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  5. › Tödliche Lkw-Unfälle: Regierung…

Verhältnismässigkeit

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  1. Verhältnismässigkeit

    Autor: hM23KJ 10.07.18 - 12:02

    Bitte nicht falsch verstehen, es ist schlimm wenn Menschen sterben oder schwer verletzt werden.

    Ich frage mich nur ob so ein Einbau verhältnismässig ist.
    Mich würde interessieren wieviele Millionen die Ausrüstung der LKWs kostet und wieviele Menschen hiervon betroffen sind.
    Wenn jetzt z.B. 50 Millionen ausgegeben werden müssen um 2 Menschen zu retten, dann gäbe es auch andere Einsatzmöglichkeiten für die 50 Millionen um mehr Menschen zu retten.
    Evtl. könnte man auch einfach in der StVO Radfahren verbieten sich an einer Ampel neben einen LKW zu stellen und einfach hinten dran zu warten.

  2. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: laolamia 10.07.18 - 12:07

    in diesem jahr sind schon 17 menschen dabei ums leben gekommen- witschaftlichketi sollte kein argument sein.
    die spediteure legen das geld ehhhh um....es trift den buerger ...aber kaum merkbar.... 10 cent diesel anstieg kosten mehr



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.18 12:10 durch laolamia.

  3. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: coass 10.07.18 - 12:27

    laolamia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > in diesem jahr sind schon 17 menschen dabei ums leben gekommen-
    > witschaftlichketi sollte kein argument sein.

    Es ging ja auch nicht direkt um Wirtschaftlichkeit sondern mehr um die Sinnhaftigkeit. Als ich die Meldung heute morgen im Radio gehört habe, war mein erster Gedanke: so ein Quatsch.
    Ganz ehrlich, wir hM23Kj schon sagte, mit dem Geld könnte man sicherlich auf andere Art und Weise deutlich mehr Verkehrstote verhindern.

    Zudem ist ja auch die Frage, in wievielen dieser 17 Fälle den Radfahrer zumindest eine Teilschuld trifft, insofern als dass er durch Verzicht auf sein Vorfahrtsrecht den Unfall hätte verhindern können.

  4. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: Herr Unterfahren 10.07.18 - 12:39

    Bei mehreren Dutzend Toten pro Jahr könnte man schon von einer Notwendigkeit ausgehen.

    hM23KJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Evtl. könnte man auch einfach in der StVO Radfahren verbieten sich an einer
    > Ampel neben einen LKW zu stellen und einfach hinten dran zu warten.

    Nope. Die Gefahr betrifft auch Fußgänger, die sich in der Kurve befinden.

  5. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: chefin 10.07.18 - 13:06

    hM23KJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte nicht falsch verstehen, es ist schlimm wenn Menschen sterben oder
    > schwer verletzt werden.
    >
    > Ich frage mich nur ob so ein Einbau verhältnismässig ist.
    > Mich würde interessieren wieviele Millionen die Ausrüstung der LKWs kostet
    > und wieviele Menschen hiervon betroffen sind.
    > Wenn jetzt z.B. 50 Millionen ausgegeben werden müssen um 2 Menschen zu
    > retten, dann gäbe es auch andere Einsatzmöglichkeiten für die 50 Millionen
    > um mehr Menschen zu retten.
    > Evtl. könnte man auch einfach in der StVO Radfahren verbieten sich an einer
    > Ampel neben einen LKW zu stellen und einfach hinten dran zu warten.

    Ja, die Neben den LKW vorschleichen Methode ist eine der Ursachen, aber leider nicht wirklich gefährliche. Radwege und geparkte Autos, welche die Sicht versperren, dann gleichzeitiges Grün für Rechtsabbieger und Fussgänger auf der Querstrasse kombiniert mit dem hohen Arbeitsplatz des LKW Fahrers. Auch die vielen Spiegel die des heute gibt können nicht jeden Winkel sauber ausleuchten und selbst wenn, muss der Fahrer so viel beachten das er schlicht weg überfordert ist.

