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  5. › 3D-gedruckte Siedlung: Gemeinnütziges…

Mir erschließt sich nicht

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  1. Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 12.12.19 - 12:17

    warum das jetzt wirklich einfacher sein soll, als die Dinger aus Fertigbauteilen aus einer Fabrik zusammen zu stecken.
    Ich meine, ja der Druck passiert vor Ort, aber eben auch nur dann, wenn brauchbares Material für die Mischung vorhanden ist. Ansonsten transportiere ich doch wieder die gesamte Masse zum Ziel.
    Und Fenster, Türen, Rohre, Leitungen etc. kann das Ding ja auch nicht drucken. All das eben, was man in einer Fabrikhalle direkt schon montieren könnte, bevor die Wand am Ziel überhaupt ankommt.

  2. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Ely 12.12.19 - 12:21

    Du kannst das Haus drucken wie du willst und bist nicht auf fertige Teile beschränkt. Außerdem ist es einfacher, den zähflüssigen Baustoff zu transportieren als große und schwere Fertigteile.

    Und der Baustoff kann sogar direkt vor Ort hergestellt und mit Schubkarren zum Drucker gebracht werden.

  3. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: splash42 12.12.19 - 12:32

    Die kriegen das in 24h fertig, ich glaube nicht, dass du das mit Fertigteilen schaffst. Außerdem ist es flexibler und weniger komplex, da du nicht x verschiedene Teile verfrachten und zusammenbauen musst, sondern wenn der Drucker schon da ist, nur noch den Beton. Und es baut sich selbst, während Fertigteile noch von Handwerkern verbunden werden müssen.

  4. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 12.12.19 - 12:57

    Alles richtig. Dennoch sind vorgefertigte Prozesse deutlich zeiteffektiver. Solche kleinen Hütten werden in Fabriken in einem halben Tag produziert. Dafür ist aber auch alles in den Wänden direkt verbaut, was dieser Drucker eben nicht kann. Der druckt dir keine Rohre und Leitungen. Die muss immer noch ein Mensch einziehen. Entweder beim Druckprozess, oder danach aufstemmen, verlegen, zu machen.

    Würde es nur um ein paar Wände gehen, die man ohne jede Funktion in die Pampa stellt, dann wäre der Drucker im Vorteil. Sobald aber der Mindeststandard ein klein wenig höher angesetzt wird, hat das Ding bereits verloren.

    Und komplex ist die Vorfertigung auch mitnichten. Die arbeiten inzwischen genauso flexibel, dass man da seine persönlichen Vorlieben mit einbringen kann. Die Montage selbst dauert, bei so einer kleinen Einheit ca 2 Stunden.

  5. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sector7 12.12.19 - 13:47

    Unser Fertighaus war in unter 8 Stunden schlüsselfertig

  6. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Bouncy 12.12.19 - 13:59

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür ist aber auch alles in den Wänden direkt verbaut, was dieser Drucker
    > eben nicht kann. Der druckt dir keine Rohre und Leitungen.
    Wozu? Wir reden von Billigsthäusern, da ist Aufputz ja wohl kein inakzeptabler Schönheitsmakel...

  7. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 12.12.19 - 14:04

    Sector7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unser Fertighaus war in unter 8 Stunden schlüsselfertig


    Ich vermute mal dabei ging es auch um mehr als eine bessere Gartenhütte.

  8. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Herr_Be 12.12.19 - 15:37

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du kannst das Haus drucken wie du willst und bist nicht auf fertige Teile
    > beschränkt. Außerdem ist es einfacher, den zähflüssigen Baustoff zu
    > transportieren als große und schwere Fertigteile.
    >
    > Und der Baustoff kann sogar direkt vor Ort hergestellt und mit Schubkarren
    > zum Drucker gebracht werden.

    Hier geht es doch um sozialen Wohnungsbau.
    Da steht wohl eher Standard vor Individualismus.

    Und wenn es um Standard geht ist Fabrikfertigung sicher um einiges effizienter.
    Die Betonfertigelemente kommen direkt mit Fenstern, Durchführungen, Abwasserrohren und Leerrohren für Elektroinstalaltion zum Aufstellort.

    Mit den Betondrucker werden "nur" die Wände grdruckt. Was ist mit dem Rest?
    Dach, Fenster, Türen, ...?

