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X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

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  1. X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: demon driver 29.01.21 - 09:06

    Fuji streicht die X-E-Serie seit der X-E3 nun anscheinend mit jedem neuen Modell ein bisschen mehr zusammen, anstatt umgekehrt den technischen Fortschritt, der die anderen Modellserien immer wieder ein Stückchen besser macht, auch dort einfließen zu lassen. Das ist bedauerlich, denn so verkommt die anfangs spannende X-E immer mehr zu einer Einsteiger-X-A mit Sucher, statt eine echte, halt eben nur kompakte, rangefinder-style-mäßige Alternative zu den großen X-T-Modellen zu bieten. Oder zumindest eine ebenbürtige, günstigere Alternative zur X-Pro, wenn man deren nur begrenzt nützlichen, aber teuren optischen Sucher nicht will.

    Kein IBIS, keine Abdichtung, Winzsucher, deutlich reduzierte Ergonomie durch den Wegfall von Knöpfen, Daumenrad und Griff, und statt eines mittels dann plötzlich doch irgendwie aufwändigerem Doppelscharnier zum "Selfie-Screen" gedrechselten Displays wäre "fully articulated" wesentlich hilfreicher gewesen. Für mich im Gegensatz zu den ersten Modellen eine völlig uninteressante Kamera.

  2. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: theFiend 29.01.21 - 10:42

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fuji streicht die X-E-Serie seit der X-E3 nun anscheinend mit jedem neuen
    > Modell ein bisschen mehr zusammen, anstatt umgekehrt den technischen
    > Fortschritt, der die anderen Modellserien immer wieder ein Stückchen besser
    > macht, auch dort einfließen zu lassen.

    Klar profitiert auch die X-E serie ständig vom technischen Fortschritt, hinsichtlich Sensoren, Aufnahmetechnik usw. Fuji hat nur sein Portfolio etwas breiter Aufgestellt, und noch die "S" Serie eingezogen, die jetzt oberhalb der E Serie mehr Features der T Serie bietet...

    > Kein IBIS, keine Abdichtung, Winzsucher, deutlich reduzierte Ergonomie
    > durch den Wegfall von Knöpfen, Daumenrad und Griff, und statt eines mittels
    > dann plötzlich doch irgendwie aufwändigerem Doppelscharnier zum
    > "Selfie-Screen" gedrechselten Displays wäre "fully articulated" wesentlich
    > hilfreicher gewesen. Für mich im Gegensatz zu den ersten Modellen eine
    > völlig uninteressante Kamera.

    IBIS ist klar, der ist extrem Teuer und kann kaum in ein "Einsteiger" Modell einfließen. In ein paar Jahren vielleicht mal...
    Abdichtung hatte meiner Meinung nach schon immer nur die T Serie.

    Und die Ergonomie bezüglich "Knopfpositionierung" hat sich im Detail über das komplette Fuji Portfolio geändert.

    Du moserst hier schon auf extrem hohem Niveau. Die E Serie ist weiterhin ne tolle "Einstiegsserie", und wer mehr will, kann in relativ kleinen Schritten auch zu höherwertigen Modellen greifen. Im Hobbybereich bietet die E Serie definitiv weiterhin extrem viel für überschaubares Geld...

  3. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: demon driver 29.01.21 - 12:28

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Klar profitiert auch die X-E serie ständig vom technischen Fortschritt [...]

    Aber mittlerweile auch nur noch da, wo es unvermeidlich ist. Einen noch älteren Sensor hätte das Publikum Fuji ja wirklich nicht mehr ohne Gesichtsverlust durchgehen lassen. Aber auch so sind die Reaktionen auf die Neue nicht gut. Die kostet Fuji gerade Ansehen und Sympathien, und das verdientermaßen.

    > und noch die "S" Serie eingezogen, die jetzt
    > oberhalb der E Serie mehr Features der T Serie bietet [...]

    Und dafür alle Fuji-Freunde vor den Kopf stößt, die Fuji wegen des klassischen Bedienkonzepts schätzen. Wer das neben den Features auch haben will, darf weiter für einen massiven Mehrpreis die klobigere, schwerere X-T kaufen, ob er alle die weiteren zusätzlichen Features braucht oder nicht.

