaber "ja aber wenn das Auto auf dem Kopf liegt, es zu brennen beginnt und der Gurt nicht aufgeht, dann ist der Gurt sogar gefaehrlich".

    Als wenn man sich ohne Gurt nicht sowieso das Genick gebrochten haette, weil man 50m durch die Luft geflogen waere und vorher noch die Frontscheibe mit dem Gesicht eingeschlagen haette.

    Gibt sogar heute immer noch ein paar Idioten, die den Gurt absichtlich nicht anlegen. Am besten den Airbag auch noch abschalten, damit es sich richtig lohnt.

  2. Re: Na bitte

    Autor: Berner Rösti 15.03.17 - 15:38

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit sollte die bescheuerte Diskussion, ob nun der Tesla-Autopiolot ein
    > Vorteil oder ein Nachteil ist, endlich erledigt und die "ja aber" Fraktion
    > still sein.

    Die Versicherung interessiert sich nur für die Schadenssumme. Die kleinen Unfälle, die durch Unachtsamkeit entstehen und durch ein Assistenzsystem sehr gut verhindert werden können, verursachen i.d.R. nur Sachschäden, aber kosten in der Summe viel mehr als die wenigen schweren Unfälle, bei denen ein Assistenzsystem überfordert ist – insbesondere, wenn man es mit autonomen Fahren verwechselt.

    Für den Menschen hingegen wiegen die (möglichen) Opfer von (halb)autonomen Fahrzeugen deutlich schwerer als ein bisschen verbogenes Blech.

    Was also ein Vorteil und was ein Nachteil ist, entscheidet letztlich die jeweilige Perspektive.

  3. Re: Na bitte

    Autor: ulink 15.03.17 - 16:03

    Berner Rösti schrieb:

    > Die Versicherung interessiert sich nur für die Schadenssumme. Die kleinen
    > Unfälle, die durch Unachtsamkeit entstehen und durch ein Assistenzsystem
    > sehr gut verhindert werden können, verursachen i.d.R. nur Sachschäden, aber
    > kosten in der Summe viel mehr als die wenigen schweren Unfälle, bei denen
    > ein Assistenzsystem überfordert ist – insbesondere, wenn man es mit
    > autonomen Fahren verwechselt.

    Da steht nur, dass die Unfallrate (also die Anzahl) um 40% verrigert wurde. Ob das nur die "kleinen" Unfaelle mit etwas Blechschaden sind, ist eine unbegruendete Vermutung deinerseits.

    Eine genauso unbegruendete Vermutung waere, dass "i.d.R." kleine Sachschaeden selber bezahlt werden und damit der Versicherung gar nicht bekannt werden (keine Ahnung ob die dort auch ein Bonus-Malus-System haben). Vielleicht war deshalb die 40% Reduktion doch eher bei schwereren Unfaellen?

    Eine zumindest halbwegs plausible Vermutung waere dagegen, dass gerade der Autopilot mit seinen diversen Sensoren und Kameras weiter und besser sehen kann, insbesondere bei schlechter Sicht, und insgesamt viel schneller reagiert als ein Mensch. Daraus folgernd koennte man vermuten, dass gerade bei hoeheren Geschwindigkeiten der Autopilot noch nuetzlicher ist.

    Aber das sind alles Spekulation die wertlos sind, die Relativierung des Faktes "Unfallrate -40% bisher" ist daher unangebracht.

    Und was ganz sicher ist: Das Zeugs wird ueber die Zeit ganz sicher noch besser werden.

  4. Re: Na bitte

    Autor: chefin 15.03.17 - 16:12

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    >
    > > Die Versicherung interessiert sich nur für die Schadenssumme. Die
    > kleinen
    > > Unfälle, die durch Unachtsamkeit entstehen und durch ein Assistenzsystem
    > > sehr gut verhindert werden können, verursachen i.d.R. nur Sachschäden,
    > aber
    > > kosten in der Summe viel mehr als die wenigen schweren Unfälle, bei
    > denen
    > > ein Assistenzsystem überfordert ist – insbesondere, wenn man es
    > mit
    > > autonomen Fahren verwechselt.
    >
    > Da steht nur, dass die Unfallrate (also die Anzahl) um 40% verrigert wurde.
    > Ob das nur die "kleinen" Unfaelle mit etwas Blechschaden sind, ist eine
    > unbegruendete Vermutung deinerseits.
    >
    > Eine genauso unbegruendete Vermutung waere, dass "i.d.R." kleine
    > Sachschaeden selber bezahlt werden und damit der Versicherung gar nicht
    > bekannt werden (keine Ahnung ob die dort auch ein Bonus-Malus-System
    > haben). Vielleicht war deshalb die 40% Reduktion doch eher bei schwereren
    > Unfaellen?
    >
    > Eine zumindest halbwegs plausible Vermutung waere dagegen, dass gerade der
    > Autopilot mit seinen diversen Sensoren und Kameras weiter und besser sehen
    > kann, insbesondere bei schlechter Sicht, und insgesamt viel schneller
    > reagiert als ein Mensch. Daraus folgernd koennte man vermuten, dass gerade
    > bei hoeheren Geschwindigkeiten der Autopilot noch nuetzlicher ist.
    >
    > Aber das sind alles Spekulation die wertlos sind, die Relativierung des
    > Faktes "Unfallrate -40% bisher" ist daher unangebracht.
    >
    > Und was ganz sicher ist: Das Zeugs wird ueber die Zeit ganz sicher noch
    > besser werden.


