1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Tesla: Elon Musk spricht nicht…
  6. Thema

Ganz schön überheblich

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema


  1. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: Itchy 22.01.21 - 09:11

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was sind das immer für Dinge, die eure BRs blockieren? Ich habe da
    > ehrlichgesagt wenig Vorstellungsvermögen, obwohl ich schon in vielen Firmen
    > gearbeitet habe - mit und ohne BR.

    Disclaimer Vorweg: ich bin schon der Meinung, dass die Vorteile eines BRs überwegen, aber lustige Geschichten gibt's immer mal wieder. Zwei Beispiele von mir:

    1. Tankkarten für Firmenwagennutzer: blockiert bei uns der Betriebsrat aus vermeintlichen Datenschutzgründen (gemunkelt wird anderes). Deswegen Abrechnung auch im Jahr 2021 noch über Papierformulare. Super zeitgemäß.

    2. In einer unserer ganz alten Werkstätten gab es nur einen Waschraum mit einer Toilette. Bis vor ein paar Jahren haben dort nur Männer gearbeitet, deswegen kein Thema. Eine neue Kollegin hat sich dann aber ein "Toilettenrecht" mit Unterstützung des Betriebsrats erstritten (Toilette teilen, ggf. mit separaten Zeitslots wollte sie nicht) mit der Konsequenz, dass der Waschraum in der Werkstatt nun ihr allein gehört und die Männer jetzt einen Weg von ca. 200m zum Nachbargebäude gingen mussten. Zwischenzeitlich wurde die Werkstatt zugemacht, wahrscheinlich nicht wegen dieser Toilettengeschichte sondern weil einfach grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß, aber die Legende mit der Toilette hält sich natürlich.

  2. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: der_wahre_hannes 22.01.21 - 09:35

    Itchy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (Toilette teilen, ggf. mit separaten Zeitslots wollte sie nicht)

    "Seperate Zeitslots" klingt ehrlich gesagt auch nach ner ziemlichen Schnappsidee. Wie soll denn das aussehen? "Nee sorry Karl-Heinz, du darfst erst am 13 Uhr kacken gehen, du musst noch 15 Minuten warten!"?

    Davon abgesehen verstehe ich dieses ganze Geraffel um getrennte Toiletten aber ohnehin nicht. Fäkalien stinken bei Frauen auch nicht anders, und wenn man mal muss, dann muss man eben... und ich als Mann habe auch noch keinen Schock bekommen, wenn da Hygienebeutel neben der Toilette hängen.

  3. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: AllDayPiano 22.01.21 - 09:51

    Eine gemeinsame Toilette hat noch nie irgendwen irgendwo gestört (und davon gibt es noch reichlich).

    Eine ganz ganz einfache Möglichkeit wäre gewesen, die Tür von innen verschließbar zu machen, und derjenige, der halt drauf ist, hat gewonnen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  4. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: AllDayPiano 22.01.21 - 09:54

    > 1. Tankkarten für Firmenwagennutzer: blockiert bei uns der Betriebsrat aus
    > vermeintlichen Datenschutzgründen (gemunkelt wird anderes). Deswegen
    > Abrechnung auch im Jahr 2021 noch über Papierformulare. Super zeitgemäß.

    Die muss auch ein Betriebsrat begründen. Es hat also niemand nachgebohrt, und gefragt, was genau das Datenschutzproblem sei, und wie er es begründen will. Und auch gegen einen Betriebsrat kann das Kollegium geschlossen gegenan gehen. Zur Not wird die Sache in die GL eskaliert, die dann schlichten muss.

    Abgesehen davon: Dann waren es halt Zettel. Solange das während der Arbeitszeit ausgefüllt wird, ist es höchsten nervig, aber sicher kein Nachteil.

