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...und den Elephant im Raum ignorieren...

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  1. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Vainsniper 28.08.20 - 14:37

    Ich finde die Argumente in deinem Kommentar schlecht und schwach. Du schlägst vor die Konsumproblematik zu lösen in dem wir noch mehr Konsum erzeugen indem wir Ressourcen außerhalb unseres Planeten dafür nutzen. In den Mengen in denen wir Rohstoffe benutzen (tausende Tonnen) werden wir mittelfristig (mehrere Jahrzehnte) meiner Meinung nach keine Rohstoffe von anderen Himmelskörpern abbauen können. Außerdem brauchen wir mehr Edelmetalle oder schweres Wasser. Ausgiebige Landwirtschaft auf dem Mond dürfte sich schwierig gestalten, wobei ich sowieso der Meinung bin das wir unsere Lebensmittel anders verteilen müssen, nichts verrotten lassen sollen und wie du schon gesagt hast auf so intensive Sachen wie Nutztiere verzichten müssen.

    Windräder sind keine Vogelschredder. Sie sind jedenfalls weniger schädlich als andere Methoden der Energiegewinnung. (www*usnews*com/news/blogs/data-mine/2014/08/22/pecking-order-energys-toll-on-birds Bitte alle * durch . ersetzen. Golem mag es noch immer nicht dass ich Quellen angeben will) Es sterben mehr Vögel durch Öl oder Kohle. Und es sterben um mehrere Faktoren mehr Vögel durch Hauskatzen.

    Und weiterhin: Doch, genau die Junge Generation WILL ihre Ernährung ändern. Das stellt man aber nicht an anekdotischen Einzelfällen fest sondern wenn man sich größere Gruppen anschaut (www*nature*com/articles/s41598-020-63910-y) "We found that female gender, younger age, lower BMI, higher depression scores, and higher eating disorder-related psychopathology were significantly associated with vegetarian/vegan diets" "Similarly, we found that vegetarians/vegans were significantly younger than omnivores, as previously documented in multiple studies conducted among adults in Germany"

    Ich schreibe diesen Kommentar nicht nur für dich, sondern vor allem für all die stillen Mitleser. Denn auch wenn es furchtbar frustrierend ist immer gegenhalten zu müssen gegen Menschen die lieber das Problem wegdiskutieren wollen als über Lösungen nachzudenken, finde ich es wichtig das alle anderen merken, dass die die Laut sind, nicht die sind die Recht haben.

    Ich kann es übrigens vollkommen verstehen wenn Jemand (vielleicht du, vielleicht auch nicht) so viel Angst und Sorge über die langfristigen Probleme dieser Welt hat, sei es Klima, Gesellschaft, Reich und Arm, Bevölkerung etc, dass es verlockend ist in eine Verteidigungsstellung zu gehen und seinen Kopf ein bisschen in den Sand zu stecken so dass gerade noch der Mund rausguckt damit man die Lösungsvorschläge schlecht reden kann und sagen kann es funktioniert eh nicht. Aber so kommen wir echt nicht weiter. Und auch wenn sich das hier vielleicht für den ein oder anderen (je nachdem wie er gerade gelaunt ist) aggressiv liest, ich will nicht aggressiv sein. Eigentlich warte ich nur auf den goldenen Tag wo ich mal eine dieser Personen überzeuge das sie falsch liegen. Warum ich glaube dass du eine dieser Personen bist: "...Vogelschredder...", "Was muss ich daraus schließen? Heuchler allesamt." Du kannst mich gerne vom Gegenteil überzeugen, dass du auch auf der Seite der Lösungssuchenden stehst und nicht der Problemkleindiskutierer. Aber dann ändere in Zukunft bitte deine Wortahl.

  2. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: minnime 28.08.20 - 14:40

    Und die Verbraucher kaufen nur das was angeboten wird. Ich kann nur dann ein Produkt in umweltschonender Verpackung kaufen, wenn es das auch gibt und der Preis einigermaßen im Rahemn liegt, also nicht für das dreifache.

