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Wie "toll" die neue Elektromobilität

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  1. Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Harddrive 27.12.18 - 12:52

    bei den E-Autos wird, merkt man erst, wenn es solche unsinnigen Auswüchse gibt. Wieviel von den Dingern braucht man dann bei Großveranstaltungen? 100 Stück? Oder mehr? Diese werden dann mit Kohlestrom aufgeladen und mit Diesel LKW's zu der Großveranstaltung gebracht. Da macht Elektromobilität ja richtig "Sinn".

    Wie wäre es statt dessen, wenn man nicht jeden Quadratmeter des Landes mit den Ladesäulen zupflastert und lieber mehrere größere Anlaufpunkte macht, wo viele E-Autos gleichzeitig aufladen könnten. Wir könnten ihnen auch einen witzigen Namen geben, wie zum Beispiel "Tankstelle". Ist der erste lustige Name, der mir eingefallen ist, ich weiß auch nicht wieso. An diesen "Tankstellen" wären viele Ladesäulen fest installiert und würden direkt am Stromnetz hängen. Und der riesige Vorteil, diese Stellplätze an den Ladesäulen wären dann nur für die E-Autos reserviert. Und dadurch würde in den Innenstädten, wo die Parkplätze wirklich benötigt werden, die Parkplätze nicht für lange Zeit unnötig blockiert, nur weil der E-Auto Besitzer sich die Zeit unnötig tot schlägt, bis der Akku endlich geladen ist.
    Aber wahrscheinlich wäre ein solches Netz an "Tankstellen" nur eine futuristische Idee, die man nie umsetzen könnte.

  2. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: robinx999 27.12.18 - 13:06

    Normale Tankstellen machen nur Sinn wenn das Laden in unter 5 Minuten klappt sonst hat man dort Stau und die Autos sind dort wo man nicht hin will.

    Parkplätze die einem gehören oder die man fest gemietet hat könnte man evtl. elektrifzieren, aber bei den Straßen Parkern müsste man über Lösungen nachdenken. Leider sind die Akkus der E-Autos im Gegensatz zu E-Bikes zu schwer um sie Abends mit in die Wohnung zu nehmen und dort laden zu können

  3. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 27.12.18 - 13:18

    Noch bessere Idee:
    Man optimiert so lange noch die bestehende Technologie und wartet mit der flächendeckenden Einführung der Folgetechnologie so lange, bis sie ausreichend entwickelt wurde? Statt mit der Brechstange und viel Lobbyismus was einzuführen, was absolut nicht marktreif ist?

    Ist genauso als wenn man jetzt Kernfusion einführt und alle bestehenden Kraftwerke abschaltet. Es funktioniert zwar in der Praxis überhaupt nicht (dafür höchstens in der Theorie) und ist unbezahlbar teuer, bringt ungeheure Investitionenschäden mit sich, das Ausland lacht uns auch aus, aber das diskutieren wir einfach weg. Dem Kunden verkaufen wir die Nachteile und absolut ungelöste Probleme der Fusionsenergie einfach als Feature oder gottgegeben. Vielleicht betiteln wir auch erstmal ein Kohlekraftwerk als Fusionsreaktor, so technische Details kapiert eh keiner, Hauptsache es klingt neu und der Hipster springt drauf an. Oder wir hinterfragen, ob man Strom im 21. Jahrhundert wirklich so zuverlässig braucht oder man nicht lieber öfters ne Kerze anzündet.
    Genau das passiert mit der E-Mobilitaet gerade. Die unerreichbaren Vorteile der bestehenden Technologie als unnötig wegdiskutieren (Ein Auto braucht einfach keine Reichweite von 800km, bei einer Urlaubsfahrt alle 200km eine Stunde lang laden ist doch akzeptabel) und die Unzulänglichkeiten der neuen Technologie durch das Zusammenpfuschen von Krückenloesungen als gelöst verkaufen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.18 13:26 durch McWiesel.

  4. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: DeathMD 27.12.18 - 13:33

    Man merkt, dass du überhaupt keine Polemik betreibst.... die Entwicklung von E-Autos mit Akkus und Kernfusion ist ja bekanntlich auf einem ähnlichen Niveau.

    Ist eine so simple Marktmechanik für den Durchschnittsbürger wirklich so schwer verständlich? Habt ihr euch auch alle so aufgeregt, als die ersten HD Fernseher auf den Markt kamen, oder die ersten VR Brillen?! Die, die sich jetzt ein Akkuauto kaufen sind Early Adopter. Die bezahlen die Entwicklung für deinen 10.000 E-Dacia und bis dahin, kann dir das Thema am Arsch vorbei gehen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  5. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 27.12.18 - 13:58

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habt ihr euch auch alle so aufgeregt, als die ersten
    > HD Fernseher auf den Markt kamen, oder die ersten VR Brillen?!

    Nö, da mussten auch keine milliardenschwere Förderprogramme, ekelhafter Lobbyismus oder sonstige Missionierung aufgelegt werden. HD & VR hat einfach überzeugt und die Vorgängertechnologie deklassiert. Wer nen HD Fernseher hatte, brauchte über die Rückkehr zu einem HDready TV niemals nachdenken, in keinem einzigen Anwendungsfall. Wer VR erlebt hat, sehnt sich sicher nicht mehr nach Shutter Brillen zurück. Beim E-Auto fallen mir aber dutzende Fälle ein wo ein Verbrenner unverzichtbar ist.

    > Die, die
    > sich jetzt ein Akkuauto kaufen sind Early Adopter. Die bezahlen die
    > Entwicklung für deinen 10.000 E-Dacia und bis dahin, kann dir das Thema am
    > Arsch vorbei gehen.

    Schön wäre es. Wir alle zahlen diesen Schwachsinn mit unseren Steuergeldern, Strompreisen, Arbeitsplätzen und sogar unserer Mobilität und Freiheit. Der Elektrokram wird nicht in der Fläche für alle funktionieren (wenn man mal bisschen nachdenkt wie gut und bedarfsgerecht in diesem Land der Bau von Infrastruktur funktioniert..) , wird aufgrund von Ressourcenknappheit (Strom wächst nicht auf dem Baum) unbezahlbar werden und am Ende fährt der gewöhnliche Bürger nur noch mit dem Fahrrad zum Amt sein Hartz IV holen, weil Verbrennerautos verboten sind und die einstige deutsche Schlüsseltechnologie vernichtet wurde. Genau darum geht es doch und viele finden genau das Ziel erstrebenswert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.18 14:01 durch McWiesel.

  6. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Sicaine 27.12.18 - 14:17

    Öhm ich will Elektro jetzt und nicht erst in 20 Jahren.

    Mein Schwiegervater fährt bereits problemlos voll elektrisch.

    Ich will mehr Drehmoment beim losfahren. Ich will unabhängig er von Ölpreisen sein. Ich will wenig Verschleißteile weil Werkstatt Zeit Nerven und geld kostet.

    Das geht halt jetzt schon. Und ja mei dann Miete ich mir halt ein Urlaubsauto. Dann halt vlg auch ne kleine Nummer geiler.

    Wenn du das so kacke findest, dann lass es dich. Dich singt keiner und kein Mensch führt das mit der Brechstange ein. Bei dem Tempo dauert das noch lang genug bis hier Mal alles elektrisch fährt

  7. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 27.12.18 - 14:54

    Sicaine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Öhm ich will Elektro jetzt und nicht erst in 20 Jahren.
    >
    > Mein Schwiegervater fährt bereits problemlos voll elektrisch.
    >
    > Ich will mehr Drehmoment beim losfahren.

