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Hoffentlich schafft es die Technik nie in DSLRs

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  1. Hoffentlich schafft es die Technik nie in DSLRs

    Autor: NeverDefeated 23.01.13 - 16:17

    Für Nachtsichtgeräte mag die Technik ja brauchbar sein, aber wozu sollte man das in der Digitalfotografie brauchen? Wer fotografiert bei nahezu völliger Dunkelheit und was fotografiert er da? Eulen bei der nächtlichen Mäusejagt, oder was?

    Dazu kommt, dass die Beschichtung den Sensor offenbar stärker einschränkt was die nutzbare Wellenlänge der aufzunehmenden Strahlung angeht. Mit einem Sensor dessen Beschichtung für das sichtbare Licht gedacht ist lässt sich so keine Infrarotfotografie mehr betreiben und umgekehrt. Bei den aktuellen Kameras genügt es den IR-Filter vor dem Sensor gegen einen Filter der grosse Teile des sichtbaren Lichts zurückhält und den IR-Bereich durchlässt zu tauschen und man kann tolle IR-Fotos machen, da der Sensor ohne Beschichtung sowohl sichtbares Licht als auch IR-Licht aufnehmen kann. Mit dieser Polymer-Beschichtung auf dem Sensor müsste man den ganzen Sensor austauschen um eine DSLR zur IR-Fotografie benutzen zu können und für welche Prosumer-DSLR gibt es schon bezahlbare Wechselsensoren?

    Wenn ich bei eBay Produktfotos von Leuten sehe, die ihre ehemals weit über 1000EUR teure DSLRs verkaufen weil sie sich angeblich eine "noch bessere" Kamera gekauft haben und in diesen Fotos weder Schärfe noch Belichtung noch die Beleuchtung stimmt, dann glaube ich, dass noch lichtempfindlichere Kameras nicht die Hauptprobleme der meisten Leute lösen, die selbst mit einer Profiausrüstung noch miese Bilder machen, weil sie einfach keine Ahnung von Fotografie haben und glauben ihr Unwissen durch Geld kompensieren zu können.

    Eine sinnvollere Neuerung wären hingegen Global-Shutter-CMOS-Sensoren anstelle der heutigen Rolling-Shutter-CMOS-Sensoren auch bei Prosumer- und Consumer-Kameras einzuführen. Ich finde es nämlich ziemlich lächerlich, dass ausgerechnet mit Einführung einer FullHD-Filmfunktion selbst bei mehrere tausend Euro teuren DSLRs diese Kameras nicht in der Lage sind bewegte Objekte aufzunehmen ohne Verzerrungen aufgrund des Rolling Shutter Effekts zu produzieren. CCD-Sensoren haben diesen Effekt nicht, aber es ist derzeit unter 6000EUR unmögliche eine aktuelle Kamera mit einem CCD-Sensor zu bekommen.

    Was für einen Sinn macht es, eine teure Video-DSLR mit einem extra verzerrungsarmen Objektiv zu kaufen, wenn man damit nur von einem Stativ aus Stillleben filmen kann, weil bewegte Objekte durch den Rolling-Shutter-Effekt verzerrt werden und durch Vibrationen der Kamera sogar das ganze Bild "wabbelt" (Freiwillige und unfreiwillige Beispiele dieses Effekts gibt es bei YouTube genug.). Der einzige Nutzeffekt einer Videofunktion ist das Aufnehmen von Bewegungen und gerade das geht mit den heutigen Kameras nicht mehr.
    Ich frage mich seit Jahren, wieso Leute Videokameras kaufen, die keine Bewegungen aufzeichnen können und mittlerweile kann man sogar in professionellen Videoproduktionen Verzerrungen durch den Rolling-Shutter-Effekt erkennen, der neben Propellern z.B. auch bewegte Wasseroberflächen völlig verzerrt und verfremdet erscheinen lässt.