    Das einzige was da hilft: mal nicht aufs recht pochen, Vorfahrt zu haben. Sich mal Gedanken drüber machen, wieviele Radfahrer bisher einen LKW überfahren haben (vieleicht sogar mit tödlichem Ausgang für den LKW-Fahrer)

  6. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: treysis 10.07.18 - 13:17

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hM23KJ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige was da hilft: mal nicht aufs recht pochen, Vorfahrt zu haben.
    > Sich mal Gedanken drüber machen, wieviele Radfahrer bisher einen LKW
    > überfahren haben (vieleicht sogar mit tödlichem Ausgang für den LKW-Fahrer)

    Nein. Es würde schon helfen, wenn die LKW-Fahrer einfach mal wieder die StVO beachten. Und zwar nicht direkt, was die Vorfahrt betrifft. Sondern die, dass wenn man nichts sieht, man eben NICHT einfach vorsichtig weiterfährt, sondern auch einfach mal komplett anhält.

    Eine Teilschuld wegen "auf Vorfahrt beharren" gibt es nicht. Zumindest nicht, wenn man keine Zeit hatte, zu reagieren. Steht der LKW schon halb in der Kurve, und man fährt ihm dann ein paar Sekunden später rein, dann gibt es sicherlich eine Teilschuld. Aber nicht in den hier gemeinten Fällen.

  7. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: hM23KJ 10.07.18 - 13:23

    Mir gings auch nur darum ob es bei 618 Verkehrstoten im ersten Quartal 2018 nicht Massnahmen gibt die einen größeren Nutzen haben könnten.

  8. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: laolamia 10.07.18 - 13:28

    sicher gibt es das, wenn das aber der grundsatz einer abwaegung wird dann haben wir in vielen lebensbereichen ein problem.
    aus meiner sicht ist das system nicht unverhaeltnissmaessig teuer und sollte genutzt werden

  9. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: quineloe 10.07.18 - 13:32

    coass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Zudem ist ja auch die Frage, in wievielen dieser 17 Fälle den Radfahrer
    > zumindest eine Teilschuld trifft, insofern als dass er durch Verzicht auf
    > sein Vorfahrtsrecht den Unfall hätte verhindern können.

    Vor Gericht fällt die Alleinschuld dann auf den LKW Fahrer, der dann wegen Fahrlässiger KV mit Todesfolge vorbestraft ist.

    Aber EINS A VICTIM BLAMING dass du hier von dir gibst!

    Die Radfahrer fahren bei Grün, die LKWs biegen einfach in sie ab, teilweise blinken sie nicht mal (habe ich persönlich schon erlebt) aber die erste Frage die du dir stellst, ist ob man nicht doch dem Radfahrer die Schuld geben könnte. Zwei der Todesopfer dieses Jahr waren übrigens kleine Kinder.

  10. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: coass 10.07.18 - 14:02

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber EINS A VICTIM BLAMING dass du hier von dir gibst!

    Vielen Dank für diese haltlose Unterstellung. Keine Ahnung, wo man das in meinem Post herauslesen will. Aber schön, dass du hier zu einer sinnvollen Diskussion beiträgst. Top.
    Es scheint fast so, als gäbe es hier nur noch das radikale Autofahrer und das militante Radfahrerlager und man wird direkt in eine dieser Kategorien eingeordnet. Hast du toll gemacht.

    Es mag in dein Schwarz-Weiß Weltbild passen, dass es nur schuldige Lkw-Fahrer und vollkommen unschuldige Radfahrer gibt. Leider trifft das nur selten so zu. Ich habe nie gesagt, dass die verunglückten Radfahrer alle selbst schuld sind. Ich bin gerne Auto- sowie Radfahrer und kenne daher beide Seiten. Es ist schlicht nicht zu leugnen, dass es auf beiden Seiten Unvorsichtigkeiten, Unvermögen und absichtliches Fehlverhalten gibt.

    > Die Radfahrer fahren bei Grün, die LKWs biegen einfach in sie ab, teilweise
    > blinken sie nicht mal (habe ich persönlich schon erlebt) aber die erste
    > Frage die du dir stellst, ist ob man nicht doch dem Radfahrer die Schuld
    > geben könnte. Zwei der Todesopfer dieses Jahr waren übrigens kleine Kinder.