    Hat auch ein Hybrid

    >Ich will unabhängig er von
    > Ölpreisen sein.

    Das meinst jetzt nicht ernst. Die Energieanbieter sind mindestens die selbe Mafia und da gibt's konsequent jährliche Preiserhöhungen wie das Amen in der Kirche. Und zwar deutlich heftiger als beim Benzin. Was meinst was die bei ausreichender Durchdringung der E-Autos mit den Strompreisen machen. Die stellen die Ladestationen nicht aus Barmherzigkeit auf, viele davon sind heute schon abnormal teuer.

    > Ich will wenig Verschleißteile weil Werkstatt Zeit Nerven und geld kostet.

    Dafür Zusatzkosten durch Wallbox zu Hause und irgendwann ein nettes Entsorgungsproblem. Und ein E Auto fährst keine 10 Jahre, weil es dann schon hoffnungslos veraltet ist. Also muss bereits nach 5 Jahren was neues her, mit dem Unterschied, dass die alte Karre dann genauso niemand mehr gebraucht abkaufen will wie heute ein Röhrenfernseher, insb. wenn bis dahin ein paar eklatante Probleme (wie Reichweite und Ladegeschwindigkeit) vielleicht doch deutlich weiter entwickelt wurden. Würde so lachen wenn der E-Ladestecker auch dauernd gewechselt wird wie der Handyladestecker, möglichst ohne Adapteroption. Und plötzlich kann Generation 1 Auto nicht mehr an Generation 3 Ladestation laden. Warum soll es hier plötzlich anders sein als bei nahezu jedem anderen Elektroartikel.

    > Das geht halt jetzt schon. Und ja mei dann Miete ich mir halt ein
    > Urlaubsauto. Dann halt vlg auch ne kleine Nummer geiler.

    Und damit sparst Du genau was?
    >
    > Wenn du das so kacke findest, dann lass es dich. Dich singt keiner und kein
    > Mensch führt das mit der Brechstange ein. Bei dem Tempo dauert das noch
    > lang genug bis hier Mal alles elektrisch fährt

    Eben das kriegen wir hier genauso gut hin wie Breitbandausbau, Mobilfunk, Autobahnen, Hochgeschwindigkeitszüge und Flughäfen. Eine Technologie, die so großflächige und teure Infrastruktur benötigt, funktioniert in Deutschland nicht. Von daher ist 100l Diesel im Tank deutlich sicherer als auf Gedei und Verderb von deutscher Infrastruktur abhängig zu sein.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.18 15:00 durch McWiesel.

  8. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: tonictrinker 27.12.18 - 15:00

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei den E-Autos wird, merkt man erst, wenn es solche unsinnigen Auswüchse
    > gibt. Wieviel von den Dingern braucht man dann bei Großveranstaltungen? 100
    > Stück? Oder mehr? Diese werden dann mit Kohlestrom aufgeladen und mit
    > Diesel LKW's zu der Großveranstaltung gebracht. Da macht Elektromobilität
    > ja richtig "Sinn".

    Seit wann wird denn bei Großveranstaltungen Benzin für dort parkende Fahrzeuge rangeschafft?
    Wie kommen die Leute darauf, dass sie sich nicht mehr um ihre verbleibende Reichweite kümmern müssen und überall dort, wo sie anhalten, laden können?
    Dann sieh halt zu, dass die Karre voll genug ist, um da wegzukommen! Ist bei herkömmlichen Treibstoffen nicht anders!

    Proportional zum Unverständnis anderer Technologien, steigen die Erwartungen an diese. Das ist mein gefühl, wenn Diskussionen so angefangen werden.

  9. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: tonictrinker 27.12.18 - 15:03

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch bessere Idee:
    > Man optimiert so lange noch die bestehende Technologie und wartet mit der
    > flächendeckenden Einführung der Folgetechnologie so lange, bis sie
    > ausreichend entwickelt wurde? Statt mit der Brechstange und viel Lobbyismus
    > was einzuführen, was absolut nicht marktreif ist?

    Nee, der Lobbyismus wächst zunächst mal aus den strengeren Grenzwerten, welche in der Geschwindigkeit nur durch den Ausbau der Elektroflotte erreicht werden können.
    Auch wenn die Automobilkonzerne keine weiße Weste haben, drückt die EU hier mächtig aufs E-Gas-Pedal.

  10. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 27.12.18 - 15:10

    > Proportional zum Unverständnis anderer Technologien, steigen die Erwartungen an diese. Das ist mein gefühl, wenn Diskussionen so angefangen werden.

    An eine Elektrolok darf man auch mehr Erwartungen als an eine Dampflok haben. Oder an ein Computer im Vergleich zur Schreibmaschine. Und diese Erwartungen wurden auch erfüllt, die Technik konnte sich in Windeseile durchsetzten und die alte verdrängen. So ist das normal, wenn eine echte Technikrevolution stattfindet. Das E-Auto ist nunmal keine, sonder nur alter Wein in neuen Schläuchen. Bisschen hippiger, bisschen durchgestylter, bisschen aufgemotzt, letztendlich aber immer noch die selben Probleme wie beim Lieferwagen mit Bleiakkus vor 100 Jahren. Da haben andere Technologien ganz andere Sprünge hingelegt.

  11. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Sicaine 27.12.18 - 15:47

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sicaine schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Öhm ich will Elektro jetzt und nicht erst in 20 Jahren.
    > >
    > > Mein Schwiegervater fährt bereits problemlos voll elektrisch.
    > >
    > > Ich will mehr Drehmoment beim losfahren.
    >
    > Hat auch ein Hybrid
    Ja schliest sich ja nicht aus. Wobei mir das relativ egal ist wo man jetzt eine Grenze zieht. Gibt ja auch volle Elektroautos mit Rangeextender. Find ich besser. Hybrid bedeutet doch, dass da auch ein Benzinmotor drin ist? Dann ist der zwangslaeufig groesser als ein Rangeextender.

    >
    > >Ich will unabhängig er von
    > > Ölpreisen sein.
    >
    > Das meinst jetzt nicht ernst. Die Energieanbieter sind mindestens die selbe
    > Mafia und da gibt's konsequent jährliche Preiserhöhungen wie das Amen in
    > der Kirche. Und zwar deutlich heftiger als beim Benzin. Was meinst was die
    > bei ausreichender Durchdringung der E-Autos mit den Strompreisen machen.
    > Die stellen die Ladestationen nicht aus Barmherzigkeit auf, viele davon
    > sind heute schon abnormal teuer.
    Doch klar mein ich das ernst. Strom kann ich selber produzieren, OEl nicht. Solarzellen aufs Dach, Autobatterie volladen und die Hausbatterie gleich mit.

    >
    > > Ich will wenig Verschleißteile weil Werkstatt Zeit Nerven und geld
    > kostet.
    >
    > Dafür Zusatzkosten durch Wallbox zu Hause und irgendwann ein nettes
    > Entsorgungsproblem. Und ein E Auto fährst keine 10 Jahre, weil es dann
    > schon hoffnungslos veraltet ist. Also muss bereits nach 5 Jahren was neues
    > her, mit dem Unterschied, dass die alte Karre dann genauso niemand mehr
    > gebraucht abkaufen will wie heute ein Röhrenfernseher, insb. wenn bis dahin
    > ein paar eklatante Probleme (wie Reichweite und Ladegeschwindigkeit)
    > vielleicht doch deutlich weiter entwickelt wurden. Würde so lachen wenn der
    > E-Ladestecker auch dauernd gewechselt wird wie der Handyladestecker,
    > möglichst ohne Adapteroption. Und plötzlich kann Generation 1 Auto nicht
    > mehr an Generation 3 Ladestation laden. Warum soll es hier plötzlich anders
    > sein als bei nahezu jedem anderen Elektroartikel.
    Weil es nun mal einen Unterschied macht ob du einen 1000,- Euro Fernseher, nach 5-10 Jahren und Restwert von 100,- euro nochmal reparierst oder ein Elektroauto.

