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  5. › Tesla Semi: Teslas Truck gibt es ab…

Milchmädchenrechnung

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  1. Milchmädchenrechnung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 13:11

    Stichwort Rohstoffeinsatz, steigende Weltmarktpreise für Kobalt usw.: 1000kWh reichen für zehn Model S oder zehn Model X "P100D". Damit würde Tesla nach heutigem Stand je rund 1,5 Millionen Euro Umsatz und je circa 300.000 Euro Gewinn machen.

    Dem gegenüber stehen 152.000 Euro Umsatz bzw. (optimistisch) rund 30.000 Euro Gewinn mit einem Semi. Minus 90%.

    Welchen Sinn ergibt das?

  2. Markterschließung

    Autor: DarkWildcard 24.11.17 - 13:20

    BerndRubel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stichwort Rohstoffeinsatz, steigende Weltmarktpreise für Kobalt usw.:
    > 1000kWh reichen für zehn Model S oder zehn Model X "P100D". Damit würde
    > Tesla nach heutigem Stand je rund 1,5 Millionen Euro Umsatz und je circa
    > 300.000 Euro Gewinn machen.
    >
    > Dem gegenüber stehen 152.000 Euro Umsatz bzw. (optimistisch) rund 30.000
    > Euro Gewinn mit einem Semi. Minus 90%.
    >
    > Welchen Sinn ergibt das?

    Es geht darum einen neuen Markt zu erschließen. Der hochpreisige PKW Markt ist irgendwann gesättigt.
    Man muss nicht immer sofort maximalen Gewinn machen.

  3. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: PatFoster 24.11.17 - 13:20

    du solltest mal den Tesla Leuten schreiben das deren Rechnung falsch ist, damit sie alles nochmal überdenken können, da sie offensichtlich was übersehen haben müssen.

  4. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: gutenmorgen123 24.11.17 - 13:32

    Wow! Verdammt! Hat sich Tesla schon wieder verrechnet! Ich ruf Musk schnell an, er soll die Trucks absagen.

  5. Re: Markterschließung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 13:37

    > Man muss nicht immer sofort maximalen Gewinn machen.

    Ok, verstehe, nicht "sofort". Wann wird der Semi dann zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro kosten, damit man mit ihm den gleichen Umsatz/Gewinn erzielt wie mit zehn Model S/X? Frage für ein paar Investoren, die sich für so etwas interessieren, zumal der hochpreisige PKW-Markt m.W. weltweit auf absehbare Zeit alles andere als "gesättigt" ist. Da der Marktanteil für Elektroautos irgendwo bei unter 2% dümpelt, ist auch in diesem Segment noch viel Luft nach oben.

  6. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: chewbacca0815 24.11.17 - 13:39

    BerndRubel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dem gegenüber stehen 152.000 Euro Umsatz bzw. (optimistisch) rund 30.000 Euro Gewinn mit einem Semi. Minus 90%.

    WOW! Du solltest umgehend mal an diese Adresse reisen; Du wirst dort dringenst erwartet.

    3500 Deer Creek Road, Palo Alto, CA 94304

  7. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Andy Cirys 24.11.17 - 13:47

    "Welchen Sinn ergibt das?"
    Die Tesla Semis haben einen properitären Ladeanschluss, ausgelegt für 1,6MW. Wenn die Firmen bei sich in der Zentrale auch entsprechend potente Ladetechnik haben wollen, dann liefert diese Tesla - dazu am Besten gleich eine PV-Anlage für's Firmendach und PV-Pufferspeicher.

    Unterwegs sichert Tesla an seinen Mega-Chargern Strompreise von (in den USA) 7 US Cent pro kWh zu. In Teilen von Amerika lässt sich bereits heute Solarstrom für unter 2 Cent pro kWh gewinnen.* Auch die USA haben sonnenreiche Plätze, wo dies realisierbar ist. Zudem konsumieren die Fahrer an den neuen Tesla-Stopps auch ein bisschen was.**

    Also der Truck alleine wird kein all zu großer Gewinnbringer werden. Das Geschäft wird drum herum laufen.