    Ansonsten, und abgesehen vom ähnlich wie bei der E arg kleinen Sucher und noch ein paar Kleinigkeiten, ist die X-S10 aber tatsächlich ein richtig guter Wurf. Wäre heute ganz klar mein Einstieg ins System, würde sowas konkret anstehen.

    > IBIS ist klar, der ist extrem Teuer und kann kaum in ein "Einsteiger"
    > Modell einfließen.

    Das sieht dann aber nur Fuji so (und teilweise womöglich Sony, die aber ihr APS-C-Lineup sowieso in jeder Hinsicht grob vernachlässigen). Panasonic oder Olympus können das schon seit Ewigkeiten, und so viel kleiner ist der MFT-Sensor auch nicht, dass der da einen nenenswerten Unterschied machen würde. Heute ist IBIS selbst bei KB Standard, mittlerweile bei allen Herstellern.

    > Abdichtung hatte meiner Meinung nach schon immer nur die T Serie.

    Und das entschuldigt jetzt genau was? (Meines Wissens ist übrigens allermindestens noch die X-Pro3 abgedichtet.)

    > Und die Ergonomie bezüglich "Knopfpositionierung" hat sich im Detail über
    > das komplette Fuji Portfolio geändert.

    Und das macht jetzt genau was besser?

    > Du moserst hier schon auf extrem hohem Niveau. Die E Serie ist weiterhin ne
    > tolle "Einstiegsserie" [...]

    Ah, da bringst du mich auf den einen Aspekt, den ich noch vergessen hatte. An der E4 ist ja nicht nur fast alles schlechter geworden, sondern ihr Preis ist wie der Einstiegspreis der X-E3 immer noch satte 900¤. Und bei 900¤ ist eine APS-C-Spiegellose nach meinen Maßstäben absolut keine "Einsteigerkamera" mehr.

    Aber genau das ist ganz offensichtlich der Plan. Die X-E wird sukzessive, allenfalls mit Ausnahme des Suchers, auf den Ausstattungsumfang der weggefallenen X-A zusammengestrichen und wird das neue "Einstiegsmodell" – jetzt aber auf dem Preisniveau des Mittelklassemodells, das die X-E mal war. Das kann man natürlich versuchen. Bleibt nur die Frage, ob die Kundschaft da mitmacht.

    Nun sind ja alle Hersteller aufgrund des zusammengebrochenen Markts massiv unter Druck, alle suchen sie Möglichkeiten, bei sinkenden Stückzahlen und sinkendem Umsatz in der Gewinnzone zu bleiben (oder überhaupt erst nochmal reinzukommen). Die Frage wäre, kann man das vielleicht auch schaffen, ohne die Kundschaft vor den Kopf zu stoßen. Auch Olympus hat das in den letzten vier Jahren nicht geschafft. E-M10 IV, E-M1X, E-M5 III, E-M1-III – alle waren durch die Bank fast ausschließlich Recycling von vier bis acht Jahre alter Technik, vereinzelt garniert mit drastischen Einsparungen (z.B. E-M5 III: auf einmal mit Plastikgehäuse statt Metall), zu teuren Preisen. Auch wenn ein Teil der Fangemeinde das nicht wahrhaben wollte, dem Publikum fällt sowas irgendwann auf. Und dann ist der gute Ruf in Gefahr.

    Und bei der X-E passt es halt auch nicht mehr zusammen. Fuji sollte nicht vergessen, dass sie nicht alleine auf dem Markt sind. Eine Panasonic GX9, die die meisten Issues, die mich an der X-E4 stören, nicht hat, kostet erheblich weniger. Wäre der Sucher nicht für Gleichtsichtbrillenträger gleich komplett unbrauchbar, wäre meine Wahl da völlig klar; vorausgesetzt, ich müsste nicht auf bestehende Systeminvestitionen Rücksicht nehmen.

