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Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

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  1. Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Achranon 30.07.21 - 14:30

    Wenn man E-Autos mit einem Benzin Autos vergleicht. Benzin Autos haben keine Zukunft. Es ist längst von allen beschlossen daß diese verschwinden werden. Von den Autoherstellern selbst noch aggressiver als von den Regierungen.

    Dabei geht es gar nicht primär nur um die Umwelt, sondern darum das man inzwischen festgestellt hat daß Öl nicht unendlich verfügbar ist und die größten Reserven dummerweise durchweg in Diktaturen liegen wie Irak, Syrien etc.

    Versuche diese Länder zu demokratisieren sind alle gescheitert. Und die USA hat keinerlei Lust mehr sich nochmal in die Nesseln zu setzen. Brauchen wir deren Öl nicht können sie uns auch egal sein.

    Die USA ist zwar aktuell auf Platz 1 der Erdölförderung, aber der Preis ist hoch mit Fracking.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l/Tabellen_und_Grafiken

    Die neueste Schätzung ist das Öl Reversen noch 56 Jahre reichen.

    Es kann durchaus sein das wer in Zukunft keine Lademöglichkeit für ein Auto daheim hat eben kein eigenes mehr haben kann. Wahrscheinlich wird dafür massiv Car 2 Go ausgebiet, evtl. mit selbstfahrenden Autos.

    Das ist eben die Lösung für die "Laternenparker" oder ÖR Verkehrsmittel.

  2. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: masel99 30.07.21 - 17:16

    Wenn ich mir beispielsweise die Daten der von CATL vorgestellten günstigen Natrium-Ionen-Akkus anschaue ist es absehbar, dass ordentliches Schnelladen auch in der Einstiegsklasse ankommen wird. Laternenparker fahren dann in Zukunft zur Schnelladesäule und lasen in 10 Minuten oder so ein paar hundert Kilometer. Damit ist das Thema "Wo soll der Laternenparker sein Alltagsauto laden?" erledigt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.21 17:18 durch masel99.

  3. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Madog11 30.07.21 - 17:43

    Ich denke eher das Laternenparker künftig ein FCEV fahren werden. Besonders diejenigen, die weite Strecken unterwegs sind. Ich bin so ein Laternenparker und habe mir einen Mirai 2 geholt. Mit dem war ich die letzten beiden Wochen in Urlaub. Anfahrt zum Urlaubsort 750 km, 2 Tankstops (aus reiner Vorsicht und weil ich bis zur nun zurückliegenden Fahrt keine Erfahrungen mit FCEVs hatte; Es hätte auch ein Tankstop gereicht, weil die Reichweite des Mirai zwischen 560 km und 650 km liegt...das kann ich nun nach der Fahrt bestätigen), alles tiptop. Alle H2 Tanken haben vorbildlich funktioniert und es gibt inzwischen echt eine Menge davon (kann man auf h2.live ansehen). Der Verbrauch lag auf der Autobahn bei ca. 1 kg H2 pro 100 km und auf der Landstraße bei ca. 0,81 kg pro 100 km. Bei 9,5 EUR pro kg H2 waren also auch die Kosten für Sprit echt niedrig.
    Meiner Meinung nach geht auf der Langstrecke kein Weg am Wasserstoffauto vorbei. Ich bereue den Kauf (bzw. das wirklich günstige Leasing) auf jedenfall nicht. Bin absolut zufrieden. So stelle ich mir Elektromobilität vor.
    Nur noch kurz eine Anmerkung: Es handelt sich hier um meine eigene Meinung und meine Erfahrungen. Ich will weder BEVs noch VW noch den ID.4 schlecht schreiben. Jeder kann kaufen was er will. Ich bin halt einfach nicht der BEV Käufer. Mein Anforderungsprofil passt einfach nicht auf BEVs.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.21 17:46 durch Madog11.

  4. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Backbone 30.07.21 - 18:33

    Es ist kein Zufall das Wasserstoff an allen Tankstellen in Deutschland immer das selbe kostet: 9,50¤ pro Kilogram. Das ist ein subventionierter, politisch festgelegter Preis. Oder anders ausgedrückt: Die Betreiber der Tankstellen lassen sich die Differenz zu den echten Kosten vom Steuerzahler geben. Und diese Kosten sind erheblich, die liegen nämlich etwa bei 40¤/kg.

