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  5. › Modellbau: The Champ aus dem 3D-Druckstift

3D-Druck... eine feine Sache

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  1. 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Lagaz 21.06.14 - 21:15

    Mal eine Frage... bekommt man bei einem 3D-Drucker für gewöhnlich eigentlich eine Software mitgeliefert, mit der man seine eigenen Modelle erstellen kann?

    Bisher konnte ich nur irgendwelche teuren Programme ausfindig machen, die teilweise mehr kosten als der Drucker selbst.

  2. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: lukasbieri 21.06.14 - 22:57

    Das kommt natürlich auf den Hersteller an. Ich besitze einen Ultimaker (Kit, muss man selber zusammenbauen). Da wird keine Software mitgeliefert, aber auf der Homepage des Herstellers (ultimaker.com) lässt sich die hauseigene Software "Cura" herunterladen. Diese ist aber nicht zum erstellen von 3D-Modellen gedacht, sondern ist ein sogenannter "slicer"- eine Software, die die Modelle in einzelne Layer für den 3D-Drucker aufteilt. Meines Wissens nach ist das bei den anderen Herstellern ähnlich.

    Das 3D-Modell das gedruckt werden soll muss deshalb in den meisten Fällen mit einer anderen Software erstellt werden. Dazu verwende ich oft die Software "SketchUp". Das Teil wurde früher von Google entwickelt und wurde später an die Firma Trimble verkauft. Die Software ermöglicht es auch Anfängern, einigermassen komplexe 3D-Modelle zu gestalten. Wenn man aber komplexe Modelle gestalten möchte, kommt man nicht darum herum, "parametric modelling" zu lernen. Das dauert seine Zeit und ich konnte mich nie dazu durchringen es zu lernen. Für die meisten Alltagsgegenstände und -Designs reicht SketchUp völlig aus.

    Zusätzlich besitze ich eine Kinect, welche ich in einen 3D-Scanner umfunktionieren kann. Damit kann ich auch Modelle scannen und danach drucken, ganz ohne Modelling-Software. Alternativ kann man auch kostenfreie Tools wie beispielsweise "123D Catch" verwenden. Dieses Tool macht aus mehreren Fotos relativ gute 3D-Modelle.

    Zu guter letzt kann man natürlich auf eine riesige Bibliothek aus fertigen 3D-Modellen zugreifen. Dafür bieten sich beispielsweise Seiten wie "Thingiverse" und "YouMagine" an. Der Vorteil dieser Modellsammlungen besteht darin, dass die Modelle extra für den 3D-Druck designt worden sind und dementsprechen problemlos gedruckt werden können.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen :)

    Hier ist demnächst eine kreative Signatur zu sehen. Oder auch nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.14 22:59 durch lukasbieri.

  3. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Der Theoretiker 21.06.14 - 23:07

    Wie mein Vorredner/ Schreiber schon schrieb kann man mit Google Sketchup erste eigene Sachen designen. Wenn es allerdings etwas komplexer sein soll, empfiehlt es sich auf CAD Programme zurück zu greifen. Open Scad z.B: oder Alibre, ... Man kann sich auch die Testversionen von Autodesk Inventor mal anschauen. Es gibt bestimmt noch mehr Programme am Markt. Das wichtige ist, das diese die Files im STL-Format exportieren können. Dieses kann die Printersoftware weiter verarbeiten.

    Achtja, by the way. Inzwischen gibt es auch komplett gedruckte Flugzeuge die richtig fliegen können.
    http://www.youtube.com/watch?v=ut_Ei22on58
    Die Files dafür stehen auf Thingiverse.com zur Verfügung und können selbst gedruckt werden.
    http://www.thingiverse.com/thing:98954



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.14 23:08 durch Der Theoretiker.

  4. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: lukasbieri 21.06.14 - 23:16

    Danke für die Ergänzung! Es ist immer wieder interessant zu sehen, was die kreativen Köpfe dieser Welt alles tolles mit ihren 3D-Druckern machen (mal abgesehen von Waffen).

    Ich habe auf Thingiverse bereits Düsenantriebe, flugtüchtige Flugzeuge, Quadro- und Hexacopter, Glidecams, Rollgabelschlüssel, Mechanische Übersetzungen und diverse Upgrades für meinen Ultimaker entdeckt. Man stelle sich das vor: Das Gerät kann Teile herstellen, um seine Leistung und seine Usability zu verbessern. Ich habe sogar mehrere Ersatzteile drucken können, um meinen Drucker zu reparieren (für den Druck habe ich ihn vorher notdürftig repariert).

    Das Maschinchen kann sich laufend verbessern und reparieren. Wenn ich nun noch ein Gerät hätte, welches die Fehldrucke und die Abfälle wiederverwerten und auf Rollen aufwickeln könnte, wäre es das perfekte System. Ausser etwas Strom bräuchte es nichts, was nicht zu 100% wiederverwertbar wäre. Und der Strom wird bei uns mit den Solarzellen auf dem Dach produziert. -> Emissionsfreie Produktion @ home :)

    Hier ist demnächst eine kreative Signatur zu sehen. Oder auch nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.14 23:17 durch lukasbieri.