    *https://electrek.co/2017/11/16/cheapest-electricity-on-the-planet-mexican-solar-power/
    **https://insideevs.com/first-look-at-teslas-massive-40-stall-supercharger-video/

  8. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dwalinn 24.11.17 - 13:58

    Ein Problem von Musk ist das er sich nicht gerne reinreden lässt...... aber er ist nunmal nicht unfehlbar

  9. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 14:14

    Andy Cirys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also der Truck alleine wird kein all zu großer Gewinnbringer werden. Das
    > Geschäft wird drum herum laufen.

    Ok, gehen wir einmal optimistisch davon aus, dass Tesla ~4 US-Cent Gewinn pro verkaufter kWh macht, der Semi tatsächlich ~ 2 kWh pro Meile braucht und die Trucks ausschliesslich an Super- und Megachargern geladen werden. Tesla verdient also 8 US-Cent pro zurückgelegter Meile, korrekt?

    80 US-Dollar auf 1000 Meilen. 8000 US-Dollar auf 100.000 Meilen. 80.000 US-Dollar auf 1 Million Meilen. Da fehlen nach meiner Rechnung immer noch 190.000 US-Dollar? Wann soll der ausgebliebene Gewinn denn kompensiert werden? 3,375 Millionen Meilen pro Truck?

  10. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: theFiend 24.11.17 - 14:21

    Deine "Milchmädchenrechnung" macht heute jeder Autobauer weltweit...
    Oder glaubst Du ein Auto im untereren Preissegment von einem deutschen Hersteller wird mit der gleichen Marge verkauft wie ein Auto im Hochpreissegment?

    Das ist völlig normal.

    Und deine Rechnung ist völliger blödsinn. Die wäre richtig wenn Tesla pro verkauftem Truck verlust machen würde. Machen sie aber nicht, sie machen nur weniger Gewinn. Und danach entsteht weiterer Gewinn durch die Infrastruktur.

    Das ist letztlich genau das was inzwischen viele deutsche Autohersteller mit ihren Carsharing Angeboten machen. Und das ist für die so attraktiv das sie es weiter ausbauen...

  11. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 14:42

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder glaubst Du ein Auto im untereren Preissegment von einem deutschen
    > Hersteller wird mit der gleichen Marge verkauft wie ein Auto im
    > Hochpreissegment?

    Dir ist sicherlich aufgefallen, dass ich für den Semi Truck sogar die gleiche Gewinnmarge von 20% angesetzt habe wie für die beiden Fahrzeuge im Hochpreissegment? Denkst Du, ich sollte da auch lieber Deine Logik anwenden und die Marge beim Semi noch etwas reduzieren?

    > Und deine Rechnung ist völliger blödsinn. Die wäre richtig wenn Tesla pro
    > verkauftem Truck verlust machen würde. Machen sie aber nicht, sie machen
    > nur weniger Gewinn. Und danach entsteht weiterer Gewinn durch die
    > Infrastruktur.

    Richtig, sie machen bei ungefähr gleichem Rohstoffeinsatz 90% weniger Gewinn. Das ist ziemlich wichtig, wenn man - wie Tesla - ein wenig auf den Cash Flow achten muss. Die Infrastruktur kostet ja zuerst einmal Geld und erwirtschaftet erst nach x Millionen Meilen den Gewinn, auf den Tesla zuvor "verzichtet" hat, siehe oben.

    > Das ist letztlich genau das was inzwischen viele deutsche Autohersteller
    > mit ihren Carsharing Angeboten machen.

    Die Parallele zum Carsharing müsstest Du mir etwas näher erläutern, m.W. verdienen die Anbieter hier pro Kilometer/Meile ungefähr das Drei- bis Vierfache von dem, was Tesla mit z.B. dem Strom verdienen könnte. Dann sieht die Rechnung natürlich schon anders aus.

  12. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: PearNotApple 24.11.17 - 14:51

    BerndRubel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stichwort Rohstoffeinsatz, steigende Weltmarktpreise für Kobalt usw.:
    > 1000kWh reichen für zehn Model S oder zehn Model X "P100D". Damit würde
    > Tesla nach heutigem Stand je rund 1,5 Millionen Euro Umsatz und je circa
    > 300.000 Euro Gewinn machen.
    >
    > Dem gegenüber stehen 152.000 Euro Umsatz bzw. (optimistisch) rund 30.000
    > Euro Gewinn mit einem Semi. Minus 90%.
    >
    > Welchen Sinn ergibt das?