    Wasserstoff ist als Energieträger extrem ineffizient weil nur mit sehr hohem Energieaufwand produzierbar, lagerbar und transportierbar. Die Gesamtenergiebilanz liegt sogar unterhalb der von Verbrennern bei etwa 25%. 75% der aufgewendeten Energie geht verloren. Oder um es anders auszudrücken: Mit Wasserstoff sind 3 bis 4 mal soviele Windräder und Solarmodule notwendig wie bei batterieelektrischen Fahrzeugen.

    Der einzige Vorteil ist der schnellere Tankvorgang, und der schmilzt mit jedem technischen Fortschritt der Akkutechnik immer weiter dahin.

    H2-Antribe wird es in Zukunft geben, aber nicht in privaten PKWs, da machen sie energetisch schlicht keinen Sinn.

  5. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Madog11 30.07.21 - 19:04

    Na ja, ich bin der lebendige Beweis, dass es in PKWs Sinn macht ;-)
    Der Markt wird es entscheiden und sonst niemand.
    Übrigens denken aktuell mehr Verbrenner Fahrer so wie ich als dir lieb sein möchte:
    "Die beliebteste Alternative ist jedoch nicht das batteriebetriebene Elektroauto, obwohl es sich gerade rasant verbreitet. Vielmehr würden sich 25 Prozent der Befragten am liebsten ein Auto mit Brennstoffzellen-Antrieb kaufen. Reine E-Autos und Hybride folgen mit jeweils 23 Prozent knapp dahinter. Bisher gibt es allerdings nur wenige Brennstoffzellen-Fahrzeuge auf dem Markt und die Infrastruktur für den Treibstoff ist bisher überschaubar. Für einen Benziner würden sich 15 Prozent entscheiden."
    Quelle: automobilwoche[.de]/article/20210128/NACHRICHTEN/210129908/verkehrswende-beliebtheit-alternativer-antriebe-steigt
    Quelle Nr. 2www.welt[.de]/motor/news/article230860453/Brennstoffzelle-schlaegt-BEV-Umfrage-zur-Akzeptanz-alternativer-Antriebe.html

    Den künftigen Konsumenten scheint die Ineffizienz von H2 Antrieben egal zu sein :-)

    Apropos Quelle: Hast du auch einen Beleg / Quelle für die gewagte These mit den 40 EUR pro kg unsubventionierten Preises? Ich habe da nämlich ganz andere Zahlen vorliegen. Die liegen aktuell bei ca. 8 EUR pro kg H2 und künftig soll der Preis sich in Richtung 5 EUR pro kg entwickeln (Marktpreis). Es gibt sogar Prognosen, die sprechen von 1 EUR pro kg H2 wenn die Saudis in H2 Geschäft einsteigen (was sie ja planen).

    Info: Bei meinen Quellen bitte die eckige Klammer vor dem .de rausnehmen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.21 19:05 durch Madog11.

  6. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: masel99 30.07.21 - 19:35

    > Ich denke eher das Laternenparker künftig ein FCEV fahren werden. Besonders diejenigen, die weite Strecken unterwegs sind.

    Warum? Was unterscheidet die denn von den anderen Elektroautofahrern? Die Preisdifferenz an den Schnelladesäulen? Soll das signifikant mehr sein sich für eine völlig anderen Energieträger (mit deutlich geringerer Effizienz) zu entscheiden? Ich habe da etwas Zweifel. Spätestens beim ersten Ladestop zahlen Laternenparker und zuhause-Lader ähnliche Preise.

    > Der Verbrauch lag auf der Autobahn bei ca. 1 kg H2 pro 100 km und auf der Landstraße bei ca. 0,81 kg pro 100 km. Bei 9,5 EUR pro kg H2 waren also auch die Kosten für Sprit echt niedrig.