    Die Einzigen, die wirklich Freude an den heutigen CMOS-Sensoren haben, sind die Stativhersteller. Seitdem die Hersteller der Kameras den Leuten einreden, dass die höhere HD-Auflösung für das stärkere Zittern und Wabbeln im Bild bei FullHD-Kameras gegenüber SD-Kameras verantwortlich ist und man deshalb trotz Stabilisators im Objektiv von einem Stativ filmen müsste, verkaufen die nämlich weit mehr Stative. Ich habe eine FullHD-Kamera, die noch einen CCD-Sensor hat und ich kann mit der problemlos bei Windstärke 7 Windsurfer aus der Hand filmen ohne dass das Bild besonders unruhig wird oder gar Rolling-Shutter-Torsionen zeigt. Dieselbe Szene mit der 3000EUR-CMOS-DSLR eines Bekannten von einem sauteuren Sachtler-Stativ gefilmt war völlig unbrauchbar: Die Wasseroberfläche des Binnensees wirkte wie ein reissender Fluss, selbst die Bewegung des Schilfs am Ufer sah unwirklich aus, die Propellerflügel des Windkraftwerks auf dem Deich waren durch den Rolling-Shutter-Effekt verbogen und ebenso die Windsurfmasten vorbeifahrender Windsurfer.

    Mit jeder 10 Jahre alten 150-EUR-CCD-Videokamera von eBay kriegt man eine bessere Aufnahme bewegter Objekte hin als mit der 3000EUR-Canon meines Bekannten (Zwar nicht in HD-Auflösung, aber was nützt die höhere Auflösung, wenn ich mir dann in hoher Auflösung verbogene Windsurfmasten und beim Mitziehen mit fahrradfahrenden Kindern sich "verneigende" Häuser im Hintergrund ansehen muss. Sowas kann man niemandem zeigen, ohne das der sich darüber kaputtlacht.), daher werde ich mir sowas nicht anschaffen und bei der letzten DSLR-Version mit CCD-Sensoren bleiben, auch wenn die dann keine Filmfunktion hat. Die gibt es zudem inzwischen recht günstig bei eBay, so dass man sich für wenig Geld ein zweites Kameragehäuse für die IR-Fotografie kaufen und es dauerhaft für IR-Fotografie umbauen und abstimmen kann. Zum Filmen habe ich ja meine CCD-Videokamera.

    Fazit:
    Es gibt wichtigere Punkte die zu verbessern wären als die Lichtempfindlichkeit aktueller Digitalkameras. Ausser (Nacht-)Tierfilmern und Spannern in Stadtparks und Diskos oder solchen Spannern, die heimlich ihre One-Night-Stands filmen braucht wohl niemand noch lichtempfindlichere Kameras. Kameras die unverzerrt und unverfremdet bewegte Objekte aufzeichnen können und mit denen man wieder ohne Rolling-Shutter-Gewabbel im Bild "aus der Hand" filmen kann hingegen schon. Die im Artikel angesprochene Beschichtung bringt wegen der dann unmöglichen IR-Fotografie in Consumer-Kameras zudem eher Nach- als Vorteile.

  2. Re: Hoffentlich schafft es die Technik nie in DSLRs

    Autor: rayo 24.01.13 - 13:56

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fazit:
    > Es gibt wichtigere Punkte die zu verbessern wären als die
    > Lichtempfindlichkeit aktueller Digitalkameras. Ausser (Nacht-)Tierfilmern
    > und Spannern in Stadtparks und Diskos oder solchen Spannern, die heimlich
    > ihre One-Night-Stands filmen braucht wohl niemand noch lichtempfindlichere
    > Kameras. Kameras die unverzerrt und unverfremdet bewegte Objekte
    > aufzeichnen können und mit denen man wieder ohne Rolling-Shutter-Gewabbel
    > im Bild "aus der Hand" filmen kann hingegen schon. Die im Artikel
    > angesprochene Beschichtung bringt wegen der dann unmöglichen IR-Fotografie
    > in Consumer-Kameras zudem eher Nach- als Vorteile.


    Also mit einer Einsteiger DSLR komme ich bereits an die Grenzen wenn ich ohne Tageslicht und ohne Blitz (kann stören) fotografieren möchte. Z.B. Indoor Sportarten. An 1/500s Belichtung komme ich auch mit Blende f/1.8 und ISO1800 nicht ran. Bei Bewegungnen hätte ich gerne mehr.

    Also ich sehe häufiger Fotos mit ungewollter Bewegungsunschärfe. Wenn auf einmal die Kamera fast immer mit mehr als 1/500s auslösen kann, fände ich das schon ziemlich hilfreich.

    Zu deinem Fazit:
    - Wieviele % machen IR-Fotografie? Wahrscheinlich unter 1%, sehe ich als nicht relevant an.
    - Wieviele brauchen die DSLR für Video? Mehr als IR aber mehrheitlich werden die DSLRs immernoch für Photographie gebraucht. Zusätzlich lässt sich der Rolling-Shutter Effekt eher herausfiltern als Motion-Blur.

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