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Die Reichen werden immer reicher...

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  1. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: kendon 24.09.18 - 09:24

    > Naja. Ich würde mich nun auch nicht als "reich" bezeichnen. Aber 1300 bis
    > 2000 Euro im Monat wären nicht so das Problem.

    Mein Gehalt liegt deutlich über dem deutschen Durchschnitt, aber diese Summen könnte ich unter keinen wie auch immer gearteten Umständen monatlich abzweigen. Nicht mit Mietshaus und drei Kindern.

    Und ich frage mich regelmässig ob ich mich als "reich" betrachten muss, wenn ich höre was die z.t. 15-20 Jahre älteren Handwerker aus meinem Umfeld nach Hause bringen... Im gleichen Alter ist das netto für die Singles unter denen die Hälfte, und das nur aufgrund von Überstundenvergütung.

  2. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: badman76 24.09.18 - 09:34

    Von einem Arbeiter am Fließband habe ich nie was geschrieben. Zum Oberarzt nach TV, such mal in den TV Tabellen und schau dir an was ein OA im Unikrankenhaus so bekommt ;-)

  3. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: John2k 24.09.18 - 09:36

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Mehrwertsteuer hier mit reinzurechnen, ist eine ziemliche
    > Milchmädchenrechnung, da dann im Kopf eine Vermischung stattfindet.
    > Einerseits rechnest Du die Mwst. von Deinem Einkommen ab, andererseits
    > bleiben die Preise im Kopf die, die im Laden am Regal stehen. Dann müsstest
    > Du natürlich auch so fair sein, jedes Päckchen Butter und jeden Joghurt um
    > 7% zu verbilligen, sowie jedes anderes Konsumgut um 19%. Erst dann wird es
    > wieder fair.

    (Ja, das habe ich bereits korrigiert, dass es auf den Nettoanteil muss.)

    Aber natürlich muss ein Angestellter auf seinen sämtlichen Nettolohn die Mehrwertsteuer bezahlen.
    Der Anteil an 7% Artikeln, der erworben wird ist denke ich geringfügig, sodass er vernachlässigt werden kann.

    > Dazu kommt, dass etliche Güter des täglichen Bedarfs nur zu 7% besteuert
    > werden, die Miete nur zu 10%. Insofern ist ein vollständiger Abzug von 19%
    > auch wiederum nicht gerechtfertigt.

    Das kann natürlich sein. So einfach ist es vermutlich aber auch nicht. Die Nebenkosten sind ja wieder mit 19% belastet. Einfachhalber mit 19% berechnet.

  4. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: lastadmin 24.09.18 - 09:36

    > Wenn ein Markt da ist, bei den Leute sich Autos für 1300-2000 Euro mieten können, was einem Netto Gehalt der meisten Menschen in Deutschland entspricht, so ist das nur noch krank.

    Mimimi. Du kannst es dir nicht leisten (ich auch nicht!), das Angebot ist offensichtlich nicht für dich gemacht, warum regst du dich auf? Was ist daran "krank"?

    Das ist ein Angebot das sich an Gutverdiener in den USA wendet. An Leute die volle Flexibilität brauchen und sich um nichts kümmern wollen. Wo Nachfrage, da ein Markt - und das ist auch gut so.

    Das sind Leute die keine Zeit haben die Karre zur Werkstatt zu fahren weil sie mit einem Stundensatz von 1k USD kalkulieren. Die wollen einfach ein funktionierendes, neuwertiges Auto. Dazu die Flexibilität mal Kleinwagen, mal Cabrio, mal Kombi fahren zu können. Das werden in der Regel auch Selbstständige sein, keine Angestellten.

    Das in einem Niedriglohnland wie der BRD sich kaum ein Arbeitnehmer so einen Dienst leisten ist klar. Aber in den Tech Hauptstädten der USA ist sowas für jeden Senior Entwickler erschwinglich.

  5. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Geistesgegenwart 24.09.18 - 09:41

    Bandyt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > fritze_007 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > notuf schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > >Re: Die Reichen werden immer reicher... ... und alle anderen bezahlen
    > > das.
    > > >
    > > >
    > > > 2% der "Reichen" zahlen 50% der Steuern in Deutschland.
    > > >
    > > > Umgekehrt wird also ein Schuh draus.
    > >
    > > Quelle?
    >
    > www.iwkoeln.de
    >
    > Das oberste Dezil zahlte 2017 48,2% des Einkommensteueraufkommens

    Jo und das ist eine *völlig* andere Aussage als deine. Ein Dezil = 10%, nicht 2%. Einkommensteuer !== alle Steuern - tatsächlich ist nämlich die Mehrwertsteuer der größere Posten an Steuereinnahmen. Deine Quelle summiert sogar beide Steuern (Einkommen- & MwStsteuer) und schon sieht das ganz anders aus.

