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Die Reichweite liegt bei 200km

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  1. Die Reichweite liegt bei 200km

    Autor: lemgold 17.06.15 - 19:14

    Die Reichweitenangaben von Tesla gelten unter folgenden Konditionen:

    - Außentemperatur 25°C
    - konstante Fahrt bei 89 km/h, keinerlei Brems- oder Beschleunigungsvorgänge
    - die Strecke enthält keine Steigungen
    - Klima aus
    - Licht aus
    - Heizung aus

    Also ein völlig realitätsfernes artifizielles Testsetting. Eine Reichweitenangabe von 320 km von Tesla bedeutet real 200 km, im Winter sogar noch weniger, da die Heizung viel Strom benötigt.

    35.000$ + 19% Ust. in Deutschland sind ca. 40.000¤. Hinzu kommen die Kosten für eine Hausladestation von etwa 1500¤+Elektriker. 42.000 ist also die Hausnummer.
    Wirklich? Seltsamerweise las ich ein Interview, bei dem von einem Verkaufspreis von 30.000-35.000 Pound Sterling die Rede war. Sollte dies zutreffen, wird der Preis in Deutschland nicht unter 50.000¤ liegen.

    Für 19.000¤ erhält man bereits einen im Komfort mindestens gleichwertigen und von den Fahrleistungen haushoch überlegenen Verbrenner von einem deutschen oder japanischen Markenhersteller. Ein vollausgestatteter Dacia Sandero ist bereits für etwa 13.000¤ zu haben.

    Da sich Elektroautos aufgrund der sehr geringen Reichweite nicht für Langstrecke eignen, ist es ihnen prinzpbedingt *UNMÖGLICH*, über hohe Jahreskm-Leistungen und die Preisdifferenz Strom vs. Sprit signifikante ökonomische Vorteile herauszufahren.
    Der Turbodiesel-Benz eines Vertreters kann 40.000 km/a Strecke machen. Aber ein Elektroauto wird keine 40.000 km/a fahren. Sondern HÖCHSTENS den statistischen Mittelwert von 17.000 km/a, eher deutlich weniger. Je weniger das E-Auto fahrt (und es wird nicht viel fahren können) desto weniger lohnt es sich.

    Genauergesagt lohnt es sich überhaupt nicht.

    Wir rechnen. Der Verbrenner kostet 19.000¤, 8 Jahre wird das Auto gehalten, es wird (bei 17.000 km/a) etwa 3000¤/a kosten, in den ersten drei jahren weniger, in den letzten fünf Jahren aufgrund gestiegener Reparaturkosten mehr, man wird also eine TCO von etwa 43.000¤ evtl. auch 45.000¤ haben.

    Der Tesla III kostet bereits an der Theke 42.000¤, falls er jemals gebaut wird. Auch hier hat man natürlich wear & tear, mit etwa 2000¤/a ist zu rechnen, denn tatsächlich sind die Wartungskosten bei Elektro niedriger, als bei Verbrenner. Nach 8 Jahren kommen wir also auf eine TCO von 58.000¤.

    Abgesehen von den schlechteren Fahrleistungen ist der Tesla also über die Gesamtlaufzeit sogar noch 12-14.000¤ teurer, als ein überlegener Verbrenner.

    Und diese Modellrechnug stimmt nur dann, wenn der AKKU des Tesla die vollen 8 Jahre durchhält. Sollte der Akku getauscht werden müssen, so sind weitere 6000¤ einzuplanen, mindestens.

    Also eines ist ganz klar: Elektroautos lohnen sich absolut nicht.

    Und weil das so ist, kauft sie auch keiner.

    lemgold

  2. Re: Die Reichweite liegt bei 200km

    Autor: Emoto 19.06.15 - 16:45

    Sorry, von diesem Kommentar entspricht überhaupt NICHTS den Tatschen, bitte dazu schreiben, wenn dies eine bezahlte "Öllobby"oder "Deutsche Autoindustrie" Einschaltung ist - oder zu indest Abhängigkeit davon. Es hat keinen Zweck, auf diesem Niveau zu diskutieren.
    Das einzige Argument dagegen ist, schauen wir in 5 Jahren, dann werden wir sehen....
    Und das nicht nur für Tesla, sondern E-Mobilität allgemein.

  3. Re: Die Reichweite liegt bei 200km

    Autor: Lemo 19.06.15 - 21:02

    Unrecht hat er nicht.
    Wenn man das Umweltargument außen vor lässt dann fährt man mit sparsamen Diesel Motoren sehr weit und relativ günstig.

  4. Re: Die Reichweite liegt bei 200km

    Autor: Peter(TOO) 20.06.15 - 02:23

    Nun, bei einem Verbrenner hat man die Heizung im Winter nun mal "gratis". Geheizt wird mit der Abwärme des Motors. Normalerweise wird diese über den Kühler an den Fahrtwind abgegeben, im Winter wird das Kühlwasser teilweise umgeleitet und über Heizregister wird der Innenraum beheizt.
    Beim E-Auto muss die Heizleistung dem Akku entnommen werden.

    Die Klimaanlage bekommt ihre Energie bei E-Auto aus dem Akku und beim Verbrenner aus dem Motor, was zu einem etwas höheren Kraftstoffverbrauch führt.

    Licht ist das selbe Problem, Kommt jetzt aber auch noch auf die benutzte Lichttechnologie an, wie hoch der Energieverbrauch ist.
    Nachdem aber in fast ganz Europa auch tagsüber mit Licht gefahren werden muss, ist eine Reichweitenangabe ohne Licht praxisfremd.

    Allerdings hat das Ganze auch Tradition. Bei den US-Normen wurde die Motorleistung schon immer OHNE alle Hilfsaggregate (Lichtmaschine, Wasserpumpe, Servo usw.) angegeben, bei den DIN-PS wurde die an der Motorwelle abgegebene Leistung MIT Hilfsaggregaten gemessen. Der selbe Motor hatte also weniger DIN-PS als ASA-PS.

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