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Mit Vorbereitung ja

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  1. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: Eheran 14.05.19 - 10:35

    >Was genau hat die Größe des Landes jetzt mit den PKW pro 1000 Einwohnern zu tun?
    Größeres Land aber nicht proportional mehr PKW -> Annahme: Weniger dichter Verkehr -> Annahme: Weniger Unfallrisiken.

    Beispiel: 2 Länder, beide 1000 PKW pro 1000 Einwohnern, beide 1mio Einwohner, Land B 2x so groß wie Land A. Macht dann nur ~50% der PKW-Dichte von Land A. Natürlich nicht generell, weil die 100% extra Fläche sicher nicht genauso befahren werden, der Verkehr konzentriert sich ja generell um Städte rum. Einen Einfluss wird es aber definitiv haben.

    Und generell mit mehr PKW pro Einwohner steigt die Fahrzeugdichte auf den Straßen direkt an, das ist nicht so verwaschen wie der Zusammenhang im Beispiel oben.

  2. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: AllDayPiano 14.05.19 - 12:58

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie Du so schön sagst: Eigenverantwortung. Es zwingt dich niemand,
    > schnell
    > > zu fahren. Und wenn du den Verkehr dort so toll fandest (entspannter
    > geht
    > > mir tatsächlich noch ein, aber toll?)
    >
    > Wo habe ich denn "ich fand den Verkehr dort toll" geschrieben?

    Deine Aussage klang so.

    > > dann fahre doch auch hier so. Sei ein Vorbild, wenn Du der überzeugung
    > bist, das sei der richtige Weg.
    >
    > Da macht mir aber die StVO einen Strich durch die Rechnung:
    > § 3 Abs. 2 "Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam
    > fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern."

    Nein, macht sie nicht. Interpretiere hier mal die Verordnung nicht falsch. Sie sagt lediglich aus, dass 60 auf der Autobahn zu langsam ist, auch wenn das prinzipiell legal ist.

    80 auf der Landstraße, und 110 auf der Autobahn ist durchaus absolut in Ordnung. Das ist 20% unter Richtwert.

    > > Jetzt nicht auf Dich persönlich bezogen, sondern ganz allgemein
    > > festgestellt, finden sich bei dieser Debatte um Tempolimits wirklich
    > extrem
    > > viele Heuchler, die immer argumentieren, dass es woanders besser ist,
    > weil
    > > es dort Beschränkungen gibt, und sowieso durch "richtige" Strafen das
    > hart
    > > durchgesetzt wird (warum auch immer man das toll findet).
    >
    > Warum ich höhere Bußgelder für angemessen befinde? Weil die jetztigen
    > Bußgelder offensichtlich den gewünschten Effekt nicht erzielen. Falsch
    > parken mit Gefährdung anderer ist vielerorts für die Polizei nichtmal ein
    > Grund, abzuschleppen. Da wird ein Knöllchen für 15¤ dran gehängt und gut
    > ist.

    Es gibt durchaus Bereiche, in denen die Bußgelder zu niedrig sind (zugeparkte Feuerwehrzufahrten z.B.), aber das Kernproblem ist die mangelnde Durchsetzung.

    > > Aber warum halten sich die Menschen dann selbst nicht an dieses Ideal?
    >
    > Weil man nunmal nicht so langsam fahren darf, dass man den Verkehrsfluss
    > behindert. Siehe oben. Mit 70km/h darf ich halt nicht fahren, wenn 100
    > erlaubt sind.

    Wer sagt, dass Du 70 nicht 70 fahren darfst? LKW außerorts dürfen nicht schneller, und die gelten nicht als Behinderung, auch wenn sie von vielen so empfunden werden. Aber um Empfindungen geht es nicht, sondern um objektive Kriterien. Abgesehen davon sprach niemand von 70. Du selbst sagtest 90. Und das ist durchaus in Ordnung.

    > > Sobald man darf, fahren auch diese mal schneller.
    >
    > Genau das sagte ich ja auch schon...

