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Was ist das Problem?

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  1. Was ist das Problem?

    Autor: storm009 12.03.19 - 11:26

    Das Vorgehen ist doch völlig normal und kein Artikel wert. Dass ein Zwischenhändler die Ware nicht zum Einkaufspreis verkauft, ist doch verständlich und was unter Made in Germany fällt, ist auch klar definiert. Jeder der sich dadurch betrogen fühlt, lebt in einer Märchenwelt.
    Bei kleineren Produkten stört ihr euch doch auch nicht daran oder glaubt ihr wirklich, dass jeder "Hersteller" seine eigene Fabrik betreibt?
    Ein original Netzteil von Apple, Dell, Lenovo und Co. kostet vermutlich das 10x des Einkaufspreises und dennoch kauft sich niemand das baugleiche Chinanetzteil.

  2. Re: Was ist das Problem?

    Autor: lestard 12.03.19 - 11:43

    So wie es im Artikel beschrieben ist verstößt das gegen "Made in Germany" weil die wesentliche Wertschöpfung nicht in Deutschland stattfand.

  3. Re: Was ist das Problem?

    Autor: Gtifighter 12.03.19 - 11:52

    storm009 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Vorgehen ist doch völlig normal und kein Artikel wert. Dass ein
    > Zwischenhändler die Ware nicht zum Einkaufspreis verkauft, ist doch
    > verständlich
    Nein und hier liegt das Problem: Ein ehrlicher Distributor hätte das Objektiv mit dessen Originalbezeichnung weiterverkauft und nicht sein eigenes Label draufgedruckt um (falsche) Qualität zu implizieren, dann den Preis um 222% erhöht und es als Made in Germany verkauft!
    Das ist schlicht Betrug.
    > und was unter Made in Germany fällt, ist auch klar definiert.
    > Jeder der sich dadurch betrogen fühlt, lebt in einer Märchenwelt.

    Ich finde, dass das schon einen Artikel wert ist und ich finde den Artikel selbst auch sehr gelungen, weil er doch ziemlich gut aufzeigt, dass das Kopieren oder Klauen von Produkten nicht nur von China ausgeht und hier einen Objektvhersteller entlarvt, welcher seine Kunden verarscht. Wer sich davon nicht betrogen fühlt ist entweder dumm oder hat das Problem nicht kapiert.

    > Bei kleineren Produkten stört ihr euch doch auch nicht daran oder glaubt
    > ihr wirklich, dass jeder "Hersteller" seine eigene Fabrik betreibt?
    Darum geht es nicht! Es geht darum, dass ein Produkt für 900¤ gekauft, dann umgelabelt für 2000¤ verkauft worden ist. Das hat mit Ehrlichkeit absolut nichts mehr zutun und ist blanker Betrug.
    > Ein original Netzteil von Apple, Dell, Lenovo und Co. kostet vermutlich das
    > 10x des Einkaufspreises und dennoch kauft sich niemand das baugleiche
    > Chinanetzteil.
    Doch und der Markt für Chinanetzteile ist besonders groß, eben weil sie keine 200¤ kosten sondern im Zweifelsfall nurnoch 15¤ und in den meisten Fällen die exakt gleiche Leistung liefern. Die Zeiten, in denen ein Fake-Ladekabel für iPhones den Akku kaputt gemacht hat weil der Chip nicht funktionierte sind schon lange vorbei.

  4. Re: Was ist das Problem?

    Autor: LH 12.03.19 - 12:12

    Gtifighter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein und hier liegt das Problem: Ein ehrlicher Distributor hätte das
    > Objektiv mit dessen Originalbezeichnung weiterverkauft und nicht sein
    > eigenes Label draufgedruckt um (falsche) Qualität zu implizieren, dann den
    > Preis um 222% erhöht und es als Made in Germany verkauft!
    > Das ist schlicht Betrug.

    Ja und nein. Das Labeln eines OEM- oder Fremdprodukts mit eigenem Namen ist völlig normal und kein Problem, solcherlei findet sich überall. Die Behauptung man habe es selbst entwickelt und gebaut und es sei Made in Germany ist das eigentliche Problem.

  5. Re: Was ist das Problem?

    Autor: KlugKacka 12.03.19 - 12:18

    Badgeengeneering (oder so) ist das Stichwort.
    Leica hat auch eine Kamera einer anderen bude unter ihrem Namen verkauft.

  6. Re: Was ist das Problem?

    Autor: bplhkp 12.03.19 - 12:29

    storm009 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Vorgehen ist doch völlig normal und kein Artikel wert.

