Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Vernetztes Fahren: Die Pseudo-Tests…

Für Navigation wohl eher sinnvoll

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Für Navigation wohl eher sinnvoll

    Autor: emuuu 13.03.17 - 12:52

    Also ich bin auch eher der Meinung, dass das ganze Konzept "vernetztes Fahren" mehr ein "guck mal was wir können" als ein tatsächlich sinnvolles Produkt ist.
    Allein schon wegen der Tatsache, dass das automatisierte Fahren ein langsamer und vor allem schrittweiser Prozess ist (bis das letzte Auto, dass vollkommen manuell gesteuert wird verschrottet ist wird schon etwas Zeit vergehen), werden zukünftige Autos vor allem alleine in der Lage sein müssen die Kontrolle zu halten.


    Viel sinnvoller finde ich die Vernetzung in Sachen Navigation und Verkehrsmanagement.
    Ich mein das Szenario kennt ja jeder: Man steht im Stau und das Navi sagt "guck mal hier ich hab ne 30min kürzere Route" und reitet einen noch tiefer rein, weil alle auf die gleiche Idee kommen sich auf eine völlig überlastete Umfahrungsstraße zu stellen.

    Hierfür wäre ein solches System wirklich hilfreich (macht Google Maps ja schon ähnlich).

  2. Re: Für Navigation wohl eher sinnvoll

    Autor: Elmenhorster 14.03.17 - 00:27

    Vernetzten Fahren bietet aber auch einige Vorteile. Während die Sensoren des eigenen Wagens nur das erfassen können, was sie sehen, kann der Wagen durch andere Wagen von Situationen/Gefahren informiert werden, die außerhalb seines Sichtbereiches sind. Z.B. von Gefahrensituationen hinter Kurven/Kreuzungen/Kuppen. Oder plötzliche Fahrbahnveränderungen aufgrund von Öl, Glatteis, Müll usw. auf der Straße. Oder ob es sich bei einer Kolonne, die gerade vorbei Fährt, um einen Konvoi handelt. Immerhin gilt dieser dann als ein Fahrzeug und muss durch gelassen werden, auch wenn der eigene Wagen inzwischen Vorfahrt hätte. Auch wäre es schön, wenn beim Reißverschlussverfahren von mehreren Spuren (Spur fällt höher einer Autobahnauffahrt weg oder wegen eines Unfalls sind mehrere Spuren gesperrt) sich die Autos absprechen würden, wer wann fährt. Da reicht es nicht immer aus, wenn jeder auf sein "Recht" besteht und alle deswegen auf einmal stehen, weil sie sich zu Nahe stehen.

  3. Re: Für Navigation wohl eher sinnvoll

    Autor: chefin 14.03.17 - 09:17

    All die von dir genannten Vorteile sind hinfällig, wenn man die genaue Position nicht weis.

    Dich interessiert nicht was 1km vor dir passiert. Auch was 200m vor dir passiert ist relativ egal. Erst in deinem Nothaltebereich, so 100m in Fahrtrichtung wird ein Problem für dich kritisch. Jedenfalls auf der Landstrasse. Auf der Autobahn sind es vieleicht 200m. Und das nur, wenn ein Fahrzeug steht an einem Punkt an dem du keine 200m weit sehen kannst.

    Das ganze betrifft also dann sehr wenige Situationen, ca 1% der Gefahrensituationen. 99% der Unfälle entsteht aus Situationen, die man nur mit exacter Position sinnvoll nutzen kann. Wenn ein Fahrzeug mit 80 von Links auf Mitte wechselt, 100m vor dir und du fährst gerade 200 ist das kein grund für eine Vollbremsung. Machst du die doch, rammelt dir dein Hintermann drauf. Du bekommst Teilschuld, weil kein Bremsgrund da war (objektiv). Interessiert dich aber vieleicht nicht mehr, sondern nur noch deine Erben.

    Statt Vermeidung enstehen neue Gefahren. Und der Umstand das auf 3 Spuren einer auf die Mittelspur zieht erlebe ich täglich mehrfach, während ich sehr flott unterwegs bin. Der Umstand das ich Vollbremsung hinlegen muss wegen einem langsamen Fahrzeug das rauszieht erlebe ich einmal Jährlich.

