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  5. › Volkswagen: Elektroautos gefährden…

wie kann man so kurzsichtig sein ???

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  1. wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Mavy 13.02.17 - 10:20

    Wenn Elektroautos weniger aufwendig zu bauen sind und dadurch Stellen
    wegfallen dann muss das im umkehrschluss bedeuten, dass Elektroautos
    einen inherenten vorteil gegenüber Verbrennern haben ..
    In folge dessen werden diese zwangsläufig irgendwann den Markt dominieren.

    Die Frage ist nicht ob elektroautos heute Stellen kosten, sondern wieviele
    Stellen wir dafür in Deutschland schaffen können die wir dann auch halten können ..
    Wenn alle Welt nur noch Elektro will und die Verbrenner schlicht nicht mehr
    gekauft werden fallen nicht nur die stellen weg sondern gleich der gesamte Industriezweig.

    Ob Elektroautos nun von Deutschen Firmen gebaut werden oder von jemand
    anderem ... das wird dem Verbraucher herzlich egal sein sofern Qualität
    und Preis stimmen.

    Ich finde es sträflich wie wenig hierzulande in Elektroautos investiert wird,
    es gibt die ganze zeit schon diesen blödsinn mit den Brennstoffzellen,
    wobei ich allerdings wirklich nicht erkennen kann wie dadurch Probleme gelöst
    werden ohne sich dabei neue aufzuhalsen
    (und die effizienz ist so schlecht dass akkus das um längen schlagen)

    Wenn ich mir das ansehe dann frage ich mich die ganze zeit ob wir in Deutschland keine brauchbaren Ingenieure oder Firmenchefs mit genug verstand haben um zu sehen wo die Reise hin geht.

    Die stehen alle am Bahnhofskiosk und lesen Autobild während der Zug abfährt -.-



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.02.17 10:24 durch Mavy.

  2. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Bigfoo29 13.02.17 - 10:46

    Das ist der Klassiker eines Dinosauriers... Sich jahrelang gegen den Wandel stemmen und nur Alibi-Projekte betreiben und dann schlagartig von der Realität überholt werden.

    Seit 2001 gab/gibt es wieder E-Fahrzeuge mit damals bis zu 200 Meilen. GM hat die Fahrzeuge eingestampft und stattdessen den Hummer auf dessen Fertigungsstraßen gebaut, nachdem sie das Gesetz in den US und A gekippt hatten, 20% lokal emissionsfreie Fahrzeuge haben zu müssen. Nur: Überall und auf Dauer können sie das nicht. Und das rächt sich jetzt. Anstatt damals mit KnowHow voran geprescht zu sein und das "ultimative E-Fahrzeug" zu entwickeln, entwickelt man heute den Japanern mit deren Hybrid-Technologien hinterher, die wahnsinnig komplex ist. UND man entwickelt den Chinesen hinterher, die mit komplexer Technik heute noch überfordert sind, aber so einfache Dinge wie einen E-Motor schon lange hinbekommen. Und die bauen das in wenigen Jahren in Massen. Und zwar deutlich günstiger, als man das in Europa je könnte. Standort-Vorteil KnowHow? Hat man ja bewusst aufgegeben. Und schlagartig ist das Gejammere groß, man verlöre ja Arbeitsplätze. Hätte man vor 20 Jahren schon angefangen, gegenzusteuern, wären die Leute mit Verbrenner-Knowhow in den nächsten 15 Jahren schlicht altersbedingt ausgestorben und E-Knowhow wäre aufgebaut (und Mercdes würde eigene E-Motoren bauen).

    Aber dazu darf man halt kein Dino sein. Die sterben zu Recht.

    Regards.

  3. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Danse Macabre 13.02.17 - 14:32

    Sehe ich auch so. Und auch dem Text des Thread-Erstellers würde ich zustimmen. Wie schnell sie E-Autos letztlich durchsetzen, ist meiner Meinung nach von zwei Dingen ganz entscheidend abhängig:

    - die Art der Energiebereitstellung für E-Motoren, und, abhängig davon,
    - der Infrastruktur für Ladepunkte oder was auch immer notwendig sein wird, um ein Fahrzeug wieder fahrbereit zu machen

    Eine Akzeptanzsteigerung von E-Autos gelingt nur, wenn die Akkutechnik einen deutlichen Sprung macht oder andere Konzepte gefunden werden oder wenn uns die Politik per Gesetz zwingt, auf diese Technik umzuschwenken.

