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CMOS?

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  1. CMOS?

    Autor: Replay 08.04.10 - 09:24

    Das ist ja ein nettes Ding. MPEG2 macht Laune, ganz im Gegensatz zu AVCHD.

    Aber was soll der Mist mit dem CMOS? Ich denke, der CCD wird dann wieder zurückkommen, wenn die Aufnahmen, die bei Blitzlichtgewitter gemacht wurden, allesamt für die virtuelle Tonne sind. Das mögen CMOS nämlich garnicht, genausowenig wie Neon-Schilder. Und leichte Erschütterungen, wenn man z. B. aus einem fahrenden Fahrzeug filmt (so wie etwa bei Radsport-Übertragungen), sorgen dafür, daß das ganze Bild schwabbelt. Da werden die Kameramleute diese CMOS-Dinger verfluchen, weil die Broadcast-Aufnahmen wie schwabbelde Handyfilmchen aussehen, nur mit mehr Pixeln.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  2. Re: CMOS?

    Autor: Casandro 08.04.10 - 09:30

    Ähm, Du vergleichst hier das billig CMOS von billigen 30p Kameras mit Videokameras. Meine erste CMOS Kamera hatte keines der von Dir erwähnten Probleme. Schon der Umstieg auf 50i oder gar 50p beseitigt die Probleme, da sich dann das Bild nicht mehr so viel bewegt.

  3. Re: CMOS?

    Autor: Replay 08.04.10 - 09:55

    Nun, ich weiß nicht, was Du als „billig“ einstufst. Aber leider kommen alle HD-Camcorder mit CMOS daher, was dann so aussehen kann:

    [www.vimeo.com]
    [www.vimeo.com]
    [www.vimeo.com]

    Das waren nur mal drei Beispiele. Der Suchbegriff Rolling Shutter offenbart noch viel mehr. Selbst gestandene Kameras haben das Problem mit dem - mit Verlaub - beschissenen CMOS-Sensoren, nicht nur filmende Telefone.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  4. Re: CMOS?

    Autor: DasGute 08.04.10 - 10:41

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, ich weiß nicht, was Du als „billig“ einstufst. Aber leider kommen alle
    > HD-Camcorder mit CMOS daher, was dann so aussehen kann:
    >
    > www.vimeo.com
    > www.vimeo.com
    > www.vimeo.com
    >
    > Das waren nur mal drei Beispiele. Der Suchbegriff Rolling Shutter offenbart
    > noch viel mehr. Selbst gestandene Kameras haben das Problem mit dem - mit
    > Verlaub - beschissenen CMOS-Sensoren, nicht nur filmende Telefone.


    Hängt das nicht stark von der verwendeten Steuerelektronik ab? Normalerweise sind CMOS Sensoren ja besser als CCD da diese erlauben auf jedes Pixel direkt zuzugreifen im Gegensatz zu CCDs

    Siehe Wikipedia:
    Vorteile (der CMOS-Sensoren)
    * Geringerer Stromverbrauch
    * Geringere (Geräte)Baugröße, durch Integration der Auswertelogik auf demselben Chip (System on a Chip)
    * Manche Verarbeitungsschritte können gleich im Pixel-Verstärker vorgenommen werden, z. B. Logarithmierung beim HDRC-Sensor (engl. high dynamic range CMOS).
    * Durch separate Verarbeitung jedes Pixels (Umwandlung von Ladungen in Spannungen):
    o Sehr hohe Bildraten im Vergleich zu einem CCD gleicher Größe (schnelle Vorschau-Ansicht, Video-Funktion)
    o Flexibler auszulesen durch direkte Adressierung (Binning, mehrfaches Auslesen, gleichzeitiges Auslesen mehrerer Pixel)
    o Stark begrenzter Blooming-Effekt

    Nachteile

    * Separate Umwandlung der Ladung in Spannung für jedes Pixel und Integration der Auswertelogik führt zu:
    o Größeren Empfindlichkeitsunterschiede zwischen den Pixeln (Uniformität) durch Fertigungstoleranzen, was bei Bayer-Sensoren zu einem stärkeren Farbrauschen führt, und
    o einem geringerem Füllfaktor (Verhältnis der fotoempfindlichen zur gesamten Pixelfläche), mit der Folge einer insgesamt schlechteren Lichtempfindlichkeit.

  5. Re: CMOS?

    Autor: Replay 08.04.10 - 11:23

    Theorie und Praxis. Für Foto können CMOS durchaus besser als CCDs sein, solange man keine sehr schnellen Motive ablichtet. Wenn man das doch macht, kann das Ergebnis so aussehen: [de.wikipedia.org].

    Bei Video hat man das „Problem“, daß sich das Motiv bewegt. Schließlich wird gefilmt und nicht fotografiert, also haben wir ein Bewegtbild. Das „Problem“ ist also gerade der Sinn einer Videoaufnahme und jetzt wird klar, warum CMOS-Sensoren in Videokameras nichts verloren haben.

    In einem Camcorder ist ein CMOS daher schlicht denkbar doof, auch wenn er rein von der Theorie Vorteile hat. Aber in der Praxis machen sich die Nachteile stark bemerkbar, siehe die Links in meinem vorangegangenen Beitrag.

    Wenn ich mir die Entwicklung ansehe, werde ich wohl noch länger mit meinem PAL-SD-Camcorder rumlaufen, weil der noch einen CCD hat... Es gab schon öfter Situationen, wo ein Kumpel mit seiner Kamera (Canon HF100) und ich mit meiner Kamera (Panasonic SDR-SW21) gedreht haben. Nur die Aufnahmen aus meiner Kamera waren brauchbar, die Clips aus der anderen Kamera hatten CMOS-Probleme wie ein wabbeliges Bild oder Rolling Shutter.

    CMOS ist halt billiger, was wohl der einzige Grund sein dürfte, daß man selbst in professionellen Kameras immer häufiger CMOS findet.

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  6. Re: CMOS?

    Autor: CMOS Global Shutter 08.04.10 - 14:53

    Ich verstehe Dein CMOS-Bashing nicht ganz. Was Dich stört ist offenbar einzig der Rolling Shutter, und dass es den bei CCDs nicht gibt, hat schlicht mit deren Funktionsweise zu tun. Vielleicht kommt noch wer auf die Idee, wie man das mit CCD machen könnte, um Geld zu sparen, dann ist Deine CCD-Bastion auch in Auflösung.

    Was Du also eigentlich willst, ist ein Global Shutter, und den gibt’s auch für CMOS (z.B. Micron TrueSNAP) – es bleibt aber dem Geschmack der Hersteller überlassen, Sensoren mit Global Shutter einzubauen. Wird halt ein paar Cent mehr kosten. Abgesehen vom Rolling Shutter ist CMOS aber die bessere Technologie.

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