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Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

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  1. Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

    Autor: daydreamer42 10.07.18 - 15:32

    Erste Hälfte für Fußgänger und Radfahrer, zweite Hälfte für Abbieger, und das selbstverständlich mit Ausschlussschaltung der jeweiligen Ampeln. Aber gegen so viel Vernunft sträubt sich die Auto-Lobby natürlich mit Händen und Füßen. Stattdessen werden Scheinlösungen wie "Abbiege-Assistenten" und zusätzliche Spiegel propagiert, damit es auch weiterhin möglich ist auf rücksichtslose Weise Fußgängern den Vortritt und Fahrradfahrern die Vorfahrt zu nehmen. Wenn einer von denen sich auf sein Vorrecht verlässt, dann wird er nicht alt. Mir sind schon x-mal Abbieger beinahe über die Füße gerollt und als Fahrradfahrer habe ich auch nur dank etlicher Vollbremsungen überlebt. Hauptsache die Herrschaften in ihren stinkenden Dreckskisten sind ein paar Sekunden eher am Ziel.

  2. Re: Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

    Autor: das_mav 10.07.18 - 17:01

    Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte muss mit Fehlern anderer rechnen.
    Stur auf Recht zu bestehen nutzt niemandem etwas und dem schwächeren meistens noch weniger.
    Das merkt man als Moped/Fahrradfahrer am ehesten, aber spätestens zu Fuß sollte man sich das immer wieder vor Augen führen.

    Es gibt Radfahrer und Fußgänger, die rote Ampeln als "nicht für mich relevant" interpretieren und sogar zu Höchstleistungen imstande sind wenn das Licht von Grün zu rot wechselt - und eben Autofahrer wie du Sie beschreibst. Auf eine der beiden Parteien zu schimpfen löst die Problematik aber kein bisschen. Gerade dort, wo durch gestiegene Kraftstoffpreise erwartbar ist, dass es mehr und mehr Alternative Fortbewegungsmittel geben wird müsste zum Schutz gehandelt werden. Man könnte bspw. diverse Kreuzungen durch Kreisverkehre ersetzen - Ampelschaltungen versetzt wählen oder auch einfach Sekundenzähler "in 29 grün" einbauen. Genauso wäre es denkbar nicht nur Dieselfahrzeugen sondern eben auch Radfahrern oder Fußgängern zu VERBIETEN an gewissen Kreuzungen Straßen zu kreuzen. Eine intelligentere Streckenführung, gerade in größeren Städten würde Sinn ergeben. An den am stärksten frequentierten Straßen gibt es komischerweise auch die wenigsten Unfälle, das liegt eben zumeist nicht an der Genialität der Streckenführung sonder vermehrt daran, dass man Instinktiv selbst ein wenig vorsichtiger unterwegs ist.

    Dass das Dass mit das verwechselt wird, führt irgendwann dazu, dass das Dass das nicht mehr erträgt und dass das Dass das Das dann tötet.

  3. Re: Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

    Autor: daydreamer42 10.07.18 - 17:23

    das_mav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte muss mit Fehlern anderer rechnen.
    > Stur auf Recht zu bestehen nutzt niemandem etwas und dem schwächeren
    > meistens noch weniger.

    Mag ja sein, aber man muss die Abbieger ja nicht auch noch mit gleichzeitigem Grünlicht ermuntern, Fußgänger und Fahrradfahrer ihrer unstreitigen Rechte zu berauben. An manchen Großstadkreuzungen passiert das systematisch und mit rücksichtsloser Brutalität. Die Täter wissen ganz genau, dass sie nur selten angezeigt werden, weil die Beweislage bei einem "Beinahe-Unfall" in der Regel dünn ist.

    > Das merkt man als Moped/Fahrradfahrer am ehesten, aber spätestens zu Fuß
    > sollte man sich das immer wieder vor Augen führen.

    Warum eigentlich? Erwartet man wirklich von Grundschülern und Kindergartenkindern die Erkenntnis, dass sie sich nicht auf die grüne Fußgängerampel verlassen können? Und was ist mit Sehbehinderten, die nur das Ampelgeräusch hören, aber den ungeduldigen Raser mit Smartphone am Ohr nicht sehen können?

