-
Der Grund ist viel trivialer
Autor: derdiedas 26.03.23 - 16:50
Mit der eFuel "Lücke" können unsere Hersteller hier in Europa die Autos vor dem KBA zulassen. Diese Zulassung gilt dann in den meisten Ländern und damit kann man dann auch diese Autos dort zulassen. Dort werden diese Autos natürlich NICHT mit eFuels betrieben - und so spart man sich geschiss.
Hier wird es maximal alibi Karren geben die man einigen Behörden schenkt - mehr nicht.
Gruß DDD -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: WinnieW 26.03.23 - 17:20
Naja, es war ja auch vor der Entscheidung dass sich Privatbürger nun e-Fuel-Verbrenner ab 2035 kaufen können vorgesehen dass es Ausnahmen geben soll und bestimmte kommunale, behördliche oder militärische Fahrzeuge weiterhin mit Verbrennungsmotor betrieben werden dürfen.
Die Regelung gilt ohnehine nur für PKW und leichte Transporter. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gewicht, bzw. zukünftig 4,25 Tonnen Gewicht.
Alle Fahrzeuge über 4,25 Tonnen Gewicht dürfen auch nach 2035 mit Verbrennungsmotor fahren, für diese Fahrzeuge sollen gesonderte Regeln bis 2040 geschaffen werden.
Für Feuerwehr-, Rettungs-, Notarzt-, und Polizeifahrzeuge hätte es auch ansonsten Ausnahmen vom Verbrennerverbot gegeben, ohne die Anstregung der FDP. -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: Toemmelord 26.03.23 - 19:40
Der FDP geht es aber nicht um diese Spezialfälle, sondern um Porsche für Reiche, die weiterhin die Luft verpesten und mit ihrem Lärm rumnerven dürfen sollen.
-
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: MasterBlupper 26.03.23 - 21:17
Toemmelord schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Der FDP geht es aber nicht um diese Spezialfälle, sondern um Porsche für
> Reiche, die weiterhin die Luft verpesten und mit ihrem Lärm rumnerven
> dürfen sollen.
... und vor allem genau explizit für Porsche und nur für Porsche. Auch das muss man immer wieder erwähnen, da bis auf Porsche kein (!) Autohersteller überhaupt nur entfernt plant auf E-Fuel noch zu setzen für den Privat-KFZ-Verkehr.
Selbst die Hersteller die aktuell an E-Fuel forschen planen absolut keine Lieferung an Endkunden, da selbst die Belieferung der Bestandsflotte an Schiffe, Flugzeuge, Feuerwehr-Fahrzeuge, Militärfahrzeuge etc. schon eine Mamut-Aufgabe sein wird. Für das unnötige "verschwenden" von Energie zur Erzeugung von E-Fuel wird es schlichtweg viel zu wenig geben (bzw. viel zu teuer sein).
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.23 21:20 durch MasterBlupper. -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: Emulex 26.03.23 - 21:34
derdiedas schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Mit der eFuel "Lücke" können unsere Hersteller hier in Europa die Autos vor
> dem KBA zulassen. Diese Zulassung gilt dann in den meisten Ländern und
> damit kann man dann auch diese Autos dort zulassen. Dort werden diese Autos
> natürlich NICHT mit eFuels betrieben - und so spart man sich geschiss.
>
Nehmen wir für einen Moment an das wäre der Grund.
Wo liegt das Problem den deutschen/europäischen Herstellern den internationalen Wettbewerb zu vereinfachen?
Ist der Hass schon so groß, dass man den eigenen Firmen und ihren Mitarbeitern, den eigenen Nachbarn und Mitmenschen, nur noch höchstmöglichen Schaden wünscht? -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: kingkong37 26.03.23 - 21:42
>Der FDP geht es aber nicht um diese Spezialfälle, sondern um Porsche für Reiche die weiterhin die Luft verpesten und mit ihrem Lärm rumnerven dürfen sollen.
ein porsche "nervt" viel weniger als jedes 50ccm mopped, von "sport"-motorrädern ganz zu schweigen, die VIEL lauter sind (weil sich keine sau um die ohnehin schon vollkommen absurden lärmemissions-normen schert) und von denen VIEL mehr rumfahren.