  3. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Clown 28.08.20 - 14:42

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hahaha...guter Witz! Die Unternehmen produzieren das, was nachgefragt wird.
    > Das nennt man FREIE Marktwirtschaft. Aber damit muss man als Verbraucher
    > eben auch mündig umgehen können.

    Wie soll das funktionieren, während Marketing in Form gezielter Manipulation eingesetzt wird? Es bedarf einer überdurchschnittlichen Medienkompetenz, um davor überwiegend gewappnet zu sein. Und auch dann bleibt das ein Katz- und Mausspielt, da die Forschung in dem Sektor massivst vorangetrieben wird. Weil es nämlich wunderbar funktioniert..

    Und darüber hinaus: Wieviele bspw. Waschmittel produzieren Unilever, P&G und Konsorten, die sich - wenn überhaupt - nur in Details in den Inhaltsstoffen unterscheiden, nur um mehrere kostenunterschiedliche Marken zu etablieren? Wettbewerb mit sich selber ist ein äußerst dämlicher Nebeneffekt freier Marktwirtschaft. Das ist einfach nur krank..

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  4. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: AllDayPiano 28.08.20 - 14:44

    Ja die Inder mit ihrem 0,7-fachen Durchschnittsverbrauch sind das Problem. Nicht wir, die mit einem 2 Tonnen SUV aus Korea 500m zum Supermarkt fahren, um Schokolade aus Kolumbien zu kaufen, mit Kraftstoff aus Venezuela.

    Ganz klar, die Menschen, die nur trockenen Reis zu fressen haben...

    Für alle, die die Schuld auf die Überbevölkerung schieben: nimm ein Messer, oder Schlaftabletten, und fangt an, es bei euch selbst zu lösen ;-)

    Ach doch nicht so geil? Oh, dann sind natürlich die Inder schuld.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.20 14:45 durch AllDayPiano.

  5. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: isaccdr 28.08.20 - 14:48

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > divStar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So sieht's aus. Auch scheinen die Unternehmen als Hauptschuldige nicht
    > ganz
    > > zur Geltung zu kommen.
    >
    > Hahaha...guter Witz! Die Unternehmen produzieren das, was nachgefragt wird.
    > Das nennt man FREIE Marktwirtschaft.

    Witz?

    Die Unternehmen produzieren Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, stimmt! Aber erst nachdem sie mittels Marketing die Bedürfnisse erzeugt haben.

    In der Marktwirtschaft bestimmt nicht nur die Nachfrage das Angebot, sondern auch das Angebot die Nachfrage. Ein Schlüssel ist beispielsweise der Preis. Mit Preiserhöhungen oder Senkungen kann man die Nachfrage steuern. Darauf basiert beispielsweise die Idee der Co2 Steuer.

    Wenn man die Geschichte erzählt, dann auch die Ganze.

  6. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Kleba 28.08.20 - 14:56

    Vainsniper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich schreibe diesen Kommentar nicht nur für dich, sondern vor allem für all
    > die stillen Mitleser. Denn auch wenn es furchtbar frustrierend ist immer
    > gegenhalten zu müssen gegen Menschen die lieber das Problem wegdiskutieren
    > wollen als über Lösungen nachzudenken, finde ich es wichtig das alle
    > anderen merken, dass die die Laut sind, nicht die sind die Recht haben.

    Vielen Dank für den Kommentar insgesamt und insbesondere für den zitierten Teil. Mir fehlt mittlerweile so oft die Kraft auf solche Dinge einzugehen, dass ich immer häufiger einfach keine Kommentare mehr schreibe bzw. anfange zu schreiben, aber dann nicht absende. Es ist zu oft (gefühlt) ein Kampf gegen Windmühlen und unglaublich frustrierend. Und dann habe ich das leider nicht nur im "virtuellen" Umfeld (also wie hier), sondern auch noch im echten (erweiterten) Bekanntenkreis.