    Deswegen schauen die Akku-Hersteller schon nach Alternativen: SK Innovation und LG Chem wollen bereits nächstes Jahr NMC-Zellen auf den Markt bringen, wo deutlich weniger Kobalt eingesetzt wird. Abgesehen davon sind die Akkuhersteller schon dabei nach weiteren Alterativen für Kathoden und Anodenmaterial zu suchen. Die aktuellen hohen Rohstoffpreise kommen auch durch hohe Spekulation zu stande.
    Steigt die Nachfrage, so steigen auch die Suche nach den entsprechenden Rohstoffe und auch die Förderung steigt. In der PV-Boomzeit explodierten die Siliziumpreise. Es dauerte nicht lange und die Si-Preise waren im Keller.
    Also Du brauchst keine Angst wegen Kobalt- oder Lithiumknappheit.

  13. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 15:12

    PearNotApple schrieb:
    > Also Du brauchst keine Angst wegen Kobalt- oder Lithiumknappheit.

    Ich mache mir nicht die geringste Angst um Rohstoffknappheit. Daran, dass sich bei gleichem Rohstoffeinsatz nur ein Tesla Semi, aber zehn Model S oder zehn Model X fertigen und dementsprechend 10x soviel Umsatz und Gewinn erzielen lassen ändert das aber ziemlich wenig.

  14. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: chewbacca0815 24.11.17 - 15:28

    BerndRubel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dir ist sicherlich aufgefallen, dass ich für den Semi Truck sogar die gleiche Gewinnmarge von 20% angesetzt habe wie für die beiden Fahrzeuge im Hochpreissegment?

    Die Herstellungskosten einer Mercedes E-Klasse lagen vor einigen Jahren bei rund 15.000 Euro, egal mit welcher Ausstattung (Leder ausgenommen). Mittlerweile dürften die echten Produktionskosten sogar noch tiefer liegen. Wenn Du mit einer Gewinnmarge von 20% kalkulierst, dann deutet das lediglich an, dass Du keine Ahnung hast von echten Produktionskosten - ich im übrigen auch nicht, nur am Rande. Ich müsste mich allerdings schwer täuschen, wenn Tesla nicht mit jenseits 60-80% Marge kalkulieren würden hinsichtlich der Produktionskosten pro Fahrzeug.

    > Denkst Du, ich sollte da auch lieber Deine Logik anwenden und die Marge beim Semi noch etwas reduzieren?

    Nein, erhöhen, deutlich erhöhen.

    > Richtig, sie machen bei ungefähr gleichem Rohstoffeinsatz 90% weniger Gewinn. Das ist ziemlich wichtig, wenn man - wie Tesla - ein wenig auf den Cash Flow achten muss.

    Du kennst den Rohstoffeinsatz von Tesla und deren echten Gewinn? Du solltest Dich bei Tesla als Nachfolger von Musk bewerben. Deinen Rechenkünsten nach scheint Musk ja nicht den Hauch von Ahnung zu haben, was er tut.

  15. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: pumok 24.11.17 - 15:28

    Das Fahrzeug besteht aber nicht nur aus Rohstoffen. Du kannst doch nicht vom Verkaufspreis eines Model S auf die Rohstoffkosten zurückrechnen.
    Solange keiner von uns eine Vollkostenrechnung der Fahrzeuge gesehen hat, ist es schlicht nicht möglich irgendwelche Dinge sinnvoll zu rechnen.
    Weiter verstehe ich die ganze Aufregung hier nicht. Hast Du Tesla Aktien? Wenn nein, kann Dir doch egal sein, ob die Zahlen bei Tesla stimmen oder nicht.

  16. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: thinksimple 24.11.17 - 15:31

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Problem von Musk ist das er sich nicht gerne reinreden lässt...... aber
    > er ist nunmal nicht unfehlbar

    Oh, er hört schon zu und entscheidet auch mal schnell um. Das ist schon ein Vorteil. In manch anderen Firmen dauert die Entscheidungsfindung teilw. Ewig.

