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Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

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  1. Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Flexy 12.08.18 - 23:56

    .. egal ob VW, BMW oder Mercedes oder Audi oder Peugeot. Danach gehen meist die andern Helferlein auf "off", sollten sie an sein.

    Ich bin in letzter Zeit viel mit Mietwagen unterwegs, da ich gern die Bahn für die Strecke zum Kunden nutze. Und für die letzten Kilometer (oder auch mal für Zwischenfahrten zum nächsten Termin bzw. wenn das mit dem IC/ICE nicht passt - im Nahverkehrszug kann ich nicht arbeiten...) dann eben den Mietwagen. So hab ich nun wirklich viele, meist neue, Fahrzeuge unter dem Hintern gehabt. Und keiner kriegt das mit dem Spurassistenten vernünftig auf die Reihe. Wobei mir sowieso schleierhaft ist wozu man das Ding überhaupt brauchen sollte. Beim Fahren hab ich die Straße im Blick und die Hände am Lenkrad.. da kann ich ein Auto das plötzlich aktiv in die Lenkung eingreift gar nicht brauchen. Deswegen wird das auch deaktiviert wenn es mehr macht als nur eine Warnung ausgeben, z.B. durch ein Brummen am Lenkrad.

    Die Tempomaten funktionieren ebenfalls auch nicht wirklich gut. Ich bin auf der Autobahn gern zügig unterwegs, das heißt je nach Strecke, Verkehr, Wetter usw. zwischen 120km/h und 200km/h. Und da ist es so, dass bei einigen Fahrzeugen der Tempomat nur bis 140km/h aktivierbar/programmierbar ist, auch wenn der Wagen >> 200km/h macht. Was dann nervt, wenn man nachts auf einer dreispurigen Autobahn unterwegs ist, auf der man alle 5 min mal einen LKW rechts sieht, hier könnte man deutlich zügiger fahren, mit nicht wirklich mehr Spritverbrauch bei einer guten 7-Gang Automatik.

    Vor allem aber haben die ganzen Tempomaten mit Abstandsregelung einen Schönheitsfehler: Wenn sie erkennen, dass weit vorne ein Fahrzeug ist (und das können sie gut...) , dann machen sie erst mal nichts. Um dann plötzlich langsam die Geschwindigkeit raus zu nehmen, ohne dass ein Warnsignal kommt, lange vor dem Erreichen des eingestellten Mindestabstandes. Wünschenswert wäre hier z.B. eine einfache aktive Meldung wie "Fahrzeug 200m voraus", damit man ohne vom Gas zu gehen einen längeren Blick in den Rückspiegel werfen kann um die Lage hinter und neben einem zu überblicken und dann die Spur wechseln kann, bei nicht zu hohen Geschwindigkeiten auch noch mit Schulterblick. Die Meldung muss also rechtzeitig kommen. Aber genau das kriegt irgendwie keiner hin. Deswegen nutze ich das nur selten. Und wenn, dann nur auf komplett freier Strecke, die z.B. auf 130km/h beschränkt ist.

    Was auch toll ist: Der Stau-Autopilot, den einige haben. Also - er ist eigentlich toll. Denn was diese Scheißdinger nicht kennen ist die Rettungsgasse, die fahren nicht links oder rechts über die Seitenlinie um Platz zu machen, die fahren stur genau in der Mitte der Fahrspur und kommen dort auch zum stehen. So dass ich das Ding im Stau nicht mehr wirklich nutze - Rettungsgassen sind schließlich Lebensretter.