    Über den Baustoff kann man sicher auch stundenlang streiten.

    Für mich sieht das nach einem schönen Werbefilmchen mit Gemeinnnützigkeitsbonus für mehr Reichweite aus.

    Zielgruppe sind da eher Architekten die "lebendige Formen" aus Beton bauen wollen.

  9. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Harddrive 12.12.19 - 15:47

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sector7 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Unser Fertighaus war in unter 8 Stunden schlüsselfertig
    >
    > Ich vermute mal dabei ging es auch um mehr als eine bessere Gartenhütte.

    Ein normales Fertighaus ist normal an einem Tag aufgebaut. Eventuell wird am zweiten Tag noch das Dach gedeckt. Danach kann direkt der Putz aufgebracht werden und der Innenausbau kann beginnen. Wobei der Innenausbau auch recht schnell von statten geht, da bereits im Werk Leerrohre in die Wände eingebracht wurden, Hohlraumdosen schon vorinstalliert und Anschlüsse für Sanitär bereits vorbereitet wurden.
    Insgesamt wird ein Fertighaus sehr schnell gebaut. Auch die Wände werden sehr schnell im Werk produziert. Innerhalb maximal einer Woche sind die Wände samt Fenster und Vorinstallationen bereit zur Montage.

  10. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Ely 13.12.19 - 09:08

    An entsprechenden Orten ist niemand, der das Fertigzeug richtig zusammenbauen kann. Sofern es überhaupt zum Bauplatz hingeschafft werden kann, ein großer Laster kommt oft nicht hin. Ein 3D-Drucker ist kein Hexenwerk, ein Smartphone weltweiter Standard und steht damit überall zur Verfügung.

    Als Dach reichen einfache Materialien. Dort ist das Wetter nicht so scheiße wie hier, kein Winter, keine Kälte, keine naßkalte klamme Witterung.

    Mir ist schon klar, daß man hier wieder alles zerredet, woanders wird halt mal gemacht. Ob ich es nochmal wie in den 70ern und frühen 80ern erleben darf, daß aus Deutschland nicht nur Blabla und dumme Vorschriften kommen, sondern gute Ideen, die auch umgesetzt werden?

  11. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 13.12.19 - 11:18

    Komm, hör auf. Das wird ja langsam lächerlich. Um ein gutes Fertighaus zusammenzusetzen, braucht man keine Spezialisten. Das ist heutzutage wie Lego.
    Und wenn ich den Drucker und Material hin bekomme, dann kommt auch ein Transporter mit den Fertigteilen, sowie das Montagepersonal hin.

    Wir reden hier von einer Region in Mexico, und nicht von einer Hütte für den Yeti auf einem Felsvorsprung am Hang des Mt. Everest.

  12. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sector7 13.12.19 - 11:24

    Er/Sie hält die Leute in Mexiko für zu ungebildet und die Infrastruktur für so katastrophal schlecht, dass an ein Fertighaus bei weitem nicht zu denken ist. Da muss erst eine kluge Idee aus dem Deutschland der 70er oder 80er kommen, weil nicht nur die Mexikaner zu doof sind, sondern auch alle Leute die jünger sind als er/sie

  13. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Ely 13.12.19 - 12:33

    Was für ein Unfug.

    Im Gegensatz zu euch kenne ich die Gegebenheiten der Regionen, für die diese Häuser gedacht sind. Und da kommt man halt weder mit einem Laster, noch mit einem Kran hin, um Fertigteile zu liefern und montieren. Dieser 3D-Drucker ist einfach hinzuschaffen, da zerleg- und einfach zusammensetzbar. Da hat man schon mitgedacht.

    Wer gebildet ist, verläßt das Land (braindrain) oder arbeitet im Land woanders. Das ist auch ein Problem in solchen Ländern, was auch daher kommt, weil andere Länder Fachkräfte abwerben, die vor Ort dann fehlen.

    Denkt doch mal wenigstens etwas nach, bevor irgendwelcher Schwachsinn verzapft wird, ohne weder die Regionen, noch das ganze Drumherum zu kennen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.12.19 12:36 durch Ely.

  14. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 13.12.19 - 16:09

    Ach, und die Teile vom Drucker können fliegen ja? Wenn man den Drucker, Fenster Türen und so weiter hin bekommt, dann auch Fertigteile. Wenn man Fertigteile nicht dort hin bekommt, dann auch nicht den Drucker und alles dazu gehörige. Einfache Sache oder?