    > 2. In einer unserer ganz alten Werkstätten gab es nur einen Waschraum mit
    > einer Toilette. Bis vor ein paar Jahren haben dort nur Männer gearbeitet,
    > deswegen kein Thema. Eine neue Kollegin hat sich dann aber ein
    > "Toilettenrecht" mit Unterstützung des Betriebsrats erstritten (Toilette
    > teilen, ggf. mit separaten Zeitslots wollte sie nicht) mit der Konsequenz,
    > dass der Waschraum in der Werkstatt nun ihr allein gehört und die Männer
    > jetzt einen Weg von ca. 200m zum Nachbargebäude gingen mussten.
    > Zwischenzeitlich wurde die Werkstatt zugemacht, wahrscheinlich nicht wegen
    > dieser Toilettengeschichte sondern weil einfach grundsätzlich nicht mehr
    > zeitgemäß, aber die Legende mit der Toilette hält sich natürlich.

    Ja, sowas kann nervig sein. Aber dann läge es am AG, Abhilfe zu schaffen. Offensichtlich war also nicht der BR das Problem, sondern der AG, der zu geizig war, für ein paar tausend Euro die Toilette umzubauen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  5. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: der_wahre_hannes 22.01.21 - 10:03

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine gemeinsame Toilette hat noch nie irgendwen irgendwo gestört (und davon
    > gibt es noch reichlich).

    Ja, ich frage mich ja, wie die ganzen "Gegner" von Unisex-Toiletten das zu Hause machen. Ich meine, einige von denen haben doch auch Personen des anderen Geschlechts bei sich im Haushalt, oder? Haben die dann auch getrennte Toiletten?

  6. Re: Andere Frage

    Autor: demon driver 22.01.21 - 10:19

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Sicherheit, die wir jetzt haben (mal Abgesehen von dem sozialen Abriss
    > von Schröder), eben nicht einfach gekündigt zu werden, weil es der Willkür
    > des Arbeitgebers entspricht und Gerichte, die selten im Sinne der
    > Arbeitgeber entscheidet, wenn es keine triftigen Gründe gibt.
    >
    > Dieses unsägliche Hire & Fire der USA haben wir hier - Gott sei Dank -
    > nicht. Und wir haben es deshalb nicht, weil unsere Gesellschaft enschieden
    > hat, dass wir das hier nicht mehr wollen. Wir hatten das alles schonmal.

    Wobei (du erwähnst selber den Schröder...) die Tendenz ja doch leider seit zwanzig Jahren langsam aber sicher wieder immer mehr in Richtung Unsicherheit geht, von Hartz IV über die Aufweichung des Kündigungsschutzes bis hin zu Niedriglohnjobs, die einen mitunter kaum mehr ernähren können, und weil die Wirtschaft deswegen weiter wächst, wird's auch noch als Erfolg gefeiert.

    Ich wollte die ganzen Errungenschaften, die wir da immerhin noch haben, in meinem kleinen Gedankenexperiment aber auch mitnichten abschaffen! Nur die Unternehmer durch von den Beschäftigten selbst bestimmte Leitungsgremien ersetzen. Weiter nichts :-)

  7. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: LeeRoyWyt 22.01.21 - 10:35

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > picaschaf schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Keine Fachkraft hat eine Gewerkschaft, schon gar nicht den
    > > > Terroristenverein IG Metall, nötig. Man sieht ja immer wieder was da
    > > > "organisiert" ist...
    > >
    > > Du meinst also, wegen "was da 'organisiert' ist", was auch immer du da
    > > meinst, sollte es Fachkräften lieber sein, sie würden nur die Hälfte
    > > kriegen bei Arbeitsbedingungen aus dem vorletzten Jahrhundert, gegen die
    > > sie kaum eine Handhabe hätten?
    > >
    > > Ok, ich bin Angestellter und Gewerkschafter, aber ich bin mir ziemlich
    > > sicher, dass ich als auch als Arbeitgeber solche Fachkräfte nicht
    > unbedingt
    > > haben wollte.
    > >
    > > Vielleicht sollten die Gewerkschaften langsam mal ernsthafter die Option
    > > von Tarifabschlüssen in Betracht ziehen, die nur noch
    > > Gewerkschaftsmitgliedern zugute kommen. Dann sähe man schnell, wieviele
    > > Fachkräfte eine Gewerkschaft tatsächlich nicht nötig haben. (Genau das
    > > fürchten aber natürlich die Arbeitgeber, weswegen solche Abschlüsse am
    > Ende
    > > genau an denen scheitern würden.)
    >
    > Alle. Echte Fachkräfte lachen über Tarifverträge.

