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Vollkommen unbedeutend

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  1. Vollkommen unbedeutend

    Autor: herscher12 20.03.18 - 14:26

    Selbst wenn autonome Autos die Unfallrate nur um die Hälfte verringern würden würden trotzdem tausende Menschenleben gerettet werden. Etwas mehr Objektivität würde der Menschheit wirklich gut tun.

  2. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Slartie 20.03.18 - 14:39

    Und was bitte tun wir, bis die tollen autonomen Autos so weit sind? Derzeit killen sie, mal rein statistisch gesehen, einen Passanten alle 5 Mio Meilen (Waymo 4 Mio + Uber 1 Mio autonom gefahrene Meilen auf realen Straßen), während menschliche Fahrer einen Passanten alle 80 Mio Meilen killen. Bis mehr Daten vorliegen müssen also autonome Autos als 16fach so gefährlich wie von Menschen gefahrene Autos betrachtet werden.

    Könnte es womöglich angebracht sein, dass die milliardenschweren Unternehmen ihre Karren erst mal besser in speziell dafür angelegten, realistisch nachgebauten und rein für den Testbetrieb geschaffenen "Geisterstädten" mit bezahlten Passanten (die sich der Gefahr bewusst aussetzen) testen und debuggen, statt weiterhin die Profite (= Entwicklung der Technologie) zu privatisieren, während die Kosten (Tote Menschen, Infrastrukturbereitstellung und -abnutzung) verallgemeinert werden? Das können sie gerne so lange machen, bis empirisch nachgewiesen wurde, dass die Dinger ihr Versprechen von der dem menschlichen Fahrer deutlich überlegenen Sicherheit auch einlösen können.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.18 14:41 durch Slartie.

  3. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Nullmodem 20.03.18 - 14:42

    herscher12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst wenn autonome Autos die Unfallrate nur um die Hälfte verringern
    > würden würden trotzdem tausende Menschenleben gerettet werden. Etwas mehr
    > Objektivität würde der Menschheit wirklich gut tun.

    Naja.
    Erstmal muss die Prämisse stimmen, dafür gibt es aktuell wenig Belege.
    In diesem Fall hat das ja schonmal nicht geklappt.
    Falls die Unfallrate tatsächlich um die Hälfte verringert wird, ist die Frage, welche Unfälle vermieden werden, ob das nur Blechschäden und Parkrempler sind,
    Woher kommt die Gewißheit, das autonomes Fahren auch _alle_ Unfälle vermeidet, die auch ein Mensch vermeidet? Das wird hier ja vorrausgesetzt. (die berühmte Intuition der Art: "da laufen Kinder am Gehsteig, mach ich doch mal langsamer")

    nm

  4. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: divStar 20.03.18 - 14:52

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Derzeit
    > killen sie, mal rein statistisch gesehen, einen Passanten alle 5 Mio Meilen
    > (Waymo 4 Mio + Uber 1 Mio autonom gefahrene Meilen auf realen Straßen),
    > während menschliche Fahrer einen Passanten alle 80 Mio Meilen killen.
    Hast du für die 80 Mio Meilen Belege?

    Außerdem ist das Statistik. Zwar hast du eine gewisse Chance z.B. den Jackpot im Lotto zu knacken - aber die Wahrscheinlichkeit liegt 1 zu irgendwas Millionen... oder einfach 50:50 - du schaffst es oder du schaffst es nicht.

    Man darf nicht danach gehen wie viele Menschenleben von autonom fahrenden Autos genommen wurden, sondern in wie vielen dieser Fälle das Unternehmen hinter dem autonom fahrenden Auto tatsächlich Schuld ist / war.
    Das gleiche dann beim Menschen und diese Zahlen dann gegenüber stellen. Aber ich glaube nicht, dass es so eine Statistik gibt - schön wäre es allerdings, denn ich glaube kaum, dass Menschen - durchschnittlich auf den fahrenden Teil der Menschheit gesehen - besser fahren als autonome Autos.