    Du hast in Deutschland schon mal einen Standard: Schuko und 220v. Der kleinste gemeinsame Nenner ist hier schon gegeben. Damit kommt man schon sehr weit. Sehe hier auch keinerlei Entsorgungsprobleme. Es wird immer Anwendungszenarien geben fuer ein schlechter ladendes oder nicht so weit fahrendes Elektroauto. Sei es halt das Drittauto aufm Land fuer die Kinder damit die mal in die Stadt order in die Disko fahren koennen. Oder Oma/Opa die sich nicht mehr auf die Autobahn trauen und auch das Auto nur fuern Baecker und Supermarkt verwenden.

    Zumal man Akkus erstmal zur Zweitverwendung verwenden kann (Energiespeicher) und danach erst Rohstoffe zurueckgewinnt. Seh da ueberhaupt kein Problem. Erst recht wird das eher passieren weil so ein Akku nun mal deutlich mehr Geld kostet und das verlaengern sich lohnt. Erst stecken wir unser Geld ins Auto und investieren gleichzeitig in zukuenftige Netzstabilitaet und Sonnenenergieeffizienz. Win Win.

    Die Leute die Ladestationen betreiben / betreiben wollen haben natuerlich eine Motivation soviele Elektroautos wie moeglich dran zu bekommen. Die bisl Elektronik um statt 300v 500v oder oder zu liefern kostet halt auch wenig. Das ist ja kein Vergleich zu einer Tankstelle mit den Sicherheitsauflagen, den Umweltschaedlichen Diesel/Benzin, Abscheideanlagen etc.


    > > Das geht halt jetzt schon. Und ja mei dann Miete ich mir halt ein
    > > Urlaubsauto. Dann halt vlg auch ne kleine Nummer geiler.
    >
    > Und damit sparst Du genau was?
    Was soll ich mir damit sparen? Meine Motivation ist ja nicht 100% Kostengetrieben. Ich kann mir ein Elektroauto jetzt kaufen und find das ne gute Sache. Die paar Tausend Euro mehr die mich das vielleicht kosten, bringen mir innovation, geiles Drehmoment und erhoete Eigenstromverbrauchsquote. Gibt genug andere Menschen die sich Autos aus duemmeren Gruenden kaufen. Guck doch mal in Muenchen rum wieviele mit Ihren Porsche und Ferraries rumfahren, in der Innenstadt.

    Ich kenn auch genug Leute die sich dicke fette benzinfressende SUVs kaufen weil 'da kann man besser einsteigen'.

    > >
    > > Wenn du das so kacke findest, dann lass es dich. Dich singt keiner und
    > kein
    > > Mensch führt das mit der Brechstange ein. Bei dem Tempo dauert das noch
    > > lang genug bis hier Mal alles elektrisch fährt
    >
    > Eben das kriegen wir hier genauso gut hin wie Breitbandausbau, Mobilfunk,
    > Autobahnen, Hochgeschwindigkeitszüge und Flughäfen. Eine Technologie, die
    > so großflächige und teure Infrastruktur benötigt, funktioniert in
    > Deutschland nicht. Von daher ist 100l Diesel im Tank deutlich sicherer als
    > auf Gedei und Verderb von deutscher Infrastruktur abhängig zu sein.

    Mein Breitbandausbau funktioniert hier sehr gut. Mein Internet wurde die letzten Jahre nur biliger und schneller.
    Flughaefen? Nutze sehr regelmaessig den Muenchner Flughafen, der tut 1A. Frankfurt tut gut, Hamburger auch (da find ich die Sicherheitskontrollen etwas assig...). Der BER als Grossprojekt was ordentlich scheise produziert hat, sticht da vielleicht heraus, die Mehrheit der Flughafen in Deutschland sind aber gut.

    Was hast du gegen die Autobahnen? Da faellt mir nicht mal eine minireferenz ein aus der man aus einer Muecke einen Elefanten machen koennte.

    Deutsche Infrastruktur? Auf welche soll ich mich denn eher verlassen? Das ist doch voellig bescheuert. Wenn ich so ne schlechte Einstellung gegenueber Deutscher Infrastruktur hab, dann will ich doch recht Solarenergie und ein Elektroauto. Das ist doch 1000x ueberschaubarer sich paar Akkus und Solarzelle zu kaufen als irgendwo Diesel zu bunkern. Und den Strom brauch ich so oder so. OHne geht weder die Waermepumpe noch die Oelheizung.

    Vorallem was denkst du denn wo der Diesel durch muss? Richtig durch die deutsche Infrastruktur. D.h. mit Strom fuer die Pumpen und Autobahn fuern Transport.

    Ich guck mir das gerade sehr freudig an: Solarstrom, Akkus und Elektroautos sind jetzt schon bezahlbar. Das wird mit jedem Jahr nur noch billiger und besser. Kleines Grundstueck mit eigenem Brunnen und Wald + Solarzellen, Thermosolar, Schnitzelheizung und Elektroauto.

  12. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Anonymer Nutzer 27.12.18 - 16:51

