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Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

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  1. Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: McWiesel 23.08.17 - 18:26

    .. liegt nicht maßgeblich an der Abgasnachbehandlung der Autos, sondern an immer mehr Verkehr, an den man die Infrastruktur (fast) nicht anpasst. Als man die meisten Städte hier zwischen 1950 und 1970 ausgebaut hat, dachte man eben nicht an eine jährlich 10% wachsende Blechlawine von 2020.

    Und jegliche DEUTLICHE Verbesserung, die in den letzten 20 Jahren in der Abgasreinigung erzielt wurde, wird doch komplett durch einerseits immer mehr Verkehr und andererseits immer unvernünftigere Autos kannibalisiert. Egal was die Automobilhersteller nachrüsten, es wird deswegen dadurch nicht nachhaltig besser.

    Man sollte als einziges mal endlich diese Stadt-Panzer verbieten. Wir leben hier nicht in Badgad oder Mogadishu, wo man mit einem pseudo-geländegängigen Fahrzeug mit dem Motor eines Klein-LKW in die Städte fahren muss. Die Kisten schmeißen Abgase für eine unnötig zu bewegende Gewichtsmasse raus. Denn der Diesel, der schon mal nicht verbrannt werden muss, ist der Säuberste.

    Ansonsten fehlen einfach Lösungen statt Verbote:
    - Leistungsfähige Umgehungsstraßen, statt (fast) jede Bundesstraße bis hin zur Autobahn direkt in bzw. durch die Stadt zu führen, obwohl ein Großteil der Fahrer gar nicht in die Stadt will
    - ÖPNV, den sich jeder leisten kann. Auto darf zum Pendeln zur Arbeit niemals billiger als ÖPNV sein (was aber erst recht ab mehreren Personen grundsätzlich der Fall ist). Und das natürlich nicht durch Erhöhung der Parkplatzgebühren, sondern durch massive Absenkung der Ticketpreise. 19,50¤ damit eine Familie Samstags aus dem Speckgürtel mit der S-Bahn in die Stadt fahren kann ist einfach asozial!
    - E-Mobilität für Zustelldienste, Handwerker, Firmenflotten und überall, wo es Sinn macht massiv fördern (Ladestellen aufbauen!)

    Das wären wirkliche Lösungsansätze statt permanente Placebos und das typische deutsche "nach einem Schuldigen suchen und dem alles anhängen". Von daher ist diese Diskussion über "Gesundheitsgefährdung durch Abgase" so scheinheilig, dass es einem hochkommt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.17 18:29 durch McWiesel.

  2. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: atikalz 23.08.17 - 22:30

    Die hohe und gestiegene Stickoxid Belastung liegt daran, dass es so viele moderne auf Höchstleistung getrimmte Dieselmotoren rum fahren. Und diese eine mangelhafte Abgasreinigung haben. Die nur in seltenen Fällen eingeschaltet ist. Zum Beispiel auf dem Prüfstand.

  3. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: Reitgeist 23.08.17 - 22:39

    atikalz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die hohe und gestiegene Stickoxid Belastung liegt daran, dass es so viele
    > moderne auf Höchstleistung getrimmte Dieselmotoren rum fahren.

    Die Stickoxidbelastung ist seit Jahren am Sinken. Sagt zumindest das Umweltbundesamt. Quelle

    Und das nicht nur global, sondern auch lokal, das Umweltbundesamt stellt alle Messwerte aller Station aller Jahre zu Verfügung: Link

    Die WELT hat diese Daten des Umweltbundesamts von 2000 und 2015 als Grafik aufbereitet: Bild

  4. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: atikalz 23.08.17 - 22:52

    Reitgeist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > atikalz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die hohe und gestiegene Stickoxid Belastung liegt daran, dass es so
    > viele
    > > moderne auf Höchstleistung getrimmte Dieselmotoren rum fahren.
    >
    > Die Stickoxidbelastung ist seit Jahren am Sinken. Sagt zumindest das
    > Umweltbundesamt. Quelle
    >
    > Und das nicht nur global, sondern auch lokal, das Umweltbundesamt stellt
    > alle Messwerte aller Station aller Jahre zu Verfügung: Link
    >
    > Die WELT hat diese Daten des Umweltbundesamts von 2000 und 2015 als Grafik
    > aufbereitet: Bild