  5. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Slartie 20.03.18 - 15:15

    > Slartie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Derzeit
    > > killen sie, mal rein statistisch gesehen, einen Passanten alle 5 Mio
    > Meilen
    > > (Waymo 4 Mio + Uber 1 Mio autonom gefahrene Meilen auf realen Straßen),
    > > während menschliche Fahrer einen Passanten alle 80 Mio Meilen killen.
    > Hast du für die 80 Mio Meilen Belege?

    https://en.wikipedia.org/wiki/Motor_vehicle_fatality_rate_in_U.S._by_year

    Siehe Tabelle: 1,18 Tote (sogar nicht nur Passanten, sondern insgesamt!) pro 100 Mio Meilen gefahren. Ist ca. einer alle 80 Mio Meilen.


    > Außerdem ist das Statistik. Zwar hast du eine gewisse Chance z.B. den
    > Jackpot im Lotto zu knacken - aber die Wahrscheinlichkeit liegt 1 zu
    > irgendwas Millionen... oder einfach 50:50 - du schaffst es oder du schaffst
    > es nicht.

    Das ist mir auch klar, deswegen sag ich ja, "bis weitere Daten vorliegen" muss man eben jetzt von dem einen Toten pro 5 Mio Meilen ausgehen. Das wird sich sicher noch in die eine oder andere Richtung verschieben, aber es ist definitiv mal so ganz und gar kein guter Anfang.

    Ganz abgesehen davon: die Autonome-Auto-Verfechter argumentieren auch die ganze Zeit mit Statistiken, blablabla autonome Autos sind statistisch gesehen viiiiiiel sicherer als von Menschen gefahrene blablabla. Wenn die hingehen können und mit komplett imaginierten Statistiken, die auf nicht existenten, sondern herbeigeträumten Daten basieren, argumentieren, dann kann ich hingehen und das bisschen an existenten Daten auch einfach mal gnadenlos extrapolieren. Halte ich persönlich zumindest für das kleinere (statistiktechnische) Vergehen.

  6. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: quineloe 20.03.18 - 18:56

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was bitte tun wir, bis die tollen autonomen Autos so weit sind? Derzeit
    > killen sie, mal rein statistisch gesehen, einen Passanten alle 5 Mio Meilen
    > (Waymo 4 Mio + Uber 1 Mio autonom gefahrene Meilen auf realen Straßen),
    > während menschliche Fahrer einen Passanten alle 80 Mio Meilen killen.

    Hast du dafür eine Quelle?

    Wir Deutschen fahren 250 Millionen km pro Jahr?

    Hast du dabei eigentlich die Schuldfrage berücksichtigt?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.18 18:57 durch quineloe.

  7. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Slartie 20.03.18 - 19:47

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Hast du dafür eine Quelle?

    Zum zweiten Mal in diesem Thread: https://en.wikipedia.org/wiki/Motor_vehicle_fatality_rate_in_U.S._by_year


    > Wir Deutschen fahren 250 Millionen km pro Jahr?

    Ich glaube, in dem Artikel geht es um Vorkommnisse in den USA. Könnte daher Sinn ergeben, US-Zahlen zu verwenden...


    > Hast du dabei eigentlich die Schuldfrage berücksichtigt?

    Die ist mir im konkreten Einzelfall egal. Ich kritisiere die Erlaubnis, die öffentliche Straße inklusive aller Verkehrsteilnehmer als kostenlose Beta-Testumgebung für unausgereifte Technik mit hohem Gefahrenpotenzial nutzen zu dürfen. Wenn überhaupt irgendeine Schuldfrage relevant ist, dann die, wer an dieser Situation die Schuld trägt.

  8. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: bolzen 20.03.18 - 20:35

    Ein Mensch stirbt.
    So ein Titel kann echt nur von einem Informatiker mit schleichendem Realitätsverlust kommen.