    Übrigens konnte ich's noch nie verstehen, wenn Leute, denen ein Hersteller am Herzen liegt, in der Öffentlichkeit versuchen, die Fehler herunterzuspielen, die er macht. Wenn ein Freund etwas tut, was die Gefahr großen Schadens für ihn birgt, dann unternehme ich doch alles Denkbare, damit er das sieht und einsieht. Dazu schweigen oder es gar schönreden macht alles für alle immer nur schlimmer, nicht zuletzt am Ende für den Freund. Und im Gegensatz zum Freund geht's beim Kamerahersteller leider nur öffentlich.

    Fuji hat mich mein halbes Leben begleitet. Ach was, länger. Ich weiß noch, wie ich als Heranwachsender mit der damals schon alten, manuellen SLR des Vaters meinen ersten Fuji-Film ausprobieren konnte, nachdem sie hierzulande gerade erst neu auf den Markt gekommen waren neben Kodak und Agfa. Später lange Zeit ausschließlich auf Fujichrome 100 und 400 fotografiert. In den Achtzigern fand ich die späten Fujica-SLRs sehr spannend, während ich selber aus Kostengründen beim Vorhandenen blieb (Minolta). Und als viel später Fuji sein spiegelloses System einführte und weiter ausbaute, war ich begeistert von der Idee, genau die Bedienkonzepte aus der analogen Zeit zu übernehmen, die praktisch und ergonomisch waren und nicht einfach bloß "retro". Fuji X ist nach MFT für mich seit langem und immer noch das zweitinteressanteste System am Markt und wäre auch heute sofort meine Wahl, würde MFT auf einmal nicht mehr meine Anforderungen erfüllen, etwa weil das, was mal Olympus Imaging hieß, plötzlich verschwände.

    Trotzdem – oder vielmehr gerade deswegen – hab ich mich mit Kritik nie zurückgehalten, und da gab es von Anfang an vieles. Vieles wurde mit der Zeit auch ausgemerzt. Manches kam dann wieder hinzu. Wie der immer wieder aufkommende Eindruck, dass man den großartig angekündigten Plan kontinuierlicher Funktionsupgrades per Firmware irgendwie langsam zu vergessen schien. Bis hin zu eben jetzt, mit der Abschaffung dessen, was die X-E-Reihe einmal war und was sie hätte werden können. Eine X-E4 würde für mich nicht mal als Zweitkamera fürs leichte Gepäck taugen. Und genauso hab ich's immer auch mit Olympus gehalten, wo seit langem meine Hauptkamera herkommt, und wo es über die Jahre natürlich auch mehr als genug zu kritisieren gab...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 12:33 durch demon driver.

  4. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: theFiend 29.01.21 - 15:15

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber mittlerweile auch nur noch da, wo es unvermeidlich ist. Einen noch
    > älteren Sensor hätte das Publikum Fuji ja wirklich nicht mehr ohne
    > Gesichtsverlust durchgehen lassen. Aber auch so sind die Reaktionen auf die
    > Neue nicht gut. Die kostet Fuji gerade Ansehen und Sympathien, und das
    > verdientermaßen.

    Ich finds immer suspekt wenn einer meint für eine ominöse "Menge an Leuten" sprechen zu können... oder allgemeine Reaktionen im Verhältnis zur Gesamtkäufermenge abzuschätzen weiss. Ich bin in der Fotoindustrie tätig, und kann das nicht, aber hey, sicher gibts irgendein dolles Forum wo 100 von 100k usern das jetzt auch doof finden.

    Im Kern find ich das Feld der APS-C Kameras bei Fuji auch etwas zu diversifiziert inzwischen. Letztlich würde die XT-(einstellig) als Technologieträger, eine abgespeckte Variante darunter mit dem ähnlich guten Bedienkonzept und die X Serie mit Fixobjektiv völlig reichen.

    Oben drüber sind sie eh bald konkurrenzlos... bin mal gespannt für welchen Preis die GFX 50 demnächst über die Theke geht...

    Die X Serie liebe ich wegen des Bedienkonzeptes, einfach weil es nicht nötig ist für wesentliche Fotografiefunktionen durch irgendwelche onscreen Menüs zu gehen, wie bei Canon oder Sony üblich... das hass ich auf den Tod. Die Qualität stimmt auch bei Fuji, aber inzwischen haben sie bei den Preisen inzwischen angezogen. Dafür gibts endlich dritthersteller Objektive...

