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  5. › Verkehr: Selbstfahrende E-Taxis sind…

Am besten ist und bleibt die Schiene

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  1. Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Anonymer Nutzer 29.03.18 - 11:30

    Nichts nutzt Fahrzeuge und Antriebsenergie so effizient wie ein Zug (oder Straßenbahn, Ubahn, S-Bahn), zumal Elektromobilität ganz ohne teure und komplexe Akkus.

    Es stinkt mir absolut, wie die EAutos, die lediglich das geringere Übel sind, die Eisenbahn aus der Diskussion um die Verkehrswende verdrängen. Es ist auch nicht so, als ob wir uns den Luxus von Mobilität überhaupt noch leisten können, wenn der Planet nicht langfristig vor die Hunde gehen, selbst mit konsequentem Umbau auf Fahrrad und Eisenbahn wird es schwierig hier ein Gleichgewicht zu finden, wenn langfristig 11 Milliarden auf diesem Planeten leben und immer mehr davon auch Mobilität wollen. Individualverkehr ist auch mit Computer und Akku eine Sackgasse. Er muss bestmöglich zurückgedrängt werden, stattdessen gibt es nun bizzare Förderung für EAutos mit Millionen Euro, während weiterhin zB Güterbahnstrecken stillgelegt und tausende Lkw zusätzlich auf die Straßen verlagert werden.

    Unsere Verkehrspolitik ist ein Desaster und die EAutos machen das Grundproblem langfristig sogar größer, sollten sie auch noch Personenverkehr von der Schiene auf die Straße verlegen. Kein Problem des viel viel höheren Energieverbrauchs pro Personenkilometer, Feinstaub durch Reifen oder Bremsen oder der Blechlawine auf den Straßen ist damit gelöst, nur weil man Benzintank durch Akku und Fahrer durch Computer ersetzt, sondern sogar weiter verschärft, da dann zB auch Mobilität der zig Millionen Menschen ohne Führerschein (Kinder, Senioren,..) von der Schiene auf die Straße verlegt wird. Absoluter Irrsinn. Die Autoindustrie reibt sich insgeheim die Hände.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.18 11:32 durch Hackfleisch.

  2. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Pferdesalami 29.03.18 - 11:53

    11 Milliarden ist leider noch relativ konservativ geschätzt. Denke eher wird sich bei 20 Milliarden einpendeln.

  3. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: knabba 29.03.18 - 12:03

    Grundsätzlich haben sie Recht aber sie sind zu dogmatisch. Auch das E-Auto hat eine Berechtigung. Der Weg vom Bahnhof zur Wohnung ist oftmals sehr weit. Und da ist ein E-Auto schon sinnvoll. Auch für den Transport von Dingen....

  4. Schiene: Auch da gibt es noch viel zu tun

    Autor: Anonymer Nutzer 29.03.18 - 12:03

    Das einzige worauf man sich zum Beispiel in München verlassen kann ist dass es Probleme gibt. Besonders im Winter sind Termine kaum einzuhalten wenn man die Öffentlichen nutzt.

    Usw.

  5. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Vollstrecker 29.03.18 - 12:10

    an meinem Supermarkt hält der ICE leider nicht :(

  6. Gibt vermutlich auch noch andere Gründe

    Autor: Satcadir 29.03.18 - 12:29

    warum z.B. die für Kinder kostenlose Strassenbahn an der Schule meiner Töchter leer und pünktlich ankommt und trotzdem die Eltern Fahrgemeinschaften bilden, um ihre Kinder per Auto ans Ziel zu bringen.

    Muss ich doch mal fragen, warum das so ist...

  7. Re: Schiene: Auch da gibt es noch viel zu tun

    Autor: Muhaha 29.03.18 - 13:06

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige worauf man sich zum Beispiel in München verlassen kann ist dass
    > es Probleme gibt. Besonders im Winter sind Termine kaum einzuhalten wenn
    > man die Öffentlichen nutzt.

    Das liegt aber nicht an der Schiene per se, sondern weil die Münchner Verkehrsbetriebe nicht genug Geld in die Wartung und Winterfestigkeit des Fahrzeugsparks stecken wollen.

    Ist doch bei der Bundesbahn genauso. Da wurden Wartung und Wintervorbereitung so lange "optimiert", bis jede kleine Schneeflocke sofort für erhebliche Verzögerungen sorgt. Zugefrorene Türen sind mittlerweile mühsam erduldeter Standard und wenn es noch einen Tacken kälter wird, spinnt die Bremshydraulik und Züge fallen ganz aus. Nicht, weil Schiene für den Wintereinsatz nicht geeignet ist, sondern weil die Sesselfurzer im Vorstand sich an jährlichen Einsparungsquoten aufgeilen, um nach der Sitzung in der Limousine nach Hause chauffiert zu werden.