    Und das geht für mich überhaupt nicht an. Entweder ich hätte gerne, dass es so ist, dann halte ich mich selbst konsequent daran, oder nicht. Dann darf ich aber auch nicht nach einem Regulativ rufen, wie ein Tabakabhängiger, der will, dass Zigaretten verboten werden, nur weil er selbst nicht in der Lage ist, aus freien Stücken heraus aufzuhören.

    > > Wenn es aber die eigene Überzeugung ist, dann müsste es egal sein, wie
    > schnell man fahren darf - man wird nicht schneller fahren.
    >
    > Es geht mir nicht darum, überall ein Tempolimit von 80km/h einzuführen. Ich
    > sagte nur: Man kommt auch mit so einer Geschwindigkeit an. Tempolimit von
    > 130km/h fände ich sinnvoll. Und was soll ich sagen, schneller fahre ich
    > tatsächlich meistens nicht, weil spätestens ab hier die Zeitersparnis den
    > höheren Verbrauch nicht mehr rechtfertigt.

    *Meistens* ist hier das Wort, an dem ich mich störe. Fahr doch *immer* so. Wenn es Dir genug Menschen gleich tun, dann braucht es faktisch auch kein Gesetz mehr dafür.

    > > Und dann der konsequente Ruf nach Verboten - wieso? Warum sollte das
    > > verboten werden? Wenn 60% der Deutschen für ein Tempolimit sind, warum
    > > fahren dann nur gefühlt 10-20% langsamer als 130 auf der Autobahn?
    >
    > Dass "dein Gefühl" kaum wissenschaftlich belastbar ist, dürfte dir aber
    > schon klar sein?

    Selbstverständlich ist das nicht belastbar. Aber ich gönne mir diesen Schrott jeden Tag zweimal. Und mein Eindruck ist eben dieser. Diagramme findet man dazu überhaupt nicht (und wenn, dann sind sie bereits gefiltert).

    > > Und wenn die Straßen dort so viel sicherer sind, weil dort langsamer
    > > gefahren wird: Warum haben sie dann fast so viele Verkehrstote, wie wir,
    >
    > 3,8 (Norwegen) zu 4,3 (Deutschland) ist für dich "fast so viele wie wir"?
    > Naja.

    Das sind 0,5 Verkehrstote pro 100.000 mehr, bzw. 0,5 Promille mehr. Das ist statistisches Rauschen.

    > > obwohl wir 100 mehr PKW pro 1000 Einwohner haben? Und das auch noch,
    > obwohl
    > > Norwegen fast doppelt so groß ist, wie Deutschland?
    >
    > Was genau hat die Größe des Landes jetzt mit den PKW pro 1000 Einwohnern zu
    > tun?

    Je mehr sich die Autos verteilen, umso weniger dicht ist der Verkehr. Ist doch nachvollziehbar, oder?

  3. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: der_wahre_hannes 14.05.19 - 17:10

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Aussage klang so.

    Wobei sich schon die Frage stellt, wieso man einen "entspannteren Verkehr" nicht auch "toller" finden darf, aber egal.

    > Nein, macht sie nicht. Interpretiere hier mal die Verordnung nicht falsch.
    > Sie sagt lediglich aus, dass 60 auf der Autobahn zu langsam ist, auch wenn
    > das prinzipiell legal ist.

    Wer hier wohl gerade die Verordnung falsch interpretiert...?

    > Es gibt durchaus Bereiche, in denen die Bußgelder zu niedrig sind
    > (zugeparkte Feuerwehrzufahrten z.B.), aber das Kernproblem ist die
    > mangelnde Durchsetzung.

    Das kommt noch hinzu.

    > Wer sagt, dass Du 70 nicht 70 fahren darfst? LKW außerorts dürfen nicht
    > schneller

    Du beantwortest dir deine Frage doch selbst... Ein LKW DARF NICHT SCHNELLER als 70 fahren. Also sind für den LKW auch keine 100 erlaubt. Liest du dir eigentlich selbst durch, was du schreibst?

    > und die gelten nicht als Behinderung, auch wenn sie von vielen
    > so empfunden werden. Aber um Empfindungen geht es nicht, sondern um
    > objektive Kriterien. Abgesehen davon sprach niemand von 70. Du selbst
    > sagtest 90. Und das ist durchaus in Ordnung.