    Bei Kosten auf der Autobahn mit 9,50¤/100km und auf der Landstraße mit 7,70¤/100km bekommt man auch mit einem Diesel (6,8l bzw. 5,5l Diesel (1,40¤/l)) oder Erdgas (8,3kg bzw. 6,7kg (1,15¤/kg)) hin. Ich habe da eine etwas andere Definition von "echt niedrig". ;-)

    > Meiner Meinung nach geht auf der Langstrecke kein Weg am Wasserstoffauto vorbei.
    Warum? Weil er aktuell ein paar hundert Kilometer mehr Reichweite hat? Aktuell wird die von einem deutlich günstigeren Diesel überboten, mittelfristig haben auch Mittelklasse-Elektroautos diese Reichweite (oder man legt eben einen 15min Stopp mehr ein), langfristig mag grüner Wasserstoff vielleicht bei großem Überschuß von regenerativer Energie günstig genug hergestellt werden können um die Effizienznachteile auszugleichen oder der Transport günstig genug geworden sein um den von "woanders" zu importieren. Aktuell sehe ich da eher ein begrenztes Anforderungsprofil. Wie genau sieht deins aus?

    > Alle H2 Tanken haben vorbildlich funktioniert und es gibt inzwischen echt eine Menge davon (kann man auf h2.live ansehen).

    Sind das tatsächlich alle in Europa oder ist das eher eine deutsche Seite, da sich die Wasserstofftankstellen überwiegend in/um Deutschland zu konzentrieren scheinen?

  7. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: mj 30.07.21 - 19:45

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich denke eher das Laternenparker künftig ein FCEV fahren werden.
    > Besonders diejenigen, die weite Strecken unterwegs sind.
    >
    > Warum? Was unterscheidet die denn von den anderen Elektroautofahrern?

    So schwer ? Die können keine eigne lademöglichkeit schaffen und müssen Zeit an ladesäulen totschlagen.

    Ich seh das genauso.
    Oder man schafft die Möglichkeit 400 km in 10 min nachzuladen

  8. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Madog11 30.07.21 - 20:00

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich denke eher das Laternenparker künftig ein FCEV fahren werden.
    > Besonders diejenigen, die weite Strecken unterwegs sind.
    >
    > Warum? Was unterscheidet die denn von den anderen Elektroautofahrern? Die
    > Preisdifferenz an den Schnelladesäulen? Soll das signifikant mehr sein sich
    > für eine völlig anderen Energieträger (mit deutlich geringerer Effizienz)
    > zu entscheiden? Ich habe da etwas Zweifel. Spätestens beim ersten Ladestop
    > zahlen Laternenparker und zuhause-Lader ähnliche Preise.

    Ganz einfach. Es wird noch ziemlich lange dauern bis an jeder Ecke jeder Parkplatz eine Lademöglichkeit hat. (es gibt sogar Menschen die behaupten, dass das nie kommen wird). Ich habe einen Kollegen, der sich einen ID.3 gekauft hat und in einer Wohnung wohnt. Der fährt nach der Arbeit 1-2 mal pro Woche zum laden an die Ladesäule und verbringt da mal spontan 1 Stunde Zeit bis sein Wagen geladen ist. Bei mir in der Umgebung sind die nächsten Lademöglichkeiten 500-700 m entfernt. Das ist für mich keine Lösung. Ich will schnell tanken und dann fahren bis ich wieder tanken muss. Tanken muss innerhalb von 5 Minuten erledigt sein und der Tank darf sich nicht von selbst entleeren (wie bei BEVs der Fall). Das ist mein Userprofil.

    > > Der Verbrauch lag auf der Autobahn bei ca. 1 kg H2 pro 100 km und auf der
    > Landstraße bei ca. 0,81 kg pro 100 km. Bei 9,5 EUR pro kg H2 waren also
    > auch die Kosten für Sprit echt niedrig.
    >
    > Bei Kosten auf der Autobahn mit 9,50¤/100km und auf der Landstraße mit
    > 7,70¤/100km bekommt man auch mit einem Diesel (6,8l bzw. 5,5l Diesel
    > (1,40¤/l)) oder Erdgas (8,3kg bzw. 6,7kg (1,15¤/kg)) hin. Ich habe da eine
    > etwas andere Definition von "echt niedrig". ;-)
    >

    Für mich ist das Pillepalle. Vielleicht liegt das an meinem gut bezahlten Job, aber alle in meinem Bekanntenkreis finden diesen Preis ebenfalls wirklich spottbillig. Die BEVs kosten ja an der Ladesäule ja inzwischen auch schon 55-79 ct pro kwh. Der gute ID.4 verbraucht auf 100 km lt. dem Test 20 kwh. Das wären dann ca. 11 EUR bis 16 EUR auf 100 km. Da ist das Wasserstoffauto mit 9,5 EUR deutlich billiger :-) Und als Laternenparker muss ich diesen Preis aktzeptieren.