  8. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: mxcd 29.03.18 - 13:52

    Den Supermarkt gibt es nur, weil das Auto so verbreitet ist.
    In der Ex-DDR konnte man sich den Wandel im Zeitraffer ansehen.
    Früher gab es in jedem Viertel mehrere "Konsum" Läden, wo man Essen kaufen konnte.
    Nach der Wende sind diese alle verschwunden, weil die Leute mit den überteuerten Gebrauchtwagen, die ihnen angedreht worden waren zu Aldi gefahren sind.

    Wenn Autobesitz in Städten wieder die Ausnahme ist, gibt's auch wieder Tante Emma Läden.

  9. Re: Gibt vermutlich auch noch andere Gründe

    Autor: Nullmodem 29.03.18 - 14:47

    Satcadir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum z.B. die für Kinder kostenlose Strassenbahn an der Schule meiner
    > Töchter leer und pünktlich ankommt und trotzdem die Eltern
    > Fahrgemeinschaften bilden, um ihre Kinder per Auto ans Ziel zu bringen.
    >
    > Muss ich doch mal fragen, warum das so ist...

    Möglicherweise liegt es ja nicht nur daran, ob die Tram an der Schule ankommt, sondern auch, wie weit es von der Haustür zur Tramstation ist, wie oft man umsteigen muss und wie lange die fährt.

    nm

  10. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: josef_mo 29.03.18 - 18:08

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nichts nutzt Fahrzeuge und Antriebsenergie so effizient wie ein Zug (oder
    > Straßenbahn, Ubahn, S-Bahn), zumal Elektromobilität ganz ohne teure und
    > komplexe Akkus.

    Mag sein, dass der Wirkungsgrad beim Zug am höchsten ist. Allerdings ist es ansonsten eine Geldverbrennungsmaschine.

    Ein Kilometer U-Bahn kostet 300 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro.
    Ein Kilometer Straße weniger als eine halbe Million.

  11. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Patman 29.03.18 - 18:14

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und die EAutos machen das
    > Grundproblem langfristig sogar größer, sollten sie auch noch
    > Personenverkehr von der Schiene auf die Straße verlegen.

    Warum verlegen e-Antriebe den Personenverkehr auf die Straße?

  12. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Anonymer Nutzer 29.03.18 - 22:21

    Der Wirkungsgrad beim Zug relativiert sich aber wieder, wenn der Zug fast leer ist und er trotzdem von A nach B über C bis Z fahren muss.

    Das wird nämlich beim Zug gerne vergessen. Der Zug ist super effektiv, aber leider nur in den Stoßzeiten.

  13. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: amagol 29.03.18 - 22:52

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Autobesitz in Städten wieder die Ausnahme ist, gibt's auch wieder
    > Tante Emma Läden.

    Wohl kaum. Wenn dann werden Lieferdienste diese Luecke schliessen.

  14. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Anonymer Nutzer 29.03.18 - 23:12

    Ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Bei den Mieten in den Städten kann sich keine Tante Emma mehr einen Laden in der City leisten.

  15. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: happymeal 29.03.18 - 23:27

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mxcd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Autobesitz in Städten wieder die Ausnahme ist, gibt's auch wieder
    > > Tante Emma Läden.
    >
    > Wohl kaum. Wenn dann werden Lieferdienste diese Luecke schliessen.

    Wie lang braucht denn so ne Pizza mit der Bahn?

  16. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: PineapplePizza 29.03.18 - 23:40

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zumal Elektromobilität ganz ohne teure und komplexe Akkus.

    Wir sollten es so machen wie in The Matrix.

    Jeder bekommt seinen Sarg wo er drin liegen kann. Mit Internetanschluss.

    Dann verlagern wir die ganze Chose in eine VR-Umgebung und schon ist das Mobilitätsproblem gelöst, weil keiner mehr seinen Arsch quer durch die halbe Welt transportieren lassen muss.

  17. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: Ach 30.03.18 - 03:00

    Das ist ja fast schon ein gefährlich depressives Resümee, und es ist auch falsch. Zwei Dinge kommen da zusammen, die sich beide ausgesprochen positiv auf die Energiebilanz auswirken.

    1 Das eine ist natürlich die Sparsamkeit der Stromer und ihre Kompatibilität zu jeder verstrombaren Energieressource quellen. Bereits jetzt ungefähr halbiert ein Stromer im Betrieb den CO2 Ausstoß/Km gegenüber einem Verbrenner, und irgendwann werden die betrieblichen CO2 Emission auf Null sinken.