  5. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: demon driver 29.01.21 - 17:43

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > Aber mittlerweile auch nur noch da, wo es unvermeidlich ist. Einen noch
    > > älteren Sensor hätte das Publikum Fuji ja wirklich nicht mehr ohne
    > > Gesichtsverlust durchgehen lassen. Aber auch so sind die Reaktionen auf die
    > > Neue nicht gut. Die kostet Fuji gerade Ansehen und Sympathien, und das
    > > verdientermaßen.
    >
    > Ich finds immer suspekt wenn einer meint für eine ominöse "Menge an Leuten"
    > sprechen zu können... oder allgemeine Reaktionen im Verhältnis zur
    > Gesamtkäufermenge abzuschätzen weiss. Ich bin in der Fotoindustrie tätig,
    > und kann das nicht, aber hey, sicher gibts irgendein dolles Forum wo 100
    > von 100k usern das jetzt auch doof finden.

    Bitte keine nassforschen Unterstellungen. Ich spreche für niemanden außer für mich. Ich kann aber beobachten, und ich kann Beobachtungen einordnen. Und ich beobachte seit zwanzig Jahren zahlreiche nationale und internationale Digitalfotografie-Kanäle mit Foren und Kommentarspalten, von denen einige sehr verschiedene zusammengenommen durchaus Hinweise auf die Tendenz der Bewertungen eines Ereignisses liefern. Durch die Tendenz der Kommentare, bei denen sich ein Bild ergibt, wenn man einen Kanal lange genug kennt, um sie mit Tendenzen bei früheren Anlässen abgleichen zu können. Dann haben manche Kanäle tatsächlich Abstimmungsfelder für Ereignisse, über die berichtet wird, die, spätestens wenn man sie mit den Abstimmungsergebnissen früherer Anlässe vergleicht, ebenfalls Tendenzen zum Ausdruck bringen. Und dass die Tendenz derjenigen, die sich bisher internetöffentlich in dieser oder jener Form zur X-E4 geäußert haben, deutlich negativer ist als bei früheren X-E-Modellen, wenn nicht sogar überwiegend negativ, was ich so noch kaum erlebt habe in all der Zeit, von ausgesprochenen Ausrutschern im Kamerabau abgesehen (sowas wie die Pentax K-01, die Hasselblad-Sony-Verschnitte oder zuletzt vielleicht noch die Panasonic G100/110) ist für mich unübersehbar. Es gibt inzwischen genug solche "Reaktionen auf die Neue", und diese Reaktionen sind, wenn das so bleibt, meinem Eindruck nach eben auch geeignet, Fuji "Ansehen und Sympathien" zu kosten, und das fände ich bedauerlich... Ein "Verhältnis zur Gesamtkäufermenge" ist dabei nicht entscheidend – und natürlich beinhaltete auch keine meiner Aussagen den Anspruch, eines "abzuschätzen". Nicht nötig.

    > Im Kern find ich das Feld der APS-C Kameras bei Fuji auch etwas zu
    > diversifiziert inzwischen. Letztlich würde die XT-(einstellig) als
    > Technologieträger, eine abgespeckte Variante darunter mit dem ähnlich guten
    > Bedienkonzept und die X Serie mit Fixobjektiv völlig reichen.

    Weitgehend d'accord...

    Wobei es natürlich immer Sympathien kostet, Modelllinien zusammenzustreichen, wenn sich für jede einzelne erst mal ausreichend viele Liebhaber gefunden haben. Irgendjemanden stößt man da zwangsläufig vor den Kopf. Wobei andere dasselbe Problem auch noch vor sich haben. Am ehesten wird man's vielleicht beim neuen Olympus-Hersteller beobachten können; da gab's ja zeitweise auch unkontrollierten Wildwuchs in den Baureihen. Bin gespannt, was da noch übrig bleibt.

    > Oben drüber sind sie eh bald konkurrenzlos... bin mal gespannt für welchen
    > Preis die GFX 50 demnächst über die Theke geht...