    Sicaine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > Sicaine schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Öhm ich will Elektro jetzt und nicht erst in 20 Jahren.
    > > >
    > > > Mein Schwiegervater fährt bereits problemlos voll elektrisch.
    > > >
    > > > Ich will mehr Drehmoment beim losfahren.
    > >
    > > Hat auch ein Hybrid
    > Ja schliest sich ja nicht aus. Wobei mir das relativ egal ist wo man jetzt
    > eine Grenze zieht. Gibt ja auch volle Elektroautos mit Rangeextender. Find
    > ich besser. Hybrid bedeutet doch, dass da auch ein Benzinmotor drin ist?
    > Dann ist der zwangslaeufig groesser als ein Rangeextender.
    >
    > >
    > > >Ich will unabhängig er von
    > > > Ölpreisen sein.
    > >
    > > Das meinst jetzt nicht ernst. Die Energieanbieter sind mindestens die
    > selbe
    > > Mafia und da gibt's konsequent jährliche Preiserhöhungen wie das Amen in
    > > der Kirche. Und zwar deutlich heftiger als beim Benzin. Was meinst was
    > die
    > > bei ausreichender Durchdringung der E-Autos mit den Strompreisen machen.
    > > Die stellen die Ladestationen nicht aus Barmherzigkeit auf, viele davon
    > > sind heute schon abnormal teuer.
    > Doch klar mein ich das ernst. Strom kann ich selber produzieren, OEl nicht.
    > Solarzellen aufs Dach, Autobatterie volladen und die Hausbatterie gleich
    > mit.
    >
    > >
    > > > Ich will wenig Verschleißteile weil Werkstatt Zeit Nerven und geld
    > > kostet.
    > >
    > > Dafür Zusatzkosten durch Wallbox zu Hause und irgendwann ein nettes
    > > Entsorgungsproblem. Und ein E Auto fährst keine 10 Jahre, weil es dann
    > > schon hoffnungslos veraltet ist. Also muss bereits nach 5 Jahren was
    > neues
    > > her, mit dem Unterschied, dass die alte Karre dann genauso niemand mehr
    > > gebraucht abkaufen will wie heute ein Röhrenfernseher, insb. wenn bis
    > dahin
    > > ein paar eklatante Probleme (wie Reichweite und Ladegeschwindigkeit)
    > > vielleicht doch deutlich weiter entwickelt wurden. Würde so lachen wenn
    > der
    > > E-Ladestecker auch dauernd gewechselt wird wie der Handyladestecker,
    > > möglichst ohne Adapteroption. Und plötzlich kann Generation 1 Auto nicht
    > > mehr an Generation 3 Ladestation laden. Warum soll es hier plötzlich
    > anders
    > > sein als bei nahezu jedem anderen Elektroartikel.
    > Weil es nun mal einen Unterschied macht ob du einen 1000,- Euro Fernseher,
    > nach 5-10 Jahren und Restwert von 100,- euro nochmal reparierst oder ein
    > Elektroauto.
    >
    > Du hast in Deutschland schon mal einen Standard: Schuko und 220v. Der
    > kleinste gemeinsame Nenner ist hier schon gegeben. Damit kommt man schon
    > sehr weit. Sehe hier auch keinerlei Entsorgungsprobleme. Es wird immer
    > Anwendungszenarien geben fuer ein schlechter ladendes oder nicht so weit
    > fahrendes Elektroauto. Sei es halt das Drittauto aufm Land fuer die Kinder
    > damit die mal in die Stadt order in die Disko fahren koennen. Oder Oma/Opa
    > die sich nicht mehr auf die Autobahn trauen und auch das Auto nur fuern
    > Baecker und Supermarkt verwenden.
    >
    > Zumal man Akkus erstmal zur Zweitverwendung verwenden kann
    > (Energiespeicher) und danach erst Rohstoffe zurueckgewinnt. Seh da
    > ueberhaupt kein Problem. Erst recht wird das eher passieren weil so ein
    > Akku nun mal deutlich mehr Geld kostet und das verlaengern sich lohnt. Erst
    > stecken wir unser Geld ins Auto und investieren gleichzeitig in zukuenftige
    > Netzstabilitaet und Sonnenenergieeffizienz. Win Win.
    >
    > Die Leute die Ladestationen betreiben / betreiben wollen haben natuerlich
    > eine Motivation soviele Elektroautos wie moeglich dran zu bekommen. Die
    > bisl Elektronik um statt 300v 500v oder oder zu liefern kostet halt auch
    > wenig. Das ist ja kein Vergleich zu einer Tankstelle mit den
    > Sicherheitsauflagen, den Umweltschaedlichen Diesel/Benzin, Abscheideanlagen
    > etc.
    >
    > > > Das geht halt jetzt schon. Und ja mei dann Miete ich mir halt ein
    > > > Urlaubsauto. Dann halt vlg auch ne kleine Nummer geiler.
    > >
    > > Und damit sparst Du genau was?
    > Was soll ich mir damit sparen? Meine Motivation ist ja nicht 100%
    > Kostengetrieben. Ich kann mir ein Elektroauto jetzt kaufen und find das ne
    > gute Sache. Die paar Tausend Euro mehr die mich das vielleicht kosten,
    > bringen mir innovation, geiles Drehmoment und erhoete
    > Eigenstromverbrauchsquote. Gibt genug andere Menschen die sich Autos aus
    > duemmeren Gruenden kaufen. Guck doch mal in Muenchen rum wieviele mit Ihren
    > Porsche und Ferraries rumfahren, in der Innenstadt.
    >
    > Ich kenn auch genug Leute die sich dicke fette benzinfressende SUVs kaufen
    > weil 'da kann man besser einsteigen'.
    >
    > > >
    > > > Wenn du das so kacke findest, dann lass es dich. Dich singt keiner und
    > > kein
    > > > Mensch führt das mit der Brechstange ein. Bei dem Tempo dauert das
    > noch
    > > > lang genug bis hier Mal alles elektrisch fährt
    > >
    > > Eben das kriegen wir hier genauso gut hin wie Breitbandausbau,
    > Mobilfunk,
    > > Autobahnen, Hochgeschwindigkeitszüge und Flughäfen. Eine Technologie,
    > die
    > > so großflächige und teure Infrastruktur benötigt, funktioniert in
    > > Deutschland nicht. Von daher ist 100l Diesel im Tank deutlich sicherer
    > als
    > > auf Gedei und Verderb von deutscher Infrastruktur abhängig zu sein.
    >
    > Mein Breitbandausbau funktioniert hier sehr gut. Mein Internet wurde die
    > letzten Jahre nur biliger und schneller.
    > Flughaefen? Nutze sehr regelmaessig den Muenchner Flughafen, der tut 1A.
    > Frankfurt tut gut, Hamburger auch (da find ich die Sicherheitskontrollen
    > etwas assig...). Der BER als Grossprojekt was ordentlich scheise produziert
    > hat, sticht da vielleicht heraus, die Mehrheit der Flughafen in Deutschland
    > sind aber gut.
    >
    > Was hast du gegen die Autobahnen? Da faellt mir nicht mal eine minireferenz
    > ein aus der man aus einer Muecke einen Elefanten machen koennte.
    >
    > Deutsche Infrastruktur? Auf welche soll ich mich denn eher verlassen? Das
    > ist doch voellig bescheuert. Wenn ich so ne schlechte Einstellung
    > gegenueber Deutscher Infrastruktur hab, dann will ich doch recht
    > Solarenergie und ein Elektroauto. Das ist doch 1000x ueberschaubarer sich
    > paar Akkus und Solarzelle zu kaufen als irgendwo Diesel zu bunkern. Und den
    > Strom brauch ich so oder so. OHne geht weder die Waermepumpe noch die
    > Oelheizung.
    >
    > Vorallem was denkst du denn wo der Diesel durch muss? Richtig durch die
    > deutsche Infrastruktur. D.h. mit Strom fuer die Pumpen und Autobahn fuern
    > Transport.
    >
    > Ich guck mir das gerade sehr freudig an: Solarstrom, Akkus und Elektroautos
    > sind jetzt schon bezahlbar. Das wird mit jedem Jahr nur noch billiger und
    > besser. Kleines Grundstueck mit eigenem Brunnen und Wald + Solarzellen,
    > Thermosolar, Schnitzelheizung und Elektroauto.

    Da bleibt dir wohl nur noch der bayerische Wald für das Grundstück. Ne warte, du hast es scheinbar ohnehin dicke... Photovoltaik ist nämlich nicht nur bezahlbar, sondern amortisiert sich schon nach einer paar Jahren selbst (Solarthermie übrigens nicht so schnell)... aber die Elektromobilität ist noch weit davon entfernt, bezahlbar zu sein... gerade, wenn du wirklich ab vom Schuss wohnst und auf eine gewisse, hohe Reichweite angewiesen bist.... viel Spass dabei, dafür dann auch noch die Energie redundant mittels eines entsprechend dimensionierten "Hausakkus" zwischenzuspeichern.

  13. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Sicaine 27.12.18 - 18:03

    Mir ist deine schwarz/weiß Sicht auf dieses Thema völlig unklar. Niemand zwingt jemanden das in einer Gegend zu tun wo das nicht wirtschaftlich ist.

    Unabhängig davon ist Solarenergie bezahlbar. Wie kommst du da drauf dass das nicht der Fall sein sollte?