    Ich empfehle diese empathische Haltung einmal mit Fachkräften in den Pflegebesuchen zu diskutieren. Vlt. bei einem unfreiwilligen Aufenthalt im Krankenhaus oder so...

  8. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: JuBo 22.01.21 - 10:49

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du solltest ganz massiv an Deiner Datenlage arbeiten, wenn Du deine Meinung
    > tatsächlich auf dieser begründest.
    >
    > Meine Freundin und Freunde (öffentlicher Dienst) bekommen Lohnanpassungen
    > an den TVÖD angelehnt.
    >
    > Wir merken sehr wohl, dass deren Streiks wirken. Mein Kumpel hat vor einen
    > Jahr auf 4 Tage reduziert, und bekommt durch die nächste Anpassung jetzt
    > fast so viel wie vorher.
    >
    > Aber sicher ist das alles Einbildung.

    Na das ist ja repräsentativ, wenn Angestellte des ÖD über Gehaltsverhandlungen in der freien Wirtschaft disskutieren :)

  9. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: JuBo 22.01.21 - 10:56

    Markus08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > picaschaf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > donadi schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Also ich sehe an der IG Metall nichts schlechtes. Dank der
    > Tarifverträge
    > > > bekomme ich sehr gutes Geld für meine Arbeit, ohne Jährlich auf das
    > > > Wohlwollen eines einzelnen Vorgesetzten angewiesen zu sein. Und auch
    > > weiss
    > > > ich, dass mein Kollege und meine Kollegin für die gleiche Arbeit auch
    > > das
    > > > gleiche Geld bekommen. Nur Fair.
    > >
    > >
    > > Und ohne den Kropf gäbe es mehr, das Unternehmen wäre effizienter und
    > > agiler.
    >
    > Den Witz finde ich gut. Ich habe schon bei mehren großen Unternehmen
    > gearbeitet und ein Betriebsrat oder Gewerkschaft war hier noch nie eine
    > Bremse. Die Personen die ein Unternehmen ineffizient oder träge machen
    > sitzen in den Führungspositionen. Mittlerweile ist man schon oft mehr mit
    > Powerpoint, Excel usw. beschäftigt anstelle mit seiner richtigen Arbeite
    > weil die Prozesse immer komplexer werden und von oben immer mehr so ein
    > Mist gefordert wird. Und ohne Gewerkschaft würde es auch selten mehr Geld
    > geben.

    Na dann haben wir ja endlich die Lösung: die Gewerkschaftler ersetzen einfach die unfähigen Führungspositionen und der Firma steht eine rosige Zukunft bevor!

  10. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: AllDayPiano 22.01.21 - 11:11

    Hehe "wir" schon. Hab mir irgenwann mal angewöhnt, aufs Gästeklo zu gehen.

    Aber im Prinzip ist es dort genau das gleiche.

    Und auch den Mythos, dass Herrentoiletten dreckiger seien, halte ich mittlerweile für gelogen. Ich kenne keine Frau, die ihre Toiletten in der Arbeit / Restaurant & Co. nicht auch widerlich finden, weil verschmutzt, nicht heruntergespült, Pipi auf der Brille usw.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  11. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: demon driver 22.01.21 - 11:12

