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Denkfehler

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  1. Denkfehler

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.17 - 07:45

    Elektromobilität ist nicht das Allheilmittel. Entscheidend ist erst einmal die Umstellung auf erneuerbare/saubere Energieerzeugung. Elektroautos sind eine Möglichkeit, erneuerbare Energie-"Quellen" effizient zu nutzen. Die Herstellung der Fahrzeuge und der Batterien würde dann selbstverständlich auch CO2-neutral erfolgen.

    Davon abgesehen darf man nicht vergessen, dass die Akkus ein Auto überleben. Man wird sie sie frühzeitig austauschen, weil die Reichweite nicht mehr ausreicht oder man ein Upgrade bekommt. Dann sind sie zwar schon CO2-seitig "abgeschrieben", aber können noch viele Jahre als stationäre Energiespeicher dienen. In dieser Anwendung ist der Kapazitätsverlust nicht relevant.

    Und schließlich müssen sich die Produktionsprozesse wohl noch verbessern. Der Energiebedarf für die Herstellung wird garantiert noch sinken. Die Energiekosten werden vermutlich einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten haben und somit ist das ein großer Hebel zur Kostensenkung. Es liegt also im Interesse der Hersteller, den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren.

  2. Re: Denkfehler

    Autor: elidor 15.06.17 - 07:53

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Davon abgesehen darf man nicht vergessen, dass die Akkus ein Auto
    > überleben. Man wird sie sie frühzeitig austauschen, weil die Reichweite
    > nicht mehr ausreicht oder man ein Upgrade bekommt. Dann sind sie zwar schon
    > CO2-seitig "abgeschrieben", aber können noch viele Jahre als stationäre
    > Energiespeicher dienen. In dieser Anwendung ist der Kapazitätsverlust nicht
    > relevant.

    Nur bedeutet das doch, dass nach ein paar Jahren wieder ein neuer Akku für das Auto hergestellt werden muss, oder gleich ein ganzes Auto. Heutzutage ist es doch nicht selten, dass ein Auto unterm Strich 15-20 Jahre auf der Straße ist, wie viele Akkus braucht man denn um über diesen Zeitraum eine akzeptable Reichweite zu haben?

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass Elektromotoren die Antriebe der Zukunft sind, aber Akkus nicht die richtige Möglichkeit Energie zu speichern.

  3. Re: Denkfehler

    Autor: der_wahre_hannes 15.06.17 - 08:00

    Das scheint mir nicht der einzige Denkfehler der Studie zu sein. Ich habe das PDF jetzt nur ganz kurz überflogen, weil ich gleich los muss, habe auf die Schnelle aber nichts gefunden, was meinem Gedanken widersprechen würde:
    Die sagen also "bei der Produktion eines Akkus wird so viel CO2 emittiert, dass man einen Verbrenner dafür x Jahre fahren müsste", lassen aber völlig außer Acht, dass der Verbrenner doch auch erst produziert werden muss? Der Treibstoff für diesen Verbrenner materialisiert sich übrigens auch nicht einfach so im Tank, sondern muss erst gefördert werden, etc. pp.
    Ich kann doch nicht die Produktion des einen Produkts mit einbeziehen, die Produktion des anderen Produkts aber völlig außer Acht lassen.

    So ist es einfach nur ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

  4. Re: Denkfehler

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.17 - 08:02

    > Nur bedeutet das doch, dass nach ein paar Jahren wieder ein neuer Akku für
    > das Auto hergestellt werden muss, oder gleich ein ganzes Auto. Heutzutage
    > ist es doch nicht selten, dass ein Auto unterm Strich 15-20 Jahre auf der
    > Straße ist, wie viele Akkus braucht man denn um über diesen Zeitraum eine
    > akzeptable Reichweite zu haben?

    Schätzungsweise 2-3. Also ein oder zwei Mal tauschen. Das ist durchaus akzeptabel, da es sonst keine teuren Verschleißteile (Zahnriemen, Partikelfilter, Sensorik, Turbo...) gibt. Der Elektroantrieb an sich ist wartungsfrei.

    > Ich bin weiterhin der Meinung, dass Elektromotoren die Antriebe der Zukunft
    > sind, aber Akkus nicht die richtige Möglichkeit Energie zu speichern.

