1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Tesla: Elon Musk spricht nicht mit…

Das gleiche Thema wie Wallmart

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: RichardPickman 22.01.21 - 03:18

    Die haben auch mal versucht hier Fuß zu fassen. Haben Gewerkschaften und Betriebsräte als Kommunismus angesehen und abgelehnt, Was aus der Kette in Deutschland geworden ist, sieht man ja.

  2. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: Thomas 22.01.21 - 03:36

    RichardPickman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben auch mal versucht hier Fuß zu fassen. Haben Gewerkschaften und
    > Betriebsräte als Kommunismus angesehen und abgelehnt, Was aus der Kette in
    > Deutschland geworden ist, sieht man ja.

    Schau dir Amazon an, ähnliche Einstellung zu Gewerkschaften, aber trotzdem in Deutschland sehr erfolgreich. Ich glaube bei Walmart lag es eher an anderen Gründen.

    Amazon hat auch sehr schön gezeigt, dass man sich dem Druck der Gewerkschaften und der mit ihnen paktierenden Presse und Politik nicht beugen muss. Man sieht ja die Probleme, die die ganzen Firmen haben, die von den Gewerkschaften unterwandert wurden.

    Man kann Tesla nur wünschen, dass sie hier ebenfalls stark bleiben, die IG Metall erfolgreich ignorieren und den Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz und gute Löhne bieten.

    --Thomas

  3. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: RichardPickman 22.01.21 - 04:00

    Also ich sehe Gewerkschaften nicht als unnötig an. Natürlich haben sie sich einiges an Credits verspielt, als sie sich genauso korrupt wie deren Industriekollegen gezeigt haben. Das zeigt aber nur, dass bestimmte Teile des Sozialismus in Deutschland eine Reform benötigen.

  4. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: Thomas 22.01.21 - 04:04

    RichardPickman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich sehe Gewerkschaften nicht als unnötig an. Natürlich haben sie sich
    > einiges an Credits verspielt, als sie sich genauso korrupt wie deren
    > Industriekollegen gezeigt haben. Das zeigt aber nur, dass bestimmte Teile
    > des Sozialismus in Deutschland eine Reform benötigen.

    Gewerkschaften hatten mal einen guten Zweck und haben viel erreicht für Arbeitnehmer. Das ist aber lange her und mittlerweile überwiegen die Nachteile doch schon sehr stark, sowohl für die Unternehmen, als auch für die Gesellschaft.

    --Thomas

  5. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: Casement 22.01.21 - 08:35

    Aber nicht für die Mitarbeiter. Schau dir an was in Branchen ohne Arbeitnehmerknappheit und ohne Gewerkschaften passiert. Gesundheitswesen z.b. Bezahlung unter Mindestlohn, flächendeckende Verstöße gegen Vorschriften zu Arbeitsplatzsicherheit, Missachtungen von Arbeitszeitgesetzen.

    Es ist ganz einfach. In Branchen in denen es starke Gewerkschaften gibt verdienen die Mitarbeiter mehr, bei fairen, gesetzeskonformen Bedingungen. In Branchen ohne starke Gewerkschaft wird weniger verdient, bei teils gruseligen Bedingungen.

    Aber wenn du Arbeitergeber bist, kann ich deine Ablehnung von Gewerkschaften verstehen. Es ist unverschämt, dass die Mitarbeiter einen angemessenen Lohn zahlen muss. Warum darf man die nicht mehr für Brot und Wasser an den Arbeitsplatz ketten? Man das waren noch gute Zeiten. Dann würde die Wirtschaft endlich wieder richtig brummen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.01.21 08:37 durch Casement.

  6. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: Dino13 22.01.21 - 08:45

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amazon hat auch sehr schön gezeigt, dass man sich dem Druck der
    > Gewerkschaften und der mit ihnen paktierenden Presse und Politik nicht
    > beugen muss. Man sieht ja die Probleme, die die ganzen Firmen haben, die
    > von den Gewerkschaften unterwandert wurden.
    >
    > Man kann Tesla nur wünschen, dass sie hier ebenfalls stark bleiben, die IG
    > Metall erfolgreich ignorieren und den Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz
    > und gute Löhne bieten.
    >
    > --Thomas

    Unternehmen haben viele Probleme aber Gewerkschaften sind es sicher nicht. Das sind die billigsten Ausreden weil der AG nicht einfach machen kann was und wie er will. Da kann man den Druck natürlich nicht einfach so auf den AN aufbauen.

  7. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: hyperlord 22.01.21 - 08:57

    Casement schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber nicht für die Mitarbeiter. Schau dir an was in Branchen ohne
    > Arbeitnehmerknappheit und ohne Gewerkschaften passiert. Gesundheitswesen
    > z.b. Bezahlung unter Mindestlohn, flächendeckende Verstöße gegen
    > Vorschriften zu Arbeitsplatzsicherheit, Missachtungen von
    > Arbeitszeitgesetzen.