    Wenn ich dann sehe, dass Leute extra Accounts anlegen, nur um noch mal irgendwelche Pseudo-Argumente zu posten, dass es den menschengemachten Klimawandel gar nicht gibt bin ich so unglaublich müde und frustriert, dass ich mich am liebsten bei SpaceX oder ähnlichem bewerben möchte um bei der erstbesten Gelegenheit diesen Planeten verlassen zu können.

  7. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Ganta 28.08.20 - 15:05

    Vainsniper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde die Argumente in deinem Kommentar schlecht und schwach. Du
    > schlägst vor die Konsumproblematik zu lösen in dem wir noch mehr Konsum
    > erzeugen indem wir Ressourcen außerhalb unseres Planeten dafür nutzen. In
    > den Mengen in denen wir Rohstoffe benutzen (tausende Tonnen) werden wir
    > mittelfristig (mehrere Jahrzehnte) meiner Meinung nach keine Rohstoffe von
    > anderen Himmelskörpern abbauen können. Außerdem brauchen wir mehr
    > Edelmetalle oder schweres Wasser. Ausgiebige Landwirtschaft auf dem Mond
    > dürfte sich schwierig gestalten, wobei ich sowieso der Meinung bin das wir
    > unsere Lebensmittel anders verteilen müssen, nichts verrotten lassen sollen
    > und wie du schon gesagt hast auf so intensive Sachen wie Nutztiere
    > verzichten müssen.
    ...................................................................................................................................

    Dein Link wegen "Vogelschredder" ernsthaft? Die Firma die die Anlage selber betreibt, wo die Vögel geröstet werden behauptet halt das Gegenteil. Auch ein mageres Argument, findest du nicht? Ich bin auch nicht dafür das man deshalb jetzt mehr Kohle oder Öl raushauen soll. Nur solls halt richtig gemacht werden. Ich halte von Windrädern nix. Sieh dir dazu (gerade wegen dem Katzenargument) auf YT dieses Video an (How fear of nuclear power is hurting the environment | Michael Shellenberger)

    Ich stecke meinen Kopf nicht in den Sand. Finde es auch interessant, das du auf meinen Lösungsvorschlag wegen "vegan" nicht eingehst (oder ich habs überlesen). Aber gut, sei es drum. Und darauf war auch mein Heuchler bezogen. Gerade "Grüne" predigen immer was von Umweltschutz und Klimawandel usw. Fliegen selber aber am meisten und im Konsum dürften sie wohl auch im oberen Drittel liegen.
    Wenn ich Leute überzeugen will und meinen Kritikern wenig Angriffsfläche bieten will, sollte man halt mit gutem Beispiel vorangehen, findest du nicht?
    Und ja, so Leute nenne ich dann halt auch Heuchler. Und Windräder nenne ich Vogelschredder. Weil sie für mich genau das sind.
    Damit versuche ich nicht die Diskussion zu unterbinden oder zu leugnen, das wir Probleme haben die gelöst gehören.
    Zum Thema mehr Konsum. Da kannst du dich halt aufn Kopf stellen und mit den Beinen wackeln. Du wirst die Mehrheit nicht davon überzeugen können, das sie weniger konsumieren. Ich kenne auch niemanden der ständig überkonsumiert. Man kauft sich das was man braucht und gut ist. Man könnte höchstens mal hier ansetzen und dafür sorgen, das Firmen Produkte entwickeln, die eine längere Lebensspanne haben. Das wäre wohl kurzfristig auch eine Lösung die was bringen könnte.
    Ich kann hier auch nirgends sehen das ich den Kopf in den Sand stecke. Immerhin versuche ich ja auch Lösungen vorzuschlagen. Wenns nach mir geht, müssten wir sowieso wieder viel mehr mit der Natur zusammenleben. Städte massivst zurückbauen bzw. weitaus mehr Grün einbringen usw. Aber ich lebe halt auch in der Realität und nicht in einer Utopie und wir müssen halt einen Grat finden, das die Mehrheit zufrieden ist und die Umwelt nicht zu stark geschädigt wird.
    Und gerade Ressourcenabbau (den kannste nunmal nicht einstellen, ansonsten müssen wir wohl uns wohl wieder in Höhlen zurückziehen) könnte man mit anfänglich hohen Summen doch planetar auslagern.