    Leider gibt es keine brauchbaren Alternativen für reine Elektroantriebe. Ansätze wie Wasserstoff sind zu ineffizient. Da sind Verbrennungsmotoren mit Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation von ihrer Effizienz fast gleichwertig, sie sind aber wesentlich günstiger und können mit der vorhandenen Infrastruktur genutzt werden. Und mit Plugin-Hybriden kann man trotzdem einen hohen elektrischen Anteil erreichen, auch wenn der Akku nur eine geringe Kapazität hat.

  5. Re: Denkfehler

    Autor: Palerider 15.06.17 - 08:06

    Diesen Punkt habe ich auch vermisst. In einem anderen Artikel habe ich aber mal gelesen, dass die Herstellung eines ganzen PKWs mit Verbrennermotor je nach Größe zwischen 4 und 7 Tonnen CO2 freisetzt. Wieviel davon auf den Antrieb gehen, weiß ich aber nicht.

  6. Re: Denkfehler

    Autor: Jad 15.06.17 - 08:30

    Mir fehlt die Berücksichtigung der Tatsache, dass das CO2 bei Elektrofahrzeugen stets irgendwo zentral bei der Produktion anfällt und damit unendlich einfacher aufgefangen/ausgefiltert werden kann oder könnte, als es bei Millionen einzeln umherfahrenden Autos der Fall ist. Die ganze Studie scheint mir einfach nur das Ziel gehabt zu haben, irgendwas Negatives zu "finden", um damit weiter Forschungsgelder zu erhalten.

  7. Re: Denkfehler

    Autor: superdachs 15.06.17 - 08:33

    Sich immer nur am co2 festzuhalten macht irgendwie auch keinen Sinn. So ein Akku hat nämlich noch ganz andere Probleme bei der Herstellung und vor allem Entsorgung. Das ding ist nämlich das pure Gift. Das sauber zu recyceln verbraucht ziemlich viel Energie oder wird in Ländern geschehen die das nicht so eng sehen. Da landet der Dreck dann im Grundwasser. Auch nicht schön.

  8. Re: Denkfehler

    Autor: Brainfreeze 15.06.17 - 08:38

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das scheint mir nicht der einzige Denkfehler der Studie zu sein. Ich habe
    > das PDF jetzt nur ganz kurz überflogen, weil ich gleich los muss, habe auf
    > die Schnelle aber nichts gefunden, was meinem Gedanken widersprechen
    > würde:
    > Die sagen also "bei der Produktion eines Akkus wird so viel CO2 emittiert,
    > dass man einen Verbrenner dafür x Jahre fahren müsste", lassen aber völlig
    > außer Acht, dass der Verbrenner doch auch erst produziert werden muss?
    > Der Treibstoff für diesen Verbrenner materialisiert sich übrigens auch
    > nicht einfach so im Tank, sondern muss erst gefördert werden, etc. pp.
    > Ich kann doch nicht die Produktion des einen Produkts mit einbeziehen, die
    > Produktion des anderen Produkts aber völlig außer Acht lassen.

    Es ist doch nur ein Vergleich, der zeigen soll, wie stark die Umweltbelastung aktuell nur für die Herstellung des Akkus ist. Die wenigsten von uns werden mit der Angabe 17.5 Tonnen CO2 etwas anfangen können, bzw. können abschätzen, was dies bedeutet. Und mit dem Vergleich bekommt man eine Ahnung davon, ohne das als Gesamtaussage der Studie zu deuten

    Wie weiter ausgeführt wird, bemängelt die Metastudie auch die Einzelstudien, auf die sie sich bezieht. Dort werden wohl auch verschiedene Aspekte bzgl. der Umweltbelastung nicht eingerechnet (z.B. die beim Transport von Diesel und Benzin anfallenden CO2-Emissionen)

    > So ist es einfach nur ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

  9. Re: Denkfehler

    Autor: Isodome 15.06.17 - 08:39

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider gibt es keine brauchbaren Alternativen für reine Elektroantriebe.
    > Ansätze wie Wasserstoff sind zu ineffizient. Da sind Verbrennungsmotoren
    > mit Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation von ihrer Effizienz fast
    > gleichwertig, sie sind aber wesentlich günstiger und können mit der
    > vorhandenen Infrastruktur genutzt werden.

