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  5. › Zweimal im Monat Auto wechseln: Audi…

Endlich kein Eigentum mehr

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  1. Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: korona 24.09.18 - 11:56

    Anstatt Waren nur noch einmal zu verkaufen werden sie vermietet das ist der große Trend in unserer Zeit.
    Diese Entwicklung kann durchaus auch kritisch betrachtet werden. Natürlich ist die Miete heute interessanter geworden das sie wie bei Audi jetzt einen Mehrwert bietet. Bei Musik und Video funktioniert es ja wunderbar aber bei solchen Gütern bin ich doch skeptisch. Sollte man mal nicht mehr bezahlen können oder wollen steht man direkt ohne Fahrzeug da. Für die Vertreiber solcher Angebote bringt der psychische Druck und die Faulheit so etwas zu kündigen oft ordentlich mehr einnahmen.
    Ich von gespannt was als nächstes kommt eine Wohnflat von Airbnb? Monatliche Grundgebühr und man darf 2 mal im Monat die Wohnung wechseln?

  2. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: Thomas 24.09.18 - 12:13

    korona schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anstatt Waren nur noch einmal zu verkaufen werden sie vermietet das ist der
    > große Trend in unserer Zeit.
    > ...
    > Ich von gespannt was als nächstes kommt eine Wohnflat von Airbnb?
    > Monatliche Grundgebühr und man darf 2 mal im Monat die Wohnung wechseln?

    Auch Wohnungen werden doch vermietet, rate mal wo der Begriff Miete her kommt. ;-)

    Man wechselt seine gemieteten Wohnungen halt nur nicht so häufig, wie andere z.B. ihre Leasingfahrzeuge. Wobei ich z.B. einen Kollegen hatte, der innerhalb von 3 Jahren in Berlin schon vier mal umgezogen ist.

    --Thomas

  3. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: korona 24.09.18 - 12:16

    Das ist richtig auch Autos konnte man schon früher leasen. Nur jetzt können die Unternehmen auf die Idee auch einem Mehrwert anzubieten. Man mietet Jhs nicht mehr ein Objekt sondern einen größeren Service

  4. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: Bouncy 24.09.18 - 12:24

    korona schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man mietet Jhs nicht mehr ein Objekt sondern einen größeren Service
    Und inwiefern ist das schlechter als die Miete eines Objekts? Klar heißt es jetzt Car-as-a-Service und nicht Miet-mich (auch wenn bei der Miete selbstverständlich auch schon alles von Versicherung bis Werkstatt inkludiert war, es war immer schon das Komplettpaket und nicht ein nackisches Auto), aber deine Kritik im Vergleich zur simplen Miete wird nicht wirklich deutlich...

  5. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: korona 24.09.18 - 12:29

    Ich wollte die klassische Miete nicht als besser darstellen. Es geht eher darum das durch solche Angebote die Miete attraktiver ist und somit das Eigentum verdrängt wird. Habe ich noch wohl nicht klar ausgedrückt.
    Eigentlich wollte ich nur die Entwicklung aufzeigen die im Moment in unserer Gesellschaft entsteht und sich die Risiken etwas beleuchten. War wohl zu kurz geschrieben

  6. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: emdotjay 24.09.18 - 13:22

    korona schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wollte die klassische Miete nicht als besser darstellen. Es geht eher
    > darum das durch solche Angebote die Miete attraktiver ist und somit das
    > Eigentum verdrängt wird. Habe ich noch wohl nicht klar ausgedrückt.
    > Eigentlich wollte ich nur die Entwicklung aufzeigen die im Moment in
    > unserer Gesellschaft entsteht und sich die Risiken etwas beleuchten. War
    > wohl zu kurz geschrieben

    +1

  7. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: Oktavian 24.09.18 - 13:28

    > Anstatt Waren nur noch einmal zu verkaufen werden sie vermietet das ist der
    > große Trend in unserer Zeit.
    > Diese Entwicklung kann durchaus auch kritisch betrachtet werden.

    Die Frage ist hier allerdings, woran man Eigentum erwirbt und was man mietet.

    Eigentum an einer Immobilie kann man als Investition betrachten. Das Eigentum ist relativ wertstabil und es ist handelbar, kann also wieder zu Geld gemacht werden, und das über einen sehr langen Zeitraum.

    Das Auto hingegen verliert sehr schnell einen Großteil seines Wertes und nach weiterer Zeit ist es quasi wertlos. Zudem ändern sich die Bedürfnisse recht schnell, gekauft wird dann immer ein Auto für die Maximalbedürfnisse. So würde mit 11 Monate im Jahr durchaus ein Auto der Golfklasse reichen, aber einmal fahre ich dann doch in Urlaub und zweimal möchte ich etwas größere Güter transportieren. Hier wäre ein Mietmodell, bei dem man das Auto wechseln kann, sehr attraktiv.