    90% der Unfälle sind Blechschäden. 2,3 Millionen Unfälle, davon 150.000 mit Personenschaden ergibt gerade mal 6-7% Personenschäden bei Unfällen. Daher liegt das mit der Blechschädenvermeidung auf der Hand. Und da ist tesla ganz sicher besser bei der Sache, weil Tesla einfach nichts übersieht.

    Langfristig wird das aber nicht hinhauen. Weil tesla genauso altert aber viel mehr Sensorig hat die defekt gehen kann. Reparatur dann nur gefrickel, wenns mal beim Prollo angekommen ist. Und dann steigen die Unfallzahlen enorm an.

    Jedes neue Modell wird erstmal günstig eingestuft. Bis sich die wahren Schadensfälle ermittlen lassen und man dann die Beiträge anheben muss. Oder andere Beiträge stark senken kann, weil sich das auto nicht mehr im Focus der Jugend befindet (Ur-GTI zb oder Motorräder)

    Root macht hier ein Werbefass auf, mal sehen, was in 5 Jahren ist. DANN und erst DANN wissen wir mehr.

  5. Re: Na bitte

    Autor: Berner Rösti 15.03.17 - 16:23

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    >
    > > Die Versicherung interessiert sich nur für die Schadenssumme. Die
    > kleinen
    > > Unfälle, die durch Unachtsamkeit entstehen und durch ein Assistenzsystem
    > > sehr gut verhindert werden können, verursachen i.d.R. nur Sachschäden,
    > aber
    > > kosten in der Summe viel mehr als die wenigen schweren Unfälle, bei
    > denen
    > > ein Assistenzsystem überfordert ist – insbesondere, wenn man es
    > mit
    > > autonomen Fahren verwechselt.
    >
    > Da steht nur, dass die Unfallrate (also die Anzahl) um 40% verrigert wurde.
    > Ob das nur die "kleinen" Unfaelle mit etwas Blechschaden sind, ist eine
    > unbegruendete Vermutung deinerseits.

    Nochmal: Die Versicherung interessiert sich ausschließlich für die Schadenssumme. Weit über die Hälfte aller versicherungsrelevanten Unfälle finden mit Geschwindigkeiten unter 50 km/h statt. Und da hast du eben nur wenig Personen-, aber hohe Sachschäden.

    Und selbstverständlich sinkt auch die Unfallrate, wenn ein großer Teil dieser leichten Fälle wegfällt.

    > Eine zumindest halbwegs plausible Vermutung waere dagegen, dass
    > gerade der Autopilot mit seinen diversen Sensoren und Kameras weiter
    > und besser sehen kann, insbesondere bei schlechter Sicht, und insgesamt
    > viel schneller reagiert als ein Mensch.

    Die Assistenzfunktionen sind gut darin, Flüchtigkeitsfehler des Fahrers auszugleichen, da sie keine "Flüchtigkeit" kennen. In komplexen Situationen oder bei hohen Geschwindigkeiten sind sie jedoch ebenfalls machtlos.

    Einfaches Beispiel aus der Tesla-Welt: Der Abstands- und Bremsassistent verhindert recht gut, dass du im laufenden Verkehr auf deinen Vordermann auffährst.
    Auffahrunfälle sind eine der häufigsten Unfallursachen.

    Ein stehendes Hindernis erkennen die Sensoren des Tesla jedoch nicht.

    Eine Kollision mit einem stehenden Hindernis ist jedoch recht selten, dafür dann aber stets schwerer, da die gesamte Bewegungsenergie abgebaut werden muss -- und nicht nur die Differenz zum voraus fahrenden.

    Übertrieben gesagt: Der Tesla (bzw. die meisten anderen Fahrzeuge mit Assistenzsystemen) hält im 10x Jahr davon ab, im stockenden Verkehr auf denen Vordermann aufzufahren -- und spart so deiner Versicherung jede Menge Geld.

    Aber an dem einen Tag jedoch, an dem du das Stauende übersehen hast, rast du ungebremst in den LKW – und stirbst.

    Unterm Strich hat die Versicherung dabei Geld gespart. Deine Frau, deine Eltern, deine Kinder werden darüber jedoch anders denken.

  6. Re: Na bitte

    Autor: JTR 15.03.17 - 16:30

    Glaube nur eine Statistik die du selber gefälscht hast. Das Problem ist nicht dass jemand bezweifelt dass wenn alles richtig läuft eine Maschine besser ist bei derselben Situation wie ein Mensch, sondern was ist wenn sie es nicht tut. Ich will schlicht nicht eine Maschine kontrollieren, denn damit habe ich null Vorteil gegenüber dem selber Fahren. Und da zu 99% der Zeit alles selbst läuft sind genau diese 1% ein Problem wo man eingreifen sollte, aber garantiert nicht gefasst ist. Das macht das ganze gefährlicher und vorallem mühsamer als wenn man einfach am eigenen Fehler selber Schuld trägt. Das werden die Autofahrer nie akzeptieren. Entweder zu 100% autonom und die Schuld liegt dann auch beim Hersteller, oder Pustekuchen. Für das System von Tesla wäre ich jedenfalls nicht bereit den Preis zu bezahlen die sie für die Option verlangen.