    Also die Studie sagt, dass Akku Autos nicht besser sind als Verbrenner. Also ist alles was besser ist als Verbrenner auch besser als Akku Autos. Also gibt es wohl doch brauchbare Alternativen.

  10. Re: Denkfehler

    Autor: Brainfreeze 15.06.17 - 08:42

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sich immer nur am co2 festzuhalten macht irgendwie auch keinen Sinn. So ein
    > Akku hat nämlich noch ganz andere Probleme bei der Herstellung und vor
    > allem Entsorgung. Das ding ist nämlich das pure Gift. Das sauber zu
    > recyceln verbraucht ziemlich viel Energie oder wird in Ländern geschehen
    > die das nicht so eng sehen. Da landet der Dreck dann im Grundwasser. Auch
    > nicht schön.

    Die Entsorgungskosten werden doch leider häufig nicht betrachten und die Kosten aussen vor gelassen. Bestes Beispiel ist der Atomstrom. Angeblich sei der so günstig. Aber wenn man mal die ganzen Kosten für die Endlagerung einrechnen würde (inkl. den Kosten für das Finden eines Lagers) oder die Kosten für das Risikos bei einem GAUs, dann sieht die Kostensituation gleich ganz anders aus.

  11. Well-To-Wheel

    Autor: jo-1 15.06.17 - 08:43

    Die Studie spiegelt das wieder was jeder nach 5 Minuten Nachdenken selber sich zusammen reimen kann.

    Akku plus E-Motor plus Energieerzeugung gegen Verbrenner plus Rohöl => Tank

    Zudem - jedes neu zugelassene E-Mobil macht die Energiebilanz eines Landes schlechter wenn nicht in gleichem Masse erneuerbare Energien mindestens auf dem selben Niveau ausgebaut werden - denn sonst fährt das E-Mobil mit Braunkohlestrom - das wollen wir erst gar nicht näher betrachten - ein Besuch in Garzweiler zeigt wohin das führt!

    Es hat seinen Grund warum in Deutschland die Quote niedrig bleibt - wir könnten es uns leisten auf teurere Elektro-Fahrzeuge umzuschwenken aber es macht einfach derzeit mit der verfügbaren Akku-Technologie für den Einzelnen keinen Sinn - ich mag einfach nicht alle 5 Jahre für 15-20 k EUR nen neuen Akku kaufen - ganz zu schweigen von der Umwelt-Belastung wenn wir Millionen von E-Autos hätten.

    Vorschläge zur Umwelt Entlastung:

    • Umstellung alle Synchronmotoren in Produktionsanlagen auf Asynchron-E-motoren
    • Besser Dämmung von Häusern und mehr Fernwärme
    • Verzicht auf Ultra-Langstrecken Flüge privat und beruflich
    • Ausbau von ÖPNV und Verzicht auf das Auto wo es Sinn macht
    • Konsequenter Umbau auf energiesparende Geräte

    Dann können wir noch lange E-Mobile und Verbrenner gleichzeitig auf den Strassen haben und auf die Technologie warten, die Sinn macht - aktuelle Akkus sind jedenfalls schon seit Jahren 3-4-5 mal besser - so lese ich das zumindest immer wieder - achte da seit mindestens 5 jähren drauf und es hat sich so gut wie nichts getan in diesem Zeitraum mit Bezug auf die Energiedichte. Ein Fortschritt von 10-20 % is organisch und normal und so wird es wohl auch weiter gehen - alle 3-5 Jahre plus 10-15 % an Enrgiedichte - dann sind wir in 35-60 Jahren bei der 5-fachen Energiedichte (ausgehend von 15 % in 3-5 Jahren)

    In der Zwischenzeit haben wir viele andre Optimierungen gemacht und so unseren CO2 Footprint deutlich reduziert - und das ist gut so!

