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Autos und Innovation
Autor: go-bo 31.05.22 - 10:42
Schon am Design sieht man, dass es beim Individualverkehr offensichtlich keine Innovation mehr gibt – ich finde, dieses Fahrzeug könnte direkt aus den 60er Jahren kommen.
Vermutlich hat die Idee "Auto" einfach ausgedient und muss durch etwas komplett anderes ersetzt werden. Hoffentlich bald, denn wenn man nicht gerade drinsitzt, ertrage ich die Masse an Autos kaum noch... -
Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 11:27
go-bo schrieb:
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> Schon am Design sieht man, dass es beim Individualverkehr offensichtlich
> keine Innovation mehr gibt – ich finde, dieses Fahrzeug könnte direkt
> aus den 60er Jahren kommen.
Nee, damals waren die Autos bis auf den Antrieb selbst deutlich effizienter. Heute benötigt man z.B. im Schnitt bald 2t nur um eine Person zu bewegen. Es gibt also schon eine Entwicklung, nur teilweise in die grundfalsche Richtung. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 11:35
Wir können auch alle wieder auf 1t Autos zurückgehen. Nur leidet darunter die Sicherheit. Die Autos sind ja nun nicht Schwerer weil die Autohersteller gerne mehr Material verbauen, sondern weil die ganze Sicherheitstechnik, Absorber, Assistenzsysteme und Co immer mehr werden. Die haben aber eben alle ihre Berechtigung. Denn sie retten Leben.
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 11:46
xSureface schrieb:
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> Wir können auch alle wieder auf 1t Autos zurückgehen. Nur leidet darunter
> die Sicherheit. Die Autos sind ja nun nicht Schwerer weil die
> Autohersteller gerne mehr Material verbauen, sondern weil die ganze
> Sicherheitstechnik, Absorber, Assistenzsysteme und Co immer mehr werden.
> Die haben aber eben alle ihre Berechtigung. Denn sie retten Leben.
Jein. Für den Einzelnen trifft das sicher zu. Für die Allgemeinheit oft nicht. Denn Ressourcenverbrauch kostet auch Leben bzw. Lebenszeit. Ich erinnere mich da an das alte Beispiel vom Beifahrerairbag, der ganzheitlich betrachtet negativ ist. -
Re: Autos und Innovation
Autor: Rocketeer 31.05.22 - 11:47
Das ist halbgarer Blödsinn. Tut mir leid, mir fällt keine bessere Beschreibung dazu ein...
Ich selbst hatte als erstes Auto einen 1984er Passat Variant. Quasi eine recht große, überdachte Zündkerze, bei der ich froh sein konnte, dass ein Radio drin war.
Kein ABS, kein ESP, kein Seitenaufprallschutz, keine Airbags, Beckengurt hinten in der Mitte, die Scheinwerfer waren bessere Funzeln usw.
Wenn ich mich recht erinnere wog die Karre damals unter einer Tonne.
Wenn man nun all die oben genannten Dinge einfügt und vielleicht noch so etwas wie die Motorhaube mit Fußgängerschutz, dann wiegt das extra und dieses Mehrgewicht lässt sich dann nur schwer mit meinem alten 75PS-Motor bewegen, was wieder mehr wiegt.
Das hat nicht immer was damit zu tun, dass man schwere Autos will.
Wir haben damals in den Golf meiner Freundin eine Zentralverriegelung eingebaut. Ich weiß das genaue Gewicht nicht mehr, aber das alleine müsste um die 20 - 25kg gewogen haben (inkl. Motoren, Adapter, Steuergerät etc.). Natürlich sind ZV und elektrische Fensterheber Luxus, aber wen kennst du, der darauf noch verzichten möchte?
Alles in allem waren die Autos nicht effizienter, sondern schlicht gefährlicher. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 11:50
Dann ist aber auch der Fahrerairbag nachteilig, weil Statistisch löst dieser kaum aus. Das liegt eben daran, dass ein Auto Heute besser beherrschbar ist, als noch damals ohne Servo, ESP und ABS. Wenn man nur von Eventualitäten ausgeht, dann kann man alles ins Absurde führen.
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 11:54
xSureface schrieb:
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> Dann ist aber auch der Fahrerairbag nachteilig, weil Statistisch löst
> dieser kaum aus. Das liegt eben daran, dass ein Auto Heute besser
> beherrschbar ist, als noch damals ohne Servo, ESP und ABS. Wenn man nur von
> Eventualitäten ausgeht, dann kann man alles ins Absurde führen.
