1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Umweltschutz: Verkehrsminister…

Sinnloses Geldverbrennnen

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema


  1. Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: nuclear 09.05.22 - 08:02

    So ein Quatsch. Eine Förderung von Besserverdienern auf Lastern der Geringverdinenern. Auf der einen Seite werden Milliarden verschwendet, auf der anderen Seite auch noch die gebrauchten aus dem Markt genommen.

    Dazu wird die Maßnahme wenig CO2 einsparen, vor allem im Bezug auf die Kosten. Man könnte so viel besser das Geld nutzen um Emissionen zu verringern.

    Ich hoffe, dass das Finanzministerium dem Quatsch blockiert.

  2. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Thamdar 09.05.22 - 08:23

    Ist man Besserverdiener, wenn man sich aktuell ein Auto für (nach Förderung) 30-40.000¤ finanziert, die Anzahlung für den Kredit mit dem alten Gebrauchten leistet und das ganze dann auf 8 Jahre laufen lässt? So zumindest läuft es aktuell häufig bei den Nachbarn und Bekannten, die nach und nach auf Elektro umsteigen. Als Besserverdiener würde ich diese Leute zu großen Teilen nicht bezeichnen, da deren Einkünfte zu meist rund um den Medianlohn herum liegen. Ohne die Förderung hätten sie sich diese Autos aktuell nicht leisten können.

  3. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: luke93 09.05.22 - 08:29

    Wer ein Auto mit Finanzierung auf 8 Jahre laufen lassen muss sollte besser keins kaufen.

  4. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: nuclear 09.05.22 - 08:33

    Tut mir leid. Aber wer ein PKW auf 8 Jahre finanzieren muss, der sollte sich keinen Neuwagen kaufen. Auch wenn bei den ePKW der Wertverlust noch nicht ganz so schlimm ist, so ist es einfach ein großes Risiko.

    Bei den genannten Gehältern bewegt sich der Kaufpreis bei über einem NettojahresEinkommen. Das ist doch krank.

  5. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: tomate.salat.inc 09.05.22 - 08:39

    Thamdar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist man Besserverdiener, wenn man sich aktuell ein Auto für (nach
    > Förderung) 30-40.000¤ finanziert, die Anzahlung für den Kredit mit dem
    > alten Gebrauchten leistet und das ganze dann auf 8 Jahre laufen lässt?

    Nein. Aber wenn du dich für ein Auto auf 8 Jahre verschulden musst, dann kannst du es dir auch eigentlich nicht leisten.

    Und damit hat der TO komplett recht. Die Förderung ist für Besserverdiener. Du musst schon einiges an Kohle machen (oder viel gespart haben) um dir "einfach mal so" einen Neuwagen leisten zu können.

    Hinzu kommst, dass du für ein E-Auto besser auch eine Wallbox zuhause hast. Gibt viele bei denen das nicht möglich ist.

  6. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Thamdar 09.05.22 - 08:51

    Das ist mir bewusst, dass 8 Jahre Finanzierung nicht dafür sprechen, dass man sich das Auto leisten kann. Und trotzdem machen die Menschen es, eben weil es diese Prämie gibt. Ob sie damit am Ende auf die Nase fallen, ist dann ein anderes Thema, denn das wird in der Statistik nicht mehr mit aufgeführt. Der Händler hat aber sein Flottenziel erreicht und der Bund kann den Erfolg der Prämie feiern.

  7. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Slartie 09.05.22 - 08:57

    Man ist derzeit fast immer automatisch zumindest ziemlich wohlhabend, wenn man überhaupt ein E-Auto infrastrukturell nutzen kann. Das heißt nämlich, dass man zuhause eine Wallbox hat, was in nahezu allen Fällen impliziert, dass man ein Haus besitzt.

    Gibt zwar Ausnahmen von dieser Regel, aber die sind selten genug, dass sie lediglich die Regel bestätigen.