    Abgesehen davon: Das Superreiche deutlich mehr Steuern zahlen müssen ist sehr gerecht: Denn wer sein Geld durch Zinsen vermehrt sollte berücksichtigen das Zinsen nur durch Leute erwirtschaftet wird, die tatsächlich arbeiten gehen (also ein Produkt oder eine Dienstleistung erbringen). Der Vermögenszuwachs durch Zins ist immer nur durch realwirtschaftliche Arbeit möglich. Nicht zu vergessen: Die Schuldzinsen, die der Staat bezahlen muss, bezahlen wir alle die Steuern zahlen. Währrend der Reiche, der Geld verleiht (bzw. indirekt seine Bank von seinem Guthaben) zwar diese Steuer auch zahlt, aber gleichzeitig ja die Zinsen wieder bekommt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.09.18 09:43 durch Geistesgegenwart.

  6. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Thomas 24.09.18 - 09:49

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Monatliches Einkommen von 2700¤ Brutto
    >
    > ergibt ca:
    >
    > 34,29 % Sozialabgaben

    Kommt für Einkommensteuer und Sozialabgaben ungefähr hin, wenn man unverheiratet und ohne Kinder in Steuerklasse 1 ist. Die Lohnsteuerbelastung liegt übrigens in dem Fall bei 347,83 EUR plus 19,13 EUR Solidaritätszuschlag, also gerade mal bei 13,6%.

    Der Rest sind, wie du ja schon schriebst, Sozialabgaben, die dir auch wieder zu Gute kommen, wenn du darauf angewiesen bist (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Geringverdiener, die im Laufe ihres Lebens "durchschnittlich krank" sind und entsprechende Kosten verursachen, werden im Laufe des Lebens auch z.B. weniger in die Krankenversicherung eingezahlt, als sie selbst Leistungen erhalten haben. Das gleiche gilt ggf. für andere staatliche Leistungen und Sozialleistungen, insbesondere wenn auch noch Kinder vorhanden sein sollten.

    > +19% MWST (komm ja keiner drumherum mit seinem Netto)

    Das du hier Einkommensteuer- und Sozialausgaben nich mit der Umsatzsteuer addieren kannst, wurde dir ja bereits gesagt.

    > Heißt von seinem Brutto verliert man als Angestellter bereits 53,29%
    > unausweichlich. Schlimmer wird es , wenn man viel Auto fährt (was einem ja
    > mehr oder weniger als Wahl bleibt).
    > Bei 300¤ Spritkosten im Monat hat man bereits Abgaben in Höhe von ca. 58%

    Ich gehe mal davon aus, dass das zum großen Teil Fahrten zur Arbeit sind? In dem Fall erhält man ja vom Staat auch wieder etwas über die Entfernungspauschale zurück.

    > Gerechter werden die Gesetze erst, wenn man selbstständig ist.

    Erzähl mal!

    > Kein Wunder, dass es den Reichen immer besser geht. Wenn Firmen nur noch
    > minimale Anteile an Steuern zahlen und normale Angestellte fast 60% von
    > ihrem Geld abgeben müssen.

    Und woher kommt das Geld der angestellten, aus dem dann die ganzen Steuern und Sozialabgaben bezahlt werden?

    --Thomas

  7. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: notuf 24.09.18 - 10:01

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gehe mal davon aus, dass das zum großen Teil Fahrten zur Arbeit sind? In dem Fall erhält man > ja vom Staat auch wieder etwas über die Entfernungspauschale zurück.

    Das ist ja wohl ein Witz. Selbst wenn ich mit dem ÖPNV fahre, erhalte ich nicht das Geld für mein Ticket zurück. Mein Brutto wird dann nur um einen Betrag verkleinert. Ganz zu schweigen von der sog. Pendlerpauschale, die nur in eine Richtung gilt und nicht mal die Kosten in diese eine Richtung abdeckt.