    Unabhängig davon ob das Vorgehen normal oder legal ist: einen Artikel ist es immer Wert, denn das gibt Kaufinteressenten Informationen für die Kaufentscheidung. So kann der informierte Käufer besser abwägen, was er nimmt.

    Solche Artikel kompensieren ein Stück weit fehlende Kennzeichnungsrichtlinien in der EU. Vorbildlich ist hier der Modehersteller Asket, der sogar das Herstellungsland des Pflegeetiketts angibt. Aber solange es dazu keine Vorgaben gibt, ist jeder Artikel wertvoll, der Schindluder in der Herkunftsangabe aufdeckt.

  7. Re: Was ist das Problem?

    Autor: Ford Prefect 12.03.19 - 13:08

    Hier ist eine Firma auf der Crowdfunding-Schiene gefahren um am großen Hype teilzuhaben und die Leute entspr. auszunehmen.

    Ob das nun als Betrug, billige Täuschung oder nur geschicktes Marketing zu bewerten ist, ist eine Sache.

    Die andere aber, die den Artikel sehr lesenswert macht, ist was uns diese Geschichte exemplarisch über das aktuelle Konsumverhalten verrät. Denn dieses Geschäft basiert auf einer heutigen Kundschaft, die sich gerne online schön polierten Schlonz andrehen lässt, statt im Fachhandel dem erfahrenen Berater zu vertrauen. Weil Kickstarter sexy und raw ist und der Fachhandel ja nur seine Kommission optimiert.

  8. Re: Was ist das Problem?

    Autor: TimBln 12.03.19 - 15:02

    Gtifighter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein und hier liegt das Problem: Ein ehrlicher Distributor hätte das
    > Objektiv mit dessen Originalbezeichnung weiterverkauft und nicht sein
    > eigenes Label draufgedruckt um (falsche) Qualität zu implizieren, dann den
    > Preis um 222% erhöht und es als Made in Germany verkauft!
    > Das ist schlicht Betrug.

    Das Problem sind deine Mathekenntnisse. Wenn etwas 900 Euro kostet, später dann 2000 Euro, dann sollte schon für den Grundschüler erkennbar sein: wenn 900 Euro = 100% sind, dann kann bei einer Preiserhöhung um 222% niemals ein Wert unter 2001 Euro herauskommen. Der Preis wurde um 122% erhöht (gegenüber den Preis des Mitbewerbers). Was aber immer noch irrelevant ist, denn ausschließlich interessant ist ja die Marge. Die geht natürlich aus diesen Angaben überhaupt nicht hervor. Die einzige Annahme die man treffen könnte: vermutlich lässt sich das Objektiv für weniger als 900 Euro produzieren. Wenn jetzt aber eine Firma eine exzellente Beratung und Service bietet, dann wird sie wohl mehr als der Chinahändler ohne eben diesen verlangen müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.19 15:03 durch TimBln.

  9. Re: Was ist das Problem?

    Autor: plutoniumsulfat 12.03.19 - 18:30

    Ford Prefect schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier ist eine Firma auf der Crowdfunding-Schiene gefahren um am großen Hype
    > teilzuhaben und die Leute entspr. auszunehmen.
    >
    > Ob das nun als Betrug, billige Täuschung oder nur geschicktes Marketing zu
    > bewerten ist, ist eine Sache.
    >
    > Die andere aber, die den Artikel sehr lesenswert macht, ist was uns diese
    > Geschichte exemplarisch über das aktuelle Konsumverhalten verrät. Denn
    > dieses Geschäft basiert auf einer heutigen Kundschaft, die sich gerne
    > online schön polierten Schlonz andrehen lässt, statt im Fachhandel dem
    > erfahrenen Berater zu vertrauen. Weil Kickstarter sexy und raw ist und der
    > Fachhandel ja nur seine Kommission optimiert.

    Klar die ganzen Fachhändler wussten vorher schon Bescheid und nur die Onlinekäufer waren die Gelackmeierten.

  10. Re: Was ist das Problem?

    Autor: Ford Prefect 12.03.19 - 19:30

    Richtig, die Fachhändler wussten vorher schon bescheid. Ich würde erwarten, dass ein guter Fachhändler dieses Objektiv nicht empfohlen hätte, denn:

    1. Es war schlichtweg überteuert. Das Zhongyi Mitakon Speedmaster als im wahrsten Sinne des Wortes gleichwertige Konkurrenz ist auch kein unbekanntes Objektiv.
    2. Wie auch im Artikel erwähnt, wurde in Fachkreisen schon 2015 publiziert, dass es sich um das selbe Objektiv handelt.

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