  8. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: tex443 28.08.20 - 15:09

    Du hast recht. Mit dem Finger auf andere zeigen ist super einfach.
    Das heißt aber nicht, das Überbevölkerung KEIN Problem ist und nicht diskutiert werden sollte.

    Insbesondere wenn man der Meinung ist, dass jedem Menschen ein Minimum an Lebensqualität zusteht, (also etwas was momentan Mrd. Menschen nicht haben) dann WIRD Überbevölkerung definitiv zu einem* Problem.

    * = einem von vielen.

    Und nur um drüber zu reden muss man vielleicht nicht immer gleich eine Lösung parat haben. (die habe ich auch nicht)

    Grüße,
    Tex

  9. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: AllDayPiano 28.08.20 - 15:22

    Darum ging es dem TO nicht. Wer auf andere zeigt, nimmt sich selbst als das Problem aus.

    Wir alle sind die Ursache. Wir könnten die Überbevölkerung dann heranziehen, wenn die ganze Welt den gleichen Standard hätte, und es trotzdem nicht reichen würde. Dafür fehlen uns allerdings ein paar Milliarden Menschen

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  10. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: foobarJim 28.08.20 - 15:27

    Der Agent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Autor thematisiert nicht das eigentliche Problem... wie jedes Mal wenn
    > es um dieses Thema geht traut man sich nicht die Ursache anzusprechen.
    >
    > Überbevölkerung.

    Boah, wie mir dieses "man traut sich nicht anzusprechen" auf die Nüsse geht. Das Thema Überbevölkerung wird sogar sehr oft angesprochen und ist schon seit Jahrzehnten ein Thema.

    Es ist auch sehr einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen nachdem unsere Gesellschaft diesen Bevölkerungswachstum im Zuge der Industrialisierung schon lange durchgemacht hat und mittlerweile in ein anderes Stadium eingetreten ist. Abgesehen davon ist Überbevölkerung nur ein Teil des Problems. Der ökologische Fußabdruck unserer Gesellschaft ist so hoch, da hätten viele überbevölkerte Staaten darin Platz.

    Außerdem gehört Deutschland mit seiner Bevölkerungsdichte durchaus auch zu den extrem dichtbesiedelten Staaten und es zeigt sich so langsam, dass die Natur dieser Belastung nicht stand hält. Man kann das Thema Überbevölkerung ansprechen, aber dann doch bitte nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen sondern gleichzeitig auch vor der eigenen Haustüre kehren. Aber in dem man die Schuld anderen zuschiebt, macht man sich so schön frei davon, dass unsere aktueller Lebensstil, mit motorisierter Mobilität, Youtube, Gaming, Streaming und Co. eventuell ein Problem darstellen könnte.

  11. Re: Falsch

    Autor: oldmcdonald 28.08.20 - 15:29

    Mich stört an Deinem Thread die Monokausalität, die Du hier propagierst. Du sagst: DAS Problem überhaupt sei Überbevölkerung. Das ist falsch, weil gerade in Ländern, in denen Kindern die Altersvorsorge darstellen, ungleich weniger Ressourcenverschwendung stattfindet (dazu gehört auch der CO2-Ausstoß pro Kopf), als in westlichen Industrieländern. Und dabei bleib ich auch. Wie wir hier mit unseren Ressourcen umgehen ist das Problem! Und ich werde mich nicht an einer verlogenen, in ihren Grundzügen kolonialistischen und damit rassistischen Diskussion beteiligen, nur, damit Leute, die hier wie die Made im Speck leben, die Probleme, die sie durch ihren Lebensstil verursachen, genau dorthin verorten, wo sie zuvor schon Raubbau an der Natur und Arbeitskraftausbeutung betrieben haben!