    > Es gibt Radfahrer und Fußgänger, die rote Ampeln als "nicht für mich
    > relevant" interpretieren und sogar zu Höchstleistungen imstande sind wenn
    > das Licht von Grün zu rot wechselt - und eben Autofahrer wie du Sie
    > beschreibst. Auf eine der beiden Parteien zu schimpfen löst die Problematik
    > aber kein bisschen. Gerade dort, wo durch gestiegene Kraftstoffpreise
    > erwartbar ist, dass es mehr und mehr Alternative Fortbewegungsmittel geben
    > wird müsste zum Schutz gehandelt werden. Man könnte bspw. diverse
    > Kreuzungen durch Kreisverkehre ersetzen - Ampelschaltungen versetzt wählen
    > oder auch einfach Sekundenzähler "in 29 grün" einbauen. Genauso wäre es
    > denkbar nicht nur Dieselfahrzeugen sondern eben auch Radfahrern oder
    > Fußgängern zu VERBIETEN an gewissen Kreuzungen Straßen zu kreuzen. Eine
    > intelligentere Streckenführung, gerade in größeren Städten würde Sinn
    > ergeben. An den am stärksten frequentierten Straßen gibt es komischerweise
    > auch die wenigsten Unfälle, das liegt eben zumeist nicht an der Genialität
    > der Streckenführung sonder vermehrt daran, dass man Instinktiv selbst ein
    > wenig vorsichtiger unterwegs ist.

    Verbote für Radfahrer und Fußgänger sind großer Unsinn. Diese Verkehrsteilnehmer sind in ihrer Bewegungsfreiheit bereits genug eingeschränkt. Deshalb sollten die Abbieger an der roten Ampel stehen, bis die schwächeren Verkehrsteilnehmer die Straße überquert haben. Wer sich mit seiner Dreckskarre trotz Rotlicht durchdrängelt, sollte mit Fahrverbot und bei daraus resultierenden Personenschäden mit dem dauerhaften Entzug des Führerscheins bestraft werden.

  4. Re: Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

    Autor: quineloe 10.07.18 - 17:29

    Und wenn die Polizei eine allgemeine Kontrolle macht, dann kommen solche Zahlen dabei raus

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/3593590

    Auf jeden Radfahrer kommen über ZEHN Autofahrer, die bei Rot drüber fahren

    Aber das ist dir SCHEISSEGAL. Radfahrer sind die bösen Rotsünder. Autofahrer sind verdammte Engel, die sich immer an die Regeln halten, und vielleicht mal aus Versehen bei Grün jemandem die Vorfahrt nehmen, weil sie, ja was eigentlich? Keinen Bock auf Schulterblick haben?

    Ich überleg mir jetzt langsam echt, eine Kamera an mein Rad zu schnallen, um die gefährlichsten Verstöße mal hier reinzustellen, weil ich so langsam das Gefühl habe, ihr macht alle nur noch Home Office, Startseite ist amazon oder pizza.de und nehmt gar nicht mehr am Straßenverkehr teil. Gestern kommt mir ein Smart in der Einbahnstraße entgegen, heute überholt mich einer nur um mir zwei Sekunden später in den Weg abzubiegen. Morgen passiert bestimmt die nächste Scheiße, nur weil ich es wage kein Auto zu fahren.

  5. Re: Teilung der Grünphase wäre die Lösung!

    Autor: LinuxMcBook 10.07.18 - 20:36

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn die Polizei eine allgemeine Kontrolle macht, dann kommen solche
    > Zahlen dabei raus
    >
    > www.presseportal.de
    >
    > Auf jeden Radfahrer kommen über ZEHN Autofahrer, die bei Rot drüber fahren
    Mathematik ist aber nicht deine Stärke oder?
    Der genannte Artikel enthält NULL Informationen über die Stichprobe, also z.B. wie viele Fahrradfahrer überhaupt kontrolliert wurden.
    Es stehen NUR Absolute Zahlen dort drin. Für eine Aussage wie du sie getätigt hast, sind aber RELATIVE ZAHLEN nötig.

    Wenn bei den Fahrradfahrern n=20 ist, dann sind ALLE über rot gefahren.

    Meine eigne Erfahrung als Fahrradfaher und meine Beobachtung als Autofahrer zeigt definitiv dass mehr Fahrradfahrer bei rot fahren als Autofahrer und auch, dass Autofahrer eher erwischt werden.


    > Ich überleg mir jetzt langsam echt, eine Kamera an mein Rad zu schnallen,
    > um die gefährlichsten Verstöße mal hier reinzustellen, weil ich so langsam
    > das Gefühl habe, ihr macht alle nur noch Home Office, Startseite ist amazon
    > oder pizza.de und nehmt gar nicht mehr am Straßenverkehr teil.
    Ich habe sogar neuerdings eine Dashcam im Auto.
    Da Fahrräder ja keine Kennzeichen als persönliches Datum enthalten, spricht auch nichts dagegen, dass ich den täglichen Fahrradfahrerwahnsinn bei Youtube hoch lade. Danke, dass du mich auf die Idee gebracht hast.

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