  14. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: Anonymer Nutzer 27.12.18 - 18:31

    Sicaine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist deine schwarz/weiß Sicht auf dieses Thema völlig unklar. Niemand
    > zwingt jemanden das in einer Gegend zu tun wo das nicht wirtschaftlich
    > ist.
    >
    > Unabhängig davon ist Solarenergie bezahlbar. Wie kommst du da drauf dass
    > das nicht der Fall sein sollte?

    Auf wen beziehst du dich überhaupt?

    Ich habe mit keinem Wort erwähnt, Solarenergie sei nicht bezahlbar/wirtschaftlich/lohnend. Sie zu speichern, ist es aber bisweilen nicht. Speichere ich den Solarstrom dann auch noch redundant, ruiniert mir das die ganze Wirtschaftlichkeit.

    Du hast meinen Kommentar scheinbar nicht gelesen, geschweige denn verstanden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.18 18:34 durch osolemio84.

  15. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: DeathMD 28.12.18 - 10:08

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DeathMD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Habt ihr euch auch alle so aufgeregt, als die ersten
    > > HD Fernseher auf den Markt kamen, oder die ersten VR Brillen?!
    >
    > Nö, da mussten auch keine milliardenschwere Förderprogramme, ekelhafter
    > Lobbyismus oder sonstige Missionierung aufgelegt werden. HD & VR hat
    > einfach überzeugt und die Vorgängertechnologie deklassiert. Wer nen HD
    > Fernseher hatte, brauchte über die Rückkehr zu einem HDready TV niemals
    > nachdenken, in keinem einzigen Anwendungsfall. Wer VR erlebt hat, sehnt
    > sich sicher nicht mehr nach Shutter Brillen zurück. Beim E-Auto fallen mir
    > aber dutzende Fälle ein wo ein Verbrenner unverzichtbar ist.
    >
    > > Die, die
    > > sich jetzt ein Akkuauto kaufen sind Early Adopter. Die bezahlen die
    > > Entwicklung für deinen 10.000 E-Dacia und bis dahin, kann dir das Thema
    > am
    > > Arsch vorbei gehen.
    >
    > Schön wäre es. Wir alle zahlen diesen Schwachsinn mit unseren
    > Steuergeldern, Strompreisen, Arbeitsplätzen und sogar unserer Mobilität
    > und Freiheit. Der Elektrokram wird nicht in der Fläche für alle
    > funktionieren (wenn man mal bisschen nachdenkt wie gut und bedarfsgerecht
    > in diesem Land der Bau von Infrastruktur funktioniert..) , wird aufgrund
    > von Ressourcenknappheit (Strom wächst nicht auf dem Baum) unbezahlbar
    > werden und am Ende fährt der gewöhnliche Bürger nur noch mit dem Fahrrad
    > zum Amt sein Hartz IV holen, weil Verbrennerautos verboten sind und die
    > einstige deutsche Schlüsseltechnologie vernichtet wurde. Genau darum geht
    > es doch und viele finden genau das Ziel erstrebenswert.

    Mit euren Steuergeldern bezahlt ihr in D schon seit Jahrzehnten die Autolobby und denen interessieren eure Arbeitsplätze einen feuchten Furz. Die Arbeitsplatzkeule wird nur deshalb geschwungen, weil man dann wieder die Hand beim Staat aufhalten kann, gemeinhin nennt man soetwas Erpressung und Gott sei Dank hat die EU einmal nicht auf Mama Merkel und ihre Konzernbonzen gehört. Die ganzen Probleme die du aufzählst sind hausgemacht, weil ihr über Jahrzehnte den Automobilherstellern den Arsch abgewischt habt und auch noch glücklich darüber wart.

    Weltuntergangstimmung wegen E-Mobilität gibt es auch nur in D. Bei euch fällt ja alles in sich zusammen, wenn die bösen E-Autos kommen. Das liegt aber nicht an den E-Autos, sondern weil ihr einfach vor euch hingeträumt habt und anstatt in Infrastruktur und zukünftige Entwicklungen zu investieren um konkurrenzfähig zu bleiben, habt ihr lieber VW in seiner tiefst schwarzen Stunde unter die Arme gegriffen. Jetzt überholen euch langsam die Chinesen und in 20 Jahren könnt ihr von der guten alten Zeit träumen, wie die in Detroit...

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  16. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 28.12.18 - 10:42

    DeathMD schrieb:

    > Mit euren Steuergeldern bezahlt ihr in D schon seit Jahrzehnten die
    > Autolobby und denen interessieren eure Arbeitsplätze einen feuchten Furz.

    Um das zu korrigeren bringen die Automobilindustrie und die ganzen daran angeschlossenen Zulieferer wohl den größten Anteil an Gewerbesteuer in Deutschland, unzähligen Beschäftigten privaten Wohlstand und somit eine gigantische Kaufkraft auch für andere Produkte und Dienstleistungen.

    > Die Arbeitsplatzkeule wird nur deshalb geschwungen, weil man dann wieder
    > die Hand beim Staat aufhalten kann, gemeinhin nennt man soetwas Erpressung
    > und Gott sei Dank hat die EU einmal nicht auf Mama Merkel und ihre
    > Konzernbonzen gehört.

    Die Gründe sind eher, dass die anderen EU-Staaten den deutschen Wohlstand (und die daraus resuliterenden Allüren, unter den insb. die Südeuropäer leiden) etwas kürzen wollen. Und da setzt man halt da an, wo es weh tut. Vernünftige Länder wie GB ziehen aus sowas Konsequenzen, statt sich alles vorschreiben zu lassen.

    >Die ganzen Probleme die du aufzählst sind
    > hausgemacht, weil ihr über Jahrzehnte den Automobilherstellern den Arsch
    > abgewischt habt und auch noch glücklich darüber wart.

    Siehe oben. Was kommt denn so aus anderen EU-Ländern außer bisschen Gemüse, Wein und Schuldebergen? Die nur in der EU sind um die Hand aufzuhalten?

    > Weltuntergangstimmung wegen E-Mobilität gibt es auch nur in D. Bei euch
    > fällt ja alles in sich zusammen, wenn die bösen E-Autos kommen. Das liegt
    > aber nicht an den E-Autos, sondern weil ihr einfach vor euch hingeträumt
    > habt und anstatt in Infrastruktur und zukünftige Entwicklungen zu
    > investieren um konkurrenzfähig zu bleiben,

    Das stimmt allerdings. Wir profitieren immer noch von der Infrastruktur, die in den 60er und 70er Jahren meist zukunftsweisend gebaut wurde. Autobahnen, Bahnhöfe, usw. Alles was danach kam (ziemlich genau seit es die Grünen gibt), kann man vergessen. 10km neue Autobahn sind ein jahrzehntelanges Drama, Breitbandausbau kriegt man nicht hin, Mobilfunkausbau genausowenig, Stromtrassen kriegt man nicht hin, bestehende Infrastruktur kriegt man nicht mal in Stand gehalten (daher an jeder 2. Brücke "Brückenschäden" und Tempo 60) oder wird gar rückgebaut.
    Schlussendlich haben wir hier halt beinahe die Infrastruktur wie in Gambia und sowohl hier als auch dort ist ein schlaglochsicherer Geländewagen mit nem großen Tank das Fortbewegungsmittel der Wahl.
    Ladesäulen-Netz? Vergiss es .. wir kriegen nicht mal an den Straßen nen notruftaugliches Mobilfunknetz hin. Mit nur wenig Pech kannst, wenn mitm Auto verunglückt bist, 5km mitm Kopf unterm Arm laufen um mal nen ersten Notruf absetzen zu können. Das ist Deutschland.