  8. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Grimreaper 09.05.22 - 08:59

    Thamdar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist mir bewusst, dass 8 Jahre Finanzierung nicht dafür sprechen, dass
    > man sich das Auto leisten kann. Und trotzdem machen die Menschen es, eben
    > weil es diese Prämie gibt. Ob sie damit am Ende auf die Nase fallen, ist
    > dann ein anderes Thema, denn das wird in der Statistik nicht mehr mit
    > aufgeführt. Der Händler hat aber sein Flottenziel erreicht und der Bund
    > kann den Erfolg der Prämie feiern.

    Nach 8 Jahren sollte man so ein Batterieauto möglichst schnell wieder verkaufen, da dann bei den meisten Herstellern die Garantie auf die Batterie endet und sich diese dann kostenmäßig in ein riesiges Überraschungsei verwandelt.

  9. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Earlgrey 09.05.22 - 09:09

    Nur mal so in den Raum gefragt und dabei die Formulierungen einige Vorschreiber genutzt:

    Wenn es eine Förderung der Besserverdienenden ist, dann haben die das doch mit ihren höheren Steuern ohnehin vorfinanziert oder? Somit ist es nur eine Umverteilung der selbstgezahlten Steuern.

  10. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Dwalinn 09.05.22 - 09:20

    Versuchs erst garnicht damit stößt man hier auf Taube Ohren.

    Selbst die aktuelle Förderung wird ja schon als teufelszeug dargestellt und die ist oft kleiner als die Mehrwertsteuer die man aufs Auto zahlt.

  11. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Muntermacher 09.05.22 - 09:25

    nuclear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Quatsch. Eine Förderung von Besserverdienern auf Lastern der
    > Geringverdinenern. Auf der einen Seite werden Milliarden verschwendet, auf
    > der anderen Seite auch noch die gebrauchten aus dem Markt genommen.
    >
    > Dazu wird die Maßnahme wenig CO2 einsparen, vor allem im Bezug auf die
    > Kosten. Man könnte so viel besser das Geld nutzen um Emissionen zu
    > verringern.
    >
    > Ich hoffe, dass das Finanzministerium dem Quatsch blockiert.

    Gegenfrage: wie soll man Geringverdienern Autos vergünstigen ohne daß Beaserverdiener was davon haben?
    Was ist falsch daran, wenn Besserverdiener sich neue Autos kaufen wegen der Förderung, ihren Gebrauchten dabei früher verkaufen als sonst, der Gebrauchtmarkt daher überflutet wird, wodurch der Geringverdiener dort günstiger kaufen kann?
    Immer diese Linksextremen Keule. Bildung kann jeder haben. Kinder aus Geringverdiener Familien haben nicht eine schlechtere Schulbildung aufgrund fehlenden Geldes, sondern aufgrund dwr Einstellung und Vorbildfunktion der Eltern. Das ist aber kein Grund denen, die gelernt haben, es nicht zu gönnen (ja, umgekehrt müssen wir auch schauen, wie wir Kinder aus Geringverdienerfamilien besser besser motivieren können, damit es denen später beaser geht.)

  12. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Sharra 09.05.22 - 09:30

    luke93 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer ein Auto mit Finanzierung auf 8 Jahre laufen lassen muss sollte besser
    > keins kaufen.


    Rein aus wirtschaftlichen Märchengründen vielleicht nicht. Auf der anderen Seite sollte ein Auto durchaus problemlos 8 Jahre halten, ohne größere Reparaturen.
    Und was du komplett ausser acht lässt ist, dass die Leute oft nicht unbedingt ein Auto wollen, sondern brauchen. Wenn man aus den verschiedensten Gründen nicht einfach die ganze Familie einpacken und zum Job ziehen kann, spielen wirtschaftliche Gründe beim Auto selbst meist eine untergeordnete Rolle.

