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Der Depp

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  1. Der Depp

    Autor: zonk 04.11.17 - 14:41

    Macht doch einmal was richtig.

    Wie kommt eine Regierung dazu etwas so massiv zu foerdern, was:

    a) nicht wirklich oekologischer ist
    b) Sowieso so teuer ist, dass es nur von Reichen, also nicht foerderungsbeduerftigen Menschen, gekauft wird.

  2. Re: Der Depp

    Autor: alf0815 04.11.17 - 15:07

    Und wer ist nun "Der Depp"?

  3. Re: Der Depp

    Autor: zonk 04.11.17 - 15:53

    Der Depp ist der mit dem toten Tier am Kopf. Aber auch ein blindes Huhn trinkt mal n'Korn

  4. Re: Der Depp

    Autor: azeu 04.11.17 - 20:41

    Du solltest Dich bei dem Thema echt mal besser informieren. Nicht, dass am Ende noch Du der Depp bist ;)

    DU bist ...

  5. Re: Der Depp

    Autor: HorkheimerAnders 04.11.17 - 22:36

    Wieso? Den Krieg von ein paar Wilden für das Wohlbefinden von 1-2 unserer Generationen? Es gab hierzu immer nur eine Antwort. Wer sich zu gut dafür ist darf gerne auswandern.

  6. Re: Der Depp

    Autor: zonk 05.11.17 - 07:08

    Reichtum auch noch mit öffentlichen Geldern zu fördern, damit ein paar autofreaks dann 2 Tonnen Karren mit 600 ps fahren können findest du also gut? Ich glaub mit 100.000 eur könnte jeder weit mehr für die Umwelt tun als ein bescheuertes Auto zu kaufen!

  7. Re: Der Depp

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 05.11.17 - 09:52

    zonk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommt eine Regierung dazu etwas so massiv zu
    > foerdern, was:
    > a) nicht wirklich oekologischer ist
    > b) Sowieso so teuer ist, dass es nur von Reichen, also
    > nicht foerderungsbeduerftigen Menschen, gekauft wird.

    Das macht eine Regierung, die weiter denkt als ihr Arm lang ist.
    Jeder Wandel muss irgendwo und irgendwann anfangen.

    Grob vereinfacht:

    Wenn man jetzt die Wohlhabenden mit einer Steuererleichterung dazu bringt, Geld für eine neue Technologie auszugeben, landet dieses Geld dort, wo diese Technologie weiter entwickelt und damit preiswerter und für weniger Wohlhabende erschwinglich wird. Die Steuererleichterung direkt in die Forschung zu pumpen würde dort deutlich weniger Kapital bedeuten, denn die Early Adopter packen immerhin ein paar zehntausend Öcken drauf, wenn sie das Auto kaufen.

    Gleichzeitig gurken auf diese Weise zunehmend Elektrofahrzeuge herum und die kleinen Michel sehen, dass das gar kein Hexenwerk ist. Gleichzeitig sind die großen Michel - also diejenigen, die jetzt schon Elektroautos fahren - bestrebt, ihren Spielplatz noch gemütlicher zu gestalten. Sie möchten für ihre tollen Elektroautos Ladestationen an jeder Ecke und weil sie zu der Klasse gehören, die mit Politikern im gleichen Golfclub ist und Samstags Poker spielt, wird ihr Wunsch viel eher gehört als der des kleinen Michels, der allerdings auch von der Infrastruktur profitiert, sobald er mit Elektromobilität an der Reihe ist.

    Des weiteren gibt es durchaus widersprüchliche Studien, allerdings scheint Elektromobilität in der Gesamtheit bereits jetzt geringfügig ökologischer zu sein. Energieumrechnung ist ja immer so eine Sache, aber wer sein Auto auftankt, denkt vermutlich nicht so viel darüber nach, wie viel Sekundärenergie aufgewendet werden musste, um diese Tankfüllung zu fördern, zu transportieren, zu raffinieren und zu verteilen. Vor über einem Jahrhundert waren die ersten Motorkutschen ja auch nicht unbedingt sauberer als Pferdefuhrwerke, obwohl deren Hottehühs schon ganz ordentlich gesch*ssen und gebläht haben und ihr Kraftfutter auch produziert und in die Städte geschafft werden musste.

    Man sollte eventuell auch im Hinterkopf haben, dass der Umweltschutz nur ein und womöglich nicht einmal der wichtigste Grund für den angestrebten Wandel ist (Er ist nur gerade sehr sexy ...).
    Der Knackpunkt ist ein anderer: Auch wenn die fossilen Brennstoffe nach aktuellen Rechnungen noch deutlich länger reichen als noch vor einigen Jahren angenommen, gehen sie doch zu Ende. Das ist unausweichlich. Und noch lange, bevor sie wirklich aufgebraucht sind, wird es gewaltige Konflikte um den Zugang und die Verteilung dieser endlichen Ressource geben. Deshalb ist es klug, sich schon davon unabhängig zu machen, so lange einem das Wasser noch nicht bis Unterkante Oberlippe steht.

    Regenerative Energie ist langfristig unausweichlich, aber sie hat einen entscheidenden Nachteil: Der Großteil der derzeitigen (technischen) Verbraucher kann nichts damit anfangen, weil sie auf chemische Energieträger ausgelegt sind. Und das, womit man noch nicht viel anfangen kann, wird gerne nach hinten geschoben. Also beginnt man *jetzt* damit, die Verbraucherstrukturen so umzubauen, dass sie den Wechsel zu regenerativen Energiequellen befördern. Bei denen kommt am Ende kein Kraftstoff, sondern Elektrizität raus, also braucht man mehr Verbraucher für Elektrizität und der Individualverkehr ist ein verdammt großer Verbraucher.

    Dass die USA es etwas lockerer sehen als die Europäer ist nachvollziehbar. Immerhin haben sie deutlich größere Reserven an fossilen Brennstoffen vor der Haustür und schon mal prophylaktisch ein paar Flugzeugträger dort geparkt, wo auch noch eine Menge davon vorhanden ist. Allerdings wird ihnen das am Ende auch nur ein paar zusätzliche (und sehr unruhige) Jahrzehnte mit vollen Tanks bescheren, weshalb die führenden Köpfe in den USA das Thema Energiewende ebenfalls durchaus auf dem Plan haben.
    Sie haben es womöglich lediglich versäumt, dies ihrem Kasper im Weißen Haus klarzumachen, oder dieser hat die Problematik intellektuell nicht vollumfänglich verstanden. Oder er ist mal wieder nur der nützliche Idiot, der jetzt das Eine sagt, um die Gemüter seiner ähnlich gering belichteten Landsleute zu beruhigen und sich nächste Woche - wie schon so oft - selbst widerspricht, um ihnen die bittere Pille mit einem "Aber ich hab's aber versucht"-Überzug doch noch unterzujubeln.

    Kurz: Unsere Kinder oder spätestens unsere Enkel werden ausschließlich elektrisch fahren, weil sie es *müssen*. Die Frage ist, wie einfach wir uns und ihnen den Wechsel machen wollen. Faustformel: Je früher, desto sanfter, desto einfacher.

  8. Re: Der Depp

    Autor: |=H 06.11.17 - 09:18

    Und genau da ist doch der Fehler, denn jetzt, durch das Model 3 von Tesla oder den Bolt von GM, dem kommenden Nissan Leaf 2 kommen die Fahrzeuge, die für "normale" Menschen interessant sind. Wenn, dann war die Förderung zu früh. Sie jetzt zu beenden macht sie aber wirklich nur zu einem Bonus für "Reiche".

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