    > > Meiner Meinung nach geht auf der Langstrecke kein Weg am Wasserstoffauto
    > vorbei.
    > Warum? Weil er aktuell ein paar hundert Kilometer mehr Reichweite hat?
    > Aktuell wird die von einem deutlich günstigeren Diesel überboten,
    > mittelfristig haben auch Mittelklasse-Elektroautos diese Reichweite (oder
    > man legt eben einen 15min Stopp mehr ein), langfristig mag grüner
    > Wasserstoff vielleicht bei großem Überschuß von regenerativer Energie
    > günstig genug hergestellt werden können um die Effizienznachteile
    > auszugleichen oder der Transport günstig genug geworden sein um den von
    > "woanders" zu importieren. Aktuell sehe ich da eher ein begrenztes
    > Anforderungsprofil. Wie genau sieht deins aus?

    Mir ist es egal wo der Wasserstoff herkommt. Ich begrüße es sogar wenn wir den von den Saudis billig importieren. Die haben was davon und wir auch...win win also-
    Mein Anfoderungsprofil ist: 5 Min tanken für 650 km Strecke und ich will schnell (180 km/h) fahren können ohne das das Auto nach 100 km erneut betankt werden muss. Außerdem finde ich es toll bei -20 Grad noch immer 650 km weit zu kommen.

    >
    > > Alle H2 Tanken haben vorbildlich funktioniert und es gibt inzwischen echt
    > eine Menge davon (kann man auf h2.live ansehen).
    >
    > Sind das tatsächlich alle in Europa oder ist das eher eine deutsche Seite,
    > da sich die Wasserstofftankstellen überwiegend in/um Deutschland zu
    > konzentrieren scheinen?

    Weit gefehlt! Deuschland ist Vorreiter, aber seit der H2 EU Strategie werden überall in der EU H2 Tanken gebaut. Hier eine Momentaufnahme: h2stations[.org]/stations-map/?lat=49.763948&lng=12.582221&zoom=4

  9. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: masel99 30.07.21 - 22:22

    mj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > masel99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Ich denke eher das Laternenparker künftig ein FCEV fahren werden.
    > > Besonders diejenigen, die weite Strecken unterwegs sind.
    > >
    > > Warum? Was unterscheidet die denn von den anderen Elektroautofahrern?
    >
    > So schwer ? Die können keine eigne lademöglichkeit schaffen und müssen Zeit
    > an ladesäulen totschlagen.
    >
    > Ich seh das genauso.
    > Oder man schafft die Möglichkeit 400 km in 10 min nachzuladen

    Davon hatte ich ja mit dem Beispiel der vorgestellten günstigen Natrium-Ionen-Akkus gesprochen. Die Schnellademöglichkeit wird nach und nach auch in die günstigen Elektroautos kommen. Und/oder man läd die während des Einkaufens etc. Da wird es schon Lösungen geben.

    Die beworbene Betankungszeit bei Wasserstofftankstellen von Minuten gilt auch nur wenn die Tankstelle nicht erst wieder den nötigen Druck aufbauen muss.

  10. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: mj 30.07.21 - 22:38

    Ach für Akkus gibt es ne Lösung, irgendwann.
    Wasserstoff wird aber nicht weiter optimiert ? Sehr illusorisch.

  11. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Akaruso 30.07.21 - 23:04

    Achranon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Die neueste Schätzung ist das Öl Reversen noch 56 Jahre reichen.

    In den 70ger Jahren ist man auch schon bereits von 50 Jahren oder sogar - da bin ich mir nicht sicher - von nur 30 Jahren ausgegangen.
    Nun egal, die sind auf jeden Fall inzwischen Vorbei und siehe da, es sind jetzt sogar noch 56 Jahre.
    Welch ein Wunder.

    Zunkunftsprognosen - egal welcher Art - kann man alle vergessen. Außer vielleicht, wenn man weiß, auf welche Datenbasis sie aufbauen.