  13. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: notuf 09.05.22 - 09:34

    Thamdar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist man Besserverdiener, wenn man sich aktuell ein Auto für (nach
    > Förderung) 30-40.000¤ finanziert, die Anzahlung für den Kredit mit dem
    > alten Gebrauchten leistet und das ganze dann auf 8 Jahre laufen lässt? So
    > zumindest läuft es aktuell häufig bei den Nachbarn und Bekannten, die nach
    > und nach auf Elektro umsteigen. Als Besserverdiener würde ich diese Leute
    > zu großen Teilen nicht bezeichnen, da deren Einkünfte zu meist rund um den
    > Medianlohn herum liegen. Ohne die Förderung hätten sie sich diese Autos
    > aktuell nicht leisten können.

    Das fragst du ernsthaft? 30k egal, ob bar oder per Kredit muss man sich erst noch leisten können. Das sind immer noch locker > 300¤ pro Monat an Tilgung. Für 8 Jahre. Was ist, wenn man den Job verliert, aus diversen Gründen?

    Und was bekommt man denn für ein Auto für diesen Preis? Einen e-Corsa, eine e-Mokka... alles relativ kleine Zweitwagen für den Taler. Für Familien ist das leider nichts.

  14. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: notuf 09.05.22 - 09:38

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man ist derzeit fast immer automatisch zumindest ziemlich wohlhabend, wenn
    > man überhaupt ein E-Auto infrastrukturell nutzen kann. Das heißt nämlich,
    > dass man zuhause eine Wallbox hat, was in nahezu allen Fällen impliziert,
    > dass man ein Haus besitzt.
    >
    > Gibt zwar Ausnahmen von dieser Regel, aber die sind selten genug, dass sie
    > lediglich die Regel bestätigen.

    Man kann ein E-Auto noch immer über die stinknormale Steckdose oder eine 3-Phasen-Steckdose laden. Die Wallbox ist eher ein nice-to-have, damit der Energieversorger das für sich besser nutzen kann und später der Staat eine Infrastruktur hat, über die sich die zum Aufladen verwendete Solarenergie entsprechend versteuern lässt. Denn wenn Mineralölsteuer weniger wird, muss das kompensiert werden, denn die Ausgaben sind (auch dank solcher Umverteilungsprogramme) eben für den Staat noch da.

  15. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Grimreaper 09.05.22 - 09:40

    Muntermacher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nuclear schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So ein Quatsch. Eine Förderung von Besserverdienern auf Lastern der
    > > Geringverdinenern. Auf der einen Seite werden Milliarden verschwendet,
    > auf
    > > der anderen Seite auch noch die gebrauchten aus dem Markt genommen.
    > >
    > > Dazu wird die Maßnahme wenig CO2 einsparen, vor allem im Bezug auf die
    > > Kosten. Man könnte so viel besser das Geld nutzen um Emissionen zu
    > > verringern.
    > >
    > > Ich hoffe, dass das Finanzministerium dem Quatsch blockiert.
    >
    > Gegenfrage: wie soll man Geringverdienern Autos vergünstigen ohne daß
    > Beaserverdiener was davon haben?
    Wenn es nach der Linken und den Grünen ginge müssten idealerweise Leute mit B-Schein.. also den man auch für den Besuch der Tafeln braucht.. dann solche Batterieautos (und ggf. Fahrausbildung) geschenkt kriegen.. die Armen habens ja so schwer und sind ja fast alle unverschuldet in ihre Situation geraten. Wie kann man die so benachteiligen ggü den Durchschnittsbürgern??