    Zudem hat Miete auch immer den Vorteil der gefühlten Unabhängigkeit. Als Mieter einer Wohnung muss ich mich nicht um ein Loch im Dach kümmern, als Mieter des Autos nicht um plötzliche teure Reparaturen. Man erkauft sich Sicherheit vor Überraschungen.

  8. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: uschatko 24.09.18 - 14:11

    korona schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anstatt Waren nur noch einmal zu verkaufen werden sie vermietet das ist der
    > große Trend in unserer Zeit.

    Das ist auch gut so. Ich habe schon 10 Jahre kein eigenes Auto mehr, Carsharing und Sixt Unlimited sind für mich genau passend. Ich habe damit viel Ärger und Aufwand gespart.


    > Monatliche Grundgebühr und man darf 2 mal im Monat die Wohnung wechseln?

    Es steht einem frei seine Mietwohnung oft zu wechseln. Genauso wie ich pro Woche 2x das Hotel wechsel.
    Ich möchte auch keine Wohnung oder Haus besitzen, mieten reicht mir vollkommen flexibel und preiswert im Vergleich zu den Kosten für Eigentum.

  9. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: korona 24.09.18 - 14:17

    Es geht mir auch gar nicht darum, dass ganze Schlecht zu reden. Immerhin wie du richtig gesagt hast. Eigentum verpflichtet auch. Aber es ist doch interessant, dass das Eigentum immer weiter abgewertet wird. Von der Kundensicht ist das alles ja auch durchaus verständlich, da ja tatsächlich ein Mehrwert gegenüber klassischem Besitz oder eben bei Audi sogar gegenüber klassischem Leasing, geboten wird. Nur gleichzeitig kann man sein Auto auch nicht mehr verkaufen. Klar der Wertverlust beim Kauf ist da, bei manchen Autos mehr bei manchen weniger. Ich habe meine Autos bis jetzt immer nur für ein paar Tausender verkaufen können, gut die waren aber auch für den Automarkt richtig alt (Um die 10 Jahre und dann auch nur mittelklasse Wagen)

    Das Thema fasziniert mich einfach. Denn immerhin ist es ein Konzept dass sich Momentan gut verkauft. Der größte Versandhändler versendet zwar noch selber, aber der großteil wird von anderen erledigt. Das größte Taxiunternehmen hat gar keine Taxis mehr und der größte Anbieter von Ferienwohnungen besitzt auch keine einzige. Und das spannende ist ja damit werden ohne Ende gewinne eingefahren, da ist es natürlich nur konsequent, dass dieses Konzept auch auf Autos angewandt wird. Ich bin gespannt was als nächstes kommt. In gewisserweise hat sich dieses Konzept ja auf alle Lebensbereiche ausgeweitet. Jetzt müsste man die Leiharbeit nur noch richtig bewerben und es würde da super reinpassen. Kleiner Scherz von meiner Seite.

  10. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: korona 24.09.18 - 14:21

    Ganz frei ist es nicht, denn die meisten werden einen Mietvertrag haben mit einer Kündigungsfrist. Standard ist da glaube ich 3 Monate. Aber das tut nix zur Sache es war ja nur eine Schnapsidee von mir wie man das Konzept weiterspinnen kann. Sein Auto konnte man vorher ja auch wechseln, allerdings mit einem schon hohen Aufwand verbunden (Käufer finden, neues Auto kaufen, anmelden abmelden etc). Wenn es das eigene Auto wäre und man richtig verhandelt würde man da bestimmt sogar unter die monatlichen Gebühren von Audi kommen (natürlich nur wenn man gegen ein Gleichwertiges Auto tauscht). Den Stress will man sich aber wohl kaum antun und ist wahrscheinlich in einer kurzen Wechselzeit von 2x im Monat nicht machbar

  11. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: Oktavian 24.09.18 - 14:34

    k> Es geht mir auch gar nicht darum, dass ganze Schlecht zu reden. Immerhin
    > wie du richtig gesagt hast. Eigentum verpflichtet auch. Aber es ist doch
    > interessant, dass das Eigentum immer weiter abgewertet wird.

    Vielleicht ist die "Entwertung" des Eigentums auch einfach ein Zeichen von Wohlstand und Sicherheit.

    Früher hat man krampfhaft den alten Famlienschmuck bewahrt in dem Wissen, ihn in schlechten Zeiten (Krieg, wirtschaftliche Not, Hunger, Flucht) verwerten zu können. Heute wissen wir, dass solche schlechten Zeiten nicht mehr kommen werden. Die aktuelle Generation kennt sowas allenfalls noch aus Schauergeschichten der Großeltern.

