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  5. › Canon-DSLR: EOS 700D mit bescheidenen…

Klappspiegel-saurus

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  1. Klappspiegel-saurus

    Autor: Wachsmut Potzkoten 21.03.13 - 12:55

    Ein weiterer uninspirierter Spiegelkastenklotz von Canon. Ist das wirklich immernoch das, was der Konsument in 2013 gern hätte?

  2. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: Der Spatz 21.03.13 - 13:10

    Klar, will das der Konument.

    Bzw. wenn er bekommen würde was er wollte dann will er einen Ferrari, der 400km/h schnell ist, dabei so groß wie ein Smart (wegen der Parklücken), von 0-100 in 1 sekunde ist, mit einem Liter Benzin 10.000.0000Kilometer weit kommt, wo der Kofferraum 48 Europaletten aufnehmen kann und 8 Personen sehr bequem rein passen.

    Und er will nicht, das man ihm sagt das ein Smart mit dem Ladevolumen eines 40 Tonners physikalisch unmöglich ist.

  3. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: Wachsmut Potzkoten 21.03.13 - 13:25

    Wieso kommen bei Fotothemen immer Autovergleiche?

  4. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: zonk 21.03.13 - 13:31

    Naja aus deinem Post geht nichts hervor, ausser dass du den Klappspiegel so nicht magst. Wie sollte er denn deiner Meinung nach sein?

  5. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: Der Spatz 21.03.13 - 13:32

    Wieso schreit bei DSLR Themen immer gleich einer Saurier?

    Und ist nicht ein Auto auch ein Saurier? - Keine Innovation, immer noch Räder und Bodengebunden, wo der Käufer doch sicher ein Flugzeug haben will.

    Ich finde den Link zwar nicht mehr, aber ich hatte mal einen Vergleich Spiegellos/DSLR bzgl. Verkaufszahlen und Steigerung derselben für 2011 gefunden.

    Damals (so aus dem Gedächtniss) wurden knapp 1 Millionen Systemkameras (inkl. DSLRs) verkauft.

    kanpp 800.000 DSLRs und 200.000 "Evils" (jedenfalls so um den Dreh).

    Scheint also so aus, als ob sich die mehrheit für eine DSLR entschieden hat, obwohl die angeblich ja keiner mehr haben will.

  6. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: foobarJim 22.03.13 - 14:22

    Wachsmut Potzkoten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein weiterer uninspirierter Spiegelkastenklotz von Canon. Ist das wirklich
    > immernoch das, was der Konsument in 2013 gern hätte?

    Was will der Konsument denn deiner Meinung nach was aktuelle Kameras nicht bieten?

  7. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: NeverDefeated 23.03.13 - 06:42

    foobarJim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wachsmut Potzkoten schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein weiterer uninspirierter Spiegelkastenklotz von Canon. Ist das
    > wirklich
    > > immernoch das, was der Konsument in 2013 gern hätte?
    >
    > Was will der Konsument denn deiner Meinung nach was aktuelle Kameras nicht
    > bieten?

    Also ich hätte gerne eine fabrikneue Kamera mit einem CCD-Sensor im APS-C-Format mit 6-12 Megapixeln. Ich würde mir ja auch eine Mittelformat Hasselblad oder Leica kaufen (die haben wenigstens noch CCD-Sensoren), aber Bilder mit weit über 30 Megapixeln kann ich in bester Qualität (also nicht herunterskaliert) wohl die nächsten 20-30 Jahre noch nicht auf einem Monitor anzeigen. Mein derzeitig hochauflösenster Monitor hat gerade mal 4MP. Davon bräuchte ich schon zwei um eines meiner fast 10 Jahre alten 6MP-Bilder unskaliert anzuzeigen. Was soll ich also mit 30MP+ Bildern? :-(

    Bei HD-Videokameras hätte ich gerne auch CCD-Sensoren (qualitativ besser) oder meinetwegen CMOS (Bild muss in der Kamera mehr nachbearbeitet werden und enthält deshalb mehr Fehler. Das stört mich aber bei Video nicht so sehr wie bei CMOS-DSLRs, wo ich das einfach nicht gebrauchen kann.) mit Global-Shutter. Der Rolling-Shutter-Effekt nervt bei aktuellen CMOS-Kameras einfach nur.