    Irgendwie vermischt du hier gerade ganz schön was. So hat das keinen Sinn.

    > Und das geht für mich überhaupt nicht an. Entweder ich hätte gerne, dass es
    > so ist, dann halte ich mich selbst konsequent daran, oder nicht. Dann darf
    > ich aber auch nicht nach einem Regulativ rufen, wie ein Tabakabhängiger,
    > der will, dass Zigaretten verboten werden, nur weil er selbst nicht in der
    > Lage ist, aus freien Stücken heraus aufzuhören.

    Siehe oben. Ich darf nicht so langsam fahren, dass ich den Verkehrsfluss behindere.

    > *Meistens* ist hier das Wort, an dem ich mich störe. Fahr doch *immer* so.
    > Wenn es Dir genug Menschen gleich tun, dann braucht es faktisch auch kein
    > Gesetz mehr dafür.

    Ich gebe zu, die Formulierung war nicht eindeutig. Ich korrigiere mich und sage: Zu 95% fahre ich nicht schneller als 130km/h. Die anderen 5% kommen dadurch zustande, dass man den Tacho nun auch nicht ständig im Blick hat. Da kann es schonmal sein, dass die Tachonadel über 140km/h oder gar (schockschwere Not) über 150km/h anzeigt.

    > Je mehr sich die Autos verteilen, umso weniger dicht ist der Verkehr. Ist
    > doch nachvollziehbar, oder?

    Das einfach nur auf die Fläche eines Landes zu begrenzen lässt sich mit "statistischem Rauschen" aber dann doch nicht mehr wegdiskutieren. Norwegen hat auch nur 5,3 Millionen Einwohner, obwohl das Land doppelt so groß ist wie Deutschland. Heißt das jetzt, dass nur alle Jubeljahre mal ein Bauernhaus zu finden ist und ansonsten das Tumbleweed durch die Gegend rollt?
    Es stimmt zwar, dass (je nach Statistik) nur 13-16 Einwohner pro km² zu finden sind, nur darf man eben nicht vergessen, dass große Teile des Landes gar nicht bewohnbar/zu schlecht zu erreichen sind und sich der Rest in (natürlich weiter auseinanderliegenden) Dörfern und Städten zusammenfindet.
    Darüberhinaus sind die Strecken auch schwieriger zu fahren (meine persönliche Meinung, wobei ich sonst nur im Norden Deutschlands unterwegs bin. Das flache Land dürfte den Schwierigkeitsgrad gewaltig reduzieren). Man müsste sich anschauen, wie die Verkehrstoten zustande kommen. Steinschlag? Wildunfall? Innerorts oder außerorts? Etc. pp.

    EDIT: Außerdem muss man auch sehen auf wieviel Straßenfläche sich die Autos verteilen können. Nicht auf die bloße Fläche des Landes. Ansonsten müsste man ja davon ausgehen, dass in Nepal mit nur 2,65 PKW pro 100.000 Einwohner und einer Fläche von 1/3 der Fläche Deutschlands nie ein Verkehrsstau auftritt. Schaut man sich dann aber dieses Bild an: https://www.mein-nepal.de/wp-content/uploads/2014/05/Nepal-Reise_Verkehr-Highways-300x224.jpg muss man diese Annahme vielleicht doch wieder in Zweifel ziehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.19 17:17 durch der_wahre_hannes.

  4. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: der_wahre_hannes 14.05.19 - 17:12

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Was genau hat die Größe des Landes jetzt mit den PKW pro 1000 Einwohnern
    > zu tun?
    > Größeres Land aber nicht proportional mehr PKW -> Annahme: Weniger dichter
    > Verkehr -> Annahme: Weniger Unfallrisiken.
    >
    > Beispiel: 2 Länder, beide 1000 PKW pro 1000 Einwohnern, beide 1mio
    > Einwohner, Land B 2x so groß wie Land A. Macht dann nur ~50% der PKW-Dichte
    > von Land A. Natürlich nicht generell, weil die 100% extra Fläche sicher
    > nicht genauso befahren werden, der Verkehr konzentriert sich ja generell um
    > Städte rum. Einen Einfluss wird es aber definitiv haben.
    >
    > Und generell mit mehr PKW pro Einwohner steigt die Fahrzeugdichte auf den
    > Straßen direkt an, das ist nicht so verwaschen wie der Zusammenhang im
    > Beispiel oben.