    Das ist ja gleich in mehrfacher Hinsicht Quatsch. Zum Einen gibt es im Gesundheitswesen genauso Gewerkschaften wie in anderen Branchen und zum Anderen: wenn gegen Gesetze verstoßen wird, braucht man keine Gewerkschaft, um das klären zu lassen.

    Es sind übrigens auch die Vorschriften zur Arbeitsplatzsicherheit oder Arbeitszeit, die aktuell Dinge wie Homeoffice für alle schwer machen.

    > Es ist ganz einfach. In Branchen in denen es starke Gewerkschaften gibt
    > verdienen die Mitarbeiter mehr, bei fairen, gesetzeskonformen Bedingungen.
    > In Branchen ohne starke Gewerkschaft wird weniger verdient, bei teils
    > gruseligen Bedingungen.

    Auch das ist so in der Absolutheit falsch. In der IT-Branche gibt es keine starke Gewerkschaft und trotzdem wird dort sehr gut bezahlt.


    > Aber wenn du Arbeitergeber bist, kann ich deine Ablehnung von
    > Gewerkschaften verstehen. Es ist unverschämt, dass die Mitarbeiter einen
    > angemessenen Lohn zahlen muss. Warum darf man die nicht mehr für Brot und
    > Wasser an den Arbeitsplatz ketten? Man das waren noch gute Zeiten. Dann
    > würde die Wirtschaft endlich wieder richtig brummen.

    Auf dem Niveau ist es sinnlos, weiter zu diskutieren. Wenn das dein Bild von Arbeitgebern ist, dann glaubst Du auch, dass die Firmenchefs nur im Liegestuhl am Pool liegen und das Geld flattert Ihnen zu.
    Die Firmenchefs, die ich kenne, haben alle ein hohes Interesse daran, dass es ihren Mitarbeitern gut geht - ganz ohne Betriebsrat oder Gewerkschaft. Das bedeutet nicht, dass es keine schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern gibt, aber dieses Klassendenken ist einfach überholt.
    Umgekehrt gibt es auch Gewerkschaftsfunktionäre, die in erster Linie den eigenen Wohlstand mehren - deswegen sind Gewerkschaften nicht per se schlecht.

    Und einen Punkt übersiehst Du in deiner Polemik: ohne die Wirtschaft wäre der ganze Wohlstand, den wir hier haben, nicht vorhanden. Es ist also auch im Interesse der Arbeitnehmer, dass die Wirtschaft brummt - sicher nicht zum Preis der (Selbst-)ausbeutung, aber mit diesem "Wir gegen Die"-Denken, ist man in der Hinsicht sehr schlecht beraten.

  8. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: wupmedude 22.01.21 - 09:50

    Bei Walmart ist eher dass das Konzept in DE einfach nicht gepasst hat.
    Man hat nicht genug umgesetzt, und hat dann verkauft.

  9. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: Thomas 22.01.21 - 11:14

    Casement schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber nicht für die Mitarbeiter. Schau dir an was in Branchen ohne
    > Arbeitnehmerknappheit und ohne Gewerkschaften passiert. Gesundheitswesen
    > z.b. Bezahlung unter Mindestlohn, flächendeckende Verstöße gegen
    > Vorschriften zu Arbeitsplatzsicherheit, Missachtungen von
    > Arbeitszeitgesetzen.

    Meine Frau arbeitet seit über 20 Jahren als Krankenschwester, da herrscht schon lange (auch vor Covid-19) eine Mitarbeiterknappheit, jedes ihrer Krankenhäuser hatte einen Betriebsrat, bzw. eine Mitarbeitervertretung und die Branche ist gewerkschaftlich organisiert (Verdi & Co.). Ich brauch hier wohl nicht zu erwähnen, wie die Arbeitsbedingungen und Entlohnung in der Realität sind...

    > Es ist ganz einfach. In Branchen in denen es starke Gewerkschaften gibt
    > verdienen die Mitarbeiter mehr, bei fairen, gesetzeskonformen Bedingungen.
    > In Branchen ohne starke Gewerkschaft wird weniger verdient, bei teils
    > gruseligen Bedingungen.

    Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Weder, dass in Branchen mit Gewerkschaften die Arbeitsbedingungen besser wären, noch dass es ohne Gewerkschaften "gruselige Bedingungen" geben würde. An gesetzliche Regelungen muss sich übrigens jeder Arbeitgeber halten.

    > Aber wenn du Arbeitergeber bist, kann ich deine Ablehnung von
    > Gewerkschaften verstehen.

    Nein, ich bin Angestellter. Aber ich sehe mich nicht als Gegner meines Arbeitgebers, sondern in einer Partnerschaft mit diesen, da wir beide an einem Strang ziehen sollten. Und beide Seiten davon profitieren.