    Es gibt also noch eine Menge, was aktuelle Kameras nicht bieten können.

  8. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: m9898 23.03.13 - 13:31

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich hätte gerne eine fabrikneue Kamera mit einem CCD-Sensor im
    > APS-C-Format mit 6-12 Megapixeln. Ich würde mir ja auch eine Mittelformat
    > Hasselblad oder Leica kaufen (die haben wenigstens noch CCD-Sensoren), aber
    > Bilder mit weit über 30 Megapixeln kann ich in bester Qualität (also nicht
    > herunterskaliert) wohl die nächsten 20-30 Jahre noch nicht auf einem
    > Monitor anzeigen. Mein derzeitig hochauflösenster Monitor hat gerade mal
    > 4MP. Davon bräuchte ich schon zwei um eines meiner fast 10 Jahre alten
    > 6MP-Bilder unskaliert anzuzeigen. Was soll ich also mit 30MP+ Bildern? :-(
    Drucken und Croppen.

  9. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: NeverDefeated 23.03.13 - 19:11

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeverDefeated schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ich hätte gerne eine fabrikneue Kamera mit einem CCD-Sensor im
    > > APS-C-Format mit 6-12 Megapixeln. Ich würde mir ja auch eine
    > Mittelformat
    > > Hasselblad oder Leica kaufen (die haben wenigstens noch CCD-Sensoren),
    > aber
    > > Bilder mit weit über 30 Megapixeln kann ich in bester Qualität (also
    > nicht
    > > herunterskaliert) wohl die nächsten 20-30 Jahre noch nicht auf einem
    > > Monitor anzeigen. Mein derzeitig hochauflösenster Monitor hat gerade mal
    > > 4MP. Davon bräuchte ich schon zwei um eines meiner fast 10 Jahre alten
    > > 6MP-Bilder unskaliert anzuzeigen. Was soll ich also mit 30MP+ Bildern?
    > :-(
    > Drucken und Croppen.

    Beim Drucken werden die Pixel des Bildes durch Ansammlungen von CMY-Dots auf dem Papier repräsentiert. Schon die Konvertierung ist wieder fehlerbehaftet, selbst wenn man den Drucker farbkalibriert hat und darauf achtet, dass der Druckertreiber das Bild nicht skaliert. Zudem werden so selbst bei einem 600dpi-Drucker 30MP+ Bilder nicht gerade handlich und tausende Fotos pro Jahr möchte ich auch nicht ausrucken nur um die Bilder mal ohne Skalierungsartefakte ansehen zu können.

    Da ich nur 6MP Bildauflösung für einen bei entsprechendem Betrachtungsabstand scharfen Druck egal welcher Grösse brauche, kann ich beim Croppen eines 12MP-Bild schon die Hälfte der Bildfläche wegschneiden ohne dass ich das Bild danach nicht mehr als Poster ausdrucken könnte. Schon solche Crops kommen bei mir nur sehr selten vor, weil ich normalerweise eben den Bildausschnitt will, den ich bei der Aufnahme mit dem Sucher auswähle.

    30MP+ in Mittelformatkameras bringen mir also schon mehr Nachteile als Vorteile und in Kleinbildformatkameras sind solche Auflösungen erst recht sinnlos. Die 18MP der Canon auf einem APS-C-Sensor sind immerhin besser als 24MP auf einem APS-C-Sensor, nur hat sie leider einen CMOS-Chip.