    censorshit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Vielleicht sollten die Gewerkschaften langsam mal ernsthafter die Option
    > > von Tarifabschlüssen in Betracht ziehen, die nur noch
    > > Gewerkschaftsmitgliedern zugute kommen.
    >
    > Von solchen Überlegungen hab ich auch schon seitens Gewerkschaftern
    > gehört.
    > Was diese aber meiner Meinung nach nicht kapieren ist, dass sie sich damit
    > selbst schädigen würden.
    > Es gibt in jeder großen Firma immer eine stille Masse, die zwar von der
    > Gewerkschaft profitieren, aber aus welchen Gründe auch immer nicht Mitglied
    > sind.
    > Würde die Gewerkschaft jetzt anfangen eine Zwei-Klassen Gesellschaft
    > (Mitglied/Nicht-Mitglied) in der Firma zu etablieren, was denkst du was
    > dann passiert?
    > Glaubst du, alle treten plötzlich in die Gewerkschaft ein? Einige
    > sicherlich, aber viele würden sich auch von der Gewerkschaft abwenden und
    > ihr in Zukunft eher feindselig gegenüber stehen. Der Rückhalt wird kleiner,
    > der Gegenwind größer. Das wäre der Anfang vom Ende der Gewerkschaft.

    Sehe ich überhaupt nicht so. Nach meinem Eindruck gibt es um Größenordnungen mehr Gewerkschaftssympathisant/inn/en, die bloß aus Lethargie oder weil sie die Mitgliedsbeiträge scheuen nicht drin sind und mitunter dabei sogar ein schlechtes Gewissen haben, als welche, die wegen sowas austreten würden. Was ich aber sehe, und damit kommt es am Ende aufs gleiche raus, denn die Tarifverträge nur für Mitglieder* wird es so nicht geben, ist, dass es an den Arbeitgebern scheitern würde. Denn die hätten Angst, dass nachher wirklich fast alle Beschäftigten in der Gewerkschaft wären und ihre eigene gesellschaftliche Position im Kräfteverhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer dadurch mit einemmal massiv geschwächt wäre. Die Arbeitgeber sind es, die am Ende einem solchen Tarifvertragswerk niemals zustimmen würden.

    * Tatsächlich hab ich aber von Haustarifverträgen gehört, ich meine, es wäre an irgendeiner Uniklinik gewesen, in denen ein Passus durchgesetzt wurde, der Gewerkschaftsmitgliedern einen Tag mehr Urlaub verschafft hat als dem Rest. Ein bisschen geht da also anscheinend doch. Und das zumindest wäre ein Ansatz, der meinetwegen durchaus mal etwas verbreiteter verfolgt werden könnte.

  12. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: AllDayPiano 22.01.21 - 11:12

    Ausgangsbeitrag ging über Erzieherinnen, also öffentlicher Dienst.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  13. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: TrollNo1 22.01.21 - 11:21

    Tja angelehnt ist hier wohl das Stichwort.
    Das kommt ja noch dazu: Damit die städtischen KiTas keine Fluktuation haben, dürfen alle privaten Einrichtungen nicht besser bezahlen als TVÖD. Ich bekomme das hautnah mit. Ich bin IG Metall angelehnt und meine Frau bekommt TVÖD. Wenn da dann die Verhandlungsergebnisse da sind, flucht sie immer schön über die Verdi (ist selbst in der GEW, aber die darf ja nicht mehr verhandeln, da nicht größte Gewerkschaft. Also haben die Verbrecher von der Verdi freie Bahn)

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  14. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: rv112 22.01.21 - 11:42

    Snoozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann Musk schon verstehen, er mag schnelle, schlanke Prozesse. Eine
    > Gewerkschaft, Betriebsrat etc. der sich überall dazwischen schaltet und
    > wochenlang blockiert stört da nur.

    Kein Betriebsrat oder Gewerkschaft hindert ihn daran, solange er gesetzliche und soziale Regeln einhält. Täter/Opfer Umkehr.