  9. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: amagol 20.03.18 - 21:24

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ist mir im konkreten Einzelfall egal. Ich kritisiere die Erlaubnis, die
    > öffentliche Straße inklusive aller Verkehrsteilnehmer als kostenlose
    > Beta-Testumgebung für unausgereifte Technik mit hohem Gefahrenpotenzial
    > nutzen zu dürfen.

    Das heisst eine neue Technologie darf erst praktisch ausprobiert werden, wenn sie sich in der Praxis bewaehrt hat? Siehts du das Problem dabei?

    Ja, in den USA ist es einfacher so eine Erlaubnis zu bekommen (diese doofen Amerikaner - wie kann man das zulassen) und dafuer muss die Firma wenn etwas schiefgeht kraeftig zahlen (diese doofen Amerikaner - wie kann man einer Firma solche Strafen zumuten). Es ist halt ein anderer Ansatz der nur funktioniert wenn beides zusammenkommt.

    > Wenn überhaupt irgendeine Schuldfrage relevant ist, dann
    > die, wer an dieser Situation die Schuld trägt.

    Offensichtlich: die Deutschen (insbesondere Karl Benz) - und Bertha Benz fuer eine nichtgenehmigte Testfahrt auf deutschen Strassen

  10. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Slartie 20.03.18 - 22:45

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das heisst eine neue Technologie darf erst praktisch ausprobiert werden,
    > wenn sie sich in der Praxis bewaehrt hat? Siehts du das Problem dabei?

    Ich sehe da überhaupt kein Problem. Mit den 70 Milliarden, mit denen Uber bewertet wird, kann man eine ganze vollkommen realistische Stadt mit Straßennetz rein zum Zwecke des Tests und Verbesserung ihrer autonom fahrenden Autos aus dem Boden stampfen. Und eine Menge mutiger Crash Test Dummys bezahlen, die ihre Gesundheit freiwillig riskieren, indem sie erratische Verkehrsteilnehmer "spielen", und zwar bis diese Karren unter diesen sehr realistischen Bedingungen mehrere hundert Millionen Meilen runtergespult haben, ohne Menschen dabei umzunieten. Da muss man nicht reale Städte nehmen, mit Leuten, die unwissentlich und ohne jede Kompensation ihr Leben für den Beta-Test unfertiger Technik riskieren. Außer natürlich, weil das ungemein viel billiger ist.


    > Ja, in den USA ist es einfacher so eine Erlaubnis zu bekommen (diese doofen
    > Amerikaner - wie kann man das zulassen) und dafuer muss die Firma wenn
    > etwas schiefgeht kraeftig zahlen (diese doofen Amerikaner - wie kann man
    > einer Firma solche Strafen zumuten). Es ist halt ein anderer Ansatz der nur
    > funktioniert wenn beides zusammenkommt.

    Im Moment hat niemand auch nur einen Cent gezahlt, weil da was schief gegangen ist. Und wenn Geld im Zweifel doch kein Problem sein sollte, hab ich da ne bessere Idee, was man damit machen kann, nämlich eine, die nicht erfordert, den Tod zufälliger, völlig unbeteiligter Menschen mit einzukalkulieren. Siehe letzten Absatz.


    > > Wenn überhaupt irgendeine Schuldfrage relevant ist, dann
    > > die, wer an dieser Situation die Schuld trägt.
    >
    > Offensichtlich: die Deutschen (insbesondere Karl Benz) - und Bertha Benz
    > fuer eine nichtgenehmigte Testfahrt auf deutschen Strassen

    Die deutsche Automobilkunst in allen Ehren, aber ich glaube kaum, dass deren Kiste auch nur annähernd 61kmh geschafft hat. Und in Arizona hatten die beiden wohl auch eher weniger zu sagen, als es um die Erlaubnis zur Erprobung autonomer Autos auf öffentlichen Straßen ging



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.18 22:47 durch Slartie.

  11. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: amagol 20.03.18 - 23:31

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe da überhaupt kein Problem. Mit den 70 Milliarden, mit denen Uber
    > bewertet wird, kann man eine ganze vollkommen realistische Stadt mit
    > Straßennetz rein zum Zwecke des Tests und Verbesserung ihrer autonom
    > fahrenden Autos aus dem Boden stampfen. [...]