  12. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Riemen 28.08.20 - 15:35

    Das Thema Bevölkerungswachstum wird sich nach der verlinkten Studie in den nächsten Jahrzehnten durch steigende Bildung und Wohlstand von selbst erledigen. Nach neuesten Prognosen wird 2064 mit 9,7 Mrd das Maximum erreicht. 2100 sind's dann nur noch 8,8:
    https://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-133.html

    Ich weiß aber nicht, in wie weit die Studie den Klimawandel und daraus resultierende Hungersnöte, Kriege und Flüchtlingsströme berücksichtigt...

  13. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: Marvin-42 28.08.20 - 15:36

    Wer einen hohen Aufpreis für eine umweltschonende Verpackung ausgibt tut dies nicht für die Umwelt sondern für eigene Gefühl und den Freundkreis in der Filterblase.
    Das gleiche Geld könnte an sinnvoller Stelle investiert praktisch immer deutlich mehr für die Umwelt tun.

  14. Re: Jeder kann was tun

    Autor: lestard 28.08.20 - 15:49

    Die Handlungsoptionen, die wir in Europa dahingehen haben sind aber eben gering. Ich hab nicht das Gefühl, dass das Thema "totgeschwiegen" wird. Aber wir können halt wenig direkt dagegen tun, dass in Afrika, China und Indien die Bevölkerung so stark wächst.
    Wir können aber zumindest den Ressourcen-Verbrauch Pro-Kopf bei uns reduzieren denn der ist bei uns wesentlich schlechter als in China oder Indien.

    Das Thema Bevölkerungswachstum ist schon wichtig aber wir sollten es nicht nutzen als Rechtfertigung, dass wir hier nichts tun können und tun müssen.

  15. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: CraWler 28.08.20 - 15:52

    Wird es diesen Steigenden Wohlstand für die breiten Massen in einem Neoliberalen und hochautomatisierbaren Wirtschaftssystem noch geben ? Steigender Wohlstand der als Grundlage für den Rückgang des Bevölkerungswachstums genannt wird bedeutet ebenfalls wieder mehr Resourcen und Energieverbrauch.

    Ganz so einfach dürfte das alles also nicht werden....

  16. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: CHU 28.08.20 - 16:02

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hahaha...guter Witz! Die Unternehmen produzieren das, was nachgefragt wird.
    > Das nennt man FREIE Marktwirtschaft.

    Nirgendwo ist "FREIE" (nur geschrien auch wirklich wichtig) Marktwirtschaft garantiert.
    Das GG ist wirtschaftspolitisch neutral.

    Es garantiert aber gewisse Grundrechte für die hier lebenden Menschen. (Achtung - Menschen, nicht Personen, insbesondere nicht juristische Personen.)

    Unternehmen tun alles, was dem einzigen Ziel des Unternehmens dient: Gewinne zu erzielen.

    Wenn es dafür Dinge herstellen muss, dann stellt es Dinge her.
    Wenn es für diese Dinge Nachfrage erzeugen muss, dann erzeugt es Nachfrage (nennt sich auch "Werbung").

    Dem Unternehmen ist es egal, wenn es dafür lügen muss oder am Ende über Leichen geht.

    Es wäre die Aufgabe der Gesellschaft dies zu sanktionieren.

    Tut sie nicht. Tun wir nicht.