  12. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: masel99 30.07.21 - 23:10

    Madog11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach. Es wird noch ziemlich lange dauern bis an jeder Ecke jeder
    > Parkplatz eine Lademöglichkeit hat. (es gibt sogar Menschen die behaupten,
    > dass das nie kommen wird). Ich habe einen Kollegen, der sich einen ID.3
    > gekauft hat und in einer Wohnung wohnt. Der fährt nach der Arbeit 1-2 mal
    > pro Woche zum laden an die Ladesäule und verbringt da mal spontan 1 Stunde
    > Zeit bis sein Wagen geladen ist. Bei mir in der Umgebung sind die nächsten
    > Lademöglichkeiten 500-700 m entfernt. Das ist für mich keine Lösung. Ich
    > will schnell tanken und dann fahren bis ich wieder tanken muss. Tanken muss
    > innerhalb von 5 Minuten erledigt sein und der Tank darf sich nicht von
    > selbst entleeren (wie bei BEVs der Fall). Das ist mein Userprofil.

    Jeder Parkplatz braucht keine Landemöglichkeit. Aber auf einigen Supermarkt-Parkplätzen kann ich mir das schon gut vorstellen. Zurückkommen udn Auto ist geladen.
    Der ID.3 ist mit seinen 120 kW maximaler Ladeleistung nicht der Maßstab um es mal gelinde zu formulieren. Aber auch mit denen läd man von 5% auf 80% in 35Minuten (Werksangabe VW).

    Wie weit ist denn die nächste Wasserstofftankstelle entfernt und wie sieht es aus wenn da mal mehr zum tanken kommen? Die "günstigen" Stationen können da auch nicht permanent schnell den Wasserstoff nachfüllen.

    Die Selbstentladung von Elektroautos ist minimal. Ein paar %, vielleicht 10% pro Monat je nach Umgebungstemperatur?

    >
    > > > Der Verbrauch lag auf der Autobahn bei ca. 1 kg H2 pro 100 km und auf
    > der
    > > Landstraße bei ca. 0,81 kg pro 100 km. Bei 9,5 EUR pro kg H2 waren also
    > > auch die Kosten für Sprit echt niedrig.
    > >
    > > Bei Kosten auf der Autobahn mit 9,50¤/100km und auf der Landstraße mit
    > > 7,70¤/100km bekommt man auch mit einem Diesel (6,8l bzw. 5,5l Diesel
    > > (1,40¤/l)) oder Erdgas (8,3kg bzw. 6,7kg (1,15¤/kg)) hin. Ich habe da
    > eine
    > > etwas andere Definition von "echt niedrig". ;-)
    > >
    >
    > Für mich ist das Pillepalle. Vielleicht liegt das an meinem gut bezahlten
    > Job, aber alle in meinem Bekanntenkreis finden diesen Preis ebenfalls
    > wirklich spottbillig. Die BEVs kosten ja an der Ladesäule ja inzwischen
    > auch schon 55-79 ct pro kwh. Der gute ID.4 verbraucht auf 100 km lt. dem
    > Test 20 kwh. Das wären dann ca. 11 EUR bis 16 EUR auf 100 km. Da ist das
    > Wasserstoffauto mit 9,5 EUR deutlich billiger :-) Und als Laternenparker
    > muss ich diesen Preis aktzeptieren.

    Gepriesen sei der staatlich regulierte/subventionierte Wasserstoffpreis? ;-)
    55-79 ct pro kwh, naja. Bei Tesla nicht und EnBW auch nicht.