  15. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: ds4real 22.01.21 - 12:28

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > picaschaf schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Vielleicht sollten die Gewerkschaften langsam mal ernsthafter die Option
    > > von Tarifabschlüssen in Betracht ziehen, die nur noch
    > > Gewerkschaftsmitgliedern zugute kommen. Dann sähe man schnell, wieviele
    > > Fachkräfte eine Gewerkschaft tatsächlich nicht nötig haben. (Genau das
    > > fürchten aber natürlich die Arbeitgeber, weswegen solche Abschlüsse am
    > Ende
    > > genau an denen scheitern würden.)
    >
    > Alle. Echte Fachkräfte lachen über Tarifverträge.

    Da stimme ich dir zu. Ich habe auch keine Tarifverträge nötig. Ich bespreche das Gehalt - mir egal wie die Tarifverträge aussehen oder ob es sie gibt. Nach Zeit X wird erneut besprochen und wenn mir der Ausgang nicht gefällt, gehe ich woanders hin.

  16. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: bofhl 22.01.21 - 12:42

    rv112 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Snoozel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann Musk schon verstehen, er mag schnelle, schlanke Prozesse. Eine
    > > Gewerkschaft, Betriebsrat etc. der sich überall dazwischen schaltet und
    > > wochenlang blockiert stört da nur.
    >
    > Kein Betriebsrat oder Gewerkschaft hindert ihn daran, solange er
    > gesetzliche und soziale Regeln einhält. Täter/Opfer Umkehr.

    Woher bitte kommt diese Vorstellung? Mit der Realität hat das wenig zu tun...

  17. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: demon driver 22.01.21 - 12:48

    ds4real schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > picaschaf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > demon driver schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > picaschaf schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Vielleicht sollten die Gewerkschaften langsam mal ernsthafter die
    > Option
    > > > von Tarifabschlüssen in Betracht ziehen, die nur noch
    > > > Gewerkschaftsmitgliedern zugute kommen. Dann sähe man schnell,
    > wieviele
    > > > Fachkräfte eine Gewerkschaft tatsächlich nicht nötig haben. (Genau das
    > > > fürchten aber natürlich die Arbeitgeber, weswegen solche Abschlüsse am
    > > Ende
    > > > genau an denen scheitern würden.)
    > >
    > > Alle. Echte Fachkräfte lachen über Tarifverträge.
    >
    > Da stimme ich dir zu. Ich habe auch keine Tarifverträge nötig. Ich
    > bespreche das Gehalt - mir egal wie die Tarifverträge aussehen oder ob es
    > sie gibt. Nach Zeit X wird erneut besprochen und wenn mir der Ausgang nicht
    > gefällt, gehe ich woanders hin.

    Und du meinst, das konkrete zahlenmäßige Niveau des Verhandlungsspielraums bei deinen "Besprechungen", in deinem Betrieb genauso wie gegebenenfalls "woanders", wäre allein dir selbst zu verdanken und 170 Jahre von Gewerkschaften geführte Arbeitskämpfe für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen hätten nicht die Spur damit zu tun? Na dann.

  18. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: demon driver 22.01.21 - 12:50

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar, war ja auch alles perfekt, bevor sich Gewerkschaften gebildet
    > > haben... Ach, moment....
    >
    > Natürlich. Ist ja heute auch so. 100 Arbeiter gehen in die Grube äh
    > Autofabrik und einer stirbt an einem umfallenden Regal äh Holzpfahl. Weil,
    > keine Helme und wenig Licht, bei 12h Schichten.
    >
    > Ich bin ein Freund von Gruppen die sich zusammenschließen und für ihre
    > Rechte kämpfen, aber es ist ja nicht so dass die Leute die nicht in
    > Gewerkschaften sind ständig um ihr Leben zu fürchten haben wie damals.

    Das ist aber nicht der Punkt, sondern der Punkt ist, dass sie nicht nur den Umstand, dass das so ist, sondern auch dass es so bleibt, in allererster Linie den Gewerkschaften, denen von damals und denen von heute, zu verdanken haben.

  19. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: AllDayPiano 22.01.21 - 14:44

    Für diesen Fall gibt es die AT Regelung.

