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Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

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  1. Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: MattiasSch 11.08.16 - 11:34

    Es deutet einiges daraufhin, dass einige der Masterschlüssel bereits geleakt sind. In einem Konzern wie VW genügt ja ein korrupter Mitarbeiter, der Schlüssel an Kriminelle weitergibt, damit sich Autodiebe bedienen können. Und bei der Vielzahl an Produktionsstätten und unterschiedlich tiefen Zugriffen auf Soft- und Hardwaremodule dürfte es sehr schwer sein, bei einem derartigen "Sicherheitskonzept" Leaks von Masterschlüsseln zu verhindern.

    Und was gedenkt VW zu tun? Nichts. Kein Angebot, per kostenlosem Softwareupdate die Türöffnungsfunktion (vorübergehend) stillzulegen. Dies und (kostenpflichtig) einen neuen sicheren Schlüsselsatz anzubieten, wäre meiner Ansicht nach das Mindeste. Insbesondere da auch Autos wie R8 oder T5 betroffen sind, die mit sechs oder sieben Jahren einen gewissen Wert haben.

  2. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: picaschaf 11.08.16 - 11:38

    Es ist allein schon erbärmlich, dass in all den *Jahren* solch eine Lücke noch nicht geschlossen wurde. Noch nichteinmal für neue Fahrzeuge.

    Bei Abgaswerten springt sofort jeder, aber die Verhinderung echter Straftaten ist vollkommen egal.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.08.16 11:39 durch picaschaf.

  3. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: tingelchen 11.08.16 - 12:02

    Richtig. Es ist egal, weil der Hersteller nicht für den Verlust des Wagens des Kunden gerade stehen muss. Sogar im Gegenteil. Durch den Verlust ist der Kunde gezwungen sich einen neuen Wagen zu kaufen. Ein bestehender Kunde wird so zu einem potenziellen Neukunde.

    Es gibt seit Jahren diverse Möglichkeiten die Kommunikation nicht nur zu verschlüsseln, sondern auch zu validieren. Genutzt wird diese jedoch nicht.

  4. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: picaschaf 11.08.16 - 12:38

    Seit Jahren? Die Möglichkeiten gibt es schon länger als es Funkschlüssel in Autos gibt. Ich bin zwar kein Jurist, aber solch ein @Fehler" ist schon mehr als grob fahrlässig bzw. schuldhaftes Unterlassen und sollte eigentlich Schadensersatzansprüche auslösen.

  5. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: chefin 11.08.16 - 13:04

    Wieso sollte das so sein?

    Die Wegfahrsperre ist weiterhin aktiv, die wird nicht deaktiviert, nur weil die Türen auf sind. Das ist völlig andere Baustelle.

  6. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Anonymer Nutzer 11.08.16 - 13:07

    In Deutschland fahren Millionen von Autos mit defekten Airbags von Takata.
    Die Airbags werden nur in Vertragswerkstätten ausgetauscht, wer nur frei Werkstätten ansteuert, fährt auch weiterhin mit einer Zeitbombe vor der Nase, welche jederzeit losgehen kann und zu schweren Verbrennungen, oder schlimmeren führt.

    Der Skandal wurde einfach unter den Teppich gekehrt, genauso der Skandal mit Toyotas Tempomat und GM Zündschlüsseln, bei welchen Menschen ums Leben kamen.

    Aber natürlich ist der VW Abgasskandal viel schlimmer, Grund genug bei jedem Scheiß, jetzt nur noch auf VW herum zu hacken, obwohl andere Hersteller genauso bei den Abgaswerten extremst Bescheißen und genauso schon unzählige Problem mit der Zentralverriegelung hatten, nur als Beispiel der BMW X5, welcher sich extremst leicht aufschließen und klauen ließ.

  7. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Graveangel 11.08.16 - 13:13

    Carlo Escobar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Deutschland fahren Millionen von Autos mit defekten Airbags von Takata.
    > Die Airbags werden nur in Vertragswerkstätten ausgetauscht, wer nur frei
    > Werkstätten ansteuert, fährt auch weiterhin mit einer Zeitbombe vor der
    > Nase, welche jederzeit losgehen kann und zu schweren Verbrennungen, oder
    > schlimmeren führt.
    >
    > Der Skandal wurde einfach unter den Teppich gekehrt, genauso der Skandal
    > mit Toyotas Tempomat und GM Zündschlüsseln, bei welchen Menschen ums Leben
    > kamen.
    >
    > Aber natürlich ist der VW Abgasskandal viel schlimmer, Grund genug bei
    > jedem Scheiß, jetzt nur noch auf VW herum zu hacken, obwohl andere
    > Hersteller genauso bei den Abgaswerten extremst Bescheißen und genauso
    > schon unzählige Problem mit der Zentralverriegelung hatten, nur als
    > Beispiel der BMW X5, welcher sich extremst leicht aufschließen und klauen
    > ließ.