  16. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: notuf 09.05.22 - 09:48

    Muntermacher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nuclear schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So ein Quatsch. Eine Förderung von Besserverdienern auf Lastern der
    > > Geringverdinenern. Auf der einen Seite werden Milliarden verschwendet,
    > auf
    > > der anderen Seite auch noch die gebrauchten aus dem Markt genommen.
    > >
    > > Dazu wird die Maßnahme wenig CO2 einsparen, vor allem im Bezug auf die
    > > Kosten. Man könnte so viel besser das Geld nutzen um Emissionen zu
    > > verringern.
    > >
    > > Ich hoffe, dass das Finanzministerium dem Quatsch blockiert.
    >
    > Gegenfrage: wie soll man Geringverdienern Autos vergünstigen ohne daß
    > Beaserverdiener was davon haben?
    > Was ist falsch daran, wenn Besserverdiener sich neue Autos kaufen wegen der
    > Förderung, ihren Gebrauchten dabei früher verkaufen als sonst, der
    > Gebrauchtmarkt daher überflutet wird, wodurch der Geringverdiener dort
    > günstiger kaufen kann?
    > Immer diese Linksextremen Keule. Bildung kann jeder haben. Kinder aus
    > Geringverdiener Familien haben nicht eine schlechtere Schulbildung aufgrund
    > fehlenden Geldes, sondern aufgrund dwr Einstellung und Vorbildfunktion der
    > Eltern. Das ist aber kein Grund denen, die gelernt haben, es nicht zu
    > gönnen (ja, umgekehrt müssen wir auch schauen, wie wir Kinder aus
    > Geringverdienerfamilien besser besser motivieren können, damit es denen
    > später beaser geht.)

    Wo sind denn die ganzen gebrauchten E-Autos aus dem aktuell laufendem Förderprogramm? War da nicht was mit Export nach DK?

  17. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 09:51

    Oh, eine gewagte Aussage in dem EU Land in dem die soziale Durchlässigkeit seit langem abnimmt und die Bildungschancen vom sozialem Start ins Leben abhängen wie in keinem zweiten.

    Das Hauptproblem ist, dass Besservedienende diese Förderung eigentlich oft nicht brauchen. Wie man damit umgehen könnte? Indem man einen Deckel auf den Verkaufspreis setzt der gefördert wird. Gibt es, allerdings einen sehr hohen. Wer ein Auto für 60k kaufen kann braucht in der Regel keine Förderung. Da wäre ein Deckel bei 30k sinnvoller. Das würde auch den Druck auf die Hersteller erhöhen im "mittlerem Segment" zu entwickeln anstatt nur die Sahne abzuschöpfen, weil man so teuer wie gefördert wird verkaufen will.

  18. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: Dakkaron 09.05.22 - 10:28

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thamdar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist man Besserverdiener, wenn man sich aktuell ein Auto für (nach
    > > Förderung) 30-40.000¤ finanziert, die Anzahlung für den Kredit mit dem
    > > alten Gebrauchten leistet und das ganze dann auf 8 Jahre laufen lässt?
    > So
    > > zumindest läuft es aktuell häufig bei den Nachbarn und Bekannten, die
    > nach
    > > und nach auf Elektro umsteigen. Als Besserverdiener würde ich diese
    > Leute
    > > zu großen Teilen nicht bezeichnen, da deren Einkünfte zu meist rund um
    > den
    > > Medianlohn herum liegen. Ohne die Förderung hätten sie sich diese Autos
    > > aktuell nicht leisten können.
    >
    > Das fragst du ernsthaft? 30k egal, ob bar oder per Kredit muss man sich
    > erst noch leisten können. Das sind immer noch locker > 300¤ pro Monat an
    > Tilgung. Für 8 Jahre. Was ist, wenn man den Job verliert, aus diversen
    > Gründen?
    >
    > Und was bekommt man denn für ein Auto für diesen Preis? Einen e-Corsa, eine
    > e-Mokka... alles relativ kleine Zweitwagen für den Taler. Für Familien ist
    > das leider nichts.

    Vor allem, wenn man eh schon so wenig übrig hat, dass man das Auto über 8 Jahre finanzieren muss, warumm nimmt man dann nicht sowas wie einen Dacia Spring für 18k? Mit der Förderung bleiben dann noch rund ¤7k übrig, das kann man dann schon eher über einen sinnvollen Zeitraum finanzieren. Außer natürlich, man will kein e-Auto, weil man es unbedingt braucht, sondern man will ein Statussymbol. Und das ist wieder etwas, wo ich mich frag, warum man das fördern sollte...

