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Umlage auf Miete, Nein Danke!

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  1. Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: derLaie 30.11.20 - 14:45

    Schön dass man so ein Recht besitzt, aber die Kosten trägt man als Mieter trotzdem selber und auf lange Sicht profitiert nur der Vermieter weil die Hardware für die ich mein Geld reinstecke ja nicht mir gehört. Ich wette die Vermieter-Verbände haben schon feuchte Buxen wenn sie an Morgen denken. Mietsteigerung um 10% auf die Ewigkeit um Ladesteckdosen über 10 Jahre hinweg abzubezahlen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.20 14:47 durch derLaie.

  2. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: Oktavian 30.11.20 - 15:09

    > Ich wette
    > die Vermieter-Verbände haben schon feuchte Buxen wenn sie an Morgen denken.

    Die wissen auch, dass solche Umbauten auf Veranlassung und Kosten einzelner Mieter absolut exotisch sind. Die Möglichkeit ist nur eine Beruhigungspille, in der Praxis wird das nicht vorkommen.

    > Mietsteigerung um 10% auf die Ewigkeit um Ladesteckdosen über 10 Jahre
    > hinweg abzubezahlen.

    Investitionen, die den Wohnwert erhöhen, können natürlich auf die Miete aufgeschlagen werden. Aber was erwartest Du? Einerseits soll der Vermieter investieren, andererseits die Miete sinken?

    Wenn jemandem das Modell des Mietens nicht passt, gibt es eine Lösung: Nicht mieten. Vermieter hassen diesen Trick.

  3. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: Alfrett 30.11.20 - 15:19

    > Wenn jemandem das Modell des Mietens nicht passt, gibt es eine Lösung: Nicht mieten. Vermieter hassen diesen Trick.
    HÖHÖHÖ! Also immer wenn man wegen Job/Familie/was auch immer den Wohntort _wesentlich_ verändern muss, Haus kaufen/verkaufen?
    Notare, Immobilienmakler und Grundbuchämter lieben diesen Trick! :c)

  4. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: Oktavian 30.11.20 - 16:18

    > HÖHÖHÖ! Also immer wenn man wegen Job/Familie/was auch immer den Wohntort
    > _wesentlich_ verändern muss, Haus kaufen/verkaufen?

    Hmmm, ich weiß ja jetzt nicht, aber in Deinem Leben scheint es ja mächtig rundzugehen. Okay, das ist in den ersten Jahren normal, aber so Anfang 30 sollte sich das ganze Karusell doch mal etwas beruhigen.

    > Notare, Immobilienmakler und Grundbuchämter lieben diesen Trick! :c)

    Das sind eben die Nachteile, Immobilie macht immobil. Man muss sich halt überlegen, was man tut. Ich würde nicht mehr zur Miete wohnen wollen. War okay für die Zeit, ich hatte immer sehr angenehme Vermieter, war aber wohl auch ein sehr umgänglicher Mieter. Jetzt habe ich ein Haus und würde nicht mehr tauschen. Vor allem ist meine monatliche Belastung umgelegt auf die Wohnfläche spottbillig. Für das, was ich fürs Haus zahle, würde ich zur Miete ein Appartment bekommen.

  5. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: derLaie 30.11.20 - 21:51

    Nicht jeder bekommt ohne weiteres nen Kredit. 40% oder mehr leben in Deutschland zu Miete und das hat schon seinen Grund.

    > Investitionen, die den Wohnwert erhöhen, können natürlich auf die Miete aufgeschlagen werden.

    Und wie sieht es mit dem Mieter aus der sich nicht wie die Sau verhält, keine Drogen dealt, keine Leute mit Messern bedroht und damit den Wohnwert erhöht? Auch wenn das Umfeld ein besseres ist (was ja an den Mietern liegt) wird die Miete erhöht und nicht gesenkt. Mieter werden an allen Ecken und Enden abgezockt. Mieter müssen mit 60% Kurzarbeitergeld zu Hause bleiben während Vermieter die Miete noch erhöhen.

    Das beste was man machen kann ist zur Miete wohnen und sich wie der letzte Assi benehmen und alle im Umkreis dazu anstiften das selbe zu tun, bis die Gegend ein absolutes Loch ist und alle Vermieter ihre Wohnungen zu Spottpreisen verscherbeln.

    Genau so ein Verhalten wird in Deutschland belohnt. Irgendwie kann das nicht richtig sein.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.20 21:53 durch derLaie.

  6. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: Oktavian 01.12.20 - 06:52

    > Nicht jeder bekommt ohne weiteres nen Kredit. 40% oder mehr leben in
    > Deutschland zu Miete und das hat schon seinen Grund.