Das gilt in beide Richtungen. Wenn es um maximale Sicherheit des Individuums geht, dann fahren bald echte Panzer durch unseren Städte. Also braucht es Regelungen, um ein verträgliches Miteinander zu gestalten. Wo genau da die Grenze ist, ist abhängig von der Betrachtungsweise. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 11:56
Warum glaubst du gibt es im Auto einen Passantenschutz?
Würde man nur an das Individuum der das Auto bewegt denken, dann würden wir schon wieder 500KG sparen können. Also einfach nur auf Insassenschutz Optimieren, dann werden die Autos leichter. Passanten außerhalb werden aber wieder weniger geschützt. -
Re: Autos und Innovation
Autor: go-bo 31.05.22 - 11:56
Wie ich an eurer Diskussion ablesen kann, scheint Mensch nicht wirklich weiter denken zu können als "Auto"... Ich hoffe noch auf die kommende Generation, der ihr recht offensichtlich nicht angehört. ;-)
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Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 11:59
Dann bring doch eine Alternative zum Auto als Individualverkehr auf den Markt. Scheint ja was besseres zu geben, zumindest deiner Meinung nach.
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 11:59
Alles richtig. Nur sollte man sich bewusst sein, dass es auch natürliche Grenzen gibt. Man kann natürlich mit enormen Aufwand 100% sichere Autos bauen in denen man bequem wohnen kann. Das ist aber aus mehreren Gründen nicht sinnvoll. Wo das Optimum liegt, darüber kann man streiten. Ich z.B. finde die aktuellen oft übergroßen und überschweren PKW in Innenstädten total überflüssig und gefährlich. Woanders ergeben sie sicher mehr Sinn.
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:00
xSureface schrieb:
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> Dann bring doch eine Alternative zum Auto als Individualverkehr auf den
> Markt. Scheint ja was besseres zu geben, zumindest deiner Meinung nach.
In Städten gibt es zu 99% X bessere Alternativen. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 12:02
Städte? Wow. Welche Alternativen gibt es da die einen Schnell von A nach B Bringen und dabei noch Gepäck für die gesamte Familie mit befördert?
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:04
xSureface schrieb:
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> Warum glaubst du gibt es im Auto einen Passantenschutz?
Weil die Dinger oft überflüssigerweise dort herumfahren wo viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind. Und die Industrie nicht will, dass das verboten wird. Wenn man das Einsatzgebiet von Individualverkehr sachlich definiert, dann braucht man ihn nicht für all Eventualitäten aus- bzw. aufzurüsten. -
Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:07
xSureface schrieb:
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> Städte? Wow. Welche Alternativen gibt es da die einen Schnell von A nach B
> Bringen und dabei noch Gepäck für die gesamte Familie mit befördert?
Du behauptest ernsthaft, dass ein relevanter Anteil der Fahrten im Stadtgebiet dies benötigen? Das erinnert stark an die Diskussion um BEVs, wo Leute unbedingt 1000km Reichweite mit Wohnanhänger benötigen. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 12:08
Also nen Städter fährt nie aus der Stadt raus ins Umland zum Urlaub?
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:18
xSureface schrieb:
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> Also nen Städter fährt nie aus der Stadt raus ins Umland zum Urlaub?
Und dafür braucht er ganzjährig eine Freifahrterlaubnis in der gesamten Stadt? Plus Stellplatz. Das klingt mir nicht nach einer intelligenten Lösung. -
Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:22
go-bo schrieb:
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> Wie ich an eurer Diskussion ablesen kann, scheint Mensch nicht wirklich
> weiter denken zu können als "Auto"... Ich hoffe noch auf die kommende
> Generation, der ihr recht offensichtlich nicht angehört. ;-)
Menschen ticken nun mal so. Wer damit groß geworden ist, dem fällt das Umdenken oft schwer. Der erkennt oft nicht mal mehr, dass es Alternativen gibt oder gäbe. Oder streitet sie einfach ab. Insofern habe ich Hoffnung bzgl. zukünftiger Generationen. Die wachsen oft mit einem anderen Bewusstsein auf und müssen nicht umdenken. -
Re: Autos und Innovation
Autor: xSureface 31.05.22 - 12:27
Dann raus mit deinen Alternativen. Scheinst ja viele zu kennen.
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Re: Autos und Innovation
Autor: thrust26 31.05.22 - 12:34
xSureface schrieb:
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> Dann raus mit deinen Alternativen. Scheinst ja viele zu kennen.
Wofür jetzt genau? Einkaufen um die Ecke? Zu Fuß oder mit dem Rad. Urlaub? Z.B. ÖPNV + Bahn.
Und für die verbliebenen, seltenen Ausnahmefälle reichen Taxi oder Carsharing.