    Also ich finde nicht, dass es einen Grund zur Entwarnung gibt: https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/stickstoffdioxid-belastung#textpart-1

  5. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: atikalz 23.08.17 - 22:58

    Alleine heute bin ich neben einer stehenden Auto Schlange mitten im Kern Wohngebiet gelaufen. Das waren 80% Diesel ducato Golf Bus etc und selbst im Leerlauf ist da so ein beissend er Geruch auf dem Gehweg, wo so viele Menschen und Kinder latschen. Da ist man gar nichts besser geworden oder gar gut. Das ist ne Katastrophe, dass da jeder mit seinem eigenen Öl Feuer rumeiert und nicht mal die modernen Fahrzeuge aus aktuellem Baujahren die Abgasreinigung durchführen.

  6. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: thinksimple 23.08.17 - 23:20

    atikalz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alleine heute bin ich neben einer stehenden Auto Schlange mitten im Kern
    > Wohngebiet gelaufen. Das waren 80% Diesel ducato Golf Bus etc und selbst im
    > Leerlauf ist da so ein beissend er Geruch auf dem Gehweg, wo so viele
    > Menschen und Kinder latschen. Da ist man gar nichts besser geworden oder
    > gar gut. Das ist ne Katastrophe, dass da jeder mit seinem eigenen Öl Feuer
    > rumeiert und nicht mal die modernen Fahrzeuge aus aktuellem Baujahren die
    > Abgasreinigung durchführen.

    Zieh aufs land

    Wenn alles andere autonom ist, ist der Mensch dann noch autonom?

  7. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: McWiesel 23.08.17 - 23:23

    Wer ist bereit für eine wirklich funktionierende Abgasreinigung Geld zu bezahlen? Niemand, hauptsache noch mehr PS und noch dickere Reifen.
    Sowas gehört in die Basisaustattung eines Dieselautos rein, fertig aus. Genauso wie es eben beim LKW gemacht wird. Dann hören von ganz alleine die überdimensionierten Protz-Karren auf und der Diesel wird nur noch da eingesetzt, wo er wirtschaftlich sinnvoll ist.

  8. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: atikalz 23.08.17 - 23:24

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > atikalz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Alleine heute bin ich neben einer stehenden Auto Schlange mitten im Kern
    > > Wohngebiet gelaufen. Das waren 80% Diesel ducato Golf Bus etc und selbst
    > im
    > > Leerlauf ist da so ein beissend er Geruch auf dem Gehweg, wo so viele
    > > Menschen und Kinder latschen. Da ist man gar nichts besser geworden oder
    > > gar gut. Das ist ne Katastrophe, dass da jeder mit seinem eigenen Öl
    > Feuer
    > > rumeiert und nicht mal die modernen Fahrzeuge aus aktuellem Baujahren
    > die
    > > Abgasreinigung durchführen.
    >
    > Zieh aufs land

    Warum? Es ist doch technisch möglich, eine funktionierende Abgasreinigung in Autos einzubauen. Wüsste auch nicht, dass Autos mehr als Menschen gelten und sich alles nach ihnen richten und unterordnen sollte. Woher kommt das Recht auf Vergasung der Mitmenschen?

  9. Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: MAD_onna 24.08.17 - 05:41

    liegt vor Allem daran, dass die Menschen nicht mehr in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten.

    MAD_onna

  10. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: John2k 24.08.17 - 08:34

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer ist bereit für eine wirklich funktionierende Abgasreinigung Geld zu
    > bezahlen? Niemand, hauptsache noch mehr PS und noch dickere Reifen.
    > Sowas gehört in die Basisaustattung eines Dieselautos rein, fertig aus.
    > Genauso wie es eben beim LKW gemacht wird. Dann hören von ganz alleine die
    > überdimensionierten Protz-Karren auf und der Diesel wird nur noch da
    > eingesetzt, wo er wirtschaftlich sinnvoll ist.