  10. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: m9898 25.03.13 - 00:33

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Drucken werden die Pixel des Bildes durch Ansammlungen von CMY-Dots
    > auf dem Papier repräsentiert. Schon die Konvertierung ist wieder
    > fehlerbehaftet, selbst wenn man den Drucker farbkalibriert hat und darauf
    > achtet, dass der Druckertreiber das Bild nicht skaliert. Zudem werden so
    > selbst bei einem 600dpi-Drucker 30MP+ Bilder nicht gerade handlich und
    > tausende Fotos pro Jahr möchte ich auch nicht ausrucken nur um die Bilder
    > mal ohne Skalierungsartefakte ansehen zu können.
    Schon mal an Künstler gedacht, die ihre Bilder auf Ausstellungen zeigen wollen, Firmen, die ihre Werbung auf Plakaten zeigen und schließlich den Vorteil, dass man sich bei solch hochauflösenden Bildern größere Teleobjektive sparen kann, da selbst 300% Crops eine passable Auflösung haben. Das ist dann z.b. bei Expeditionen und Wanderungen von sehr großem Vorteil.

    Das Skalieren wird übrigens von jedem halbwegs anständigem Bildanzeigeprogramm
    automatisch übernommen. Dank Bikubischer Interpolation sollten dabei auch keine wahrnehmbaren Artefakte entstehen.
    > Da ich nur 6MP Bildauflösung für einen bei entsprechendem
    > Betrachtungsabstand scharfen Druck egal welcher Grösse brauche, kann ich
    > beim Croppen eines 12MP-Bild schon die Hälfte der Bildfläche wegschneiden
    > ohne dass ich das Bild danach nicht mehr als Poster ausdrucken könnte.
    > Schon solche Crops kommen bei mir nur sehr selten vor, weil ich
    > normalerweise eben den Bildausschnitt will, den ich bei der Aufnahme mit
    > dem Sucher auswähle.
    Poster können von A4 bis Hauswand gehen, spätestens bei letzterem sind auch 12MP lächerlich wenig.
    > 30MP+ in Mittelformatkameras bringen mir also schon mehr Nachteile als
    > Vorteile und in Kleinbildformatkameras sind solche Auflösungen erst recht
    > sinnlos. Die 18MP der Canon auf einem APS-C-Sensor sind immerhin besser als
    > 24MP auf einem APS-C-Sensor, nur hat sie leider einen CMOS-Chip.
    CCD liefert übrigens nur noch bei Filmkameras ernstzunehmende Vorteile.
    Beim Fotografieren ist der CMOS-Chip inzwischen aber weit überlegen.

  11. Re: Klappspiegel-saurus

    Autor: NeverDefeated 05.04.13 - 07:40

    m9898 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeverDefeated schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Beim Drucken werden die Pixel des Bildes durch Ansammlungen von CMY-Dots
    > > auf dem Papier repräsentiert. Schon die Konvertierung ist wieder
    > > fehlerbehaftet, selbst wenn man den Drucker farbkalibriert hat und
    > darauf
    > > achtet, dass der Druckertreiber das Bild nicht skaliert. Zudem werden so
    > > selbst bei einem 600dpi-Drucker 30MP+ Bilder nicht gerade handlich und
    > > tausende Fotos pro Jahr möchte ich auch nicht ausrucken nur um die
    > Bilder
    > > mal ohne Skalierungsartefakte ansehen zu können.
    > Schon mal an Künstler gedacht, die ihre Bilder auf Ausstellungen zeigen
    > wollen, Firmen, die ihre Werbung auf Plakaten zeigen und schließlich den
    > Vorteil, dass man sich bei solch hochauflösenden Bildern größere
    > Teleobjektive sparen kann, da selbst 300% Crops eine passable Auflösung
    > haben. Das ist dann z.b. bei Expeditionen und Wanderungen von sehr großem
    > Vorteil.