    Was ich zudem noch beobachtet habe:
    Wenn ich all die vielen kleinen aktiven Fahrhelferlein nutze, dann bin ich nach einer langen Autofahrt über mehrere Stunden und z.B. 800km trotz regelmäßiger Pause deutlich ermüdeter als wenn ich selbst aktiv fahre ohne diese Helfer. Das liegt zum einen daran, dass z.B. konstante 120km/h oder konstante 140km/h mit Abstands-Automatik deutlich mehr ermüden als ein dynamisches Fahren mit gelegentlich wechselnden Geschwindigkeiten, häufigem Spurwechsel und wechselnden Verkehrssituationen. Zum anderen wirkt diese "Entlastung" des Autofahrers aber auch eher ermüdend als unterstützend, einfach weil man damit am Steuer ständig leicht unterfordert ist. Im Grund kann man ja fast Däumchen drehen nebenbei.. und eine kleine Wasserflasche am Lenkrad baumeln lassen für die Fahrererkennung. Diese Helfer mögen ja nett sein, wenn man z.B. durchs Telefonieren etwas abgelenkt ist, selbst mit Freisprecheinrichtung. Aber da kann man auch mal schnell rechts rüber hinter einen LKW um dem dann in 50m Abstand gemütlich hinterher zu tuckern. Das dürfte auch sicherer sein als mit Helferlein mit 130km/h telefonierend auf der Mittelspur, etwa wenn die Rechtsüberholer wieder mal mit 130 km/h an einer 100km/h Kolonne vorbeiziehen und dann plötzlich nach links rein drücken um dann erst den Blinker zu setzen, wenn sie schon wieder halb auf der anderen Spur sind... (beobachte ich leider immer wieder auf der Autobahn, und gelegentlich gibts dann auch wegen sowas einen Rempler mit Unfall, weil der andere dann nicht mehr ausreichend bremsen kann oder zu spät reagiert... )

    Statt viele elektronische Helfer einzubauen sollten die Hersteller lieber kostenlose oder zumindest günstige Kurse für die Fahrer anbieten.
    So dass diese nicht nur die paar Stunden Fahrschule haben um den Umgang mit dem und die Beherrschung des Fahrzeugs zu verbessern. Zumal in deutschen Fahrschulen das Erkunden des Grenzbereiches, das Kurvenradiussteuern übers Gaspedal, das Einfangen eines ausbrechenden Hecks auf rutschiger Fahrbahn, richtige Notbremsungen und ähnliches normalerweise nicht auf dem Lehrplan stehen, leider lernt man im Prinzip nur das "sichere fahren im Ecomode", aber nicht wie man mit dem Hintern als Messgerät auch in gefährlichen Situationen noch sicher fahren kann.

  2. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Tommy-L 13.08.18 - 00:06

    Vermutlich liegt ein Großteil deiner negativen Erfahrungen an der getesteten Fahrzeugklasse. Gerade gestern BMW 550 xi probiert - das von Dir beschriebene Szenario mit Tempomat + Abstandhalter. Meldung, Spiegel, ggf. Blinker setzen und das Fahrzeug wechselt die Spur.
    Bei einigen muss ich dir aber recht geben, in vielen Situation machen sie einen halbherzig entwickelten Eindruck.

  3. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: JackIsBlack 13.08.18 - 00:09

    Deine Erfahrungen kann ich überhaupt nicht teilen. Ein Spurhalteassistent auf der Autobahn ist super, auch mit dem Abstand funktioniert es bestens, ich weiß ja nicht welche Marken du so gefahren bist, aber die meisten können noch über 200km/h regeln.
    Man muss einfach nur den richtigen Abstand einstellen und frühzeitig reagieren, bevor man vom 80km/h vorausfahrenden LKW abgebremst wird. Die Probleme, die du hast, liegen nicht an den Systemen.
    Auch bist du im Stau für die Rettungsgasse verantwortlich, nicht das KFZ.

  4. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: stiGGG 13.08.18 - 00:10

    Die Welt arbeitet an der Fertigstellung des selbstfahrenden Autos und der junge Flexy will lieber den Führerschein durch eine Rennfahrerlizenz ersetzen. Daumen hoch!

  5. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Tommy-L 13.08.18 - 00:12

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Welt arbeitet an der Fertigstellung des selbstfahrenden Autos und der
    > junge Flexy will lieber den Führerschein durch eine Rennfahrerlizenz
    > ersetzen. Daumen hoch!


    Ich bin auch der Meinung, dass die richtige Reaktion in Gefahrensituationen verbindlich geübt werden sollten.

  6. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: JackIsBlack 13.08.18 - 00:13

    Wieso? Wenn die Bahn frei ist, dann gibt man Gummi.