    Ich gehe mal stark davon aus, dass der Großteil der Unfälle in den Ballungszentren Trondheim, Bergen und Oslo stattfindet. Ob da nun 500 Autos pro 1000 Einwohner unterwegs sind oder nur 400 Autos dürfte kaum einen Unterschied machen. Vor allem, weil Norwegen kaum mehr Straßenfläche als Deutschland haben dürfte (das habe ich jetzt aber nicht nachgeschauen, ich lasse mich hier gerne korrigieren ;) ). Die Autos fahren ja nicht einfach so über Feld und Wiesen. Von daher ergibt dieser Einwand überhaupt keinen Sinn.

  5. Re: Lemminge ersetzen durch "Schwarmintelligenz"?

    Autor: plutoniumsulfat 18.05.19 - 15:52

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Gerade, weil die Lemminge nicht verstehen werden, warum sich die
    > "Intelligenzler" so verhalten, wird es NOCH mehr krachen!
    >
    > Wie bei den menschlichen Fahrern, wo man immer genau weiß, was sie machen
    > und warum? Jetzt musste ich lachen :D

    Nun, gewisse Sachen kann man bei Menschen erwarten. Ich würde auf der AB jetzt nicht mit einer Vollbremsung rechnen, weil einer statt der 100 ne 10 gesehen hat.

  6. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: plutoniumsulfat 18.05.19 - 15:53

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da macht mir aber die StVO einen Strich durch die Rechnung:
    > § 3 Abs. 2 "Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam
    > fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern."

    Mit 80 auf der Autobahn behindert man aber den Verkehrsfluss nicht. LKW fahren auch nicht schneller und das werden auch immer mehr.

  7. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: plutoniumsulfat 18.05.19 - 16:08

    bentol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde das im Ausland schon deutlich entspannter, wenn alle ungefähr
    > dieselbe Geschwindigkeit fahren. Trotzdem bin ich kein Fan von einem
    > generellen Tempolimit, da gehen die individuellen Freiheiten schon vor. Und
    > viele können mit hohen Geschwindigkeiten auch verantwortungsvoll umgehen.
    > Nur da, wo wenig Platz ist, fände ich es schon sinnvoll.

    Das ist im Ausland nur wegen diesem Limit so entspannt. Viele können mit diesen Geschwindigkeiten eben nicht umgehen und je mehr davon unterwegs sind, desto unentspannter wird die Fahrt für alle. Obendrein ist die Zeitersparnis ein Witz. Wenn du statt 130 nur 90 fährst, macht das auf 100 km keine 10 Minuten.

  8. Re: Lemminge ersetzen durch "Schwarmintelligenz"?

    Autor: Eheran 19.05.19 - 00:49

    Würde ich auch bei sonst keinem Fahrzeug, egal on Mensch oder Maschiene?
    Merkwürdiges Beispiel.
    Bei der Maschine rechne ich hingegen nicht damit, dass sie einen toten Winkel hat + vergisst, dass ich da bin und dann rüberzieht.
    Oder bei hoher Geschwindigkeitsdifferenz rüber zieht.
    Oder mit viel zu geringem Sicherheitsabständ hinter mir fährt oder vor mit einschert.
    Oder oder oder
    Machen alles nur Menschen.
    Menschen sind ziemlich unberechnenbar.
    Heute (~22 Uhr) erst wieder gesehen, wie einer bei einer freien Autobahn ~15m vor mir einschert, nachdem er mich überholt hatte, und dann fast nur noch so schnell fährt wie ich -> ich muss langsamer werden, damit es wieder passt. 20s später wird die Person von einer 3. Person überholt und driftet dabei etwa 1/3 auf die linke Fahrspur, keine 5m vor(!) dem 3. Fahrzeug entfernt, welche da grad überholen will und natürlich bremsen muss.
    WTF!?
    Das wäre direkt ein Unfall gewesen, wenn die Person nicht sofort gebremst hätte oder etwas schneller gewesen wäre.