    Gut, dass du zu wissen glaubst, was die erste Frage ist, die ich mir stelle. Nochmal Daumen hoch.
    Ja, das mit den Kindern ist ganz besonders tragisch. Wenn das zwei Erwachsene gewesen wären, am besten Lkw-Fahrer, dann wäre das natürlich lange nicht so schlimm.

  11. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: quineloe 10.07.18 - 14:05

    Das ist nicht mein Weltbild, das sind die Urteile vom Richter die die Schuld konsequent beim Abbieger sehen.

    Wenn du so felsenfest überzeugt bist, dass Radfahrer, die bei Grün totgefahren werden selber schuld sind, dann darfst du gerne die entsprechenden Urteile hier verlinken. Ich werd aber jetzt nicht die Luft anhalten, bis da was kommt.

  12. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: coass 10.07.18 - 14:15

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn du so felsenfest überzeugt bist, dass Radfahrer, die bei Grün
    > totgefahren werden selber schuld sind, dann darfst du gerne die
    > entsprechenden Urteile hier verlinken. Ich werd aber jetzt nicht die Luft
    > anhalten, bis da was kommt.

    Mir geht es hier doch nicht um die Schuld im Sinne der StVO.
    Gott, wie viele Verkehrsunfälle hätte ich als Rad- und Autofahrer schon gehabt, wenn ich IMMER auf mein Recht im Straßenverkehr beharrt hätte. Und ja, da wären sicher auch potentielle Todesfälle dabei gewesen - sowohl mich als auch andere betreffend.
    Willst du wirklich vollkommen verneinen, dass ein Radfahrer durch riskantes / zu schnelles Fahren ein Unglück mitprovozieren kann?

  13. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: treysis 10.07.18 - 14:25

    Natürlich kann man jedem Verkehrsteilnehmer immer § 1 StVO vorhalten. Das würde dann genauso den Autofahrer treffen, der bei Grün mit 50 über die Kreuzung fährt, wenn ihm dabei ein Rotlicht-Missachter von der Seite reinfährt. Oder bremst du vor jeder Kreuzung ab und versicherst dich, dass sich auch der ganze Querverkehr schön brav an die rote Ampel hält?

  14. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: quineloe 10.07.18 - 14:30

    "zu schnell"? in der Stadt ist 50. Das gilt auch für Radfahrer.

    Ja, man kann auch daheim bleiben und Home Office machen. Das ist viel sicherer als unser Straßenverkehr. Wo hört das allgemeine Lebensrisiko auf, wo fängt das vermeidbare Risiko an?

    Und genau an dieser Stelle setzt die StVO an, um die es dir ja überhaupt nicht geht. Wer sich StVO-konform verhält, der geht kein Risiko ein, zumindest nicht vor Gericht.

    Ich wiederhole diese Anekdote gerne nochmal. Als ich neulich an der roten Ampel stand, stand hinter mir ein LKW leicht versetzt. Da ich am Ende der Kreuzung eine Fahrspur nach links muss, da die Radspur in eine Rechtsabbiegerspur mündet, schau ich immer wer hinter mir rechts abbiegt, dann weiß ich welche Lücke kommt. Alle Autos hinter dem LKW blinken rechts, also weiß ich - nach dem LKW kann ich rüber. Fahr ich los. Kommt nix. Nix nix nix. LKW ist rechts abgebogen. Ohne zu blinken. Wer sich selber ein Bild machen will: Nürnberg Sigmundstraße Kreuzung Fürther Straße (Muggenhof)

    Wie willst du da bitte vorsichtig und defensiv fahren!? Und auf so ein extrem gefährliches Verhalten ist zehn fucking Euro Strafe drauf.

    An genau der gleichen Stelle ist mir übrigens das was ich im anderen Thread geschrieben habe passiert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.18 14:32 durch quineloe.

  15. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: laolamia 10.07.18 - 14:43

    und ich glaube auch die lkw fahrer wären über solch ein system dankbar, egal ob schuld oder nicht.....damit möchte keiner leben

  16. Re: Verhältnismässigkeit

    Autor: treysis 10.07.18 - 14:49

    Wenn die LKW-Fahrer ein solches System bekommen, gucken sie erst recht nicht mehr richtig.

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