    Ich glaube die, die sich diese Protzkarren leisten können, interessieren die paar Kröten zusätzlich nicht. Auch interessiert es sie später nicht, wenn sie einen Benziner fahren und Kraftstoffkosten sowieso nicht.
    Zumal diese Autos eh meisten über Firmen geleast werden.

  11. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: Niaxa 24.08.17 - 08:39

    Benzin stinkt auch und nur weil dir dieser Geruch nicht taugt, macht es nicht gleich einen Unterschied aus. Scheiße stinkt auch und ist unangenehmer in der Naße als Dieselgeruch. Mir taugt alles 3 nicht. Dennoch brauche ich mein Auto und werde es auch noch der Bundestagswahl noch fahren dürfen.

  12. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: atikalz 24.08.17 - 09:08

    MAD_onna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > liegt vor Allem daran, dass die Menschen nicht mehr in der Nähe ihres
    > Wohnortes arbeiten.
    >
    > MAD_onna

    Rate mal, wo die meisten der 3,5 Millionen Berliner oder der 1,8 Millionen Hamburger arbeiten?

  13. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: Apfelbrot 24.08.17 - 10:10

    atikalz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alleine heute bin ich neben einer stehenden Auto Schlange mitten im Kern
    > Wohngebiet gelaufen. Das waren 80% Diesel ducato Golf Bus etc und selbst im
    > Leerlauf ist da so ein beissend er Geruch auf dem Gehweg, wo so viele
    > Menschen und Kinder latschen. Da ist man gar nichts besser geworden oder
    > gar gut. Das ist ne Katastrophe, dass da jeder mit seinem eigenen Öl Feuer
    > rumeiert und nicht mal die modernen Fahrzeuge aus aktuellem Baujahren die
    > Abgasreinigung durchführen.


    Deine Annekdote interessiert aber keine Sau und die offiziellen Zahlen zeigen dass es sehr wohl um einiges besser geworden ist.

  14. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: Dieselmeister 24.08.17 - 10:34

    Okay, hier eine Studie an Ratten, die permanent Dieselabgasen der EURO Norm 5 ausgesetzt waren.

    erst bei 8000 µg kam es bei den Versuchstieren zu einer Reizung der Lunge. Betonung liegt auf "Versuchstiere aka. Ratten" und PERMANENT. Alle niedrigeren Konzentrationen hatten keinen Effekt auf die Lunge.

    https://www.healtheffects.org/system/files/ACES-RR184-Parts1%E2%80%934_0.pdf

    Also an Stickoxiden liegt es nicht, dass du die Luft als "Schlecht" empfindest.

  15. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: christian_k 24.08.17 - 17:38

    Naja, ein Abo in Berlin für Bereich ABC (=Berlin + Umland) kostet 83 Euro im Monat. Damit kommt man jeden Tag zur Arbeit und zurück.
    Abends und am WE kann man einen weiteren Erwachsenen und 3 Kinder mitnehmen.
    Damit kann man genug Einkaufszentren in Berlin ohne weitere Kosten erreichen. Die Karte ist übertragbar, man kann also bei Bedarf auch mal den Ehepartner fahren lassen.

    Für 83 Euro im Monat bewegt man kein Auto.

    Selbst, wenn man "weit draussen" wohnt (Berlin ABC+2 Landkreise), ist der Preis noch immer sehr wettbewerbsfähig gegenüber dem Auto (140 Euro im Monat).

    Und ja, die Entfernungspauschale kann man natürlich geltend machen.

    Wie kommt man auf die Idee, dass Autofahren "grundsätzlich" billiger wäre zum Pendeln? Wenn man täglich 2 Einzelfahrkarten rechnet und beim Auto nur den Spritt, weil man es "ja eh schon hat"? Im Einzelfall mag es stimmen, z.B. wenn man über mehrere Verkehrsverbünde fahren muss. Aber die Regel ist das nicht.

    Wenn man es schafft, mit einer Fahrgemeinschaft wirklich günstiger ans Zeil zu kommen, finde ich das durchaus in Ordnung. Wenn 3 Leute in einem Auto zur Arbeit fahren, bleiben dafür ja immerhin 2 andere Autos stehen. Aber wie viele Leute tun das regelmässig?