    D.h. deiner Meinung nach bauen sollte also Uber mehrere (wegen verschiedenen Klimabedingungen) komplette Staedte bauen? Die Bewertung von 70 Mrd hat ja nun relativ wenig damit zu tun wieviel Geld dem Unternehmen zur Verfuegung steht, aber dir ist klar das ein Zehntel davon nur fuer einen Flughafennachbau (Modell Berlin) draufgehen wuerde (wird deiner Menung nach ja sicher gebraucht, denn sonst koennte ja ein Flugzeug falsch erkannt werden und das Auto faehrt in Panik vor einer Alieninvasion amok)?

    > Außer natürlich, weil das ungemein viel billiger ist.

    Nein, es ist das einzig praktikable. Natuerlich mussten diese Fahrzeuge erstmal Teststrecken absolvieren. Ich denke niemand wird ein V1.0 Fahrzeug direkt auf die Strasse schicken.
    So machen wir das uebrigens auch mit Leuten die noch keinen Fuehrerschein haben. Ein Fahrschueler wird auch nicht in Sibirien in eine Stadtsimulation geschickt, sondern lernt mitten in der Stadt.

    > Im Moment hat niemand auch nur einen Cent gezahlt, weil da was schief
    > gegangen ist.

    Weil eben (anscheinend) nichts schief gelaufen ist, war ein menschlicher Fahrer haette verhindern koennen. Wenn ich die Wahl haette vor ein selbstfahrendes oder ein von einem Menschen (durchschnittliches Fahrkoennen, kein F1-Profi) gesteuertes Auto zu springen wuerde ich ganz klar das selbstfahrende waehlen - die Wahrscheinlichkeit, dass dies sinnvoll bremst/ausweicht ist einfach hoeher. (Ich gebe aber auch zu ich wuerde eher ein Waymo als ein Uber Modell waehlen)

  12. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Slartie 21.03.18 - 00:05

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > D.h. deiner Meinung nach bauen sollte also Uber mehrere (wegen
    > verschiedenen Klimabedingungen) komplette Staedte bauen?

    Exakt.


    > Die Bewertung von 70 Mrd hat ja nun relativ wenig damit zu tun wieviel Geld dem Unternehmen zur Verfuegung steht

    Ach richtig, ich vergaß, Uber braucht ja die ganze Kohle, um ein defizitäres Pseudo-Taxi-Geschäft zu subventionieren, zahllose Prozesse gegen Städte und Gemeinden zu führen und die Fuck-Ups ihres Ex-CEOs mit Schweigegeldern "verschwinden" zu lassen.


    > > Außer natürlich, weil das ungemein viel billiger ist.
    >
    > Nein, es ist das einzig praktikable.

    Bullshit. Es ist vielleicht das einzige, was Uber derzeit finanzieren kann. Aber es existiert wohl mehr als genug Kapital auf der Welt, um das umzusetzen. Wenn Uber dieses nicht zusammen gekratzt bekommt, um das Problem auf die einzig korrekte Weise zu lösen, sollen sie es halt lassen. Oder darf ich auch anfangen, experimentelle Medikamente zu entwickeln und heimlich irgendwelchen Leuten ins Essen mischen, und wenn die daran sterben red ich mich raus mit "ich hab halt nicht genug Geld für Tierversuche und aufwendige klinische Versuchsreihen mit freiwilligen und bezahlten Teilnehmern gehabt"?


    > So machen wir das uebrigens auch mit Leuten die noch keinen Fuehrerschein
    > haben. Ein Fahrschueler wird auch nicht in Sibirien in eine Stadtsimulation
    > geschickt, sondern lernt mitten in der Stadt.

    Der hat auch immerhin schon 16/18 Jahre Lebenserfahrung, insbesondere auch als Teilnehmer am Verkehr in der Rolle des Fußgängers, Radfahrers, möglicherweise auch Rollerfahrers. Und das Risiko eines Fahranfängers, tödliche Unfälle zu verursachen, ist statistisch recht gut erfasst und in einem gesellschaftlich akzeptablen Rahmen.