    Früher musste man ein Auto besitzen, da ohne die Erwerbstätigkeit nicht gesichert war. Dafür wurde auch auf Urlaub und Ausgehen verzichtet. Heute kann man es sich leisten, ein Auto bei Bedarf zu mieten, oder auch ganz darauf zu verzichten.

    Früher musste man, um sicher leben zu können, ein Haus besitzen. Hausbesitzer mussten sich in der Regel ziemlich krumm legen, haben selbst am Haus mit gebaut und geschuftet, jahrelang auf Urlaub und jeden kleinen Luxus verzichtet. Schon vorher hat man jahrzehnte lang in den Bausparvertrag eingezahlt. Heute will man auf den Urlaub nicht verzichten und kauft das Haus, wenn es sich nebenbei abzahlen lässt.

    Früher haben sich die Leute teils Geld vom Mund abgespart, um mal ein kleines Häuschen vererben zu können (das die Erben dann sofort zu Geld gemacht haben). Ich will heute nichts vererben. Ich habe meinen Kindern einen guten Start ins Leben ermöglicht, ab da müssen sie schon selbst schwimmen.

    Ich sehe das eher positiv. Vielleicht investieren die Leute etwas weniger in "Haben" und etwas mehr in Erlebnisse und Erinnerungen. Ein neues Auto macht mich glücklich bis zur ersten Macke (also ein paar Tage). Danach ist es einfach nur ein Auto. Ein schöner Urlaub schafft Erinnerungen für viele Jahre. Und das letzte Hemd hat keine Taschen.

  12. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: tibr0 24.09.18 - 17:50

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > k> Es geht mir auch gar nicht darum, dass ganze Schlecht zu reden.
    > Immerhin
    > > wie du richtig gesagt hast. Eigentum verpflichtet auch. Aber es ist doch
    > > interessant, dass das Eigentum immer weiter abgewertet wird.
    >
    > Vielleicht ist die "Entwertung" des Eigentums auch einfach ein Zeichen von
    > Wohlstand und Sicherheit.
    >
    > Früher hat man krampfhaft den alten Famlienschmuck bewahrt in dem Wissen,
    > ihn in schlechten Zeiten (Krieg, wirtschaftliche Not, Hunger, Flucht)
    > verwerten zu können. Heute wissen wir, dass solche schlechten Zeiten nicht
    > mehr kommen werden. Die aktuelle Generation kennt sowas allenfalls noch aus
    > Schauergeschichten der Großeltern.
    >
    > Früher musste man ein Auto besitzen, da ohne die Erwerbstätigkeit nicht
    > gesichert war. Dafür wurde auch auf Urlaub und Ausgehen verzichtet. Heute
    > kann man es sich leisten, ein Auto bei Bedarf zu mieten, oder auch ganz
    > darauf zu verzichten.
    >
    > Früher musste man, um sicher leben zu können, ein Haus besitzen.
    > Hausbesitzer mussten sich in der Regel ziemlich krumm legen, haben selbst
    > am Haus mit gebaut und geschuftet, jahrelang auf Urlaub und jeden kleinen
    > Luxus verzichtet. Schon vorher hat man jahrzehnte lang in den
    > Bausparvertrag eingezahlt. Heute will man auf den Urlaub nicht verzichten
    > und kauft das Haus, wenn es sich nebenbei abzahlen lässt.
    >
    > Früher haben sich die Leute teils Geld vom Mund abgespart, um mal ein
    > kleines Häuschen vererben zu können (das die Erben dann sofort zu Geld
    > gemacht haben). Ich will heute nichts vererben. Ich habe meinen Kindern
    > einen guten Start ins Leben ermöglicht, ab da müssen sie schon selbst
    > schwimmen.
    >
    > Ich sehe das eher positiv. Vielleicht investieren die Leute etwas weniger
    > in "Haben" und etwas mehr in Erlebnisse und Erinnerungen. Ein neues Auto
    > macht mich glücklich bis zur ersten Macke (also ein paar Tage). Danach ist
    > es einfach nur ein Auto. Ein schöner Urlaub schafft Erinnerungen für viele
    > Jahre. Und das letzte Hemd hat keine Taschen.

    Ich will ja nicht pessimistisch sein aber das keine schlechten Zeiten mehr kommen, würde ich jetzt nicht sagen.
    Die Entwickung von Zivilisationen und Gesellschaften geht immer in Wellen und aktuell sind wir gefühlt ganz oben angekommen.
    Der Hedonismus der 1920er Jahre in Berlin kann man heute wieder sehen, was danach war weiß man ja

  13. Re: Endlich kein Eigentum mehr

    Autor: Faksimile 24.09.18 - 20:45

    Gut zu sehen in der ARD / Mediathek "Krieg der Träume"

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