    > - ÖPNV, den sich jeder leisten kann. Auto darf zum Pendeln zur Arbeit
    > niemals billiger als ÖPNV sein (was aber erst recht ab mehreren Personen
    > grundsätzlich der Fall ist). Und das natürlich nicht durch Erhöhung der
    > Parkplatzgebühren, sondern durch massive Absenkung der Ticketpreise. 19,50¤
    > damit eine Familie Samstags aus dem Speckgürtel mit der S-Bahn in die Stadt
    > fahren kann ist einfach asozial!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.17 17:48 durch christian_k.

  16. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: thinksimple 24.08.17 - 19:08

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, ein Abo in Berlin für Bereich ABC (=Berlin + Umland) kostet 83 Euro
    > im Monat. Damit kommt man jeden Tag zur Arbeit und zurück.
    > Abends und am WE kann man einen weiteren Erwachsenen und 3 Kinder
    > mitnehmen.
    > Damit kann man genug Einkaufszentren in Berlin ohne weitere Kosten
    > erreichen. Die Karte ist übertragbar, man kann also bei Bedarf auch mal den
    > Ehepartner fahren lassen.
    >
    > Für 83 Euro im Monat bewegt man kein Auto.
    >
    > Selbst, wenn man "weit draussen" wohnt (Berlin ABC+2 Landkreise), ist der
    > Preis noch immer sehr wettbewerbsfähig gegenüber dem Auto (140 Euro im
    > Monat).
    >
    Du weißt aber auch das der ÖPNV einer der größten Stickoxidemittenden in den Städten ist. Durch das langsame fahren und ständige halten ist eine effiziente Abgasreinigung bei den Diesel-Bussen z.Zt. nicht möglich. Mit EU6 werden die Bushersteller gezwungen effizientere Lösungen einzubauen. Das heißt aber auch das die Städten und Gemeinden eine schnelle Erneuerung des ÖPNV durchführen müssen.
    Das ist den Politikern die jetzt nur auf den Diesel-PKW rumhacken anscheinend nicht bekannt. Viele Klagen der DUH und des BUND zielten auf den ÖPNV ab.
    Selbst wenn du alle Diesel-PKW aus den Städten verbannen würdest, wäre das nur eine geringe Senkung des Stickoxid-Wertes da weiterhin dann Diesel-Busse, Baumaschinen (ja die Bagger die einem das Internet legen), Strassenarbeitsmaschinen, Strassenreinigung, Müllabfuhr und weitere Maschinen und Fahrzeuge den Wert nicht verändern werden. Mit Stickoxide durch Verkehr in den meisten Studien ist nämlich der gesamte Verkehr gemeint und nicht nur Onkel Huberts Diesel-PKW.
    Wenn jetzt Maßnahmen getroffen werden sollen dann auch bitte bei allen. Dann wird halt der ÖPNV teurer werden, da die Investitionen hoch sind. Die Gebühren für Müll und Strassenbau werden steigen müssen um dies abzufedern.
    Ich erinnere mich noch an diese eine Meßstelle in München(ich weiß gerade nicht mehr wo dies war) die die Grenzwerte täglich gerissen hat bis man gemerkt hat das eine Großbaustelle nebendran ist wo viele Baumaschinen und LKW am werken waren.
    Ich meine jetzt nicht das man nichts tun soll aber man sollte schon etwas Augenmaß besitzen und mehrere Quellen betrachten und diese optimieren und keine blinden Akjtionen starten weils grad ins (Wahl-)Programm passt.

    Edith: Und wenn der ÖPNV ausgebaut werden sollte dann bitte vielleicht gleich mit Elektro-Bussen.

    Wenn alles andere autonom ist, ist der Mensch dann noch autonom?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.17 19:11 durch thinksimple.

  17. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: thepiman 24.08.17 - 19:27

    Danke für deine Zusammenfassung. Verkehrsvermeidung muss im Mittelpunkt stehen.