    2. Die Automation. Die bedeutet, dass ein Wagen statt von einer von viele Menschen genutzt werden wird. Das spart nicht nur sehr viel Material, auch gewinnt man den Platz zurück, den die ganzen nicht fahrenden Autos zum Parken benötigen. Es wir Wagenflotten direkt von den Herstellern geben, womit sich deren Perspektive zu ihren Produkten um 180° dreht. Plötzlich spielt die Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Wartungsarmut in ihre eigenen Hände. Dazu addiert sich ohnehin als ca. doppelt so lang angenommenen Lebensdauer von Elektroautos. Insgesamt ist ein Einsparungspotenzial um den Faktor 10 sicher nicht übertrieben.

    3. Es wird automatische Minibusse geben, bei denen man Fahrten chartern, oder sich gecharterten Fahrten anschließen kann. Z.B. für den Weg zur Arbeit.

    4. Das ganze elektrische Transportwesen das, wie man mit Teslas Semi bereits erahnt, schneller über uns hereinbrechen wird als man jemals geglaubt hat. DPD, Hermes, UPS, der Postbote, der Bäcker und die Müllabfuhr, alles wird nur noch leise durch die Gegend zippen.

    5. Und dann ist da ja noch das Bike/E-Bike. E-Auto und E-Bike schließen sich auch überhaupt nicht aus, ganz im Gegenteil ist dank der autonomen Flotten ja bald mehr Platz auch für Fahrräder.

    Die Elektromobilität wird aus Umweltgesichtspunkten sogar erfolgreicher werden als die Fahrrad-Bahn Kombination, weil jene immer nur einen Teil der Mobilität abdecken kann, Gehandicapte außen vor bleiben und die Leute, die auf ihren Stinker tatsächlich angewiesen sind, niemals umsteigen werden, gestützt von der Wirtschaft, die niemals einen solchen Zwang über sich ergehen lassen wird. Es gäbe Stau an den Bahnhöfen, Verspätungen, Gedränge und die Stinker wären immer noch überall. Eine Horrorvorstellung Auf die E-Mobilität freue ich mich dagegen richtig.

  18. Re: Am besten ist und bleibt die Schiene

    Autor: jacki 01.04.18 - 04:23

    Schade dass du die Individualität nicht zu schätzen weist und sie auch keinem zugestehen willst. 1804 war Eisenbahn toll aber ich versteh ganz gut warum man davon weggeht.
    Sachen wie Hyperloop können irgendwann, irgendwo Sinn machen, aber für den Alltag ist es längst ungeeignet und es wäre ein riesen Rückschritt um einige Jahrzehnte.
    Du müsstest das ganze Land mit Schienen, Oberleitungen und Haltestellen alle paar Meter vollbauen. Oder wie weit willst du die Senioren im Regen mit Einkaufskiste in der Hand laufen lassen?
    Der Spaß ist auch alles andere als wartungsarm, leise, usw. Schienen kosten mehr als Straßen und können nicht beliebig geändert, umfahren, verbreitert, überquert, usw. werden.
    Die Welt ist längst individuell, da kannst du nicht plötzlich die Mobilität an starre Schienen und Bahnhofe binden, das ist das Gegenteil von Freiheit und Fortschritt. Mich macht wiederum stinkig dass du Null siehst was alles ohne Autos nicht mehr gehen würde und dass Individualverkehr auch viel Lebensqualität ist.
    Klar mag eine vollbesetzte Bahn in manchen Fällen rechnerisch effizienter von A nach B kommen, sofern alle zur gleichen Zeit genau zu B wollen und nichts zu transportieren haben. Für mich reicht das als Argument aber absolut nicht aus all die Nachteile in Kauf zu nehmen. Genauso wenig ein Bremsenstaub der bei E-Autos durch Rekuperation kaum anfällt vor allem wenn es selbst fährt und mit anderen Autos sowie Ampeln, etc. vernetzt ist.
    E-Autos sind schon eine deutliche Verbesserung zum Verbrenner, vor allem wenn der Strommix immer grüner, Akkus langlebiger und besser recycelt sowie Fahrzeuge sehr viel mehr geteilt(autonome eTaxis) werden.
    Klar freut sich die Autoindustrie wenn sie Autos verlaufen kann. Und nu? Lass sie sich doch freuen, Millionen Arbeitsplätze freut es auch und die Bahn würde sich auch die Hände reiben wenn sie gezwungenermaßen 80 Millionen teure Monatstickets verkaufen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.04.18 04:25 durch jacki.

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