  7. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Kleba 13.08.18 - 07:35

    Ich kann mich deinen Ausführungen nur teilweise anschließen. Ja, die Systeme sind bei weitem nicht perfekt. Aber meiner Meinung nach schon sehr hilfreich.
    In meinem neuen Audi A5 habe ich diverse Assistenten (Spurhalte-/Stausassistent, Tempomat mit Abstandshalter [bis 220 km/h]). Mit eingeschalteten Systemen komme ich deutlich entspannter und wacher nach einer längeren Fahrt an. Auch wenn ich die Hände sowieso am Lenkrad habe: dadurch, dass der Spurhalteassistent die ganzen kleinen "Mini-Korrekturen" übernimmt, die man sonst selbst macht ist schon deutlich entspannter. Und der Abstandhalter ist - wenn man weiß wie er "tickt" - auch sehr angenehm. Fahre längere Strecken fast nur damit.
    Und was Stauassistent und Rettungsgasse angeht: in dem Moment, wenn ich auf der Autobahn bei normaler Fahrt den Warnblinker einschalte (weil ein Stau auftaucht), geht der Wagen von sich aus weit nach links (oder rechts - je nachdem auf welcher Spur ich gerade bin) und orientiert sich danach (leider) meist an dem vorausfahrenden Wagen. Wenn der vorausfahrende Wagen so fährt, dass eine Rettungsgasse besteht, hält sich mein Wagen i.d.R. auch daran (gab 2 - 3 Aussetzer die ich mir bisher nicht erklären konnte). Durch den Stausassistenten sind Staus aber so entspannend geworden, dass die mich kaum noch stören ;-) (abgesehen vom Zeitverlust) - schließlich macht der Wagen in den Situation bis 60 km/h alles alleine.

  8. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Huviator 13.08.18 - 07:42

    JackIsBlack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch bist du im Stau für die Rettungsgasse verantwortlich, nicht das KFZ.

    Wenn ein Kfz einen Staumodus hat um automatisch zu beschleunigen und zu bremsen, dann soll das Kfz doch bitte auch die Gasse bilden. Wenn es das nicht kann, dann ist die Funktion doch nutzlos.

  9. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: puerst 13.08.18 - 08:34

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Tempomaten funktionieren ebenfalls auch nicht wirklich gut. Ich bin auf
    > der Autobahn gern zügig unterwegs, das heißt je nach Strecke, Verkehr,
    > Wetter usw. zwischen 120km/h und 200km/h. Und da ist es so, dass bei
    > einigen Fahrzeugen der Tempomat nur bis 140km/h aktivierbar/programmierbar
    > ist, auch wenn der Wagen >> 200km/h macht. Was dann nervt, wenn man nachts
    > auf einer dreispurigen Autobahn unterwegs ist, auf der man alle 5 min mal
    > einen LKW rechts sieht, hier könnte man deutlich zügiger fahren, mit nicht
    > wirklich mehr Spritverbrauch bei einer guten 7-Gang Automatik.

    Mit 200km/h benötigt man ca. die doppelte Energie zum Überwinden des Luftwiderstandes als mit 140km/h. Wenn bei 200km/h der Spritverbrauch "nicht wirklich mehr" als bei bei 140km/h ist, liegt das nicht an "einer guten 7-Gang Automatik", sondern daran, dass das Auto bei 140km/h ziemlich säuft.

  10. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: Palerider 13.08.18 - 08:54

    Rennfahrerlizenz? Ich glaube, Du solltest mal ein Fahrsicherheitstraining von Verkehrswacht oder ä. mitmachen. Es lohnt sich wirklich.

  11. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: elcaron 13.08.18 - 09:11

    Wieso soll die nutzlos sein? Die übernimmt Gas und bremsen, Du das (im Stau halbwegs triviale) Lenken.

    Ich würde mir eher sorgen machen, dass die größere Abstände hält (was ansich für die Fluß bis zu einem bestimmten Grad eine gute Idee ist) und einem ständig ein Schlängler davorzieht.
    Frage mich ja, ob es funktionieren würde, im Stau nur Spurwechsel nach Rechts zu erlauben.

  12. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: IScream 13.08.18 - 09:13

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. egal ob VW, BMW oder Mercedes oder Audi oder Peugeot. Danach gehen meist
    > die andern Helferlein auf "off", sollten sie an sein. [...]