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?

  17. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dwalinn 24.11.17 - 15:40

    Dann frage ich mich wirklich warum ihn keiner gesagt hat das ein Auto eine Vorserie braucht und wie lange die Entwicklung einer extra großen Rakete dauern kann :D

  18. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Vollstrecker 24.11.17 - 15:48

    Schöne Milchmädchenrechnung die du da aufstellst.

    Bislang regelt nämlich Angebot und Nachfrage die Preise. Wo PKW Käufer gerne mal etwas mehr für Namen, Technik und "Emotionen" bezahlen, schauen Speditionen auf die zu erzielende Rendite.

    Ich glaube du gehörst zu der Fraktion "Ein Iphone X ist sein Geld wert". Hab ich Recht?

  19. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: BerndRubel 24.11.17 - 15:53

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn Du mit einer Gewinnmarge von 20% kalkulierst, dann deutet das
    > lediglich an, dass Du keine Ahnung hast von echten Produktionskosten - ich
    > im übrigen auch nicht, nur am Rande. Ich müsste mich allerdings schwer
    > täuschen, wenn Tesla nicht mit jenseits 60-80% Marge kalkulieren würden
    > hinsichtlich der Produktionskosten pro Fahrzeug.

    Es gibt da recht zuverlässige betriebswirtschaftliche Auswertungen namens "Bilanzen", auf denen diese Angaben basieren ;-). Gestehen wir Teslas ehemaligem CFO Jason Wheeler jetzt einfach mal zu, dass er Ahnung davon hat?
    https://www.fool.de/2016/08/19/was-der-cfo-von-tesla-ueber-die-bruttogewinnmarge-zu-sagen-hat/

  20. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: theFiend 24.11.17 - 15:54

    BerndRubel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Richtig, sie machen bei ungefähr gleichem Rohstoffeinsatz 90% weniger
    > Gewinn. Das ist ziemlich wichtig, wenn man - wie Tesla - ein wenig auf den
    > Cash Flow achten muss. Die Infrastruktur kostet ja zuerst einmal Geld und
    > erwirtschaftet erst nach x Millionen Meilen den Gewinn, auf den Tesla zuvor
    > "verzichtet" hat, siehe oben.

    Gewinn bleibt zunächst mal Gewinn. Im Sinne des Cashflow hast Du bestimmt recht, nur denke ich rechnet Musk, respektive die Amerikaner überhaupt nicht so. Da sind einfach lange Strecken ohne wirklichen Gewinn eingerechnet. Siehe Facebook, Amazon usw.
    Sprich in Deutschland und mit deutscher Denke würde man sowas nie machen. Nicht umsonst kommt von hier auch kein "game changer" mehr.
    Musk/Tesla denken da halt langfristig. Solange er bei den Trucks nicht draufzahlt, entsteht langfristig einer super Cashcow. Wird dann zwar n bissi wie Apple, weil er viel properitär bleiben muss um die Crashcow zu halten, aber kann funktionieren.
    Setzt aber sicher einen enormen Kapitaleinsatz bis dahin voraus. Hättest Du bei deiner Kritik dort angesetzt, hättest Du meine volle Zustimmung...

    >
    > > Das ist letztlich genau das was inzwischen viele deutsche Autohersteller
    > > mit ihren Carsharing Angeboten machen.
    >
    > Die Parallele zum Carsharing müsstest Du mir etwas näher erläutern, m.W.
    > verdienen die Anbieter hier pro Kilometer/Meile ungefähr das Drei- bis
    > Vierfache von dem, was Tesla mit z.B. dem Strom verdienen könnte. Dann
    > sieht die Rechnung natürlich schon anders aus.

    Ich gehe stark davon aus, das Tesla hier nicht nur mit den reinen Stromkosten rechnet. Selbst wenn dem aber nicht so wäre, muss man im Auge haben das Trucks einfach deutlich mehr bewegt werden. Selbst ein Carsharing Auto steht zu 2/3 der Zeit einfach nur rum. Ein LKW wird viel bewegt, und läuft Meilen ab...

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