  12. Re: Denkfehler

    Autor: Füchslein 15.06.17 - 08:48

    Isodome schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Leider gibt es keine brauchbaren Alternativen für reine Elektroantriebe.
    > > Ansätze wie Wasserstoff sind zu ineffizient. Da sind Verbrennungsmotoren
    > > mit Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation von ihrer Effizienz fast
    > > gleichwertig, sie sind aber wesentlich günstiger und können mit der
    > > vorhandenen Infrastruktur genutzt werden.
    >
    > Also die Studie sagt, dass Akku Autos nicht besser sind als Verbrenner.
    > Also ist alles was besser ist als Verbrenner auch besser als Akku Autos.
    > Also gibt es wohl doch brauchbare Alternativen.

    Natürlich gibt es brauchbare Alternativen:
    - öffentliche Verkehrsmittel: Bus, Bahn
    - Fahrrad fahren
    - zu Fuß gehen
    - reiten / Kutsche fahren

    Wenn die Berliner eine Gute Verbindung nach Rügen oder auf den Darß hätten, wäre auch nicht immer so viel Stau im Sommer. Aber wer will schon mit 3 mal umsteigen in den Urlaub und dann dort festsitzen?

  13. Re: Denkfehler

    Autor: elidor 15.06.17 - 08:53

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schätzungsweise 2-3. Also ein oder zwei Mal tauschen. Das ist durchaus
    > akzeptabel, da es sonst keine teuren Verschleißteile (Zahnriemen,
    > Partikelfilter, Sensorik, Turbo...) gibt. Der Elektroantrieb an sich ist
    > wartungsfrei.
    Es geht mir da nicht um die Kosten für den Besitzer, sondern um den CO2 Ausstoß und da scheint ja ein Elektrofahrzeug mit Akku auf einem Level mit einem modernen Verbrenner (über die gesamte Lebenszeit gehehen) zu sein. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht ist drei große Akkus zu entsorgen, wenn sie dann mal komplett den Geist aufgegeben haben.

    > Leider gibt es keine brauchbaren Alternativen für reine Elektroantriebe.
    > Ansätze wie Wasserstoff sind zu ineffizient.
    Wasserstoff ist (noch) sehr ineffizient, ja, aber dafür eine praktikable Alternative. Du kannst innerhalb von wenigen Minuten den Tank füllen und hast wieder 100% deiner Reichweite und du hast das Problem des hohen CO2 Ausstoßes bei der Produktion von Akkus nicht.
    Interessant wäre jetzt, ob über die Lebenszeit des Autos gerechnet (sagen wir ca. 15 Jahre) ein Wagen mit Wasserstoffantrieb trotz Ineffizienz bei der Herstellung des Treibstoffs, mehr, oder weniger CO2 ausstößt, als einer mit Akku.


    > Da sind Verbrennungsmotoren
    > mit Biokraftstoffen der 2. und 3. Generation von ihrer Effizienz fast
    > gleichwertig, sie sind aber wesentlich günstiger und können mit der
    > vorhandenen Infrastruktur genutzt werden. Und mit Plugin-Hybriden kann man
    > trotzdem einen hohen elektrischen Anteil erreichen, auch wenn der Akku nur
    > eine geringe Kapazität hat.

    Und auch die Plugin-Hybriden bleiben unpraktisch. Entweder lädst du sie beim Fahren auf, dann hast du Verbrauchstechnisch nichts gewonnen, oder du bist wieder auf Ladeinfrastruktur angewiesen, was bei Laternenparkern ohne Ladeinfrastruktur beim Arbeitgebeer nicht wirklich praktikabel umsetzbar ist.

  14. Re: Denkfehler

    Autor: AndyMt 15.06.17 - 09:00

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sich immer nur am co2 festzuhalten macht irgendwie auch keinen Sinn. So ein
    > Akku hat nämlich noch ganz andere Probleme bei der Herstellung und vor
    > allem Entsorgung. Das ding ist nämlich das pure Gift. Das sauber zu
    > recyceln verbraucht ziemlich viel Energie oder wird in Ländern geschehen
    > die das nicht so eng sehen. Da landet der Dreck dann im Grundwasser. Auch
    > nicht schön.
    Gift? Im Vergleich zu dem was bei der Ölindustrie schon bei der Produktion anfällt ist das harmlos. Ausserdem können Akkus noch 20 Jahre lang als Energiespeicher genutzt werden bevor sie recycelt werden.
    Das Recycling von Auto-Katalysatoren und Dieselfiltern ist auch sehr Energieaufwändig und eine dreckige Geschichte. Die Produktion von AdBlue? Schon mal darüber nachgedacht?