  7. Re: Na bitte

    Autor: Hubaaaa 15.03.17 - 17:33

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da steht nur, dass die Unfallrate (also die Anzahl) um 40% verrigert wurde.
    > Ob das nur die "kleinen" Unfaelle mit etwas Blechschaden sind, ist eine
    > unbegruendete Vermutung deinerseits.

    Es ging bei diesen Unfallzahlen um Unfälle mit Auslösung des Airbags. Was man daraus abliest, überlasse ich dem geneigten Leser/Kommentator, ich wollte nur kurz ein paar Fakten einwerfen :)

  8. Re: Na bitte

    Autor: Inori-Senpai 15.03.17 - 17:44

    Die Versicherung hat nur Interesse daran, dass die Leute nur 70 fahren. Aber wer 70 fahren will, kann das gefälligst in der Spielstraße machen

  9. Re: Na bitte

    Autor: lennartc 15.03.17 - 18:13

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ein stehendes Hindernis erkennen die Sensoren des Tesla jedoch nicht.
    >

    Wie kommst du zu dieser Behauptung? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch stehende Objekte von den Sensoren erfasst werden.

  10. Re: Na bitte

    Autor: Berner Rösti 15.03.17 - 18:49

    lennartc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Ein stehendes Hindernis erkennen die Sensoren des Tesla jedoch nicht.
    > >
    >
    > Wie kommst du zu dieser Behauptung? Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch
    > stehende Objekte von den Sensoren erfasst werden.

    https://www.youtube.com/watch?v=m64lF4nEwIM
    https://www.youtube.com/watch?v=qQkx-4pFjus

    Es ist wohl nicht so leicht, zwischen den Objekten am Fahrbahnrand bzw. über der Straße und Objekten im unmittelbaren Fahrweg zu unterscheiden. Sobald sie sich bewegen, ist das deutlich einfacher, denn dann muss es sich um andere Verkehrsteilnehmer handeln.

    Ist halt noch eine Schwäche der derzeitigen Systeme.

  11. Re: Na bitte

    Autor: Berner Rösti 15.03.17 - 18:52

    Hubaaaa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ulink schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da steht nur, dass die Unfallrate (also die Anzahl) um 40% verrigert
    > wurde.
    > > Ob das nur die "kleinen" Unfaelle mit etwas Blechschaden sind, ist eine
    > > unbegruendete Vermutung deinerseits.
    >
    > Es ging bei diesen Unfallzahlen um Unfälle mit Auslösung des Airbags. Was
    > man daraus abliest, überlasse ich dem geneigten Leser/Kommentator, ich
    > wollte nur kurz ein paar Fakten einwerfen :)

    Bei US-Fahrzeugen löst der Airbag bereits ab 6 km/h aus, da dort im Gegensatz zu Europa der Airbag auch nicht angeschnallte Personen einigermaßen schützen soll.
    Bei uns geht der Airbag erst ab 30 km/h auf.

  12. Re: Na bitte

    Autor: oxybenzol 15.03.17 - 19:48

    JTR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaube nur eine Statistik die du selber gefälscht hast. Das Problem ist
    > nicht dass jemand bezweifelt dass wenn alles richtig läuft eine Maschine
    > besser ist bei derselben Situation wie ein Mensch, sondern was ist wenn sie
    > es nicht tut. Ich will schlicht nicht eine Maschine kontrollieren, denn
    > damit habe ich null Vorteil gegenüber dem selber Fahren. Und da zu 99% der
    > Zeit alles selbst läuft sind genau diese 1% ein Problem wo man eingreifen
    > sollte, aber garantiert nicht gefasst ist. Das macht das ganze gefährlicher
    > und vorallem mühsamer als wenn man einfach am eigenen Fehler selber Schuld
    > trägt. Das werden die Autofahrer nie akzeptieren. Entweder zu 100% autonom
    > und die Schuld liegt dann auch beim Hersteller, oder Pustekuchen. Für das
    > System von Tesla wäre ich jedenfalls nicht bereit den Preis zu bezahlen die
    > sie für die Option verlangen.

    Den Tempomat muss man auch ständig überwachen. Unbeliebt ist er keinesfalls.

  13. Re: Na bitte

    Autor: thinksimple 15.03.17 - 21:13

    "Nachdem Tesla den Lenkassistenten eingeführt hat, sank demnach die Unfallrate der Teslas um 40 Prozent".

    Also hmm. Bauten die Teslas vorher viel oder wenig Unfälle? wie verhält sich das mit Asisstenzsystemen anderer Hersteller. Haben die viel. 50% von irgendwas?
    Ach ja. Mir gefällt so was.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

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