    Man sollte grundsätzlich nicht den Fehler begehen die Megapixelzahl eines Fotos mit seiner Auflösung gleichzusetzen. Ich habe mal eine Nikon D800E mit 36MP-KB-Vollformatsensor getestet und es ist aus optisch-physikalischen Gründen (Stichwort: Beugungsgrenze) selbst bei einem als ideal angenommenen Objektiv nur noch bei Blendenöffnungen grösser Blende 8 möglich derart feine Details auf dem Sensor anzuliefern, dass dessen Auflösung überhaupt erreicht wird. Bereits bei Blende 10-11 erkannten sogar Laien problemlos die Beugungsunschärfe in meinen Testshots.
    Das ist auch der Grund, warum Nikon in der D800E und der D7100 mittlerweile den Tiefpass-/AntiAliasing-/Moiree-Filter weglässt: Die Objektive können garnicht mehr so feine Details anliefern, wie sie nötig wären um mit dem 36MP-Sensor lästige Moiree-Effekte zu erzeugen. Selbst die besten Objektive sind nicht im Stande genügend feine Details am 36MP-Kleinbildsensor anzuliefern und zeichnen daher ein so "weiches", detailarmes Bild auf den Sensor, dass der weichzeichnende Anti-Aliasing-Filter überflüssig wird und trotzdem kein Moiree entsteht. D.h. wir haben das Ende der sinnvollen Auflösungsentwicklung beim Kleinbild-Vollformatsensor längst weit überschritten. Die Physik des Lichtes lässt sich nicht überlisten.

    Die von mir errechnete optische Auflösung der D800E entsprach bei Blende 11 gerade einmal noch 15MP, bei Blende 8 immerhin noch 30MP, aber immer noch zu wenig um den 36MP-Sensor der D800 voll auszulasten. Erst bei Blenden kleiner 8 war das möglich. Dummerweise ist aber bei Blenden kleiner 8 die Schärfentiefe schon so gering, dass man bei einigen Fotos schon Probleme hat auch nur das Hauptmotiv komplett scharf einzufangen. Irgendwas anderes als Teile vom Hauptmotiv herauszucroppen kann man also mal ganz gepflegt vergessen. Um das Hauptmotiv herum herrscht nämlich nur mit 36MP Auflösung aufgezeichneter Farbmatsch, für den auch 3MP Auflösung locker gereicht hätten um ihn zu dokumentieren.

    Die D800 ist sicher eine tolle Studiokamera, weil man bei Portraits ohnehin mit grosser Blende arbeiten muss um das Model vom Hintergrund freizustellen und man sich dann im Bild nicht nur jede einzelne Wimper, sondern sogar jede Hautpore des Models ansehen kann (Ich wüsste nicht warum man sollte, aber man kann, wenn man das toll findet.). Wer allerdings glaubt er könnte eine Landschaft fotografieren, 5/6 des Fotos wegschneiden und das verbliebene Sechstel des Fotos hätte immer noch den selben Detailreichtum als hätte man den Ausschnitt mit einer 6MP-Kamera im Vollbild fotografiert, der wird ziemlich dumm aus der Wäsche gucken.

    Das ist auch der Grund, warum Sportfotografen auch mit 36MP-Kameras noch mit riesigen Teleobjektiven am Spielfeldrand sitzen und den Spielern folgen anstatt mit einem kürzeren Tele einfach immer die Hälfte des Spielfeldes abzulichten wenn etwas Interessantes passiert und die interessante Szene nachher herauszuvergrössern. Mit einem kürzeren Tele hätten sie weniger Verwackelungsgefahr und sie könnten dem Motiv leichter folgen. Sie wissen aber, dass die optische Auflösung des Crops zu niedrig sein würde und bleiben daher bei ihrem Super-Tele.

    Wer bei einer Expedition zugunsten von Gewicht auf echte optische Auflösung verzichten will, der kann das gerne tun. Ich bin u.a. passionierter Bergsteiger/Sportkletterer und muss meine Ausrüstung daher oft mit meinen eigenen Fingerspitzen in Felsspalten die Wand heraufziehen, wenn ich oben Fotos machen will. Trotzdem nehme ich ein kiloschweres Super-Tele im Rucksack mit, wenn ich weiss ich brauche eines für einen besonderen Schuss hinüber zu einem anderen Berg oder in ein entferntes Tal. Wenn es diese Qualität nicht sein muss, kann man auch gleich eine Superzoomkamera nehmen und sich später über Purple Fringing des Super-Zoomobjektivs "freuen". Die ist schön leicht, hat ein ordentliches Zoom mit dem man nichts mehr bis zum gewünschten Bildausschnitt croppen muss und man hat trotzdem mehr Details im Bild als wenn man ein Extrem-Crop aus dem 40MP-Bild einer KB-Vollformatkamera zieht.