    Aber gleichzeitig gibt es "Aufwandsentschädigungen" für MdB, dafür, dass sie im Bundestag erscheinen. Zusätzlich zu ihrer üppigen Diät und sonstigen Zuwendungen.

  8. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Muhaha 24.09.18 - 10:03

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber gleichzeitig gibt es "Aufwandsentschädigungen" für MdB, dafür, dass
    > sie im Bundestag erscheinen. Zusätzlich zu ihrer üppigen Diät und sonstigen
    > Zuwendungen.

    Dass MdBs nicht wenig Geld bekommen, hat schon seinen Sinn. Man hofft damit die Anfälligkeit für Korruption zu senken.

  9. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: pangzipang 24.09.18 - 10:17

    Diese Debatte bringt es nicht auf den Punkt. Gehälter der Mittel- und Oberschicht spielen In den USA in einer anderen Liga, diese 1200-1300 oder auch 2,000 USD sind da viel eher verkraftbar, weil auch 100-200,000 USD auch mit normalen non-Management Positionen realisierbar sind.

    Unter anderem aus dem Grund habe ich nie in Deutschland gearbeitet, bzw. nie mit einem deutschen Arbeitsvertrag. Ist eine persönliche Entscheidung (und natürlich hat nicht jeder die Freiheit, global Jobs anzunehmen). Aber wer bleibt, nimmt sich den größtmöglichen Hebel auf der Einkommenseite. Deutsche Gehälter sind international einfach miserabel, dafür hat man maximale Sicherheit. Beides zusammen habe ich (außerhalb der Schweiz, hat mir persönlich aber nicht gefallen) noch nicht gefunden.

    Edit: Lastadmin war schneller



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.09.18 10:24 durch pangzipang.

  10. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Geistesgegenwart 24.09.18 - 10:33

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und woher kommt das Geld der angestellten, aus dem dann die ganzen Steuern
    > und Sozialabgaben bezahlt werden?
    >
    > --Thomas

    Von einer Bank, die das Geld aus dem "nichts" heraus erschaffen hat und dafür Zinsen verlangt. Der Angestellte bekommt kein Gehalt "von oben herab" sondern er bekommt das Geld weil er realwirtschaftliche Güter produziert oder eine Dienstleistung erbringt. Geld alleine arbeitet nämlich nicht, das tun nur die Menschen. Auch Zinsen die eine Bank für einen Kredit kassiert kommen nicht aus dem "nichts", sondern müssen realwirtschaftlich erwirtschaftet werden.

  11. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Oktavian 24.09.18 - 10:42

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Mehrwertsteuer hier mit reinzurechnen, ist eine ziemliche
    > > Milchmädchenrechnung, da dann im Kopf eine Vermischung stattfindet.
    > > Einerseits rechnest Du die Mwst. von Deinem Einkommen ab, andererseits
    > > bleiben die Preise im Kopf die, die im Laden am Regal stehen. Dann
    > müsstest
    > > Du natürlich auch so fair sein, jedes Päckchen Butter und jeden Joghurt
    > um
    > > 7% zu verbilligen, sowie jedes anderes Konsumgut um 19%. Erst dann wird
    > es
    > > wieder fair.
    >
    > (Ja, das habe ich bereits korrigiert, dass es auf den Nettoanteil muss.)
    >
    > Aber natürlich muss ein Angestellter auf seinen sämtlichen Nettolohn die
    > Mehrwertsteuer bezahlen.
    > Der Anteil an 7% Artikeln, der erworben wird ist denke ich geringfügig,
    > sodass er vernachlässigt werden kann.

    Da irrt der Herr. Quasi sämtliche Nahrungsmittel fallen darunter, von wenigen Luxus-Artikeln wie Kaviar mal abgesehen. Das alleine macht gerade für Geringverdiener einen Großteil der Ausgaben aus. Dann fallen auf Mieten 10% an und nicht 19%. Dieser Posten macht für Geringverdiener in Großstädtnen oft 50% der monatlichen Ausgaben aus. Auch der ÖPNV wird mit 7% besteuert, wiederum ein nicht unerheblicher Posten.

    > Das kann natürlich sein. So einfach ist es vermutlich aber auch nicht. Die
    > Nebenkosten sind ja wieder mit 19% belastet. Einfachhalber mit 19%
    > berechnet.