im gegensatz dazu fahren einfach viel zu wenige solcher porsche-ähnlichen fahrzeuge von "reichen(TM)" rum, als das sie relevant wären...
efuels bedeutet einfach nur pkw mit verbrennermotor werden nicht per default verboten, das wars.
den rest regelt der markt.
sind efuels zu teuer (wie prognostiziert), werden sie nicht gekauft und menschen fahren e-pkw.
ich hab aber das gefühl, das wird sich noch zeigen ob das so sein wird, und ich hab diesbezüglich wirklich keine präferenz, mir ist vollkommen egal womit ich durch die gegend fahre, hauptsache ich komme zuverlässig von a nach b.
bahn wäre noch besser, kann man ja aber bzgl. zuverlässigkeit vergessen und das wird sich auch nicht ändern in den nächsten jahren... -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: Casio 26.03.23 - 23:06
Emulex schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> derdiedas schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Mit der eFuel "Lücke" können unsere Hersteller hier in Europa die Autos
> vor
> > dem KBA zulassen. Diese Zulassung gilt dann in den meisten Ländern und
> > damit kann man dann auch diese Autos dort zulassen. Dort werden diese
> Autos
> > natürlich NICHT mit eFuels betrieben - und so spart man sich geschiss.
> >
>
> Nehmen wir für einen Moment an das wäre der Grund.
> Wo liegt das Problem den deutschen/europäischen Herstellern den
> internationalen Wettbewerb zu vereinfachen?
> Ist der Hass schon so groß, dass man den eigenen Firmen und ihren
> Mitarbeitern, den eigenen Nachbarn und Mitmenschen, nur noch
> höchstmöglichen Schaden wünscht?
Ich sehe eher als Problem, dass damit Mittel- bis langfristig der heimischen Industrie geschadet wird. Der Zwang zur Umstellung auf weltweit verkäufliche e/Wasserstoff Autos usw. wird dabei verzögert und schadet schlussendlich den Herstellern die man eigentlich schützen wollte. -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: no one 27.03.23 - 08:12
Ich finde auch das Handel, Industrie und Arbeitsplätze (Feigenblatt) sowie Profite immer wichtiger sind als Maßnahmen zum abwenden der drohenden globalen Klimakatastrophe.
-
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: CreateurDeMalheur 27.03.23 - 11:53
Du kannst beim KBA kein Auto für ausserhalb EU Typ-zulassen. Von daher eh egal.
<HIER> klicken um mehr zu erfahren. -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: derdiedas 27.03.23 - 14:34
Falsch - wenn ein Auto eine Typengenehmigung hat dann gilt diese dank internationaler Abkommen überall. Sprich ich kann das Auto mit vereinfachten Mitteln auch in den USA zulassen (Voraussetzung die dort geltenden Regeln werden eingehalten).
Genauso kann ich halt ein US Auto hier importieren was hier gar nicht zu kaufen gibt und bekomme es zugelassen wenn es unsereRegeln einhält.
Und in Ländern wie Dubai, oder Katar reicht die EU Typenzulassung vollkommen aus.
Gruß DDD -
Re: Der Grund ist viel trivialer
Autor: Chevarez 01.04.23 - 02:39
kingkong37 schrieb:
---------------------------------------------------------------------
> efuels bedeutet einfach nur pkw mit verbrennermotor werden nicht per
> default verboten, das wars.
Das sind sie auch ohne Wissings Trollversuche nie gewesen. Der Bergriff "Verbrennerverbot" ist ein vom Volksmund geprägter Begriff. Es geht im Gesetz explizit darum, Fahrzeuge mit lokalem Ausstoß klimarelevanter Emissionen zu verbieten. Und da gehören Verbrenner auf fossilen und diesen nachgeahmten Energieträgern unumstritten dazu.
Der von beispielsweise auch Hyundai gerade für nächstes Jahr entwickelte Wasserstoff-Verbrennungsmotor wäre z. B. ebenfalls ein Otto-Motor und zugelassen, weil er mit Wasserstoff fährt und somit eben genau keine klimarelevanten Abgase im Betrieb emittiert.