  18. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: nightfury 24.08.17 - 19:42

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie kommt man auf die Idee, dass Autofahren "grundsätzlich" billiger wäre
    > zum Pendeln? Wenn man täglich 2 Einzelfahrkarten rechnet und beim Auto nur
    > den Spritt, weil man es "ja eh schon hat"? Im Einzelfall mag es stimmen,
    > z.B. wenn man über mehrere Verkehrsverbünde fahren muss. Aber die Regel ist
    > das nicht.

    Es wird aber zur Regel. Ich kenne derart viele Menschen, die im ländlichen Bereich 50km und mehr überbrücken müssen, und mit öffentlichen Verkehrsabgeboten sowohl ziemlich teuer als auch extrem lange unterwegs wären. In meinem Fall wären das für ca. 65km einfache Strecke etwa 220 Euro monatlich für Bus/Bahn/Bus Verbindungen. Dazu kämen noch einige private Strecken mit Bahn/Mietauto, die ich damit noch nicht erschlage. Viel schlimmer: Der Arbeitsweg kostet statt 55 dann 145 Minuten. 3 Stunden mehr unterwegs täglich...

    Entweder man lebt in einer Großstadt, oder man pendelt - immer weitere Strecken. Da das Wohnen in der Stadt unbezahlbar wird, und auch oft nicht lebenswerter ist, pendeln immer mehr.

    > Wenn man es schafft, mit einer Fahrgemeinschaft wirklich günstiger ans Zeil
    > zu kommen, finde ich das durchaus in Ordnung. Wenn 3 Leute in einem Auto
    > zur Arbeit fahren, bleiben dafür ja immerhin 2 andere Autos stehen. Aber
    > wie viele Leute tun das regelmässig?

    Sehr, sehr viele Leute. Ich habe bereits den dritten Pendlerparkplatz in 6 Jahren in täglicher Benutzung, und ab 7 Uhr wird es schwierig noch einen Platz zu bekommen. Pendeln ist normal und tägliche Realität. Das kann man eigentlich kaum übersehen.

  19. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: plutoniumsulfat 24.08.17 - 23:12

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > atikalz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Alleine heute bin ich neben einer stehenden Auto Schlange mitten im Kern
    > > Wohngebiet gelaufen. Das waren 80% Diesel ducato Golf Bus etc und selbst
    > im
    > > Leerlauf ist da so ein beissend er Geruch auf dem Gehweg, wo so viele
    > > Menschen und Kinder latschen. Da ist man gar nichts besser geworden oder
    > > gar gut. Das ist ne Katastrophe, dass da jeder mit seinem eigenen Öl
    > Feuer
    > > rumeiert und nicht mal die modernen Fahrzeuge aus aktuellem Baujahren
    > die
    > > Abgasreinigung durchführen.
    >
    > Zieh aufs land

    Geh doch nach drüben.

  20. Re: Dass die Luft in den Städten nicht besser wird...

    Autor: John2k 25.08.17 - 07:54

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für 83 Euro im Monat bewegt man kein Auto.

    Das ist leider falsch. Kann meinen Kombi damit fahren + 200 km (Verschleiß mit eingerechnet) inklusive. 5 Personen sind damit jederzeit transportierbar + viel mögliches Gepäck.
    Je nach Wohnort also durchaus Konkurrenzfähig, aber weiter draußen wird es ja auch teurer.
    Ich habe mir leider auch eine Zeit lang die Öffentlichen angetan. Zur Rush-Hour leider völlig überfüll, nie klimatisiert, stinkt immer (gerade im Sommer), Raucher am Bahngleis, selten pünktlich, starre Fahrzeiten, Belästigung durch fremde Musik, Fahrradmitnahme nur gegen Aufpreis etc...

    Im Urlaub wenn alle Arbeiten, kann man auch damit mal fahren. Aber dann der Preis Kurzstrecke 1,50 bei uns für ca. 1 km. Da fahre ich mit meinem Auto alleine 10km für.

    Im Prinzip leider keine Chance gegen das Auto.

    Mein Favorit ist immer noch das Fahrrad unter 10km, solange es nicht viele Ampeln auf der Strecke gibt.

    In Zukunft hoffe ich, dass man das PLEV vernünftig definiert und ich endlich meinen Xiaomi E-Scooter vernünftig fahren kann. Dann können sie mich alle - Autos und Öffentliche :-)

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