    Eine derartige Vernetzung muss zudem offen sein, man kann schlecht alle Fahrzeuge nur mit Loginprozedure akzeptieren. Wobei...selbst wenn, warum sollte ich mit Laptop auf der Brücke nicht einen Login faken können. Und der Laptop ist bestimmt kein verkehrshinderniss, aber die Position 50m vor dir die ich dir mitteile, führt zur megageilen Massenkarambolage auf der linken Spur und bringt mir über meinem Youtubechannel locker 100Euro ein. Also für 100 Euro lege ich 100.000 Euro auf den Schrottplatz.

    Meinst du da kommt einer und meckert? Ja wer den? Mein Laptop hat kein Nummernschild und Funk braucht keinen Sichtkontakt. Das abzusichern dürfte unmöglich sein. Du siehst ja wie das Zertifikatssystem bei Webseiten nur noch Schrott ist.

  4. Re: Für Navigation wohl eher sinnvoll

    Autor: PiranhA 14.03.17 - 10:18

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dich interessiert nicht was 1km vor dir passiert. Auch was 200m vor dir
    > passiert ist relativ egal. Erst in deinem Nothaltebereich, so 100m in
    > Fahrtrichtung wird ein Problem für dich kritisch. Jedenfalls auf der
    > Landstrasse. Auf der Autobahn sind es vieleicht 200m. Und das nur, wenn ein
    > Fahrzeug steht an einem Punkt an dem du keine 200m weit sehen kannst.

    Wenn 500m vor mir das vorherige Auto Glatteis erkennt, weil dem sein ABS anschlägt und die Temperatur unter 4 Grad liegt, interessiert mich das schon. Oder wenn 1km vor mir die Strecke wegen eines Unfalls plötzlich gesperrt ist, will ich den Bereich umfahren. Da gibt es dutzende Beispiele. Ab einer gewissen Distanz brauch ich halt nicht mehr die direkte Kommunikation, sondern kann das auch über das Internet machen.

    Alle anderen Vorteile gelten natürlich nur für autonome Autos und die kennen sehr wohl ihre genaue Position. Müssen sie ja auch.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. MediaMarktSaturn, München
  3. Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Schwarz Dienstleistung KG, Neckarsulm

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 12,85€ + 5€ FSK18-Versand
  2. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
Indiegames-Rundschau
Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  1. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob
  2. Indiegames-Rundschau Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  3. Jump So was wie Netflix für Indiegames

  1. Apple iOS 11 im Test: Alte Apps weg, Daten weg, aber sonst alles gut
    Apple iOS 11 im Test
    Alte Apps weg, Daten weg, aber sonst alles gut

    Für langjährige iOS-Nutzer ist das Upgrade auf iOS 11 die bisher härteste Entscheidung. Apple zeigt Mut zur Lücke: Apps und Daten gehen reihenweise verloren. Der Upgrade-Pfad bringt aber auch viel Positives, wie das flexible Kontrollzentrum und eine viel bessere iPad-Steuerung.

  2. Bitkom: Ausbau mit Glasfaser kann noch 20 Jahre dauern
    Bitkom
    Ausbau mit Glasfaser kann noch 20 Jahre dauern

    Laut Bitkom ist der Tiefbau schuld, dass wir noch zwei Jahrzehnte auf FTTH im ganzen Land warten müssen. Doch es gibt Lösungen abseits reiner Rechenbeispiele.

  3. Elektroauto: Nikolas E-Trucks bekommen einen Antrieb von Bosch
    Elektroauto
    Nikolas E-Trucks bekommen einen Antrieb von Bosch

    Bosch-Antrieb für einen US-Elektro-Truck: Bosch wird die Laster von Nikola mit einem neuartigen Elektromotor ausstatten. Beide Unternehmen zusammen wollen eine Brennstoffzelle für die Fahrzeuge entwickeln.


  1. 19:04

  2. 18:51

  3. 18:41

  4. 17:01

  5. 16:46

  6. 16:41

  7. 16:28

  8. 16:11