    Kein Grund allen, die schlechter gestellt sind, noch weniger Zahlen zu wollen, nur weil Du selbst keinen Bedarf nach einem TV hast. Wobei Du damit wohl schon zu den oberen 10-20% der Branche gehörst.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  20. Re: Ganz schön überheblich

    Autor: hansblafoo 22.01.21 - 15:03

    ds4real schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > picaschaf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > demon driver schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > picaschaf schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Vielleicht sollten die Gewerkschaften langsam mal ernsthafter die
    > Option
    > > > von Tarifabschlüssen in Betracht ziehen, die nur noch
    > > > Gewerkschaftsmitgliedern zugute kommen. Dann sähe man schnell,
    > wieviele
    > > > Fachkräfte eine Gewerkschaft tatsächlich nicht nötig haben. (Genau das
    > > > fürchten aber natürlich die Arbeitgeber, weswegen solche Abschlüsse am
    > > Ende
    > > > genau an denen scheitern würden.)
    > >
    > > Alle. Echte Fachkräfte lachen über Tarifverträge.
    >
    > Da stimme ich dir zu. Ich habe auch keine Tarifverträge nötig. Ich
    > bespreche das Gehalt - mir egal wie die Tarifverträge aussehen oder ob es
    > sie gibt. Nach Zeit X wird erneut besprochen und wenn mir der Ausgang nicht
    > gefällt, gehe ich woanders hin.

    Das ist natürlich gut. Ich freue mich dennoch über den Tarifvertrag, denn es geht ja nicht nur ums Geld sondern auch um andere Aspekte wie z.B. Urlaubsregelungen oder Betriebsrenten. Es sollte aber nicht der Eindruck entstehen, dass Tarifverträge nur für "arme Schlucker" sorgen. ;-) Es gibt Tarifverträge, die Gehaltsniveaus bieten, an die auch viele, sich selbst als sehr gute Verhandler eingeschätzte, Personen nicht herankommen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator - Schwerpunkt IT-Security & Kommunikationsdienste (m/w/d)
    Barmherzige Brüder Trier gGmbH, Paderborn, Koblenz, Trier, Bad Mergentheim, Mannheim
  2. Softwarearchitekt:in (m/w/d)
    Governikus GmbH & Co. KG, Bremen
  3. Business Analyst Business Intelligence & Analytics (m/w/d)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  4. Revisor (m/w/d)
    Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (stündlich aktualisiert)
  2. (stündlich aktualisiert)
  3. ab 59,99€
  4. (u. a. Last Kids on Earth and the Staff of Doom für 12,99€ statt 39€, PC Building Simulator...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Rollen in Data-Science-Teams: Data Scientist, Data Engineer, Data... was?
Rollen in Data-Science-Teams
Data Scientist, Data Engineer, Data... was?

In vielen Firmen kümmert sich ein Data Scientist darum, Infos aus Daten zu gewinnen. Es gibt aber noch andere "Data"-Rollen - und alle sind sie wichtig.
Von Florian Voglauer

  1. Data Scientists und Data Engineers Die Rockstars alleine machen nicht die Show

Windows-Automatisierung: Was die Power von Powershell ausmacht
Windows-Automatisierung
Was die Power von Powershell ausmacht

In Teil 3 unserer Powershell-Einführung kommen wir zur eigentlichen Automatisierung. Wie geht das - und wie ersetzt man damit das klassische Cmd?
Eine Anleitung von Holger Voges

  1. Windows-Automatisierung Die Pipeline in Powershell
  2. Windows-Automatisierung Powershell - die bessere Kommandozeile
  3. Jeffrey Snover Microsoft hat Powershell-Erfinder anfangs degradiert

Grand Theft Auto VI: Das bedeutet der GTA-Leak für Rockstar
Grand Theft Auto VI
Das bedeutet der GTA-Leak für Rockstar

Hacker haben Videos und Quellcode von GTA 6 gestohlen. Sein Entwickler befindet sich damit in einer Reihe von Angriffen auf Spieleunternehmen.
Eine Analyse von Daniel Ziegener