    >habt ihr lieber VW in seiner
    > tiefst schwarzen Stunde unter die Arme gegriffen. Jetzt überholen euch
    > langsam die Chinesen und in 20 Jahren könnt ihr von der guten alten Zeit
    > träumen, wie die in Detroit...

    Das ist auch wieder Blödsinn, die Chinesen überholen uns gar nicht. Ja, da sind aus verschiedenen Gründen E-Autos in ein paar Bereichen "in", hier halt aus vielerlei teils genannten Gründen überhaupt nicht, total am Markt vorbei. In Texas fahren die Amis gerne Pick-Up, europäische Kleinwagen gehen da fast gar nicht. Überholen die uns nun auch, weil die Pick-Up fahren und wir lieber kleinere Autos?
    Schaut man auf die Absatzzahlen, interessiert 98% der Weltbevölkerung der E-Quatsch nicht, die wollen ein wartungsarmes Auto, was man einfachst mitm Kanister betanken kann, weil selbst die nächste Tankstelle kilometer weit weg ist. Weil die wenigsten Ländern haben Geld für so eine sinnfreie E-Infrastruktur, oder glaubst du z.B. Brasilien oder Indien haben keine dringendere Probleme als E-Autos? Die wären froh wenn es überhaupt mal zuverlässig überall Strom gibt.

    Wie gesagt, der ganze Diesel-Gate ist ein ziemlich lokal deutsches Problem, weil wir hier wieder rumspinnen und es uns zu gut geht. Schau mal Athen & Co an, da siehst den Dreck richtig.. Feinstaubalarm, Mooswände, E-Auto-Prämie, anyone?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.12.18 10:46 durch McWiesel.

  17. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: DeathMD 28.12.18 - 11:20

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DeathMD schrieb:
    >
    > > Mit euren Steuergeldern bezahlt ihr in D schon seit Jahrzehnten die
    > > Autolobby und denen interessieren eure Arbeitsplätze einen feuchten
    > Furz.
    >
    > Um das zu korrigeren bringen die Automobilindustrie und die ganzen daran
    > angeschlossenen Zulieferer wohl den größten Anteil an Gewerbesteuer in
    > Deutschland, unzähligen Beschäftigten privaten Wohlstand und somit eine
    > gigantische Kaufkraft auch für andere Produkte und Dienstleistungen.

    Das bringt dir nur nichts, wenn du es über Subventionen wieder zurück lieferst, das ist ein Nullsummenspiel und die Arbeitsplatzkeule wird immer nur deshalb geschwungen und apokalyptische Zeiten heraufbeschworen.

    > Die Gründe sind eher, dass die anderen EU-Staaten den deutschen Wohlstand
    > (und die daraus resuliterenden Allüren, unter den insb. die Südeuropäer
    > leiden) etwas kürzen wollen. Und da setzt man halt da an, wo es weh tut.
    > Vernünftige Länder wie GB ziehen aus sowas Konsequenzen, statt sich alles
    > vorschreiben zu lassen.

    Du hast nie mitbekommen, dass im Grunde D die EU "regiert" hat und das einer der Hauptgründe für das "Empire" war, aus der EU auszutreten?! Die Briten wollten sich von Mama Merkel nichts mehr vorschreiben lassen. D habt ihr ganz alleine gegen die Wand gefahren, denn weder HartzIV noch sonst was kam von der EU und wenn man sich die ganz tollen Errungenschaften der EU ansieht, kämpfte da meist ein deutscher Lobbyist aka Politiker ganz vorne mit. GB hat somit die wohl dümmste Entscheidung getroffen, die man in so einer Situation überhaupt treffen kann. Jetzt haben sie überhaupt gar kein Mitspracherecht mehr, sämtliche Sonderklauseln haben sie über Board geworfen. Die Briten waren noch nicht einmal die höchsten Nettozahler. Die ganze Brexitkampagne fußte auf Falschinformationen und jetzt haben sie den Salat.

    > >Die ganzen Probleme die du aufzählst sind
    > > hausgemacht, weil ihr über Jahrzehnte den Automobilherstellern den Arsch
    > > abgewischt habt und auch noch glücklich darüber wart.
    >
    > Siehe oben. Was kommt denn so aus anderen EU-Ländern außer bisschen Gemüse,
    > Wein und Schuldebergen? Die nur in der EU sind um die Hand aufzuhalten?

    Die EU hat den Italienern nicht geraten Geschäfte mit der Mafia zu machen oder Griechenland dazu genötigt ominöse Geschäfte mit Goldman Sachs anzufangen. Das waren die Staaten auch selbst nur auf die EU zu schimpfen ist eben einfacher. Die Südländer sind touristisch stark und waren industriell schon immer eher schwächer aufgestellt.

    Was man der EU hier vorwerfen kann, war die viel zu schnelle Ost- und Süderweiterung. Die Staaten hätte man viel länger auf ein halbwegs brauchbares Niveau bringen sollen, bevor man sie in die Gemeinschaft hohlt.

    > Das stimmt allerdings. Wir profitieren immer noch von der Infrastruktur,
    > die in den 60er und 70er Jahren meist zukunftsweisend gebaut wurde.
    > Autobahnen, Bahnhöfe, usw. Alles was danach kam (ziemlich genau seit es die
    > Grünen gibt), kann man vergessen. 10km neue Autobahn sind ein
    > jahrzehntelanges Drama, Breitbandausbau kriegt man nicht hin,
    > Mobilfunkausbau genausowenig, Stromtrassen kriegt man nicht hin, bestehende
    > Infrastruktur kriegt man nicht mal in Stand gehalten (daher an jeder 2.
    > Brücke "Brückenschäden" und Tempo 60) oder wird gar rückgebaut.
    > Schlussendlich haben wir hier halt beinahe die Infrastruktur wie in Gambia
    > und sowohl hier als auch dort ist ein schlaglochsicherer Geländewagen mit
    > nem großen Tank das Fortbewegungsmittel der Wahl.
    > Ladesäulen-Netz? Vergiss es .. wir kriegen nicht mal an den Straßen nen
    > notruftaugliches Mobilfunknetz hin. Mit nur wenig Pech kannst, wenn mitm
    > Auto verunglückt bist, 5km mitm Kopf unterm Arm laufen um mal nen ersten
    > Notruf absetzen zu können. Das ist Deutschland.

    Eben...

    > Das ist auch wieder Blödsinn, die Chinesen überholen uns gar nicht. Ja, da
    > sind aus verschiedenen Gründen E-Autos in ein paar Bereichen "in", hier
    > halt aus vielerlei teils genannten Gründen überhaupt nicht, total am Markt
    > vorbei.

    Ohhhh..... dann unterschätzt du sie massivst. Im Moment sind die Chinesen glaube ich die einzigen die eine ernsthafte geopolitische Strategie haben und diese auch verfolgen. Sieh dir mal an wo, wie und wohin sie investieren. Über 50 % der Infrastrukturprojekte in Afrika werden von China finanziert. Sie sichern sich dort nicht nur zukünftige Rohstoffe, sondern auch ihre zukünftigen Produzenten und gleichzeitig bauen sie Schifffahrts- und Handelsrouten massiv aus. Sie platzieren sich derzeit gerade so auf dem globalen Markt, dass bald nichts mehr an ihnen vorbei geht und propagieren gleichzeitig ihr System als die Lösung für unterentwickelte Staaten und lassen nebenbei immer wieder anklingen, es sei dem Westen überlegen. Die wollen die Nummer 1 werden und das bis 2050, sprich an Europa ziehen sie schon in 10 - 15 Jahren vorbei. Zu dem Zeitpunkt entdecken europäische Politiker gerade das Potential in Afrika und in Amerika wird gerade wieder das Feuer entdeckt.

    https://www.arte.tv/de/videos/078193-000-A/die-welt-des-xi-jinping/

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  18. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 28.12.18 - 12:43

    > Das bringt dir nur nichts, wenn du es über Subventionen wieder zurück lieferst, das ist ein Nullsummenspiel und die Arbeitsplatzkeule wird immer nur deshalb geschwungen und apokalyptische Zeiten heraufbeschworen.