    Tja, man kann sich die Welt auch einfach machen, wie sie einem gefällt, bzw. wie sie einem ins Weltbild passt. Nebenkosten werden zwar tatsächlich meist mit 19% versteuert, machen aber in der Regel nur 20% des Mietzinses aus. Der Rest liegt bei 10%. Dies zu vereinfachen auf 19% ist schon dreist.

  12. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: a user 24.09.18 - 10:45

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bandyt schrieb:
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    > > notuf schrieb:
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    > > > fritze_007 schrieb:
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    > > > > notuf schrieb:
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    > > > > >Re: Die Reichen werden immer reicher... ... und alle anderen
    > bezahlen
    > > > das.
    > > > >
    > > > >
    > > > > 2% der "Reichen" zahlen 50% der Steuern in Deutschland.
    > > > >
    > > > > Umgekehrt wird also ein Schuh draus.
    > > >
    > > > Quelle?
    > >
    > > www.iwkoeln.de
    > >
    > > Das oberste Dezil zahlte 2017 48,2% des Einkommensteueraufkommens
    >
    > Jo und das ist eine *völlig* andere Aussage als deine. Ein Dezil = 10%,
    > nicht 2%. Einkommensteuer !== alle Steuern - tatsächlich ist nämlich die
    > Mehrwertsteuer der größere Posten an Steuereinnahmen. Deine Quelle summiert
    > sogar beide Steuern (Einkommen- & MwStsteuer) und schon sieht das ganz
    > anders aus.
    Eine völlig andere Aussage ist es nicht. Mit den 2% hat er übertrieben (vermutlich falsch erinnert). Die Aussage bleibt aber die selbe: die wenigen Top-Verdiener zahlen die Hälfte der Einkommensteuern. Und da wird die Mehrwertsteuer nicht mitverwurschtellt, nicht bei dieser Aussage:
    "Die 10 Prozent der Haushalte mit den
    höchsten Einkommen zahlen fast die Hälfte des gesamten Aufkommens der Ein-
    kommensteuer. "
    >
    > Abgesehen davon: Das Superreiche deutlich mehr Steuern zahlen müssen ist
    > sehr gerecht: Denn wer sein Geld durch Zinsen vermehrt sollte
    > berücksichtigen das Zinsen nur durch Leute erwirtschaftet wird, die
    > tatsächlich arbeiten gehen (also ein Produkt oder eine Dienstleistung
    > erbringen). Der Vermögenszuwachs durch Zins ist immer nur durch
    > realwirtschaftliche Arbeit möglich. Nicht zu vergessen: Die Schuldzinsen,
    > die der Staat bezahlen muss, bezahlen wir alle die Steuern zahlen. Währrend
    > der Reiche, der Geld verleiht (bzw. indirekt seine Bank von seinem
    > Guthaben) zwar diese Steuer auch zahlt, aber gleichzeitig ja die Zinsen
    > wieder bekommt.
    Der höhere Steuersatz hat nichts mit durch Zinsen erwirtschaftetes Kapital zu tun. Die meisten dieser oberen 10% gehen normal arbeiten. Mit meinem Gehalt gehöre ich zu den oberen 6% und ich bin normaler Angestellter.
    Darüberhinaus wird für durch Zinsen erwirtschaftetes Geld ohnehin noch eine Kapitalertragsteuer fällig, d.h. für das was du mit Geld verdienst zahlst du extra Steuern.

  13. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: elforumo 24.09.18 - 10:49

    fritze_007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > 2% der "Reichen" zahlen 50% der Steuern in Deutschland.
    >
    > Umgekehrt wird also ein Schuh draus.

    Genau das ist es ja was angeprangert wird. Die reichsten 2% haben so viel Geld, dass sie 50% der Steuerlast tragen. Die zahlen das ja nicht aus dem nichts oder aus Jux und Dollerei, sondern weil selbst bei 50% Abgaben genau diese unglaubliche Menge Geld ihnen ja auch bleibt.

  14. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: quineloe 24.09.18 - 10:52

    gambol1989 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja. Ich würde mich nun auch nicht als "reich" bezeichnen. Aber 1300 bis
    > 2000 Euro im Monat wären nicht so das Problem.
    >

    Meines Erachtens bist du reich, wenn dir egal sein kann, wenn kein Geld mehr reinkommt.