    > Das Skalieren wird übrigens von jedem halbwegs anständigem
    > Bildanzeigeprogramm
    > automatisch übernommen. Dank Bikubischer Interpolation sollten dabei auch
    > keine wahrnehmbaren Artefakte entstehen.
    > > Da ich nur 6MP Bildauflösung für einen bei entsprechendem
    > > Betrachtungsabstand scharfen Druck egal welcher Grösse brauche, kann ich
    > > beim Croppen eines 12MP-Bild schon die Hälfte der Bildfläche
    > wegschneiden
    > > ohne dass ich das Bild danach nicht mehr als Poster ausdrucken könnte.
    > > Schon solche Crops kommen bei mir nur sehr selten vor, weil ich
    > > normalerweise eben den Bildausschnitt will, den ich bei der Aufnahme mit
    > > dem Sucher auswähle.
    > Poster können von A4 bis Hauswand gehen, spätestens bei letzterem sind auch
    > 12MP lächerlich wenig.

    Benötigte Auflösung ist immer eine Frage des Betrachtungsabstandes. 6MP reichen für einen knackscharfen Druck mit 75cm Bilddiagonale, wenn man ihn auf Armlänge betrachtet. Selbst auf Armlänge muss man auf einem solchen Druck schon herumschauen um mit den Augen wirklich alle Details in den Ecken erkennen zu können. Geht man näher heran bis man Pixel erahnen kann, ist das Bild garnicht mehr als Ganzes wahrzunehmen. In wie vielen Fotogalerien putzen sich die Leute ihre fettigen Nasen wohl an einem Bild mit 75cm Bilddiagonale ab, weil sie in 3cm Abstand versuchen die einzelnen Pixel zu erkennen?

    Ein Poster in Hauswandgrösse kann ein Mensch nicht einmal aus wenigen METERN Entfernung mit dem Bereich des besten Sehens in seinem Auge als Ganzes erfassen. Aus der Entfernung wo er es erfassen kann, wird er bei 6MP-Auflösung keine einzelnen Pixel mehr entdecken können und das 6MP-Poster erscheint ihm daher knackscharf und von bester Qualität zu sein. 12MP an Auflösung wären hier genauso unnötiger Luxus, wie bei dem Galeriebild. Am Bildschirm könnte man in ein 12MP-Foto hineinzoomen bis man ein 6MP-Foto vor sich hat. Bei einem Hauswand-Poster wird man aber wohl kaum einen Kran nehmen um sich die linke obere Ecke mal aus einem Meter Entfernung anzusehen und so von den 12MP profitieren zu können. Das wäre lächerlich (und aufwendig).


    > > 30MP+ in Mittelformatkameras bringen mir also schon mehr Nachteile als
    > > Vorteile und in Kleinbildformatkameras sind solche Auflösungen erst
    > recht
    > > sinnlos. Die 18MP der Canon auf einem APS-C-Sensor sind immerhin besser
    > als
    > > 24MP auf einem APS-C-Sensor, nur hat sie leider einen CMOS-Chip.
    > CCD liefert übrigens nur noch bei Filmkameras ernstzunehmende Vorteile.
    > Beim Fotografieren ist der CMOS-Chip inzwischen aber weit überlegen.