    All das gilt für die autonomen Karren nicht.


    Wenn ich die Wahl haette vor ein
    > selbstfahrendes oder ein von einem Menschen (durchschnittliches
    > Fahrkoennen, kein F1-Profi) gesteuertes Auto zu springen wuerde ich ganz
    > klar das selbstfahrende waehlen - die Wahrscheinlichkeit, dass dies
    > sinnvoll bremst/ausweicht ist einfach hoeher. (Ich gebe aber auch zu ich
    > wuerde eher ein Waymo als ein Uber Modell waehlen)

    Ich hoffe, du erhältst die Gelegenheit dazu. Nicht weil ich nen makabren Humor hätte, nein, mehr weil ich hoffe, dass autonome Autos bald wirklich nur noch in nichtöffentlichen Verkehrssituationen getestet werden dürfen, und wenn das kommt, herrscht sicher reger Bedarf an Leuten, die freiwillig absichtlich vor autonome Autos springen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.18 00:16 durch Slartie.

  13. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: GangnamStyle 21.03.18 - 07:45

    Richtig! Es kommen tausende Menschen allein in Deutschland auf den Straßen jährlich um und da passiert mal ein tödlicher Unfall mit autonomen Fahrzeug und darüber wird berichtet OHNE ENDE! Und: sehr wahrscheinlich war UBERs Fahrzeug nicht einmal daran Schuld...

  14. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: thinksimple 21.03.18 - 08:30

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was bitte tun wir, bis die tollen autonomen Autos so weit sind? Derzeit
    > killen sie, mal rein statistisch gesehen, einen Passanten alle 5 Mio Meilen
    > (Waymo 4 Mio + Uber 1 Mio autonom gefahrene Meilen auf realen Straßen),
    > während menschliche Fahrer einen Passanten alle 80 Mio Meilen killen. Bis
    > mehr Daten vorliegen müssen also autonome Autos als 16fach so gefährlich
    > wie von Menschen gefahrene Autos betrachtet werden.
    >
    > Könnte es womöglich angebracht sein, dass die milliardenschweren
    > Unternehmen ihre Karren erst mal besser in speziell dafür angelegten,
    > realistisch nachgebauten und rein für den Testbetrieb geschaffenen
    > "Geisterstädten" mit bezahlten Passanten (die sich der Gefahr bewusst
    > aussetzen) testen und debuggen, statt weiterhin die Profite (= Entwicklung
    > der Technologie) zu privatisieren, während die Kosten (Tote Menschen,
    > Infrastrukturbereitstellung und -abnutzung) verallgemeinert werden? Das
    > können sie gerne so lange machen, bis empirisch nachgewiesen wurde, dass
    > die Dinger ihr Versprechen von der dem menschlichen Fahrer deutlich
    > überlegenen Sicherheit auch einlösen können.

    Ich kenne noch kein autonomes Auto. In jedem als autonom deklarierten sitzt noch ein Fahrer drin der aufpasst.
    Autonom heisst für mich das Ding fährt ohne Aufpasser.
    Deswegen sind die Statistiken unrealistisch.
    Und auch bei diesem Unfall war ein Fahrer anwesend. Zählt also nicht zum autonomen Fahren sondern fahren mit Assistenzsystem wie bei inzwischen hundertausende anderen Fahrzeugen mit Assistenzsystemen.
    Wie viele Unfälle würden doch Notbremsassistenten verhindert?
    Wie viele durch Abstandsradar, Seitenassistent usw?
    Da finde ich leider nix zu.

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?

  15. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: quineloe 21.03.18 - 08:57

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Mensch stirbt.
    > So ein Titel kann echt nur von einem Informatiker mit schleichendem
    > Realitätsverlust kommen.