    Ein recht einprägendes Beispiel ist hier die Szene aus Bones, wo Bones zu Hodgins meint, sie sei reich weil ihr Einkommen und ihr Buch zusammen viel Geld reinbringen, und er dann nur meint "No, I'm rich. You're well off."

  15. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: AveN 24.09.18 - 10:55

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Dass MdBs nicht wenig Geld bekommen, hat schon seinen Sinn. Man hofft damit
    > die Anfälligkeit für Korruption zu senken.

    Klappt ja hervorragend.

  16. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Oktavian 24.09.18 - 10:56

    > Ach sag das Mal dem Rentner,

    Der Rentner hat aber, da er eben keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, keine Spritkosten von 300 EUR wegen Pendeln zur Arbeit. Und genau darauf bezog sich der Rat. Aber auch einem Rentner, dem in der Großstadt die Miete über den Kopf wächst, ist ein Umzug in eine Mittelstadt durchaus zuzumuten.

    > dem Krankenpfleger,

    Gerade hier ist ein Stellenwechsel recht problemlos. Examinierte Krankenpfleger werden überall in D händeringend gesucht. Das heißt nicht, das man woanders mehr verdient, aber man findet leicht woanders eine Stelle zu gleichen Konditionen bei deutlich weniger Arbeitsweg. Und darum ging es ja, der lange Weg zur Arbeit.
    Übrigens verdient man als examinierter Krankenpfleger mit Erfahrung in BW oder BY deutlich über 3000 EUR pro Monat. So übel ist das nicht.

    > der Kauffrau.

    Wenn Du jetzt die Kauffrau im Einzelhandel meist, ja die könnte gear...t sein. Das wird sie aber wahrscheinlich über kurz oder lang eh, da sich die Einkaufsgewohnheiten gerade radikal ändern.

    > Du hast
    > leider zu sehr die IT Brille auf. Und auch von diesem hohen Ross werden die
    > vielen teils mittlerweile arroganten IT Arbeiter früher oder später
    > fallen.

    Ähh, da ich kein ITler bin, zumindest beruflich nicht, nein, eher nicht.

    > In anderen Berufsfeldern ist die Lage nicht so, dass man den Job wechselt
    > und 10-20% mehr Gehalt bekommt. So engstirnig und weltfremd sollte man
    > schon nicht sein.

    Darum ging es ja auch. Man kann auch eine Stelle wechseln, um sich den weiten Weg zur Arbeit zu kürzen. Der Vorposter beklagte sich ja über 300 EUR Spritkosten, und da kann man tatsächlich etwas tun. Und selbst wenn man eine Stelle in der Nähe findet mit 200 EUR weniger Gehalt, kan man immer noch 100 EUR mehr in der Tasche und viel freie Zeit gewonnen.

    > Und wie gesagt, es kommt die Zeit da werden die Softwareentwickler auch
    > nicht gebraucht werden. Derzeit wird der Markt größtenteils durch eine
    > Geldschwemme wegen Niedrigzinsen mit lauter VC finanzierten Start-ups
    > geflutet.

    Streich die mal gedanklich raus. Gerade in D ist die Menge an VV überschaubar und auch die Menge an StartUps. Das Gros der Entwickler sind bei ganz seriösen Unternehmen, die schon seit 20 Jahren und länger am Markt sind.

    > Wenn das Geld nicht mehr locker sitzt, werden auch die vielen
    > Start-ups verschwinden und damit auch die Nachfrage nach jungen willigen
    > unkritischen Entwicklern. 2001, 2009... Das ganze nennt man Schweinezyklus
    > und die nächste Krise kommt.

    Ich erinnere mich noch das an Platzen der dot-com-Blase. Was wurde nicht fabuliert vom Ende der IT. Im Endeffekt sind die hart gelandet, die in Schnellkursen vom Bäcker zum MCSE umgeschult wurden. Wer seriös ausgebildet oder studiert war, ist sehr weich gelandet und hat schnell eine gute Stelle zu guten Konditionen bekommen. Du überschätzt die Menge an Entwicklern in unseriösen Unternehmen und den Bedarf an Entwicklern in seriösen Unternehmen.

  17. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Muhaha 24.09.18 - 10:56

    AveN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Klappt ja hervorragend.

    Hey, es hat niemand behauptet damit Korruption vollständig verhindern zu können :)

  18. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: quineloe 24.09.18 - 10:58

    Die meisten mögen es wohl "falsch" machen, aber es ist trotzdem keine Milchmädchenrechnung, weil es nicht falsch ist.