Man will technologieoffen sein, Forschung und Fortschritt zelebrieren, Verbrenner-Know-how in Deutschland behalten (alles Wissings Worte) und schafft es - als vermeintlich weltweit führende Nation der Verbrennungskraftmaschinenentwickler - nicht, das Gesetz einzuhalten, ohne für sich exakt eine komplette Ausnahme zu einzubauen. Echt bezeichnend und traurig.
Man lässt sich, durch jahrzehntelanges in Watte Einpacken durch hiesige Politdumpfbacken, von den Koreanern die Butter vom Brot nehmen und zeigt genau null Fortschritt und kein Know-how. Dadurch verliert man weltweit immer mehr an Ansehen und rutscht in die Bedeutungslosigkeit ab.
Am Ende ist Porsches Zweigleisig-Fahren derart teuer und die eine Luxus-Spielreihe mit eigener Verbrennermanufaktur derart irrelevant, dass wieder der Staat Arbeitsplätze sichern muss, weil man sich halt, wie schon so oft, verkalkuliert hat. Wie halt bei der E-Fuels-Pilotanlage in Chile auch . Und nach Subventionen für E-Fuels wird deshalb auch schon jetzt geschriehen. Das ist an Dummheit kaum noch zu überbieten. Kommt ja auch von der Af... Ach Quatsch - FDP. Konservieren von Rückständigkeit ist da synonym mit "Technologieoffenheit".
> den rest regelt der markt.
Der Markt regelt das immer. Bis er es mal nicht im Interesse der Herren von der großartigen Wirtschaftspartei FDP läuft. Dann müssen staatliche Eingriffe her.
Weil diese Zivilversager nämlich nicht mal Ahnung davon haben, wofür sie eigentlich stehen - Markt und seine Gesetze. Für E-Fuels und auch dem zugrundeliegendem Wasserstoff existiert eine derart gigantische Nachfrage, dass es auf absehbarer Zeit in diesem Markt keine Preiselastizität selbst bei steigender Produktion geben wird. Das wüsste man, hätte man von Volkswirtschaft Ahnung.
Weiter gibt es auf dem Markt eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Sektoren, für die Wasserstoff die einzige Alternative ist, fossile Energieträger zu ersetzen. Der PKW-Sektor wäre aber glücklicherweise keine solche Konkurrenz, denn immer, wenn es zum starkt nachgefragten Produkt eine günstigere und bessere Alternative gibt, dann wechseln Marktakteure diesen Switch zur Alternative wahr.
Die FDP agiert allerdings jetzt durch massive Lobbyarbeit dahingehend, dass sie E-Fuels subventioniert haben will, so dass sie genausovil kosten, wie E-Autos auch. Damit existiert allerdings keine treibende Stellgröße mehr, um E-Autos als günstigere Alternative wahrzunehmen. Die Marktgesetze ( = Preisbildung durch Angebot und Nachfrage) wurden aktiv von angeblichen Anhängern des freien Marktes sabotiert.
Können E-Fuel-Käufer für PKWs jetzt allerdings durch ausgehebelte Marktgesetzen günstiger in Konkurrenz zu Sektoren treten, die keine Alternativen haben, wird erst der Preis für den Rohstoff Wasserstoff anziehen, bis die anderen Sektoren wieder auf ihre fossilen Energieträger zurückfallen müssen. Dadurch wird durch jedes Gramm Wasserstoff, das diesen Sektoren fehlt, weil es für PKWs verdummt wird, wieder CO2-Ausstoß verursacht.
Es gibt für PKWs schlicht kurz- bis mittelfristig (< 50 Jahre) keine CO2-neutralen E-Fuels. Das sind Märchengeschichten von Menschen wie Wissing und Lindner, die von Basisgesetzen der Volkswirtschaftsleere nicht den Hauch einer Ahnung haben. Und ja, sowas ist unser Finanzminister! Und ja, sowas nennt sich Wirtschaftspartei! Dumme Schwätzer ohne Moral und Vernunft.