  5. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Moe479 22.06.14 - 05:47

    soetwas für das drücken von plastik-drat geibt es, im prinzip musst du das zeug granulieren mit ein paar nötigen additiven durch eine warme schnecke in eine düse kurbeln ... kanste aber schwer drucken!

    und für wirkliche emmissionfreiheit müsste _alles_ mit energie die emmisionsfrei in die benötigte form umgewandelt wurde hergestellt worden sein, die schrittmotoren, das kupfer in den kabeln, deren isolierung, das pcb, und darauf liegende integrierte schaltungen, das netzteil, bleche, stangen, wellen, winkel, schrauben ... etc. etc. etc. ... auch die rohstoffe und zwischenprodukte dafür, dein euphorismus dahingehend kommt mir bei weitergehender betrachtung doch etwas übertrieben vor ... aber nur etwas ... ;)

    ich finde die dinger und deren ergebnisse intressaant für reperaturen, bei dennen ersatz schwer zu beschaffen ist und für prototypen, für wirklich alltagstaugliche produkte, ist in der regel die oberfläche noch zu rauh, für die serienproduktion die für otto normal erschwingliche geräte bei weitem zu langsam und die materialen, bzw. deren vorverabeitung zu drat zu teuer, und im klein und einzelhandel schon dreimal, in diesem zusammhang noch über engiebilanzen und deren emmisionsfreiheit zu reden scheint mir wir gesagt etwas fern ab jeglicher realität.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.14 06:07 durch Moe479.

  6. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Lagaz 22.06.14 - 09:46

    Vielen Dank für die ausführlichen Antworten :)

    Da muss ich mich jetzt erst mal ein bisschen mit beschäftigen. Hört sich ja wirklich sehr interessant an. Vor allem, dass der Drucker sich quasi "selbst" reparieren kann. Ich dachte immer, da wäre alles aus Metall und somit für den Benutzer irreparabel.

    Ich habe noch nie ein gedrucktes Modell in der Hand gehabt... ist so etwas robust?

    Sagen wir mal, ich möchte einen Trinkbecher drucken... könnte man den anschließend sogar in die Spülmaschine packen, ohne dass er zerstört wird? Das wäre wirklich interessant.

    Die Materialkosten würden sich natürlich wohl eher nicht für einen Becher lohnen... aber nur mal rein von der Theorie her.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.14 09:47 durch Lagaz.

  7. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Der Theoretiker 22.06.14 - 10:32

    Es gibt unterschiedliche Drucker, die einen die sich selbst "vervielfältigen" können nennen sich Repraps und bestehen zum größten Teil aus gedruckten Teilen. Somit könnte sich so ein Drucker mit seinen eigenen Teilen versorgen. Vorausgesetzt der Drucker ist noch so funktionstüchtig das er drucken kann.
    Man kann die Teile unterschiedlich stabil drucken. Ich habe für unsrer Waschmaschine Füße gedruckt und die halten das Gewicht und die Vibrationen ohne Probleme aus. Wichtig dabei ist, wie hoch man die Füllung wählt. Soll es leicht und schnell gedruckt werden dann reichen, je nach dem was gedruckt werden soll, 10% Füllung aus. Bei den Füßen Habe ich 35% gewählt. Allerdings kann man das nicht pauschalisieren und man muss sich schon etwas damit auseinander setzen.
    Es gibt in Deutschland viele Fablabs, schau doch mal ob eins in deiner nähe ist. Die meisten haben dort 3D Drucker und man kann sich das Ganze mal aus der Nähe anschauen und auch anfassen.

  8. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Moe479 22.06.14 - 11:52

    fakten ignorieren und mit werbung überspielen ist auch ne methode ...

  9. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: Lagaz 22.06.14 - 12:51

    Wie? Verstehe ich nicht.

  10. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: lukasbieri 22.06.14 - 19:28

    Habe ich etwas verpasst? Wo wurden Fakten ignoriert und mit Werbung überspielt? Ich habe lediglich meiner Euphorie freien Lauf gelassen. Und die erwähnten FabLabs sind wirklich tolle Einrichtungen, da kann gerne etwas Werbung gemacht werden (auch wenn ich den Beitrag nicht als solche verstanden habe). Die FabLabs haben es aber gar nicht nötig mit Schleichwerbung ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Zumindest diejenigen in der Schweiz sind ausserordentlich gut besucht und die Betreiber vedienen damit (fast) gar nichts. Dank den dort zur Verfügung gestellten 3D-Druckern bin ich erst auf den Geschmack gekommen. Meinen Drucker habe ich ebenfalls in einem Kurs im FabLab zusammengebaut. Also bitte: Prüfe deine Fakten und hör auf mit einzeiligen Kommentaren zu trollen. Danke :)

    Hier ist demnächst eine kreative Signatur zu sehen. Oder auch nicht.

  11. Re: 3D-Druck... eine feine Sache

    Autor: ThadMiller 25.06.14 - 08:56

    Mit der Methode mit der der Flieger entstanden ist geht das nicht. Mit nem "üblichen" 3D-Drucker schon. So ein Becher dürfte auch problemlos mit heissem Kaffee klarkommen.

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