  17. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: JohannesB 28.08.20 - 16:03

    Der Agent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Autor thematisiert nicht das eigentliche Problem... wie jedes Mal wenn
    > es um dieses Thema geht traut man sich nicht die Ursache anzusprechen.
    >
    > Überbevölkerung.
    >
    > Die Bevölkerungszahlen von Indien und China haben sich in den letzten 50
    > Jahren verdoppelt bzw. verdreifacht. Die Beschwichtigung die in dem
    > Zusammen hang in der Regel immer gebracht wird um sich nicht mit dem
    > unbequemen Proble auseinandersetzen zu müssen, nämlich dass das
    > Bevölkerungswachstum von selbst abflacht ist an Lächerlichkeit nicht zu
    > überbieten. An dem Punkt an dem das der Fall ist ist es nämlich längst zu
    > spät.
    >
    > Was man nicht vergessen darf ist auch, Europa hat 700M Einwohner. Indien
    > hat doppelt soviel.
    > Bei gleichen Ressourcen heißt doppelte Einwohnerzahl, dass das Individuum
    > mit weniger Ressourcen auskommen muss. Das heißt ultimativ Armut.
    >
    > Damit schließe ich ab mit "Warum die Klimakrise so deprimierend ist": Weil
    > die Ursache nicht thematisiert wird.

    Bullshit.

    Du behauptest, aber belegst nicht:
    - "Wir können den Resourcenverbrauch nicht klimafreundlich decken" (Vegane Ernährung bringt zum Beispiel *einiges*)
    - "Der Bevölkerungszuwachs wird nicht abflachen" (wie kommst du da drauf?)

    Und dieses Bevölkerungswachstumsargument ist daher blödsinn, weil es sehr schwer zu kontrollieren ist. Kohlekraftwerke abschalten ist da um einiges einfacher.

  18. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: isaccdr 28.08.20 - 16:07

    JohannesB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Agent schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Autor thematisiert nicht das eigentliche Problem... wie jedes Mal
    > wenn
    > > es um dieses Thema geht traut man sich nicht die Ursache anzusprechen.
    > >
    > > Überbevölkerung.
    > >
    > > Die Bevölkerungszahlen von Indien und China haben sich in den letzten 50
    > > Jahren verdoppelt bzw. verdreifacht. Die Beschwichtigung die in dem
    > > Zusammen hang in der Regel immer gebracht wird um sich nicht mit dem
    > > unbequemen Proble auseinandersetzen zu müssen, nämlich dass das
    > > Bevölkerungswachstum von selbst abflacht ist an Lächerlichkeit nicht zu
    > > überbieten. An dem Punkt an dem das der Fall ist ist es nämlich längst
    > zu
    > > spät.
    > >
    > > Was man nicht vergessen darf ist auch, Europa hat 700M Einwohner. Indien
    > > hat doppelt soviel.
    > > Bei gleichen Ressourcen heißt doppelte Einwohnerzahl, dass das
    > Individuum
    > > mit weniger Ressourcen auskommen muss. Das heißt ultimativ Armut.
    > >
    > > Damit schließe ich ab mit "Warum die Klimakrise so deprimierend ist":
    > Weil
    > > die Ursache nicht thematisiert wird.
    >
    > Bullshit.
    >
    > Du behauptest, aber belegst nicht:
    > - "Wir können den Resourcenverbrauch nicht klimafreundlich decken" (Vegane
    > Ernährung bringt zum Beispiel *einiges*)
    > - "Der Bevölkerungszuwachs wird nicht abflachen" (wie kommst du da drauf?)
    >
    > Und dieses Bevölkerungswachstumsargument ist daher blödsinn, weil es sehr
    > schwer zu kontrollieren ist. Kohlekraftwerke abschalten ist da um einiges
    > einfacher.

    Einfach ja, aber effektiv? Hier einzelne hochmoderne Kraftwerke abschalten, während woanders 100 neue gebaut werden. Nein das ist keine Entschuldigung nichts tun zu müssen, aber das Klima interessiert sich nicht für pro Kopfverhältnisse. Da zählt nur die Bilanz.