    Wir sind noch weit vom autonomen Fahren bzw. perfekten Assistenz-Systemen entfernt.
    Das sollte klar sein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man der Technik jemals zuverlässig vertrauen kann, da es immer wieder Probleme mit der optischen Erkennung gibt (Schatten, Reflektionen, Tiere, Unrat,...) und somit die Assistenz-Systeme aussteigen.
    Aber so wie sich dein Beitrag liest, habe ich das Gefühl, dass du ein etwas älterer und sturer Fahrer bist, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht wirklich verstanden hat, diese Systeme als unterstützende Hilfe einzusetzen. Wer sich nämlich auf die Technik komplett verlassen will - der ist verlassen. Das habe ich jedenfalls schnell anerkennen müssen.
    Ich fahre einen Volvo XC90 seit gut einem Jahr und benutze tagtäglich die Adaptive Cruise Control (Abstandsregelautomat). (Der Autopilot ist zwar ganz nett, aber wenn ich mir nicht sicher sein kann, dass die Fahrbahnmarkierungen auf einem Stück durchgehend gegeben sind, lasse ich ihn besser aus. Zudem er oft aussteigt, und das unbemerkt).
    Die Adaptive Cruise Control funktioniert immer und entlastet ungemein. Nur beim Anbremsen ist sie manchmal ziemlich hart und unsanft. Aber damit kann ich leben, denn es ist für mich pure Entspannung, nicht mehr die Pedale zu betätigen, ständig die Geschwindigkeit anzupassen, etc. (gerade bei Stau). Ich muss nur lenken und den Verkehr beobachten. Nur gelegentlich greife ich ein, z.B. bei einer roten Ampel, wo es sinnvoller ist, auszurollen, statt das System dem Vordermann weiter folgen zu lassen, bis dieser irgendwann erst beginnt, zu bremsen).

    Ich finde eben, man sollte die Assistenten auch nur als solche sehen und auch diese verwenden, wenn sie einem beim fahren wirklich helfen und unterstützen.

    Dass du nach solchen Fahrten nicht wirklich entlastet bist und noch eher ermüdet bist, liegt wohl eher an deiner Einstellung zu der Technik. Ich denke, man muss einfach wissen bzw. darauf vertrauen, wo man gedanklich gesehen etwas Kontrolle abgeben kann. Ansonsten ist es purer Stress - weil du neben dem beobachten des Verkehrs, dein assistierendes System kontrollierst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 09:16 durch IScream.

  13. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: SJ 13.08.18 - 10:47

    Angesichts dessen, dass viele nicht Wissen, wie man korrekt eine Rettungsgasse bildet, wäre es nicht schlecht, wenn der Spurhalte-Assi das auch tun würde.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  14. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: andy01q 13.08.18 - 11:24

    puerst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit 200km/h benötigt man ca. die doppelte Energie zum Überwinden des
    > Luftwiderstandes als mit 140km/h.

    Mit der quadratischen Annahme kommt das ziemlich gut hin; tatsächlich ist es sogar nochmal etwas mehr.
    Wenn der Motor riesig ist und die Gangschaltung entsprechend hoch wird das allerdings kompensiert, (weil der Betriebsbestpunkt nunmal so hoch liegt) sodass viele Oberklassewagen auch bei 180km/h noch mit 7l/100km auskommen.
    Bei nem Golf hingegen musst du damit rechnen, dass wenn er bei 110km/h 7l braucht, er bei 180 km/h 17l braucht.

  15. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: dantist 13.08.18 - 11:40

    Es ist bei euch auch so, dass der Stau-Assistent bei einem mehr als drei Sekunden dauernden vollständigem Stopp nicht von selbst wieder anfährt? Ich muss dann kurz das Gas oder den Hebel antippen.

  16. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: EINSER 13.08.18 - 12:27

    dantist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist bei euch auch so, dass der Stau-Assistent bei einem mehr als drei
    > Sekunden dauernden vollständigem Stopp nicht von selbst wieder anfährt? Ich
    > muss dann kurz das Gas oder den Hebel antippen.