    >
    > > > Meiner Meinung nach geht auf der Langstrecke kein Weg am
    > Wasserstoffauto
    > > vorbei.
    > > Warum? Weil er aktuell ein paar hundert Kilometer mehr Reichweite hat?
    > > Aktuell wird die von einem deutlich günstigeren Diesel überboten,
    > > mittelfristig haben auch Mittelklasse-Elektroautos diese Reichweite
    > (oder
    > > man legt eben einen 15min Stopp mehr ein), langfristig mag grüner
    > > Wasserstoff vielleicht bei großem Überschuß von regenerativer Energie
    > > günstig genug hergestellt werden können um die Effizienznachteile
    > > auszugleichen oder der Transport günstig genug geworden sein um den von
    > > "woanders" zu importieren. Aktuell sehe ich da eher ein begrenztes
    > > Anforderungsprofil. Wie genau sieht deins aus?
    >
    > Mir ist es egal wo der Wasserstoff herkommt. Ich begrüße es sogar wenn wir
    > den von den Saudis billig importieren. Die haben was davon und wir
    > auch...win win also-
    > Mein Anfoderungsprofil ist: 5 Min tanken für 650 km Strecke und ich will
    > schnell (180 km/h) fahren können ohne das das Auto nach 100 km erneut
    > betankt werden muss. Außerdem finde ich es toll bei -20 Grad noch immer 650
    > km weit zu kommen.

    Mit der Aussage dir sei egal wo der Wasserstoff herkommt meinst du auch die Umweltbilanz?
    Da könntest man auch gleich weiter Diesel oder Erdgas fahren? Aich weiß auch nicht warum man die Saudies unterstützen sollte die mit ihrem Erdölkartell lange genug die Preise nach Belieben beeinflußt haben.

    Kälte mag sicher ein Problem der Elektroautos sein, die von CATL vorgestellten Akkus sollen auf 90% bei -20°C kommen. Ein Drama ist das dann auch nicht mehr.

    >
    > >
    > > > Alle H2 Tanken haben vorbildlich funktioniert und es gibt inzwischen
    > echt
    > > eine Menge davon (kann man auf h2.live ansehen).
    > >
    > > Sind das tatsächlich alle in Europa oder ist das eher eine deutsche
    > Seite,
    > > da sich die Wasserstofftankstellen überwiegend in/um Deutschland zu
    > > konzentrieren scheinen?
    >
    > Weit gefehlt! Deuschland ist Vorreiter, aber seit der H2 EU Strategie
    > werden überall in der EU H2 Tanken gebaut. Hier eine Momentaufnahme:
    > h2stations[.org]/stations-map/?lat=49.763948&lng=12.582221&zoom=4

    Wo fährst du denn die 750km hin? Wenn ich da Richung Süeuropa, Osteuropa oder Nordeuropa schaue sieht es auch auf der Karte ziemlich dünn aus?

  13. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: masel99 30.07.21 - 23:31

    mj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach für Akkus gibt es ne Lösung, irgendwann.
    > Wasserstoff wird aber nicht weiter optimiert ? Sehr illusorisch.

    Diese Lösungen gibt es duchaus teilweise schon. Ich bezog mich auf die günstigen Autos die die Technologie der teureren erhalten. Der Mirai 2 ist kein günstiges Auto, der ID.4 eigentlich auch nicht. Das der ID.4 dann trotzdem nur 120kW Ladeleistung hat während andere deutlich mehr bieten ist wohl der Modelpolitik von VW geschuldet?

    Ich habe auch nicht behauptet bei Wasserstoff gäbe es keine Verbesserungen. Weiter oben schrieb ich beispielsweise, dass ich schon Chancen für diesen Energieträger sehe wenn er denn günstig (und klimaschonend) hergestellt werden kann. Elektrolyseure werden im größeren Maßstab günstiger werden und Transportmöglichkeiten auch. Bei Nutzfahrzeugen die viel fahren/transporetieren müssen, ist die Betrachtung natürlich auch eine andere.

  14. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Bondra81 31.07.21 - 04:40

    Achranon schrieb:
    ----------------------------------------------------------------------------
    >
    > Es kann durchaus sein das wer in Zukunft keine Lademöglichkeit für ein Auto
    > daheim hat eben kein eigenes mehr haben kann. Wahrscheinlich wird dafür
    > massiv Car 2 Go ausgebiet, evtl. mit selbstfahrenden Autos.
    >
    > Das ist eben die Lösung für die "Laternenparker" oder ÖR Verkehrsmittel.

    Politisch wäre das für jede Partei Selbstmord. Und selbst wenn es sich politisch durchsetzt, werden sich das die Menschen nicht gefallen.lassen.
    Dann könnte es entweder eine böse Überraschung bei Wahlen geben. Die Menschen wählen die Partei, die ihnen ein Auto verspricht. Oder es kommt zu Unruhen bis hin zu Aufständen. Die Menschen lassen sich viel gefallen aber beim Auto hört es auf...

