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Nicht überzeugend
Autor: Mingfu 23.05.16 - 08:38
Im wesentlichen leistet das Programm die Maskengenerierung. Eine beliebige Himmelstextur unter einen einmal ausgewählten Bereich zu legen und im invertierten Bereich ggf. an den Helligkeits-/Farbreglern herumzuspielen, ist keine große Kunst. Wenn ich mir aber die Beispielfotostrecke anschaue, dann taugt das Ergebnis nicht. Hinter dem Felseinschnitt wurde der (durchaus schwer abgrenzbare) Übergang zwischen Meeresfläche und Himmel nicht erkannt und einfach alles mit Himmel zugekleistert. Rechts fehlen ferner ein Mast auf der Klippe sowie ganz außen die Kirchturmspitze.
Mit einem Klick erhält man also in vielen Fällen offenbar keine brauchbaren Ergebnisse, sondern es benötigt Nachbearbeitung. Wofür bezahlt man dann aber das Geld? Dann kann man es auch gleich mit GIMP machen. Sobald man einmal das Knoff-Hoff hat, kann man sich die passende Maske mit verschiedenen Methoden dort dann vermutlich ähnlich schnell bzw. langsam zusammenfrickeln. Und dabei hat man auch mehr Kontrolle über das Ergebnis gegenüber solchen Ein-Klick-Lösungen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.16 08:52 durch Mingfu. -
Re: Nicht überzeugend
Autor: AllDayPiano 23.05.16 - 08:56
Ohne jetzt die Software näher zu kennen würde ich sagen, dass die Hintergründe dynamisch generiert werden, und sich damit immer unterscheiden. Das spart natürlich viel Arbeit. Falls es nur Tempates sind, und man nach dem 5ten Bild immer den gleichen Himmel hat, wäre das natürlich tatsächlich Schrott.
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Re: Nicht überzeugend
Autor: cuthbert34 23.05.16 - 09:30
Ich denke ja mal, dass das für den Privatbereich ist. Eigentlich eine tolle Sache, aber es stellt sich mir die Frage, bei all der Bildbearbeitung, die eh schon stattfindet... betrügt man da nicht die Erinnerung? Da sitzt man dann am Fotobuch und blättert und denkt "Mensch, was hatten wir damals an der Nordsee für tolle Sonnenuntergänge, habe ich gar nicht mehr so vor Augen". Und alle nicken und denken sich auch nur "Auf den Bildern viel schöner, als in meiner Erinnerung."
Für was macht man sowas? Um anderen "gepimpte" Urlaubsfotos zeigen zu können?
Marketing und blabla, verstehe ich ja noch. Aber dafür ist die Lösung ja bestimmt nicht primär oder ist das so professionell? -
Re: Nicht überzeugend
Autor: mstngl 23.05.16 - 11:07
Für die so beliebten und allgegemwärtigen Life-Staging-Bemühungen ist das doch genau das Richtige. Eitel Sonnenschein auf Knopfdruck.
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Re: Nicht überzeugend
Autor: AllDayPiano 23.05.16 - 11:22
cuthbert34 schrieb:
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> Ich denke ja mal, dass das für den Privatbereich ist. Eigentlich eine tolle
> Sache, aber es stellt sich mir die Frage, bei all der Bildbearbeitung, die
> eh schon stattfindet... betrügt man da nicht die Erinnerung? Da sitzt man
> dann am Fotobuch und blättert und denkt "Mensch, was hatten wir damals an
> der Nordsee für tolle Sonnenuntergänge, habe ich gar nicht mehr so vor
> Augen". Und alle nicken und denken sich auch nur "Auf den Bildern viel
> schöner, als in meiner Erinnerung."
>
> Für was macht man sowas? Um anderen "gepimpte" Urlaubsfotos zeigen zu
> können?
>
> Marketing und blabla, verstehe ich ja noch. Aber dafür ist die Lösung ja
> bestimmt nicht primär oder ist das so professionell?
Also ob die Software professionell ist, ist doch nachrangig. Wichtig ist, wie die Ergebnisse aussehen.
Ich kenne wahnsinnig schöne Photos, die allesamt nachbearbeitet wurden. Die Frage ist halt, wann die Authentizität aufhört, und die Kunst anfängt. -
Re: Nicht überzeugend
Autor: Bouncy 23.05.16 - 11:37
cuthbert34 schrieb:
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> Für was macht man sowas? Um anderen "gepimpte" Urlaubsfotos zeigen zu
> können?
Auch ein unbearbeitetes Foto zeigt nie eine 1:1 Abbildung dessen, was da passiert ist, es ist immer ein subjektiver Eindruck, immer eine manipulierte Erinnerung wenn du so willst - die Kamera, der Fotograf, der Ausschnitt, der Moment, alles ist künstlich und nicht dokumentarisch. Insofern ist es grundsätzlich legitim, weiter zu manipulieren.
Warum muß man dabei immer die Selbstdarstellung vor irgendwelchen anderen Leuten annehmen? Vielleicht will man sich das schöne Motiv als Poster ausdrucken und ein flaues Bild wegen diesigem Himmel würde nicht gut wirken auf Leinwand? Vielleicht will man ein spektakulären Hintergrundbild? Vielleicht will man aber auch technisch korrigieren, was die Kamera nicht geschafft hat, weil der Kontrast zu extrem oder zu schwach war? Gerade beim Himmel hat man schnell mal die Aufnahme verhunzt und nur dunstigen Mist auf dem Bild, was in der Realität aber ganz anders gewirkt hat.
Viele Gründe, nicht immer so negativ sehen... -
Re: Nicht überzeugend
Autor: unbuntu 23.05.16 - 12:21
Mingfu schrieb:
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> Mit einem Klick erhält man also in vielen Fällen offenbar keine brauchbaren
> Ergebnisse, sondern es benötigt Nachbearbeitung. Wofür bezahlt man dann
> aber das Geld?
Dafür dass man eben nur noch die Nachbearbeitung machen muss und nicht die komplette Maske selber erstellen muss.
Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
Albert Einstein -
Re: Nicht überzeugend
Autor: Webcruise 23.05.16 - 12:52
Habs grad gekauft und ich finds prima. Einfach zu verwenden und tolle Ergebnisse.
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Re: Nicht überzeugend
Autor: Mingfu 23.05.16 - 13:48
unbuntu schrieb:
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> Dafür dass man eben nur noch die Nachbearbeitung machen muss und nicht die
> komplette Maske selber erstellen muss.
Die grundlegende Maske ist nun aber überhaupt nicht das Problem. Da reicht es aus, wenn man den Zauberstab nimmt. Das ist ein Klick. Notfalls kann man auch mittels Polygonauswahl erst einmal die Fläche grob umreißen - auch ganz schnell erledigt. Das Problem sind die Übergänge, wenn die Kontraste zu schwach sind. Dort fängt man an, mehr oder weniger aufwendig die Bereiche zu trennen, indem man immer wieder mit dem Zauberstab und geringer Unschärfe die Gebiete zusammenfügt. Aber genau dabei scheint auch dieses Programm Schwierigkeiten zu haben. -
Re: Nicht überzeugend
Autor: DebugErr 23.05.16 - 16:20
Du wurdest aber nicht bezahlt, das hier zu schreiben, oder?
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Re: Nicht überzeugend
Autor: Eheran 23.05.16 - 18:12
>Auch ein unbearbeitetes Foto zeigt nie eine 1:1 Abbildung
Falscher Weißabgleich oder ein ungünstiger Ausschnitt sind nicht mit einem Austausch großer Teile des Bildes vergleichbar.