  15. Re: Denkfehler

    Autor: GangnamStyle 15.06.17 - 09:03

    In der vorliegenden Studie wurde wohl auch nicht berücksichtigt, dass die Akkus, die in den Autos verbaut sind, nach der Lebenszeit in den Autos noch als ESS weiterdienen können und recycelt werden. Wird Benzin/Diesel recycelt? Außerdem: Ein Elektroauto hält doppelt so lange - mindestens, die Bremsen werden geschont aus es fallen weniger Reparaturen an. Ich weiß nicht, ob die Studien auch Motoröl, Auspuff, Kraftstofffilter, Luftfilter für den Motor bei ICE-Motoren mitberücksichtigt haben. Wahrscheinlich haben sie auch nicht berücksichtigt, dass der Strom von der eigenen PV-Anlage oder von WKAs kommen könnten.

    Einige Studien kommen wohl von der alten Industrie, die neue Industrie ausbremsen wollen. Die können so viele FUD-News produzieren wie sie wollen, aber aufhalten können sie die Elektromobilität nicht.

    Ich empfehle den Golem-Lesern das neue Video von Tony Seba: https://www.youtube.com/watch?v=2b3ttqYDwF0

    Er beschreibt in seinem Vortrag eine Zukunft, die uns bald bevorstehen wird. Falls einige von Euch skeptisch gegenüber steht, er hat bereits vor 4 Jahren Prognosen bezüglich der Entwicklung der Akku- und Solartechnik gestellt, die heute eingetreten sind. Damals haben "Experten" ihn ausgelacht. Ich weiß nicht, ob diese Leute das immer noch tun...

  16. Re: Denkfehler

    Autor: holminger 15.06.17 - 09:11

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Entsorgungskosten werden doch leider häufig nicht betrachten und die
    > Kosten aussen vor gelassen. Bestes Beispiel ist der Atomstrom. Angeblich
    > sei der so günstig. Aber wenn man mal die ganzen Kosten für die Endlagerung
    > einrechnen würde (inkl. den Kosten für das Finden eines Lagers) oder die
    > Kosten für das Risikos bei einem GAUs, dann sieht die Kostensituation
    > gleich ganz anders aus.
    Das ist richtig, trifft aber auch auf die Verbrenner zu. Dort werden die Abgase und Rußpartikel einfach in der Umwelt 'entsorgt'. Wie ich gerade gestern gelesen habe, kann man sogar in Gewässern Rußpartikel finden, von der Luft und Landschaft, wo sich der Dreck absetzt, ganz zu schweigen. Wie will man das wieder aus der Umwelt bekommen. Selbst wenn es gehen würde, wäre es sicher recht teuer. Insofern ist ein zu recycelnder oder zu entsorgender Akku, wenn denn Beides wirklich funktioniert und überwacht wird, besser, da es (hoffentlich) von Fachpersonal und an zentralen Stellen erfolgt. Außer dem Abrieb der Reifen, dürfte ein Elektroauto nichts in die Umwelt freisetzen, wenn es denn mit regenerativer Energie geladen wird.

    Aber ich vermisse auch eine Gegenüberstellung der Gesamtenergiebilanz über das gesamte Autoleben, also von der Produktion bis zur Verschrottung, inklusive der Betriebsstoffe..

  17. Re: Denkfehler

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.17 - 09:17

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sich immer nur am co2 festzuhalten macht irgendwie auch keinen Sinn. So ein
    > Akku hat nämlich noch ganz andere Probleme bei der Herstellung und vor
    > allem Entsorgung. Das ding ist nämlich das pure Gift. Das sauber zu
    > recyceln verbraucht ziemlich viel Energie oder wird in Ländern geschehen
    > die das nicht so eng sehen. Da landet der Dreck dann im Grundwasser. Auch
    > nicht schön.

    Und Erdöl soll da besser sein? Ich erinnere nur an Deep Water Horizon und tausende ähnliche Vorfälle.