  9. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: bentol 19.05.19 - 01:07

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist im Ausland nur wegen diesem Limit so entspannt.

    Ja, ist klar. Und mir persönlich ist es so auch angenehmer. Aber wenn jemand bei freier Autobahn 220 km/h fahren will, wer bin ich, ihm das zu verbieten? Man müsste allerdings mehr auf der jeweiligen Situation angepasste Geschwindigkeiten pochen. Das steht ohnehin so in der StVO, wird aber so gut wie nie sanktioniert.

    > Zeitersparnis ein Witz.

    Sehe ich genauso, daher fahre ich persönlich auch deutlich langsamer und komme zwar etwas später, dafür aber deutlich erholter an. Gleichzeitig ist die Erhöhung des Spritverbrauchs für die paar Minuten immens, das halte ich einfach für völlig irrational.

    Allerdings bin ich auch ein Verfechter von persönlichen Freiheiten. Wenn jemand den ganzen Tag den Wasserhahn laufen lassen will, ist das in meinen Augen auch dämlich und umweltschädlich, aber wenn die Person meint, das zu brauchen, soll sie es meinetwegen machen. Genauso kann man in der ganzen Wohnung die ganze Nacht das Licht brennen lassen oder einen SUV in der Stadt fahren oder jedes Wochenende Klamotten shoppen, oder, oder, oder...

    Solange mich das nicht einschränkt, muss ich das Verhalten von anderen hinnehmen, ebenso wie sie meines. Das ist nunmal die Natur von Toleranz. Allerdings schränkt mich überhöhte Geschwindigkeit natürlich massiv ein - in meiner Sicherheit.

  10. Re: Lemminge ersetzen durch "Schwarmintelligenz"?

    Autor: plutoniumsulfat 20.05.19 - 00:08

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würde ich auch bei sonst keinem Fahrzeug, egal on Mensch oder Maschiene?
    > Merkwürdiges Beispiel.

    Bei den heutigen Erkennungsraten nicht undenkbar. Gabs da nicht mal was bei Tesla?

    > Bei der Maschine rechne ich hingegen nicht damit, dass sie einen toten
    > Winkel hat + vergisst, dass ich da bin und dann rüberzieht.
    > Oder bei hoher Geschwindigkeitsdifferenz rüber zieht.
    > Oder mit viel zu geringem Sicherheitsabständ hinter mir fährt oder vor mit
    > einschert.
    > Oder oder oder
    > Machen alles nur Menschen.
    > Menschen sind ziemlich unberechnenbar.#

    Das sind alles Sachen, die so oft vorkommen, dass man schon mit rechnet oder die am Verhalten des Fahrzeugs erkennbar sind. Maschinen erkennen so etwas bislang nicht.

    > Heute (~22 Uhr) erst wieder gesehen, wie einer bei einer freien Autobahn
    > ~15m vor mir einschert, nachdem er mich überholt hatte, und dann fast nur
    > noch so schnell fährt wie ich -> ich muss langsamer werden, damit es wieder
    > passt. 20s später wird die Person von einer 3. Person überholt und driftet
    > dabei etwa 1/3 auf die linke Fahrspur, keine 5m vor(!) dem 3. Fahrzeug
    > entfernt, welche da grad überholen will und natürlich bremsen muss.
    > WTF!?
    > Das wäre direkt ein Unfall gewesen, wenn die Person nicht sofort gebremst
    > hätte oder etwas schneller gewesen wäre.

    Klar, das ist gefährlich.

  11. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: plutoniumsulfat 20.05.19 - 00:11

    bentol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Das ist im Ausland nur wegen diesem Limit so entspannt.
    >
    > Ja, ist klar. Und mir persönlich ist es so auch angenehmer. Aber wenn
    > jemand bei freier Autobahn 220 km/h fahren will, wer bin ich, ihm das zu
    > verbieten? Man müsste allerdings mehr auf der jeweiligen Situation
    > angepasste Geschwindigkeiten pochen. Das steht ohnehin so in der StVO, wird
    > aber so gut wie nie sanktioniert.