    Ich bin aber der Meinung, VW sollte erstmal ernsthaft auf den Deckel kriegen (hohe Strafen, etc) und das überall, wo sie tätig sind.
    Dann sollte man ggf. nebenher schon bei anderen schauen und denen genauso auf den Deckel geben.
    Wenn man Strafen entsprechend ansetzen würde, könnte man gleich die Steuern senken, der Staat macht ja schlagartig genug Gewinn :P

  8. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Der Spatz 11.08.16 - 13:35

    Da (mal geschätzt) 10% der Arbeitsplätze in D vom Autobau und alles was Dazu gehört abhängen. Müsste man die Steuern dann erhöhen wegen der um 10% höheren Arbeitslosigkeit.

  9. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: picaschaf 11.08.16 - 14:00

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte das so sein?
    >
    > Die Wegfahrsperre ist weiterhin aktiv, die wird nicht deaktiviert, nur weil
    > die Türen auf sind. Das ist völlig andere Baustelle.


    Spielt keine Rolle. Im Gegenteil. Wenn bei soetwas schon derart geschlampt wird will ich gar nicht wissen wie es in den wirklich sicherheitsrelevanten Teilen aussieht.

  10. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: ibsi 11.08.16 - 14:55

    Also dürfen alle die viele Arbeitsplätze anbieten, tun und machen was sie wollen. Vielen Dank!

  11. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Dr.Zoidberg 12.08.16 - 09:50

    Ließ das Paper. Es gibt keinen Masterschlüssel.
    Es wurden Schwächen im Funktionsprinzip aufgedeckt. Nebenbei dürfte das jedem der professionell mit solchen Thematiken zu tun hat, klar gewesen sein. Diebe werden das seit Ewigkeiten nutzen. Das Level an Professionalität im kriminellen Bereich ist erheblich. Am ende sind die paar Forscher nur Amateure im Vergleich zu den Kriminellen.

    Ich mag VW nicht und nehme sie nicht in Schutz, aber es wurde immer der Stand der Technik verwendet. Man muss halt auch mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Ein sicherer Schlüssel ist möglich, kostet aber entsprechend und hat Komforteinbußen (z.B. kurze Batterielebensdauer, kein Schlüsseltausch möglich, Störungsanfällig bzw. kleine Reichweite. Verzögerung beim Öffnen). Nicht zuletzt muss schon ein gewisser Aufwand betrieben werden auf Seite des Diebs. Und was bringt der tollste Schlüssel wenn man Ende noch Zig alternative Möglichkeiten hat, das Auto zu öffnen (Von der begrenzten Anzahl Varianten der mechanischen Schlüssel, bis zum Scheibe einschlagen)?

  12. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: sre 12.08.16 - 09:52

    VW kriegt gerade in den USA mächtig auf den Deckel.
    Auch wenn's Bitter ist, so muss man in dem Land in dem VW die einen RIESEN Menge Arbeitsplätze bietet schon sehr gut überlegen wie weit man mit Strafen gehen kann.
    Wenn am Ende der Konzern zu Grunde geht die Verhältnismäßigkeit einfach verloren.

    Im Übrigen möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass der "Diesel-Skandal" in Europa nicht ohne Grund ohne direkte Folgen bleibt (nicht nur für VW sondern für alle).
    Der Grund liegt in der (imo absurden) Regelung, dass die Ermittlung des NEFZ und der Abgaswerte eben nur im Rahmen einer genau festgelegten Zyklus stimmen muss (sogar mit einem Freiwilligen Anteil "Autobhanfahrt" den so mancher Hersteller nutzt um den Durchschnittsverbrauch merklich zu senken).

    Moralisch ist es natürlich mist. Aber aus der Sicht darf man im Prinzip gar nicht mehr Auto fahren.

    Ich z.B. hab mir mitten in der "Diesel Kriese" nen VW Diesel geholt und weniger bezahlt wie für nen gleichwertigen Benziner.
    Und das obwohl es sich nicht um einen mit dem viel skandalierten Motor EA189 handelt sondern um einen EA288 welcher von der ganzen Geschichte garnicht betroffen war/ist. Ich hätte aber auch nen EA189 genommen...

    Ist es moralisch richtiger sich einen anderen Diesel zu kaufen der einfach so 3x oder 5x so hohe Abgaswerte (die zwar ehrlich aber eben doch da) hat wie ein VW in der Realität? Oder ist es nur die es die unschöne Grundeigenschaft des Menschen dass (fehlende) Moral primär bei Anderen beklagt wird?