  15. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Ely 13.12.19 - 17:58

    Schau das Video. Der Drucker ist, wie ich bereits geschrieben habe, zerlegbar und ohne Fahrzeuge transportabel.

    Solang du die Situation und Gegebenheiten in derartigen Regionen nicht kennst, wäre es sehr gut, wenn du keine bekloppten Ratschläge mehr gäbest.

    Genug, ich bin raus, ihr Deutschen wißt ja sowieso immer alles besser.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.12.19 18:02 durch Ely.

  16. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Sharra 13.12.19 - 22:33

    Willst du mir allen ernstes erzählen, dort käme kein geländegängiger Transporter hin?
    Nein, ich kenne die Gegebenheiten vor Ort nicht. Deswegen frage ich.
    Wie kommen die Leute dort hin? Wie bekommt man Versorgungsgüter dort hin?

  17. Re: Mir erschließt sich nicht

    Autor: Ely 14.12.19 - 11:22

    Genau. Vergiß das mit dem Transporter. Da kommt ein Maultier durch, aber kein Fahrzeug, das schwere Fertigteile herbeischaffen kann. Und es ist schon garnicht möglich, einen Kran aufzustellen. Von den Kosten ganz zu schweigen.

    Ich war über 20 Jahre regelmäßig für eine Hilfsorganisation tätig, wir haben Strom gebracht. Was meist auf Solar und Bleibatterien hinauslief.

    Wenn man Hilfe anbietet, muß das so gestaltet sein, daß das ein Anschub ist und die Leute danach sich mit den lokalen Möglichkeiten weiterhin selbst helfen können. Hilfe zur Selbsthilfe. Alles andere ist Kolonialismus. Also muß die Hilfe und das damit einhergehende technische Material so gestaltet sein, daß es vor Ort nutzbar, reparierbar und im Idealfall herstellbar ist.

    Wir haben also erst mal eine Solaranlage mit Batterien installiert. Zuletzt waren Batterie und Ladeelektronik in einem Gehäuse, das auch einen Inverter nebst Wechselstrom-Steckdosen, zusätzlich 12-Volt-Dosen und USB-Anschlüsse enthielt, die Batterien sind ganz leicht austauschbar.

    Die Elektronik in den Gehäusen ist extrem robust und langlebig, Solarmodule halten auch etwa 40 bis 50 Jahre. Die Bleibatterien, wenn im Eimer, sind überall zu haben und werden auch vor Ort hergestellt.

    https://www.youtube.com/watch?v=MOTFBDLziHI

    Für unsere Augen übelst, aber das ist die Realität in vielen armen Regionen. Damit heißt es klarkommen oder es ist zum Scheitern verurteilt. Mit den Batterien hat man vor Ort nicht nur Strom in die Häuser gebracht, sondern sogar ein einfaches Mobilfunknetz aufgebaut und Zugang zum Internet hergestellt. Aber ohne uns, das wurde dann selbst gemacht. Was genau das Ziel von Hilfe sein muß. Nur ein Anstoß.

    Und da setzt auch das mit den Häusern aus dem 3D-Drucker an. Ein Anstoß. Erst mal feste Häuser ermöglichen, mit vor Ort zur Verfügung stehenden Mitteln, das ist der wichtigste Punkt. Zement läßt sich eben vor Ort mit lokalen Mitteln herstellen und zum Bauplatz bringen, mehr ist nicht notwendig. Ganz ohne Fahrzeuge, mit minimalem finanziellen Aufwand.

    Dann stehen da erst mal Häuser mit allem, was dazugehört. Fenster und Elektrik können Handwerker vor Ort herstellen. Dann kann man also schon mal wohnen drin. Oder Kleinstgewerbe (die Handwerker, der die Fenster, Türen und die Elektrik herstellten, können sich jetzt ein solches Haus leisten) betreiben. Was wiederum gut für die Menschen und die lokale Wirtschaft ist. Das mit den Häusern ist genau das Prinzip wie unseres mit den Batterien. Wir geben die Technik, zeigen, wie man es selbst macht und beziehen die lokalen Möglichkeiten mit ein, dann machen die Leute daraus was. Meist, es gibt auch Projekte, die in die Hose gehen. Ist so.

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