    Angenommen, wir geben im Monat 500¤ für Lebensmittel aus. Davon sind 33¤ Mehrwertsteuer. Das ist einfach Tatsache, dass diese Steuer vom Netto bezahlt wird.

  19. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: Thomas 24.09.18 - 10:59

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo und das ist eine *völlig* andere Aussage als deine. Ein Dezil = 10%,
    > nicht 2%. Einkommensteuer !== alle Steuern - tatsächlich ist nämlich die
    > Mehrwertsteuer der größere Posten an Steuereinnahmen. Deine Quelle summiert
    > sogar beide Steuern (Einkommen- & MwStsteuer) und schon sieht das ganz
    > anders aus.

    Wird öfters behauptet, stimmt aber nicht. :-)

    Die Lohnsteuer liegt schon mit 195,5 Mrd. EUR über der Umsatzsteuer (170,5 Mrd. EUR) und zusammen mit der Einkommensteuer (59,4 Mrd. EUR) liegt sie sogar bei rund 219 Mrd. EUR im Jahr 2017.

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen/2018-01-26-steuereinnahmen-kalenderjahr-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=4

    Und auch bitte nicht vergessen, dass die Gutverdiener auch überproportional viel Umsatzsteuer bezahlen, da sie aufgrund ihres höheren Einkommens mehr konsumieren können.

    > Abgesehen davon: Das Superreiche deutlich mehr Steuern zahlen müssen ist
    > sehr gerecht: Denn wer sein Geld durch Zinsen vermehrt sollte
    > berücksichtigen das Zinsen nur durch Leute erwirtschaftet wird, die
    > tatsächlich arbeiten gehen (also ein Produkt oder eine Dienstleistung
    > erbringen). Der Vermögenszuwachs durch Zins ist immer nur durch
    > realwirtschaftliche Arbeit möglich. Nicht zu vergessen: Die Schuldzinsen,
    > die der Staat bezahlen muss, bezahlen wir alle die Steuern zahlen. Währrend
    > der Reiche, der Geld verleiht (bzw. indirekt seine Bank von seinem
    > Guthaben) zwar diese Steuer auch zahlt, aber gleichzeitig ja die Zinsen
    > wieder bekommt.

    Wo gibt es denn in den letzten Jahren noch Vermögenszuwachs durch Zinsen?

    Die Superreichen haben in der Regel ihr Vermögen ihrer eigenen Firma zu verdanken (oder halten entsprechend Aktienanteile). Diese Firmenanteile sind ja erst mal nur auf dem Papier vorhanden, wenn sie ihre Firma/Anteile verkaufen, müssen sie den Veräußerungsgewinn natürlich auch versteuern.

    --Thomas

  20. Re: Die Reichen werden immer reicher...

    Autor: quineloe 24.09.18 - 11:01

    Bandyt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.iwkoeln.de
    >
    > Das oberste Dezil zahlte 2017 48,2% des Einkommensteueraufkommens


    Diese Quelle belegt nicht die ursprüngliche Aussage

    > > 2% der "Reichen" zahlen 50% der Steuern in Deutschland.

    Die von Fritze007 wohl völlig bewusst so irreführend abgekürzt gehalten wird.

    Tatsächlich ist die Lohnsteuer nur ein Viertel des gesamten Steueraufkommens

    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61874/steuereinnahmen

    Die Hälfte eines Viertels ist ein Achtel.

    Aber das klingt halt nicht so geil wie "50%!". Auf der Fake News Skala gebe ich der Behauptung mal 3 von 5 blonden Toupets.

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    Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Ein Nutzer argumentiert dagegen, das öffentliche Glasfasernetz ende an der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose, wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann.

  2. Mercedes EQV: Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
    Mercedes EQV
    Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine

    Stilvoll elektrisch shuttlen: Daimler hat für die IAA die serienreife Version des Mercedes EQC angekündigt. In dem Elektro-Van haben sechs bis acht Insassen Platz.

  3. Fogcam: Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet
    Fogcam
    Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet

    Die Webcam Fogcam nimmt seit 1994 Bilder vom Gelände der San Francisco State University aus auf. Nach 25 Jahren wird die Kamera nun abgeschaltet, laut den Machern unter anderem wegen fehlender guter Aussicht.


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