    Oh und eins noch: Wer an die zahlen des NEFZ glaubt sollte WIRKLICH nochmal über seinen Realitätsbezug nachdenken... (oder sich einfach mal informieren wie so ein NEFZ aussieht, dann ist schnell klar, dass er völlig aussagefrei ist)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.16 09:56 durch sre.

  13. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Ruo 12.08.16 - 11:50

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte das so sein?
    >
    > Die Wegfahrsperre ist weiterhin aktiv, die wird nicht deaktiviert, nur weil
    > die Türen auf sind. Das ist völlig andere Baustelle.

    Als ich gestern im Radio davon hörte, sagten sie, es bträfe auch "Keyless Go" Systeme.

  14. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: mxcd 12.08.16 - 16:59

    > Bei Abgaswerten springt sofort jeder, aber die Verhinderung echter
    > Straftaten ist vollkommen egal.

    Eine millionenfache Vergiftung der Luft ist eine echte Straftat.
    Nur halt kein Eigentumsdelikt.

    Falls es Ihnen schwerfällt, das zu verstehen: wenn ich einem Kindergarten großzügig Formaldehyt in den Gängen und auf den Rasenflächen ausbrächte... wie fänden Sie das so?
    Und übrigens: "springt sofort jeder" ist auch nicht unbedingt eine treffende Beschreibung der schleppenden Reaktionen des Konzerns und des deutschen Staates.

  15. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: quadronom 12.08.16 - 23:11

    Lol.
    Wenn du keinen Zugang zum Auto hast, schlägst du ein Rücklicht ein und hast auf alles übern BUS Zugriff.
    Und wenn du ins Auto kommst, musst du nicht mal was kaputt machen.
    So oder so, von Sicherheitstechnik haben die Ahnung. Oder nein: keinen Bock!

    %0|%0

  16. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: Elmenhorster 14.08.16 - 01:35

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eine millionenfache Vergiftung der Luft ist eine echte Straftat.
    > Nur halt kein Eigentumsdelikt.
    >
    > Falls es Ihnen schwerfällt, das zu verstehen: wenn ich einem Kindergarten
    > großzügig Formaldehyt in den Gängen und auf den Rasenflächen ausbrächte...
    > wie fänden Sie das so?

    Vergiften tun alle Hersteller. Die betroffenen VW-Diesel nur mehr, als VW angibt. Aber immer noch weniger, als so mancher anderer Wagen mit mehr Hubraum.

    Der Vergleich ist etwas unpassend. Dieser würde voraussetzen, dass bereits massig Formaldehyd verteilt ist und mehr hinzu gefügt wird, als man angibt.

  17. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: RaDoef 15.08.16 - 11:38

    Ruo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Als ich gestern im Radio davon hörte, sagten sie, es bträfe auch "Keyless
    > Go" Systeme.


    Und zu mir kam gestern jemand und meinte in Richtung meines neuen Golfs (Golf 7 - BJ 2016) er hätte gehört es betrifft ALLE VW Modelle. Der Liste oben entnehme ich nur ältere Fahrzeuge - für Autodiebe sicherlich auch anderweitig (wie hier schon beschrieben z.B. durch reine, mechanische Gewalt) leichte Beute. Keyless Go wird (bin ich mir sehr sicher ohne näher die Sicherungsmechanismen zu kennen) sicherlich nicht betroffen sein.

    Die Medien bauschen allerdings alles gerade gern auf - gerade wenn es um Volkswagen geht. Ich selbst habe keine besondere Affinität zu VW. Bin bis vor wenigen Monaten über 4 Jahre lang einen 3er BMW (E90) gefahren. Da ist der VW jetzt eher ein "Abstieg" - bei meinen aktuell nur noch 6km täglich mit dem Auto (inkl. Arbeit, Einkaufen etc.) lohnt sich einfach nur nicht mehr... Ich finde diese Hetze aber einfach furchtbar. Im letzten Satz wird dann kurz daraufhingewiesen dass das Problem auch andere Autobauer betrifft und bekannt ist dass doch aber schon lange... Ich bin mir sicher ich habe da vor Jahren schon drüber gelesen.

  18. Re: Keine Maßnahmen seitens der Hersteller

    Autor: GogoIT 15.08.16 - 12:08

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte das so sein?
    >
    > Die Wegfahrsperre ist weiterhin aktiv, die wird nicht deaktiviert, nur weil
    > die Türen auf sind. Das ist völlig andere Baustelle.

    Sitzt man einmal schon im Auto, dann findet man auch schnell den bekannten Fehler in der Wegfahrsperre ;)

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