    Die CMOS-Chip-Bilddaten sind trotz Rückseitenbelichtung und Mikrolinsen immer noch ein Stück von der Homogenität der Sensordaten eines CCD-Chips entfernt, da beim CMOS-Chip z.B. jedes Subpixel eine eigene Verstärkerschaltung hat und diese durch Fertigungstoleranzen alle leicht voneinander abweichen und somit zwei Subpixel bei derselben Helligkeit keinesfalls immer denselben Wert liefern, was das Bild verfälschen würde und wiederum fehlerträchtige Korrektur-Algorithmen nötig macht. Das heute Kameras mit höher auflösenden CMOS-Sensoren bei gleicher Fläche scheinbar auch im Low-Light-Bereich rauschfreiere Bilder liefern als ältere mit niedrigerer auflösenden CCD-Sensoren ist hauptsächlich ein Verdienst der höheren Prozessorleistungen und effizienteren Algorithmen, die erkennbare Bildfehler wie Rauschen im Bild zulasten der Details im Bild heute schon bei der RAW-Erstellung herausrechnen, dabei aber Fehler ins Bild einrechnen. Deshalb verwenden sehr hochwertige Kameras, wie z.B. einige Leica- und Hasselblad-Modelle, auch immer noch CCD-Sensoren, auch wenn dumme Tester sich darüber aufregen, dass deren Bilder ja schon bei ISO 800-1600 mehr rauschen als die von einer 1000EUR-Consumer-DSLR. Entrauschen und danach zwangsweise Nachschärfen und mit beiden Schritten auch neue Fehler einrechnen kann man bei dem wenig bearbeiteten RAW einer Hasselblad aber immer noch. Bei dem schon in der Kamera entrauschten und nachgeschärften RAW einer Nikon D800, welches man in der Nachbearbeitung u.U. noch einmal wegen Bildkorrekturen nachschärfen muss, addieren sich aber die Fehler der "In-Kamera-" und der Nachbearbeitung und erzeugen damit ein qualitätiv viel schlechteres Bild als beim Workflow mit der Hasselblad. Profis kann man halt nicht so leicht hinters Licht führen und die bestehen auf beste Qualität und lassen sich nicht durch Pfuschen in der Kamera hinters Licht führen.

    Daran, dass bei Sensoren gleicher Fläche derjenige mehr "rauscht", der mehr MP enthält hat sich nämlich nie etwas geändert. Wenn heutige Kameras plötzlich weniger rauschen als Kameras mit gleichgrossen Sensoren und weniger Megapixel, sollte man daher etwas misstrauisch werden. Die Sensoren sind nämlich immer noch aus demselben Material und auch die "Rückseitenbelichtung" der CMOS-Sensoren hebt sie nicht über den Rauschgrad der CCD-Sensoren, sondern nähert sie bestenfalls an. Was sich stark geändert hat, ist die Prozessorleistung in den Kameras und die Effizienz der Bildbearbeitungsalgorithmen in den Kameras. Was bei früheren, schwachbrüstigen Prozessoren in der Kamera nicht möglich war zu korrigieren, korrigiert man nun. Dummerweise führt das schon zu verlustreichen RAWs, die durch weitere Bearbeitung erst recht nicht besser werden.

    Wer es nicht weiss und die Fehler in den Fotos nicht entdeckt, den mag diese Pfuscherei nicht stören. Dummerweise gehe ich den Dingen gerne auf den Grund bevor ich über 3000EUR für ein Kameragehäuse ausgebe und so ist es für mich eben keine D800E geworden. Schon alleine, weil ich es vermutlich nicht mehr erlebe, dass man ein 36MP-Foto im Ganzen auf einem einzigen Monitor ohne qualitätsmordende Herunterskalierung ansehen kann. Mein aktueller Monitor hat gerade mal etwas über 4MP und das noch im falschen Format. 36MP-Monitore im 3:2-Format sind lange noch nicht in Sicht. Warum sollte ich also für ein Ausgabegerät speicherplatzfressende 36MP-Fotos produzieren, bei dessen Markeinführung, wenn sie denn überhaupt irgendwann passiert, ich mir die Radieschen längst von unter begucke und meine Bilder samt Festplatte im Elektroschrott gelandet sind?

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