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Wenn man pragmatisch wäre

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  1. Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: splash42 20.05.21 - 10:52

    ... würde man das Geld irgendwo in Afrika in die Energieproduktion investieren. Dort kriegt man für den Euro wahrscheinlich ein vielfaches der Leistung und wo der Strom letztendlich verbraucht wird, ist dem Klima ziemlich egal.

    Man würde zudem was für Afrikas Energieversorgung tun, könnte dort den Bau von wahrscheinlich weniger sauberen Kraftwerken vermeiden und bei Überschüssen könnte man immer noch Wasserstoff für Europa produzieren. Mehr Platz wäre da sicher auch.

    Aber man verbaut das ganze lieber hier, weil man ja generell immer nur das macht, was man auch direkt sehen kann. Was unterscheidet den Mensch vom Tier? Weitsichtigkeit nicht unbedingt ...

  2. Re: Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: Kawim 20.05.21 - 11:37

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... würde man das Geld irgendwo in Afrika in die Energieproduktion
    > investieren. Dort kriegt man für den Euro wahrscheinlich ein vielfaches der
    > Leistung und wo der Strom letztendlich verbraucht wird, ist dem Klima
    > ziemlich egal.
    >
    > Man würde zudem was für Afrikas Energieversorgung tun, könnte dort den Bau
    > von wahrscheinlich weniger sauberen Kraftwerken vermeiden und bei
    > Überschüssen könnte man immer noch Wasserstoff für Europa produzieren. Mehr
    > Platz wäre da sicher auch.
    >
    > Aber man verbaut das ganze lieber hier, weil man ja generell immer nur das
    > macht, was man auch direkt sehen kann. Was unterscheidet den Mensch vom
    > Tier? Weitsichtigkeit nicht unbedingt ...

    Schon ein Bruchteil der Sahara-Wüste würde reichen, um Strohm für die ganze Welt zu produzieren (zumindest rein theoretisch ohne den Transport dorthin). Selbst Wasserstoff- und Efuels wären trotz der höheren Verluste gut denkbar.

  3. Re: Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: sigii 20.05.21 - 11:46

    Witzig wie du deinen Kommentar so hinstellt als wären die ganzen Experten Idioten.

    Hast du dir Mal abgesehen wieviel Energie der sehr große Kontinent so produziert?

    Ich vermute fast nicht.

    Hast du dir die politische Lage Mal so am Mittelmeer angeguckt?

    Hast du dich mit den Überlegungen auseinandergesetzt hohe Energiemengen über weite Strecken zu transportieren?

  4. Re: Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: John2k 20.05.21 - 12:37

    Kawim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon ein Bruchteil der Sahara-Wüste würde reichen, um Strohm für die ganze
    > Welt zu produzieren (zumindest rein theoretisch ohne den Transport
    > dorthin). Selbst Wasserstoff- und Efuels wären trotz der höheren Verluste
    > gut denkbar.

    Kann schon sein, aber Glasputzer möchte ich da nicht sein. Zumal das sich sehr schnell verschleißen wird, wenn da ständig der Sand drüber geweht wird.

  5. Kolonialismus ist pragmatisch?

    Autor: oldmcdonald 20.05.21 - 12:48

    Deutschland/Europa löst sein Energieproblem indem es in Afrika Wasserstoff produziert.
    Finde den Fehler!

  6. Re: Kolonialismus ist pragmatisch?

    Autor: BlindSeer 20.05.21 - 13:21

    Eigentlich kann man das ohne koloniale Ambitionen machen, indem man dort eine landeseigene Industrie dafür etabliert und entsprechenden Wohlstand für die dort Lebenden, womit man eines der Ungleichheitsprobleme auch noch stark angeht.

  7. Re: Kolonialismus ist pragmatisch?

    Autor: oldmcdonald 20.05.21 - 13:37

    Das könnte so laufen, ja…
    Aber:
    In welchem Wirtschaftssystem leben wir, nochmal? Sorgt dieses Wirtschaftssystem per se dafür, dass alle Beteiligten einen fairen Anteil an der Wertschöpfung erhalten? Ich bin da eher skeptisch.

  8. Re: Kolonialismus ist pragmatisch?

    Autor: BlindSeer 20.05.21 - 13:48

    Ich sagte ja auch "könnte", dass das entfeselte Wirtschaftssystem ohne leitende Grenzen ein Problem ist, ebenso wie die Aussage "ewiges Wachstum" habe ich ja auch schon geschrieben.

  9. Re: Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: splash42 20.05.21 - 19:05

    sigii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Witzig wie du deinen Kommentar so hinstellt als wären die ganzen Experten
    > Idioten.
    >
    > Hast du dir Mal abgesehen wieviel Energie der sehr große Kontinent so
    > produziert?
    >
    > Ich vermute fast nicht.
    >
    > Hast du dir die politische Lage Mal so am Mittelmeer angeguckt?
    >
    > Hast du dich mit den Überlegungen auseinandergesetzt hohe Energiemengen
    > über weite Strecken zu transportieren?

    Ich glaube, die Experten würden mir da sogar zustimmen. Mir geht es auch nicht darum, Energie in Afrika zu produzieren und nach Europa zu exportieren (zumindest im ersten Schritt), sondern die in Afrika produzierte Energie auch in Afrika zu verbrauchen. Man glaubt es kaum, aber Strom gibt es auch da und momentan wird der sicherlich mit schlechteren Umweltstandards produziert als hier.

    Also warum nicht erst einmal Afrika umrüsten und das Geld da investieren. Global würde man viel mehr kWh auf grün umstellen können, als wenn man es hier veranstaltet. Man muss den Storm ja auch nicht verschenken, aber selbst wenn man da Gewinn mit Strom macht, wäre es für Afrika günstiger, den Strom regenerativ zu erzeugen. Die VAE schaffen es teilweise schon mit knapp 1c / kWh - da kommen Kohle, Öl und Gas nicht mit.

    Wenn dort dann das Potential ausgeschöpft ist, kann man in Europa verstärkt umstellen, dann allerdings wieder mit besseren Technologien.

    Letztendlich sollte es ja das Ziel sein, den kompletten Globus auf Regenerativ umzustellen, warum dann nicht mit den sonnenreichsten und besten Standorten anfangen?

  10. Re: Wenn man pragmatisch wäre

    Autor: Lachser 24.05.21 - 22:14

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------Mir geht es auch
    > nicht darum, Energie in Afrika zu produzieren und nach Europa zu
    > exportieren (zumindest im ersten Schritt), sondern die in Afrika
    > produzierte Energie auch in Afrika zu verbrauchen. Man glaubt es kaum, aber
    > Strom gibt es auch da

    Ja schon erstaunlich. Es wäre eigentlich so einfach: sie haben genug Sonne und könnten da einfach ganz viele PV Panels aufstellen. Gibt genug Strom für die ganze Bevölkerung und dann noch ein gutes Geschäft machen und den Europäern den Überschuss teuer verkaufen.

    Wäre theoretisch sogar machbar. Praktisch aber nicht. Und da gibt es traurige Gründe, die auch erklären warum 'die Sahara zukleistern' nicht geht:
    Korruption, politische Instabilität, Unzuverlässigkeit, keine Planungssicherheit, keine Rechtssicherheit und die Regierung interessiert sich kaum für die Bevölkerung.

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