    Passt doch zu unserem Verkehrswesen. Schon mal Verkehrsfunk gehört? Ständig hört man dort, wo Stau nach einem Unfall ist usw. Dass Stau ist, ist wesentlich. Ob die Unfallopfer dort tot sind, das wird gar nicht erwähnt. ist ja "vollkommen unbedeutend".

    Verkehrstote sind im Lokalteil einen Zweiteiler wert, und jedes Jahr eine Statistik.

  16. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Nullmodem 21.03.18 - 10:12

    bolzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Mensch stirbt.
    > So ein Titel kann echt nur von einem Informatiker mit schleichendem
    > Realitätsverlust kommen.

    Meinst du mich? Dann: Begründe das mal!
    Meinst du den OP? Dann: Antworte auf den richtigen Beitrag, der Titel ist nicht von mir!

    nm

  17. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Nullmodem 21.03.18 - 10:17

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Slartie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Ich kenne noch kein autonomes Auto. In jedem als autonom deklarierten sitzt
    > noch ein Fahrer drin der aufpasst.
    > Autonom heisst für mich das Ding fährt ohne Aufpasser.

    Autonom heisst aber, das Gerät trifft eigene Entscheidungen. Wie bei der Fahrschule, der Schüler fährt selber, trotzdem passt der Fahrlehrer auf.
    Wäre eine gute Frage, ob der "Aufpasser" beim Test irgendeine Qualifikation nachweisen muss.

    > Und auch bei diesem Unfall war ein Fahrer anwesend. Zählt also nicht zum
    > autonomen Fahren sondern fahren mit Assistenzsystem wie bei inzwischen
    > hundertausende anderen Fahrzeugen mit Assistenzsystemen.

    > Wie viele Unfälle würden doch Notbremsassistenten verhindert?
    > Wie viele durch Abstandsradar, Seitenassistent usw?
    > Da finde ich leider nix zu.
    alles hier nicht relevant.

  18. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: blaub4r 21.03.18 - 10:19

    Das funktioniert nicht. Geisterstädte können nun mal nicht die gefahren und Ereignisse einer richtigen Stadt Nachahmen.

    Siehe Artikel , sowas macht man in einer Geisterstadt nicht. Sowas passiert leider nur im echten Leben.

    In einer Geisterstadt hast du auch keine Kinder oder Tiere. Die reagieren immer überraschend und nie vorhersehbar.

    Das klingt hart aber das muss in einer echten Stadt getestet werden mit echtem Leben. Staus, Hindernissen jeglicher Art. Schilder die nur halb zu sehen sind. Menschen die manchmal Dinge tun mit denen keiner Rechnet.

    So ist das leider nun mal

  19. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: bolzen 21.03.18 - 11:27

    Nullmodem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bolzen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Mensch stirbt.
    > > So ein Titel kann echt nur von einem Informatiker mit schleichendem
    > > Realitätsverlust kommen.
    >
    > Meinst du mich? Dann: Begründe das mal!
    > Meinst du den OP? Dann: Antworte auf den richtigen Beitrag, der Titel ist
    > nicht von mir!
    >
    > nm

    sorry, war natürlich an den OP gerichtet

  20. Re: Vollkommen unbedeutend

    Autor: Niaxa 21.03.18 - 15:13

    Bei einer Handy voll Autos auch kein Wunder. Die Verkehrsdichte in DE + die Gefahrenen KM + die durch die Verkehrsdichte/Verkehrsteilner erzeugten Gefahrensituationen sind eben kein wirklich vergleichbarer Punkt, den ich hier anbringen könnte. Das bei einer Hand voll Fahrzeugen, die sich viele schon morgen auf der Straße wünschen, sowas passiert, ist dann auch wirklich eher eine Meldung wert. Diese werden nicht mal in Umgebungen getestet, wo es sonderlich anstrengend ist, keinen Unfall zu bauen. Und dann willst du hier was vergleichen? Ja es sterben aktuell mehr Menschen beim Manuellen fahren. Ich wette sogar darauf, das mehr Menschen im Verkehr an einem Magengeschwür sterben. Ja und?

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