    Ja, bei meinen beiden BMWs ist das auch so (von 2012 und 2014). Ich habe den neueren erst vor Kurzem gekauft und der Abstandstempomat war mit dem Head-Up-Display das wichtigste Feature, alleine schon, weil der "alte" das auch schon beides hat. Ohne hätte ich den Wagen gar nicht erst gekauft. Warum? Weil das für mich die am meisten benutze Funktion im Auto ist. Ab und zu bin ich vielleicht mal kurz abgelenkt oder schaue mich um. Und wenn der Vordermann in dem Moment plötzlich stark bremst, erfreue ich mich am Mitdenken meines Autos. Auch ist das sehr komfortabel, damit die vielen Kilometer hinter mich zu bringen. Der Tempomat geht beim 5er von 2012 "nur" bis 180km/h, beim 6er von 2014 geht er bis 210km/h. Da tut sich anscheinend auch noch etwas. Auch fühlt er sich beim neueren Wagen "smoother" und menschlicher an. Wie es bei der ganz neuen Generation aussieht, weiß ich nicht, aber wenn es sich konstant so verbessert, freue ich mich definitiv auf die zukünftigen Assistenten.

    Könnte man die Assistenten nicht deaktivieren, wäre das aktuell tatsächlich unschön. Aber so kann jeder nach Bedarf selber entscheiden, inwieweit man sich unterstützen lassen möchte. Und ein Fahrsicherheitstraining als Ergänzung zum Führerschein (alle drei Jahre beispielsweise) fände ich auch super. Dort könnte man auch mal die Menschen daran erinnern, dass es ein Rechtsfahrgebot gibt und man selber nicht wirklich der beste Fahrer auf der Straße ist. :-)

    Das Thema erinnert mich auch an das tolle Zitat von Henry Ford: "„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“.

  17. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: narea 13.08.18 - 19:25

    elcaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso soll die nutzlos sein? Die übernimmt Gas und bremsen, Du das (im Stau
    > halbwegs triviale) Lenken.
    >
    > Ich würde mir eher sorgen machen, dass die größere Abstände hält (was
    > ansich für die Fluß bis zu einem bestimmten Grad eine gute Idee ist) und
    > einem ständig ein Schlängler davorzieht.
    > Frage mich ja, ob es funktionieren würde, im Stau nur Spurwechsel nach
    > Rechts zu erlauben.

    Fragt sich, ob man dem Teil trauen kann, wenn man schön links fährt, aber der Vordermann in der Rettungsgasse drinhängt - also das eigene Auto das andere nur so halb sieht. Hätte Angst, dass es dann einfach beschleunigt, wenn es kurz außer Sensorsicht ist...

  18. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: nasenweis 14.08.18 - 10:43

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Um dann plötzlich
    > langsam die Geschwindigkeit raus zu nehmen, ohne dass ein Warnsignal kommt,
    > lange vor dem Erreichen des eingestellten Mindestabstandes. Wünschenswert
    > wäre hier z.B. eine einfache aktive Meldung wie "Fahrzeug 200m voraus",
    > damit man ohne vom Gas zu gehen einen längeren Blick in den Rückspiegel
    > werfen kann um die Lage hinter und neben einem zu überblicken und dann die
    > Spur wechseln kann, bei nicht zu hohen Geschwindigkeiten auch noch mit
    > Schulterblick. Die Meldung muss also rechtzeitig kommen.

    Möp. Die Meldung sollte von dem kleinen Computer namens Gehirn kommen, wenn du das abgeschalten hast, bringt der beste Tempomat nichts. Warum sollte dir dein Fahrzeug mitteilen das da etwas ist, wenn du das selber sehen solltest?

  19. Re: Den Spurhalte-Assi auszuschalten ist das erste, was ich mache...

    Autor: nasenweis 14.08.18 - 10:47

    dantist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist bei euch auch so, dass der Stau-Assistent bei einem mehr als drei
    > Sekunden dauernden vollständigem Stopp nicht von selbst wieder anfährt? Ich
    > muss dann kurz das Gas oder den Hebel antippen.

    Das ist so, richtig. Ist eine Sicherheitsfunktion - Du als Fahrer gibst den Befehl zum weiterfahren nach einem x-sekündigen Stop.

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