    Es wird ja auch zu wenig kontrolliert dafür. Die Strafen sind obendrein ein Witz.

    > > Zeitersparnis ein Witz.
    >
    > Sehe ich genauso, daher fahre ich persönlich auch deutlich langsamer und
    > komme zwar etwas später, dafür aber deutlich erholter an. Gleichzeitig ist
    > die Erhöhung des Spritverbrauchs für die paar Minuten immens, das halte ich
    > einfach für völlig irrational.

    Ganz meine Meinung.

    > Allerdings bin ich auch ein Verfechter von persönlichen Freiheiten. Wenn
    > jemand den ganzen Tag den Wasserhahn laufen lassen will, ist das in meinen
    > Augen auch dämlich und umweltschädlich, aber wenn die Person meint, das zu
    > brauchen, soll sie es meinetwegen machen. Genauso kann man in der ganzen
    > Wohnung die ganze Nacht das Licht brennen lassen oder einen SUV in der
    > Stadt fahren oder jedes Wochenende Klamotten shoppen, oder, oder, oder...

    Das meiste schränkt andere doch bereits ein. Über die Folgen dieser Handlungen macht sich nämlich niemand Gedanken. In der Umwelt leben wir nämlich alle und somit ist auch jeder von diesem teilweise extrem umweltschädlichen Verhalten betroffen.

    > Solange mich das nicht einschränkt, muss ich das Verhalten von anderen
    > hinnehmen, ebenso wie sie meines. Das ist nunmal die Natur von Toleranz.
    > Allerdings schränkt mich überhöhte Geschwindigkeit natürlich massiv ein -
    > in meiner Sicherheit.

    Richtig.

  12. Re: Mit Vorbereitung ja

    Autor: bentol 20.05.19 - 01:34

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Allerdings bin ich auch ein Verfechter von persönlichen Freiheiten. Wenn
    > > jemand den ganzen Tag den Wasserhahn laufen lassen will, ist das in
    > meinen
    > > Augen auch dämlich und umweltschädlich, aber wenn die Person meint, das
    > zu
    > > brauchen, soll sie es meinetwegen machen. Genauso kann man in der ganzen
    > > Wohnung die ganze Nacht das Licht brennen lassen oder einen SUV in der
    > > Stadt fahren oder jedes Wochenende Klamotten shoppen, oder, oder,
    > oder...
    >
    > Das meiste schränkt andere doch bereits ein. Über die Folgen dieser
    > Handlungen macht sich nämlich niemand Gedanken. In der Umwelt leben wir
    > nämlich alle und somit ist auch jeder von diesem teilweise extrem
    > umweltschädlichen Verhalten betroffen.

    Ja, da hast du völlig Recht. Es schränkt tatsächlich Leute ein, von denen man das nicht unmittelbar mitbekommt. Der Klimawandel verursacht ja nicht bei uns die großen Probleme. Anderswo auf der Erde aber schon. Nur blendet die Gesellschaft und der Gesetzgeber das gerne mal aus.

    Andererseits verursacht allein das Leben in einer westlichen Gesellschaft einen hohen Umweltschaden, davon ist keiner frei. Man kann nur versuchen, diesen zu minimieren. Und denen, die sich extrem umweltschädigend verhalten, fehlt meist der Weitblick, die Konsequenzen ihres Handelns zu erkennen. Sowas lässt sich eben in einer Demokratie schlecht gesetzlich vorschreiben, weil die ja am Ende ja auch wählen gehen.

    In China kein Problem: Ab heute keine Autos mehr in den Städten - da sagt keiner was. Hierzulande würden da einige auf die Barrikaden gehen und die verantwortlichen Politiker könnten schonmal ihren Hut nehmen. Da denken viele eben nur von hier bis zur Wand, bzw. an ihre persönlichen Kosten, ihre Zeitersparnis usw.

    Siehe die Gelbwesten in Frankreich. Auslöser war eine Erhöhung des Spritpreises. So etwas auch nur zu erwähnen trauen sich inzwischen noch nicht mal mehr die Grünen!

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