  19. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: der.zobel 09.05.22 - 10:39

    Earlgrey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Wenn es eine Förderung der Besserverdienenden ist, dann haben die das doch
    > mit ihren höheren Steuern ohnehin vorfinanziert oder? Somit ist es nur eine
    > Umverteilung der selbstgezahlten Steuern.

    Die Rechnung hätte ich gerne gesehen :D

  20. Re: Sinnloses Geldverbrennnen

    Autor: .02 Cents 09.05.22 - 10:40

    Es gibt viele Positionen in öffentlichen Haushalten, die man als "Verschwendung" bezeichnen kann. Es scheint aber mittlerweile relativ breiter gesellschaftlicher Konsens zu sein, dass die Umstellung auf E-Mobilität ein sinnvoller Ansatz sei, um Klimaziele zu erreichen. Und auch da herrscht ein weitgehender Konsens, dass es staatliche Aufgabe ist, so steuernd- und regelnd einzugreifen, dass diese Klimaziele erreicht werden (können). Vor dem Hintergrund scheint mir das eine sinnvolle Massnahme, um diese Ziele zu erreichen, denn die kritische Masse, dass zum Beispiel Vermieter oder Betreiber von öffentlichen Parkraum bis hin zu Hotels etc. von sich aus motiviert wären, Ladestationen anzubieten, scheint mir lange nicht erreicht.

    In dem Zusammenhang scheinen mir auch Konzepte wie die Pendlerpauschale viel fragwürdiger und bei weitem kostspieliger, da hier Anreize gesetzt werden, die Klimazielen diametral entgegen laufen - so wird hier umso mehr gefördert, je weiter täglich gependelt wird.

    Eine ähnliche steuernde Wirkung liesse sich sicher erzielen, indem man Verbrenner PKW über zusätzliche Steuern / Abgaben verteuert. So lange man aber diese Abgaben an die Anschaffung / Nutzung koppelt, werden immer diejenigen proportional stärker belastet, die am unteren Ende der Einkommensskala stehen. Für jemanden mit frei disponierbarem Einkommen - also Geld übrig nach Abzug aller regelmässigen Lebenshaltungskosten - bedeutet die Erhöhung eines Kosten-Position nur, das er über weniger frei disponierbares Einkommen verfügt. Für jemanden der von Gehaltszahlung zu Gehaltszahlung lebt, bedeutet die Erhöhung einer Kosten-Position zwingend, dass irgendwo anders eingespart werden muss, mit der "Schuldenspirale" als einzige Alternative. Wenn man also Elektro Mobilität billiger macht, dann gibt es mehr Leute, die sich den Umstieg leisten können. Wenn man Elektro Mobilität nicht fördert / subventioniert, aber zum Beispiel Verbrenner mit Zusatz Abgaben belegt, dann resultiert das darin, dass sich weniger Leute Individualverkehr leisten können. Das kann auch in der Netto Wirkung zu einer Erreichung der Klimaziele beitragen - das würde aber auch den Druck auf die Politik deutlich erhöhen, denn der Wähler ist nur dann grosszügig mit "Verzicht", wenn jemand anders vom Verzicht betroffen ist ... für den Verzicht anderer demonstriert man gerne (Friday for Future), der eigene Verzicht wird nicht ohne Widerstand akzeptiert.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Projektkoordinator (m/w/d)
    Packsize GmbH, Herford
  2. Automation Engineer (m/w/d)
    Packsize GmbH, deutschlandweit (Home-Office)
  3. Software Developer für Anwendungen und Schnittstellen (m/w / divers)
    Continental AG, Villingen
  4. Java / Kotlin Software Developer (m/w/d) in einem Cloud-Native-Stack
    PROSOZ Herten GmbH, Herten

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de