    Es ist erstaunlich, dass wir in Deutschland eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard in Europa sind und mit den höchsten Einkommen, gleichzeitig aber das Land mit der zweitniedrigsten Eigenheimquote. Nur die Schweizer wohnen noch häufiger zur Miete.

    > Und wie sieht es mit dem Mieter aus der sich nicht wie die Sau verhält,
    > keine Drogen dealt, keine Leute mit Messern bedroht und damit den Wohnwert
    > erhöht? Auch wenn das Umfeld ein besseres ist (was ja an den Mietern liegt)
    > wird die Miete erhöht und nicht gesenkt. Mieter werden an allen Ecken und
    > Enden abgezockt. Mieter müssen mit 60% Kurzarbeitergeld zu Hause bleiben
    > während Vermieter die Miete noch erhöhen.

    Das schöne ist doch, Mieter können umziehen. Wem es nicht passt...

    > Das beste was man machen kann ist zur Miete wohnen und sich wie der letzte
    > Assi benehmen und alle im Umkreis dazu anstiften das selbe zu tun, bis die
    > Gegend ein absolutes Loch ist und alle Vermieter ihre Wohnungen zu
    > Spottpreisen verscherbeln.

    Tja, wenn man so wohnen möchte... Manche fühlen sich im Saustall wohl.

  7. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: chefin 01.12.20 - 15:35

    Jede Entscheidung hat vor und Nachteile. Mieter haben Flexibilität bzgl ihres Lebensmittelpunktes. Müssen dafür Abstriche hinnehmen bzgl Komfort und Ausstattung. Eigentümer haben Probleme mit dem Arbeitsplatzwechsel, haben dafür freie Hand bei der Ausgestaltung ihrer Immobilie.

    Bei WEG ist leider das gemeinsam genutze Eigentum immer ein bischen ein Knackpunkt. Dafür sind Eigentumswohnungen bei selber Wohnlage billiger als Häuser.

    Für was man sich am Ende auch entscheidet, es ist immer ein Kompromiss. Aber Vermietern vorzuwerfen, das die Geld verdienen wollen ist unlauter. Die müssen ihr Geld nicht investieren. Aber wenn sie es investieren, sollte Gewinn rausspringen. Wem das nicht passt der ist in Deutschland grundsätzlich am falschen Platz. Unser Luxus ist teil unseres Kapitalismus. Ohne den gäbe es diesen Luxus nicht. Da mag hier und da nicht alles auf Platz 1 der Weltspitze sein, aber nehmen wir unsere Platzierungen zusammen und bilden einen Mittelwert, stehen wir sehr sehr weit oben im Ranking. Es gibt zwar noch bessere Länder, aber dort sind auch die Nachteile deutlich größer. Oder wie Norwegen, die haben vor der Küste soviel Öl gefunden, das sie die nächsten 10 Generationen ausgesorgt haben, selbst wenn das Öl heute versiegen würde. Nur, das kann halt nicht jedes Land, nicht überall stösst man zufällig auf solche wertvollen Rohstoffe.

  8. Re: Umlage auf Miete, Nein Danke!

    Autor: Oktavian 01.12.20 - 17:45

    > Bei WEG ist leider das gemeinsam genutze Eigentum immer ein bischen ein
    > Knackpunkt. Dafür sind Eigentumswohnungen bei selber Wohnlage billiger als
    > Häuser.

    Ich habe da immer die Empfindung, WEG kombiniert auf elegante Weise die Nachteile eines eigenen Hauses mit den Nachteilen der Miete. Man ist nicht Herr im eigenen Haus, muss sich den Entscheidungen anderer beugen, kann nicht selbst etwas umsetzen, ist aber gleichzeitig finanziell und räumlich stark gebunden.

    Ich kann gut nachvollziehen, warum jemand zur Miete wohnt. Ich kann gut verstehen, warum jemand ein Haus kauft. Aber WEG kann ich nur schwer nachvollziehen. Ja, es ist etwas billiger. Aber es hat schon einen guten Grund, warum das international immer als deutscher Sonderweg betrachtet wird. Es gibt weniger Länder, die dieses Konstrukt überhaupt kennen.

    > Aber Vermietern vorzuwerfen, das die Geld verdienen wollen ist unlauter.

    Wenn ein Vermieter kein Geld mit einem Haus verdienen kann, warum sollte er es dann unterhalten. Dann macht man von dem Geld lieber ne große Party.

    > Die müssen ihr Geld nicht investieren. Aber wenn sie es investieren, sollte
    > Gewinn rausspringen.

    Und der Gewinn sollte in angemessenem Verhältnis zum Risiko und zum Aufwand im Vergleich zu anderen Anlageformen stehen. Man rechnet bei Häusern mit einer Rendite von 4-6%. Das ist schon ziemlich dünn.

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