  18. Re: Denkfehler

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.17 - 09:18

    > Also die Studie sagt, dass Akku Autos nicht besser sind als Verbrenner.
    > Also ist alles was besser ist als Verbrenner auch besser als Akku Autos.
    > Also gibt es wohl doch brauchbare Alternativen.

    Der Studie muss man aber nicht einfach unreflektiert glauben. Hier wurden ja schon mehrere wesentliche Denkfehler aufgezählt, die die Aussagekraft der Studie schwer in Frage stellen. Somit ist dein Schluss auch nicht korrekt.

  19. Re: Denkfehler

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.17 - 09:27

    > Es geht mir da nicht um die Kosten für den Besitzer, sondern um den CO2
    > Ausstoß und da scheint ja ein Elektrofahrzeug mit Akku auf einem Level mit
    > einem modernen Verbrenner (über die gesamte Lebenszeit gehehen) zu sein.
    > Abgesehen davon, dass es nicht so leicht ist drei große Akkus zu entsorgen,
    > wenn sie dann mal komplett den Geist aufgegeben haben.

    Einen Verbrenner kann man aber eben nicht so leicht auf CO2-Neutrale Energiequellen umstellen. Beim Elektroauto geht das - sowohl bei der Herstellung als auch im Betrieb. Das habe ich aber auch schon in meinem ersten Satz gesagt.

    Und was ich auch schon in meinem ersten Beitrag gesagt habe: Der ausgetauschte Akku ist nicht defekt, muss also nicht entsorgt werden. Er wird einfach dort weiter verwendet, wo der Kapazitätsverlust keine Rolle spielt. Also zum Beispiel als stationärer Energiespeicher (wo er z.B. effizienter als ein Pumpspeicherkraftwerk arbeitet und so effektiv CO2 einspart).

    > > Leider gibt es keine brauchbaren Alternativen für reine Elektroantriebe.
    > > Ansätze wie Wasserstoff sind zu ineffizient.
    > Wasserstoff ist (noch) sehr ineffizient, ja, aber dafür eine praktikable
    > Alternative. Du kannst innerhalb von wenigen Minuten den Tank füllen und
    > hast wieder 100% deiner Reichweite und du hast das Problem des hohen CO2
    > Ausstoßes bei der Produktion von Akkus nicht.

    Das geht bei Biokraftstoffen der 3. Generation auch. Mit dem riesigen Vorteil, dass das System sehr viel günstiger ist und man die vorhandene Infrastruktur ohne Änderung weiter verwenden kann und sogar die alten Verbrennerfahrzeuge CO2-neutral weiter betreiben kann. Von der Effizienz ist das nur weniger schlechter als Wasserstoff - wenn man die Abwärme nutzt sowieso.

    Wasserstoff hat außerdem (zumindest in Deutschland) das gleiche Problem wie Elektroautos - bei unserer Autobahngeschwindigkeit geht die Reichweite massiv in die Knie. Gegenüber einem modernen Elektroauto mit 400 km Reichweite hat das System keinen Vorteil.

    > Und auch die Plugin-Hybriden bleiben unpraktisch. Entweder lädst du sie
    > beim Fahren auf, dann hast du Verbrauchstechnisch nichts gewonnen, oder du
    > bist wieder auf Ladeinfrastruktur angewiesen, was bei Laternenparkern ohne
    > Ladeinfrastruktur beim Arbeitgebeer nicht wirklich praktikabel umsetzbar
    > ist.

    Richtig, Plugin funktionieren nur mit der entsprechenden Infrastruktur. Die ist aber in vielen Fällen vorhanden oder kann günstig aufgebaut werden. Es ist logischerweise keine 100%-Lösung. Für den Laternenparker ohne Ladeinfrastruktur käme mittelfristig immer noch ein reiner Verbrenner mit eFuel betankt in Frage.

  20. Re: Denkfehler

    Autor: Isodome 15.06.17 - 09:30

    GangnamStyle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wahrscheinlich haben
    > sie auch nicht berücksichtigt, dass der Strom von der eigenen PV-Anlage
    > oder von WKAs kommen könnten.

    Was ist denn das für eine Behauptung? Wieso soll das wahrscheinlich sein?

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