    Die Zukunft wird aus einen Mix von Elektro, Wasserstoff und Diesel (synthetisch oder Bio) bestehen.
    Ja, die Erdölvorkommen sind endlich. Vor allem in den Regionen im nahen Osten sind diese auf absehbare Zeit erschöpft. Aber die Staaten planen schon für die Zukunft. Bald wird dort mit Hilfe der Sonne synthetischer Kraftstoff hergestellt. Da die Herstellung allerdings teurer ist als die Förderung von Erdöl, muss vorher noch das ganze Öl weg. Am Ende wird sich aber nichts ändern, ausser der Gewinn wird etwas kleiner werden. Die Öl-Staaten exportieren weiterhin Kraftstoff in die ganze Welt und die ganze Welt fährt weiterhin Verbrenner...

  15. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: KlugKacka 31.07.21 - 07:47

    Achranon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man E-Autos mit einem Benzin Autos vergleicht. Benzin Autos haben
    > keine Zukunft. Es ist längst von allen beschlossen daß diese verschwinden
    > werden. Von den Autoherstellern selbst noch aggressiver als von den
    > Regierungen.

    Nicht überall. In Indien wird z.B. Ein "Neues" Auto gebaut mit Mercedemotor aus den 70ern.

    > Dabei geht es gar nicht primär nur um die Umwelt, sondern darum das man
    > inzwischen festgestellt hat daß Öl nicht unendlich verfügbar ist und die
    > größten Reserven dummerweise durchweg in Diktaturen liegen wie Irak, Syrien
    > etc.
    Oh, und die letzten 100 Jahre, da gabe es Öl von dort, und keine Probleme. Und btw. Wer hat denn Arabien gespalten und zerstört?

    >
    > Versuche diese Länder zu demokratisieren sind alle gescheitert. Und die USA
    > hat keinerlei Lust mehr sich nochmal in die Nesseln zu setzen. Brauchen wir
    > deren Öl nicht können sie uns auch egal sein.

    LOL? USA und Demokratisieren. Glaubst Du den Scheiss selber?

    >
    > Die USA ist zwar aktuell auf Platz 1 der Erdölförderung, aber der Preis ist
    > hoch mit Fracking.
    Wers glaubt, und
    >
    > de.wikipedia.org

    Ist völlig irrelevant. Da inzwischen nur noch politisch korrekt geschrieben wird.

    >
    > Die neueste Schätzung ist das Öl Reversen noch 56 Jahre reichen.
    Ich schätze aber, das reicht noch 1986 Jahre. Und nu?
    >
    > Es kann durchaus sein das wer in Zukunft keine Lademöglichkeit für ein Auto
    > daheim hat eben kein eigenes mehr haben kann. Wahrscheinlich wird dafür
    > massiv Car 2 Go ausgebiet, evtl. mit selbstfahrenden Autos.
    >
    > Das ist eben die Lösung für die "Laternenparker" oder ÖR Verkehrsmittel.

  16. Re: Es wird scheinbar immer eine Sache vergessen

    Autor: Ichschreibdannmal 04.08.21 - 00:07

    Das Problem wäre eher ohne Öl wird Plastik immer schwerer herzustellen
    Ja, Recycling und alternativen gibt's, aber preislich ist halt Öl günstig
    Und man muss einfach ehrlich sein, verbraucht halt Europa keinerlei Öl mehr, verbrauchen das die Entwicklungsländer.
    Irgendwer muss anfangen ja, aber der Strom wird auch hauptsächlich durch Kohle oder Atomkraftwerke, aus dem Ausland gekauft. Aber in Deutschland sind wir sauber, gut das immer die Sonne scheint oder der Wind weht...
    Wir müssen nach alternativen schauen, nur weiß ich nicht ob ich lieber ein deutsches Atomkraftwerk hab oder eins in Frankreich was extreme Investitionslücken hat.
    Oder ein Europäisches Kohlkraftwerk mit filtersystemen oder eins in, keine Ahnung wo, wo halt einfach ungefiltert verbrennt.
    Aber gut wir sind ja in Europa sauber, Mauern uns ein und leben dann in einer Blase. :-)

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