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wo der Staat sein Geld investieren würde, wenn nicht in Subventionen und Steuererleichterungen für die Autoindustrie: In irgendein Quatsch, wo bei weitem nicht so viele Leute davon profitieren, wie bei der Schlüsselindustrie unseres Landes.

    > Du hast nie mitbekommen, dass im Grunde D die EU "regiert" hat und das einer der Hauptgründe für das "Empire" war, aus der EU auszutreten?! Die Briten wollten sich von Mama Merkel nichts mehr vorschreiben lassen. D habt ihr ganz alleine gegen die Wand gefahren, denn weder HartzIV noch sonst was kam von der EU und wenn man sich die ganz tollen Errungenschaften der EU ansieht, kämpfte da meist ein deutscher Lobbyist aka Politiker ganz vorne mit. GB hat somit die wohl dümmste Entscheidung getroffen, die man in so einer Situation überhaupt treffen kann. Jetzt haben sie überhaupt gar kein Mitspracherecht mehr, sämtliche Sonderklauseln haben sie über Board geworfen. Die Briten waren noch nicht einmal die höchsten Nettozahler. Die ganze Brexitkampagne fußte auf Falschinformationen und jetzt haben sie den Salat.

    Das kann man ewig diskutieren, klug war es am Ende sicher nicht. Aber dass die EU gerade in Deutschland massiv reinpfuscht, das ist einfach fakt. Was dürfen wir hier denn noch tun, ohne dass die EU uns alles vorschreibt? Bei fast allen politischen Entscheidungen gleich mal Klage vorm EU-Gerichtshof. Nicht mal die 300-Seelengemeinde darf mal eben auf kurzem Dienstweg ne lokale Firma für ein Bauvorhaben beauftragen. Nein, das muss europäisch ausgeschrieben werden, was das ganze 1 Jahr verzögert und dann kommt der Billigkrubbler aus Spanien, der a) nicht termingerecht fertig wird und b) Pfusch hinterlässt, pleite geht und am Ende es doppelt so teuer wie vom lokalen Anbieter ist.

    > Ohhhh..... dann unterschätzt du sie massivst. Im Moment sind die Chinesen glaube ich die einzigen die eine ernsthafte geopolitische Strategie haben und diese auch verfolgen. Sieh dir mal an wo, wie und wohin sie investieren. Über 50 % der Infrastrukturprojekte in Afrika werden von China finanziert. Sie sichern sich dort nicht nur zukünftige Rohstoffe, sondern auch ihre zukünftigen Produzenten und gleichzeitig bauen sie Schifffahrts- und Handelsrouten massiv aus. Sie platzieren sich derzeit gerade so auf dem globalen Markt, dass bald nichts mehr an ihnen vorbei geht und propagieren gleichzeitig ihr System als die Lösung für unterentwickelte Staaten und lassen nebenbei immer wieder anklingen, es sei dem Westen überlegen. Die wollen die Nummer 1 werden und das bis 2050, sprich an Europa ziehen sie schon in 10 - 15 Jahren vorbei. Zu dem Zeitpunkt entdecken europäische Politiker gerade das Potential in Afrika und in Amerika wird gerade wieder das Feuer entdeckt.

    Das defintiv, wir zerlegen hier uns langfristig mit unserer linken Politik absolut selbst. Sieht man schon heute, was für gesellschaftliche Fragen wir hier wieder öffentlich diskutieren, die vor 150 Jahren eigentlich hier schon erledigt waren.

    Was ich sagen wollte: Schön, wenn E-Autos in China gut gehen und da ein Markt dafür da ist. Das heißt noch lange nicht, dass sowas dann auch hier funktioniert. Aus den unterschiedlichsten Gründen, bis hin, dass es die Kunden hier einfach auch langfristig nicht wollen. Es gibt dutzende andere Produkte, die in China der totale Renner sind, hier aber nicht mal erhältlich sind, weil wir hier unser eigenes Zeug haben oder kein Markt dafür da ist. Und dies betrifft insb. Autos, da brauchen wir beim konservativen Antrieb das chinesische Know-How nicht.
    Und bei Elektro letztlich auch nicht, gut ausgebildete Elektroingenieure gibts auch hier, die sowas entwickeln, wenn es denn am Markt gebraucht würde. Und Batterien können wir hier genauso herstellen und dafür auch Bodenschätze z.B. durch Lithium-Raubbau in Bolivien ranschaffen um hier ein paar Greenwashing-Fahrzeuge zu haben. Da unterscheiden wir uns auch nicht von China, die das in Afrika machen.

  19. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: DeathMD 28.12.18 - 13:34

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wo der Staat sein Geld investieren
    > würde, wenn nicht in Subventionen und Steuererleichterungen für die
    > Autoindustrie: In irgendein Quatsch, wo bei weitem nicht so viele Leute
    > davon profitieren, wie bei der Schlüsselindustrie unseres Landes.

    Ich habe nichts dagegen, wenn in die Schlüsseltechnologie in Form von Subventionen investiert wird. Das darf nur nicht zum Selbstläufer werden, sprich wenn VW jammert, wird schon wieder Geld locker gemacht und außerdem ist es eine recht gefährliche Strategie. Setzt man auf Dauer nur auf eine Schlüsseltechnologie, kann das schnell nach hinten losgehen, nämlich genau dann, wenn diese ins Wanken gerät. D hätte die Subventionen deshalb stärker streuen sollen und sich nebenbei ein zweites Standbein aufbauen sollen, so seit ihr in eine enorme Abhängigkeit gerutscht und der Staat wurde erpressbar.

    > Das kann man ewig diskutieren, klug war es am Ende sicher nicht. Aber dass
    > die EU gerade in Deutschland massiv reinpfuscht, das ist einfach fakt.

    Nein eben nicht, so wird es faktisch in den Medien dargestellt. Schau mal, die EU ist für lokale Politik ein Segen. Man kann selbst alles mögliche über diesen Umweg im eigenen Land durchdrücken und sich danach feinsäuberlich die Hände abputzen und es auf die böse EU schieben. Nehmen wir das viel gescholtene Bsp. der regulierten Gurkenkrümmung... Na wer wars?... Richtig, deutsche Großhändler, denn gerade Gurken lassen sich leichter schlichten, brauchen weniger Platz und verursachen somit geringere Kosten. Durch Lobbying bei deutschen Politikern wurde diese Richtline über die EU dann durchgedrückt. Was ist beim Bürger hängen geblieben? Die EU hat nichts besseres zu tun als sich um krumme Gurken zu kümmern und die lokale Politik ist natürlich auf den Zug mitaufgesprungen, obwohl sie zuvor dafür gesorgt haben, dass es überhaupt zu dieser Regelung kommt.