  4. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Bigfoo29 14.02.17 - 09:44

    Der Akku muss keinen "Sprung" mehr machen. Genau das ist ja das Märchen, das uns die Autohersteller auch immer wieder erzählen. Wir müssen nur akzeptieren, dass andere Energieformen nicht mehr ganz so hohe Energiedichten wie "Sprit" liefern.

    In anderen Ländern - China zum Beispiel - ist es ganz normal, dass die Batterie einen recht großen Raum vom Fahrzeug einnehmen kann. (Die arbeiten da zum Teil noch mit klassischen Blei-Akkus.)

    Das Hauptproblem, was wir haben, ist die Reichweite. 500km sind eine magische Grenze. Drüber ist es vielen egal. Man kommt locker "durch die halbe Republik". Das reicht der Mehrheit. (Und wenn nicht, kann man immernoch auf Varianten mit optionalem Range-Extender-Modul zurückgreifen.)

    Regards.

  5. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: daZza 14.02.17 - 10:55

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Akku muss keinen "Sprung" mehr machen. Genau das ist ja das Märchen,
    > [...]
    > Das Hauptproblem, was wir haben, ist die Reichweite. 500km sind eine
    > magische Grenze. Drüber ist es vielen egal. Man kommt locker "durch die
    > halbe Republik"

    Was denn nun?

    Wenn der Akku keinen Sprung mehr machen müsste, wären 500km Reichweite ja bereits erreicht. Ist aber nicht der Fall... Auf dem Papier mag das zwar so sein, aber die "reale" Reichweite ist interessant und da wird meist nicht mal die Hälfte erzielt... Dabei sind diese "realen" Werte eigentlich auch schon relativ unrealistisch, da eine Schleichgeschwindigkeit angenommen wird.

    Mit meinem kleinen Benziner schaffe ich 700km bei 160-180 auf der Autobahn. Inkl. Klima, Sitzheizung & Co.

    Solange ein Stromer das nicht auch bietet, wird bis auf eine kleine Zielgruppe (Ökofritzen, Veganer & Co) niemand umsteigen. Aktuell macht es auch gar keinen Sinn, da die Elektroautos bei gleichzeitig deutlich weniger Leistung um ein Vielfaches teurer sind.

    Dazu kommt die horrende Infrastruktur. Es gibt kaum Ladesäulen und eine Ladung dauert ewig (ich denke das erträgliche Maximum für eine vollständige Akkuladung wären 15 Minuten, eher 10). Zudem ist das "tanken" an den Stromsäulen deutlich teurer als Benzin (auf eine "Tankfüllung" gerechnet).

    Wartung nimmt sich auch nicht viel (und wenn ein Akkuwechsel ansteht, dann gute Nacht...).

    Elektromobilität wird sich nur durchsetzen, wenn es gleiche oder bessere Leistung zu einem gleichen oder besseren Preis gibt (oder wenn es ein Gesetz gibt). Das sehe ich aber in naher Zukunft nicht kommen. Bis die Akkutechnik soweit ist, gibt es mit Sicherheit schon eine bessere Technologie.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.17 10:55 durch daZza.

  6. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: HanSwurst101 14.02.17 - 10:59

    Die deutsche Autoindustrie wird hoffentlich zurecht streben. Vielleicht werden "wir" dann wieder ein Volk der Dichter und Denker? Und / oder es bewegt sich hier dann endlich auch mal was in Richtung "Zukunftstechnologien" und Modernisierung des Staates, hier gibt es Arbeit genug.

  7. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Niaxa 14.02.17 - 11:10

    In diesem Falle bewegt sich alles erst mal in Richtung Steuererhöhungen und Schuldansammlungen. Ihr wisst schon was die Automobilbranche für das deutsche Wirtschaftseinkommen bedeutet? Ein Sozialstaat muss bezahlt werden... da sollte man sich vielleicht nicht unbedingt den Tod eines Sektors wünschen, der heftiger einschlagen würde, wie 3 Bankenkrisen gleichzeitig.