    > Es ist unverschämt, dass die Mitarbeiter einen
    > angemessenen Lohn zahlen muss. Warum darf man die nicht mehr für Brot und
    > Wasser an den Arbeitsplatz ketten? Man das waren noch gute Zeiten. Dann
    > würde die Wirtschaft endlich wieder richtig brummen.

    Ganz und gar nicht. Ich halte es extrem wichtig, dass Arbeitnehmer gut behandelt und gut für ihre Arbeit entlohnt werden. Ich habe mir meine Arbeitgeber auch immer entsprechend ausgesucht, bzw. die entsprechenden Konsequenzen gezogen, wenn dafür keine Bereitschaft war. Betriebsräte und Gewerkschaften habe ich dabei noch nie als positiven Effekt wahrgenommen, ganz im Gegenteil.

    --Thomas

  10. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: demon driver 22.01.21 - 13:51

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Amazon hat auch sehr schön gezeigt, dass man sich dem Druck der
    > Gewerkschaften und der mit ihnen paktierenden Presse und Politik nicht
    > beugen muss.

    Eine Quasi-Monopolstellung hilft halt nicht nur durchschlagend gegen potenzielle Mitbewerber, sondern auch gegen Arbeitnehmer und ihre Organisationen.

    > Man sieht ja die Probleme, die die ganzen Firmen haben, die
    > von den Gewerkschaften unterwandert wurden.

    Ja, echt grauenhaft, sie siechen nur noch dahin, wie sie auch alle heißen, Volkswagen, Daimler, BMW, Deutsche Bahn, Robert Bosch, Siemens, Deutsche Telekom, Schaeffler, Bayer, REWE, BASF, Deutsche Bank (um nur mal ein paar aus den Top 15 der dem Tod nahen Opfer der Gewerkschaften zu nennen)...

  11. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: demon driver 22.01.21 - 13:52

    RichardPickman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass bestimmte Teile des Sozialismus in Deutschland eine Reform benötigen

    Bitte was?

  12. Re: Das gleiche Thema wie Wallmart

    Autor: demon driver 22.01.21 - 14:02

    hyperlord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ja gleich in mehrfacher Hinsicht Quatsch. Zum Einen gibt es im
    > Gesundheitswesen genauso Gewerkschaften wie in anderen Branchen und zum
    > Anderen: wenn gegen Gesetze verstoßen wird, braucht man keine Gewerkschaft,
    > um das klären zu lassen.

    Nein, man braucht nur Geld und Kraft und Leidensfähigkeit. Wovon genau die, die am meisten unter dem Machtungleichgewicht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber leiden, am allerwenigsten übrig haben.

    > Es sind übrigens auch die Vorschriften zur Arbeitsplatzsicherheit oder
    > Arbeitszeit, die aktuell Dinge wie Homeoffice für alle schwer machen.

    Das hab ich dir die Tage schon an anderer Stelle als lächerliche Falschbehauptung und reine Ausflucht nachgewiesen. Nichts dergleichen "macht" Homeoffice "schwer". Es geht ganz leicht. Solange ein Beschäftigter noch seinen Büroarbeitsplatz hat und Homeoffice genauso freiwillig ist, wie es die jüngste Vorschrift verlangt, kann jeder Arbeitgeber all das auf den Arbeitnehmer abwälzen.

    > > Es ist ganz einfach. In Branchen in denen es starke Gewerkschaften gibt
    > > verdienen die Mitarbeiter mehr, bei fairen, gesetzeskonformen Bedingungen.
    > > In Branchen ohne starke Gewerkschaft wird weniger verdient, bei teils
    > > gruseligen Bedingungen.
    >
    > Auch das ist so in der Absolutheit falsch
    Irrelevant. Es ist im Grundsatz richtig, nur in den Branchen nicht, die hier bereits als Ausnahmebranchen mit Stellenüberschuss als großer Ausnahme von der Regel genannt worden waren.

    > Und einen Punkt übersiehst Du in deiner Polemik: ohne die Wirtschaft wäre
    > der ganze Wohlstand, den wir hier haben, nicht vorhanden [...]

    Okay, jetzt wird uns Wirtschaft auf Grundschulniveau erklärt. Die Frage ist aber erst mal gar nicht, ob es "Wohlstand" ohne "Wirtschaft" geben kann. Eine Frage, die man sich sehr viel öfter stellen sollte, ist aber die, ob "Wirtschaft" und ob Angestellte und Arbeiter dafür wirklich "Unternehmer" brauchen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ilum:e informatik ag, Mainz
  2. Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Regensburg
  3. Technische Hochschule Rosenheim, Rosenheim
  4. Computacenter AG & Co. oHG, Erfurt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Remnant - From the Ashes für 18,99€, Football Manager 2021 für 28,99€, Anno 1800...
  2. (u. a. Samsung 860 Evo 1TB SATA-SSD für 99,99€)
  3. (u. a. Gigabyte GeForce RTX 3080 Gaming OC 10G für 1.369€)
  4. 212,22€ (Bestpreis)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de