    > Das defintiv, wir zerlegen hier uns langfristig mit unserer linken Politik
    > absolut selbst. Sieht man schon heute, was für gesellschaftliche Fragen wir
    > hier wieder öffentlich diskutieren, die vor 150 Jahren eigentlich hier
    > schon erledigt waren.
    >
    > Was ich sagen wollte: Schön, wenn E-Autos in China gut gehen und da ein
    > Markt dafür da ist. Das heißt noch lange nicht, dass sowas dann auch hier
    > funktioniert. Aus den unterschiedlichsten Gründen, bis hin, dass es die
    > Kunden hier einfach auch langfristig nicht wollen. Es gibt dutzende andere
    > Produkte, die in China der totale Renner sind, hier aber nicht mal
    > erhältlich sind, weil wir hier unser eigenes Zeug haben oder kein Markt
    > dafür da ist. Und dies betrifft insb. Autos, da brauchen wir beim
    > konservativen Antrieb das chinesische Know-How nicht.
    > Und bei Elektro letztlich auch nicht, gut ausgebildete Elektroingenieure
    > gibts auch hier, die sowas entwickeln, wenn es denn am Markt gebraucht
    > würde. Und Batterien können wir hier genauso herstellen und dafür auch
    > Bodenschätze z.B. durch Lithium-Raubbau in Bolivien ranschaffen um hier ein
    > paar Greenwashing-Fahrzeuge zu haben. Da unterscheiden wir uns auch nicht
    > von China, die das in Afrika machen.

    Ich beschränke das nicht nur auf "linke" Politik. Die Politik allgemein ist verkommen und dient nur noch der Selbsterhaltung, ganz egal ob links oder rechts. Sobald sie am Futtertrog sitzen, fressen sie von jedem Futter und dir erklären sie dann, dass sie Veganer seien. Klar hätten wir die Leute da, uns fehlt eine Vision, weil wir Vollmongos in Europa noch immer mit Kleinkriegen untereinander beschäftigt sind. Anstatt, dass wir den angeschlagenen Süden nutzen, dort investieren und eine Industrie aufbauen und somit auch deren Arbeitslosenproblem bekämpfen, zeigen wir lieber mit den Finger auf sie und beschweren uns nachher auch noch wenn sie hier herkommen um Arbeit zu finden.

    Beim Bsp. China ist es mir auch nicht nur um das Auto gegangen, eher um die allgemeine Richtung die sie einschlagen und dass sie uns mit der überholen werden.

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  20. Re: Wie "toll" die neue Elektromobilität

    Autor: McWiesel 28.12.18 - 14:37

    > Ich habe nichts dagegen, wenn in die Schlüsseltechnologie in Form von Subventionen investiert wird. Das darf nur nicht zum Selbstläufer werden, sprich wenn VW jammert, wird schon wieder Geld locker gemacht und außerdem ist es eine recht gefährliche Strategie. Setzt man auf Dauer nur auf eine Schlüsseltechnologie, kann das schnell nach hinten losgehen, nämlich genau dann, wenn diese ins Wanken gerät. D hätte die Subventionen deshalb stärker streuen sollen und sich nebenbei ein zweites Standbein aufbauen sollen, so seit ihr in eine enorme Abhängigkeit gerutscht und der Staat wurde erpressbar.

    Richtig, VW ist moralisch als Marke bei mir eh durch. Und die Verwachsungen mit der Politik ist unbestritten. Dennoch ist das nicht nur eine Keule mit den Arbeitslosen, sondern halt echt eine Drohung.
    Kein deutscher Konzern braucht hier noch zwingend irgendein Montagewerk, das ist am Ende vom Tag tatsächlich bestenfalls ein Null-Geschäft, wobei die Erlöse durch den Imagegewinn ("Schaut her, wir produzieren hier noch") mit eingerechnet sind. Das ginge problemlos auch in Osteuropa, Südamerika oder Indien, da ist mittlerweile teils bessere Infrastruktur und auch Know-How vorhanden. Und das Spielchen haben schon so viele Unternehmen durch, wenn die Automobilhersteller nun auch großzügig abwandern, haben wir hier solangsam ein richtiges Problem. Spätestens um 3 Ecken hat hier jeder Arbeitsplatz was mit Automobil zu tun.

    Weitere Schlüsselindustrien aufbauen kann man hier vergessen. Dazu stimmt das ganze Wirtschaftsklima hier nicht mehr, sämtliche Zukunftsthemen sind doch alle in Asien oder USA. Siemens oder Nokia schaffte es nicht den Umschwung von Handys auf Smartphones zu bewerkstelligen, warum schafft Samsung oder Apple es... Außer Autos und Maschinen wird doch hier nichts mehr im großen Stil entwickelt.

    > Nein eben nicht, so wird es faktisch in den Medien dargestellt. Schau mal, die EU ist für lokale Politik ein Segen. Man kann selbst alles mögliche über diesen Umweg im eigenen Land durchdrücken und sich danach feinsäuberlich die Hände abputzen und es auf die böse EU schieben. Nehmen wir das viel gescholtene Bsp. der regulierten Gurkenkrümmung... Na wer wars?... Richtig, deutsche Großhändler, denn gerade Gurken lassen sich leichter schlichten, brauchen weniger Platz und verursachen somit geringere Kosten. Durch Lobbying bei deutschen Politikern wurde diese Richtline über die EU dann durchgedrückt. Was ist beim Bürger hängen geblieben? Die EU hat nichts besseres zu tun als sich um krumme Gurken zu kümmern und die lokale Politik ist natürlich auf den Zug mitaufgesprungen, obwohl sie zuvor dafür gesorgt haben, dass es überhaupt zu dieser Regelung kommt.

    Ja genau das ist es doch aber. Solche Sachen dürften von einem Parlament erst gar nicht zur Abstimmung zugelassen werden. Aber das ist immer klasse, irgendwas, was man hier nicht politisch will, auf die EU zu schieben. Siehe Autobahn-Maut, die hier aus EU-Recht nicht möglich wäre... ha, ha, ha.

    > Anstatt, dass wir den angeschlagenen Süden nutzen, dort investieren und eine Industrie aufbauen und somit auch deren Arbeitslosenproblem bekämpfen, zeigen wir lieber mit den Finger auf sie und beschweren uns nachher auch noch wenn sie hier herkommen um Arbeit zu finden.

    Das funktioniert halt einfach nicht, Industrie in Europa ist allgemein doch nicht mehr möglich. Gerade wieder EU-Regulierung... In China wird in 3 Monaten ne komplett neue Halle gebaut, in Europa haut in dem Zeitraum bestenfalls irgendnen Beamter den Eingangsstempel auf den Antrag drauf. Und diese Bürokratie zieht sich durch alles.

    > Beim Bsp. China ist es mir auch nicht nur um das Auto gegangen, eher um die allgemeine Richtung die sie einschlagen und dass sie uns mit der überholen werden.

    Das ist vollkommen klar. Eigentlich sind die doch schon heute schon längst vorbeigezogen. Wie das halt erreicht wird, ist eine andere Frage. Hauptsächlich durch gnadenlose Politik, die für den einzelnen echt hart sein kann, die aber immerhin ein Ziel hat, während man sich hier in endlosen Diskussionen und Juristereien verzettelt. Als ob in China irgendeine Bürgerbewegung die Chance hätte 25 Jahre über den Verlauf einer Landstraße zu diskutieren. Die wird mit größtmöglicher Effizienz geplant und gebaut, egal ob da ein Vogelpaar brütet oder es in der Ortschaft neben dran um 1,4dB zu laut sein könnte. Und genau mit solchen Diskussionen lähmen wir hier halt alles.

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