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Gutes Beispiel Dresden
Autor: ezadoo 15.09.20 - 13:53
In Dresden gibt es eines der besten Straßenbahnnetze in ganz Deutschland. Abgestimmt mit dem Verkehrsleitsystem und durch ein sehr großes Netz ein sehr gutes und leistungsfähiges Tramsystem und hat die zufriedensten Fahrgäste von ganz Deutschland.
Und man plant konstant immer noch eine Erweiterung des Netzes um weitere Linien.
Jeder der sich gegen eine Straßenbahn und stattdessen für ein reines Busnetz ausspricht sollte einfach mal in Dresden ein paar Tage den ÖPNV benutzen und sehen, wie gut (und zuverlässig) das funktionieren kann. Auch zerstört es weder das Straßennetz, no ist es zu laut und verschandelt auch nicht die Alt- und Innenstadt.
Dass die Tram dem Bus in Zuverlässigkeit und Kapazität überlegen ist, ist auch der Grund warum immer mehr Städte den Bau (oder Wiederaufbau) einer Straßenbahn planen, so z.B. auch in Kiel wo man die Straßenbahn Mitte der 80er eingestellt hat und nun wieder eine plant. -
Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: robser 15.09.20 - 13:56
Das ist ja langweilig wenn es so gut funktioniert.
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Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: M.P. 15.09.20 - 14:24
In Straßenbahnen ist es nie langweilig ;-)
Da tobt in der Regel das pralle Leben .... -
Trotzdem: Niemand schlägt Zürich!
Autor: mfeldt 15.09.20 - 16:21
Bestes ÖPNV/Tram-Netz von Welt! Macht alles andere überflüssig, sogar Zu-Fuß-Gehen!
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Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: peace 15.09.20 - 16:49
Habe da mal für ein paar Jahre gewohnt und kann das bestätigen.
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Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: Trockenobst 16.09.20 - 03:35
ezadoo schrieb:
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> In Dresden gibt es eines der besten Straßenbahnnetze in ganz Deutschland.
> Abgestimmt mit dem Verkehrsleitsystem und durch ein sehr großes Netz ein
> sehr gutes und leistungsfähiges Tramsystem und hat die zufriedensten
> Fahrgäste von ganz Deutschland.
Das ist in Zürich auch gut und in München mag ich die Trambahn auch gern.
Nur: das ist in Wiesbaden eher neu und passt nicht wirklich ins Raumkonzept. Das wirkt dort etwas rein getrieben, nach dem Motto: die Leute werden weiterhin in die Stadt pendeln, wir können daran wenig ändern, also Karren wir sie lieber mit der Tram rein.
Das ist schon ein Fehler den andere Städte getan haben. Die Preise in den Städten steigen und zwingen noch mehr Leute in die Pampa, mit langen Anfahrtswegen. Ein Freund fährt jeden Tag 45 Minuten Tram Einweg von einem Ende der Stadt ins andere. Schneller als dreimal umsteigen mit der U-Bahn. Die Wohnungen wo der Job ist kann er sich nie wieder leisten. Das ist doch das Problem, das man mit diesen Techniken einfach nur verzweifelt abmildern will.
Wie wäre es wenn die Büros nicht dort wären, wo zigtausende sich durch Staus und lange Anfahrtswege mühen müssen, damit ein paar wenige Eliten dafür locker mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen können? Aber da gibt es eben noch zu viele Denkverbote. Machen wir doch die 2h Fahrt von der Pampa idealerweise CO2 frei. Nur die 2h Einweg, Achtung, selber Schuld. -
Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: Pirke 16.09.20 - 08:20
Die Wiesbadener müssten nur auf die andere Rheinseite nach Mainz schauen. Dort wurde vor wenigen Jahren das Straßenbahnnetz erst deutlich ausgebaut und die neue Linie wird super angenommen. Alle Prognosen bezüglich der Fahrgastentwicklung wurden bei weitem übetroffen.
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Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: User_x 16.09.20 - 09:58
Die ebsch seit ist nicht umsonst ebsch. Man kann auch Wiesbaden nicht wirklich mit Mainz vergleichen. Die einen sitzen im Tal und die annern ufm Berg, Und Mainz-Kastel hat eh Sonderstellung.
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Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: Trockenobst 16.09.20 - 14:11
Pirke schrieb:
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> und die neue Linie wird super angenommen. Alle Prognosen bezüglich der
> Fahrgastentwicklung wurden bei weitem übetroffen.
Natürlich. Wenn die Eliten mit dem Fahrrad zur Arbeit schlendern, die anderen 1h aus dem Vorort bis zur Arbeit brauchen, ist es ein riesiger Erfolg das man diese Strukturen verfestigt. -
Re: Gutes Beispiel Dresden
Autor: pool 24.09.20 - 12:24
> Natürlich. Wenn die Eliten mit dem Fahrrad zur Arbeit schlendern, die
> anderen 1h aus dem Vorort bis zur Arbeit brauchen, ist es ein riesiger
> Erfolg das man diese Strukturen verfestigt.
Was ist die Lösung? "Die Eliten" umsiedeln, damit die dann eine Stunde pendeln müssen? Wohnungen per Gesetz auf maximal 60 m² runterbrechen, damit mehr Leute auf der gleichen Fläche unterkommen? Büro und Unternehmensstandorte in den Stadtzentren verbieten? Wo siedeln die sich dann an? Wie kommt man dann dort hin? Wahrscheinlich niemand mehr mit dem Rad und alle mit einem Auto, das teuerer ist, als ein Tramabo.
Kurz: Die beste Mobilität ist, einen Weg gar nicht erst zurücklegen zu müssen. Aber Städte haben nunmal Zentren, in denen sich Dinge und Infrastruktur konzentrieren. Wohnugraum in der Nähe ist begrenzt also teurer. Ja und? Ist halt ein Angebot-Nachfrage Problem. Wie wäre es mit komplettem Einwanderungsverbot und Ein-Kind-Politik? Das würde die Bevölkerungsdichte senken.