  19. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: honk 28.08.20 - 16:16

    Der Agent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Autor thematisiert nicht das eigentliche Problem... wie jedes Mal wenn
    > es um dieses Thema geht traut man sich nicht die Ursache anzusprechen.
    >
    > Überbevölkerung.
    So ein Blödsinn, in mehrfacher Hinsicht. Das Problem Überbevölkerung wird seit Jahrzehnten ständig angesprochen, China hat deswegen sogar seine menschverachtende ein Kind Politik begründet, die rückblickend überflüssig war und mehr Problem schafft als löst.

    Natürlich kommt das Bevölkerungswachstum noch erschwerend dazu, wir müssen unserem CO2 Ausstoß nicht nur soweit senken, das es für ca. 8 Milliarden tragbar ist, sondern sogar so weit, das er auch bei 11 Milliarden noch vertretbar ist. Daran führt kein Weg vorbei, und das ist auch allgemein bekannt. Die Ressourcen, das Wissen und die Techniken dafür sind aber vorhanden, nur passt unser auf ständiges Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem nicht dazu. Daher sieht es im Moment so aus, das nicht mal für die derzeitigen 8 Milliarden ein ernsthafter Versuch unternommen wird, und das hat nichts mit dem Bevölkerungswachstum zu tun, selbst wenn die Bevölkerung ab sofort schrumpfen würde, würden wir das Ziel verfehlen.

    Wir haben es aber selbst in der Hand. Entweder wir schaffen den Übergang zu einer nachhaltigen Post-Wachstums Gesellschaft und schaffen einen wenigstens halbwegs fairen Zugang zu Ressourcen und Zukunftschancen für alle, oder wir gehen halt unter. SUV und Einfamilienhaus mit Steingarten im Vorort für alle geht nicht. Genauso wenig wie jeden Tag 1 kg Billigfleisch und 1 Mal im Jahr eine Fernreise mit dem Flieger. Aber in großen Urbanen Zentren können durchaus Millarden Menschen nachhaltig und mit vertretbarem Ressourcenverbrauch leben und trotzdem noch genug Raum für die Natur lassen. Und wenn man sich auf den Sonntagsbraten besinnt, ist auch genug Ackerfläche für alle da und wir haben sogar noch Kapazitäten für Energiepflanzen, ohne den Regenwald völlig abzuholzen.

    Eine Marskolonie wird uns jedenfalls nicht retten, und auch kein TESLA der 200 Sachen macht.

  20. Re: ...und den Elephant im Raum ignorieren...

    Autor: honk 28.08.20 - 16:27

    davidcl0nel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Agent schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nämlich dass das
    > > Bevölkerungswachstum von selbst abflacht ist an Lächerlichkeit nicht zu
    > > überbieten.
    >
    > Ich finde das auch immer ... sehr befremdlich. Das ist doch Politik durch
    > Hoffnung. In vielen Ländern ist das so, ja - aber was ist, wenn es nicht
    > überall so ist.
    > Und bis wir da sind, sind es nochmal 2-3 Mrd mehr Menschen. (Peak 10-11 Mrd
    > als Prognose) Wenn es "klappt". Wenn nicht...?
    >
    > Das als Basis für irgendetwas zu nehmen, ist doch absurd.
    Warum soll das absurd sein? Der Trend zu sinkendem Bevölkerungswachstum ist weltweit feststellbar, und die Gründe sind bekannt. Es liegt an besseren Lebensbedingungen und Bildung und beruflichen perspektiven, grade für Frauen. Dann sind plötzlich 5 Kinder keine gute Idee für die Altersvorsorge mehr, sondern ein Armutsrisiko. So ist auch nachvollziehbar, warum grade Afrika Schlusslicht ist, und was passieren muss, damit auch in Nigeria das Bevölkerungswachstum gestoppt wird.

    Und was wäre dein realistischer Alternativvorschlag? Atombomben auf Länder die Ihr Bevölkerungswachstum nicht in den Griff kriegen? Kriege um eine Zwangsterilisation durchzusetzen? 10 Meter hohe Mauern mit Todesschützen um Europa?

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