  8. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: beko 14.02.17 - 11:20

    Danse Macabre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - die Art der Energiebereitstellung für E-Motoren, und, abhängig davon,
    > - der Infrastruktur für Ladepunkte oder was auch immer notwendig sein wird,
    > um ein Fahrzeug wieder fahrbereit zu machen

    Du meinst sicher Dinge wie die Ladesäulenverordnung (LSV), die am 17. März 2016 in Kraft trat. Oder das massiv ausgebaute Ladesäulennetz in zum Beispiel Baden-Württemberg oder weiteren Ballungsgebiete, wie Hamburg und Berlin. Eine der aktuell ca. 25.000 (EAFO) existierenden Ladestationen. Das macht gerade ca. 2-3 Ladesäulen[1] pro zugelassenes E-Fahrzeug. Die Zulassungen dieser überschlagen sich gerade monatlich. Die ersten 10.000 Kaufprämien sind weg. Die meisten davon im "reichen" Süd-Westen. (Bafa Zwischenbilanz: http://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/emob_zwischenbilanz.pdf)

    [1] Wobei ein Großteil der Käufer zusätzlich über eine private Lademöglichkeit an der heimischen Garage verfügen dürfte.

    Das einzige, was grad echt noch zum Kotzen ist, sind die unterschiedlichen Bezahlsysteme an den Ladesäulen. Das ist ein einziger Zoo. Dagegen ist das Maut-System in Polen oder der Roaming-Dschungel der reinste Kindergeburtstag.

  9. Re: wie kann man so kurzsichtig sein ???

    Autor: Bigfoo29 24.02.17 - 22:19

    Die müssen das "mehr" an Batterien nur einbauen? Warum zur Hölle kam man 2001 schon auf 190 Meilen, also über 300km und konnte das Fahrzeug für 400 Dollar verleasen? Schau mal, was die E-Fahrzeuge HEUTE an Leasing-Gebühren kosten. Beim BMW i3 wirds ja besonders deutlich. Das Fahrzeug ist nichtmal ansatzweise auf "Sparen" ausgerichtet. Ein teurer, nichtmal ansatzweise sinnvoller Protz-Bau. Der neue SmartFor4 ED ist auch ein Witz. Da hat das aktuelle Modell WENIGER Reichweite - trotz gesteigerter technisch möglicher Akku-Raumkapazität im Vergleich zum klassischen Smart ED der Vorgänger-Generation (der vermutlich einen noch schlechteren cw-Wert hatte). Ich kenne die Preisgestaltung des aktuellen Fahrzeugs nicht, aber beim normalen Smart ED wollten sie über 20.000 Euro für das Chassis + Ausrüstung haben. Die Batterie kostete dann nochmal 70+ Euro monatlich.
    1) Verbrauche ich diese Menge Geld als Sprit nichtmal im Monat mit meinem Benziner
    2) Verlangt MB also für deutlich weniger Technik deutlich mehr Geld, als der vergleichbare Benziner?! Immerhin ist der Akku ja dort noch nichmal dabei.

    Die wollen keine E-Autos verkaufen. Geben sie ja auch mehr oder weniger freiwillig zu. Wie war das? Ein V8 bei BMW hat 1200 mitunter hochpräzise Einzelteile, die aufeinander abgestimmt zusammengefügt werden müssen. Ein leistungstechnisch vergleichbarer E-Motor hat 17. Da unterscheiden sich je nach notwendiger Leistung lediglich Dimensionen. Keine Teile-Mengen. Und das KnowHow für E-Motoren (samt Leistungsregelung / Akku-Ladetechnik) gibts seit Jahrzehnten weltweit. Das westliche Antriebsstrang-KnowHow-Monopol wäre mit einem Mal weg. Ne Karosserie kann jeder daher zimmern (siehe Ssanyong oder Tesla). Die ist zwar dann auch 10 Jahre nicht perfekt, aber diese "Grobmechanik" ist auch kein Hexenwerk mehr.

    Regards.

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