    Wohl wahr. Die 100S kostet weniger als die Sony A1! Da würde bei mir die Wahl aber sowas von klar auf die Fuji fallen, wenn solche Preiskategorien denn bei mir in irgendeiner Form auch nur ansatzweise budgetkompatibel wären. Und das sag ich, obwohl ich nebenbei auch ein bisschen mit ner älteren KB-Sony knipse, hauptsächlich mit alten manuellen Objektiven.

    Halt stop, nicht "obwohl". "Weil".

    > Die X Serie liebe ich wegen des Bedienkonzeptes, einfach weil es nicht
    > nötig ist für wesentliche Fotografiefunktionen durch irgendwelche onscreen
    > Menüs zu gehen, wie bei Canon oder Sony üblich... das hass ich auf den Tod.
    > Die Qualität stimmt auch bei Fuji, aber inzwischen haben sie bei den
    > Preisen inzwischen angezogen. Dafür gibts endlich dritthersteller
    > Objektive...

    Ja, da hat man ja lange drauf gewartet. Was mir bei Fuji aber trotzdem besonders gefällt, ist eben das überschaubare, aber durchdachte Objektivsortiment mit vielen sehr kompakten Teilen. Nicht so Brocken, wie sie inzwischen bei KB-Mirrorless anscheinend zur Normalität gehören. Da würde ich mir eher ne alte Nikon D600 holen und ausschließlich alte, kompakte AF/AF-D-Stangen-AF-Objektive dranschrauben...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 17:47 durch demon driver.

  6. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: theFiend 29.01.21 - 18:20

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt inzwischen genug
    > solche "Reaktionen auf die Neue", und diese Reaktionen sind, wenn das so
    > bleibt, meinem Eindruck nach eben auch geeignet, Fuji "Ansehen und
    > Sympathien" zu kosten, und das fände ich bedauerlich...

    Vorallem gibt es inzwischen zu viele Menschen die dann halt erwarten das man ihnen in irgendeiner "abgespeckten" Kamera aber alle Features nachschmeisst, die sie jetzt gerne hätten... bin ganz froh das Fuji sich da nicht so irre beeinflussen lässt, lange Zeit gegen den Markt agiert hat, der ihnen jetzt aber letztlich recht gibt.

    Potentiell werden nicht mehr so viele Hersteller lange bestehen bleiben, spätestens dann wenn klar wird das KB-Vollformat ausgereizt ist, und ein Systemwechsel notwendig wird. Da werden viele neue überlegen ob sie "ihrer" Marke treu bleiben...

  7. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: demon driver 29.01.21 - 19:57

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Es gibt inzwischen genug
    > > solche "Reaktionen auf die Neue", und diese Reaktionen sind, wenn das so
    > > bleibt, meinem Eindruck nach eben auch geeignet, Fuji "Ansehen und
    > > Sympathien" zu kosten, und das fände ich bedauerlich...
    >
    > Vorallem gibt es inzwischen zu viele Menschen die dann halt erwarten das
    > man ihnen in irgendeiner "abgespeckten" Kamera aber alle Features
    > nachschmeisst, die sie jetzt gerne hätten... bin ganz froh das Fuji sich da
    > nicht so irre beeinflussen lässt, lange Zeit gegen den Markt agiert hat,
    > der ihnen jetzt aber letztlich recht gibt.

    Das Konzept der X-E war aber keine nennenswert "abgespeckte" Kamera außer in Größe und Gewicht, und erst das hat sie attraktiv gemacht. Kompakte Einsteigerkameras ohne Ausstattung braucht keiner mehr, erst recht nicht zum Mittelklasse- bis Semipro-Preis. Der Einsteigerkamera-Zielgruppe reicht nun seit Jahren das Smartphone – eine der zwei Ursachen für die Reduktion des gesamten Kameramarkts auf ein Zehntel dessen, was er vor zehn, elf Jahren noch war. Genau deswegen gibt es heute keine Panasonic GM mehr, keine Olympus E-PM oder E-P, und nur Fuji hat bisher noch nicht begriffen, dass es außer vielleicht in regionalen Märkten wie Japan, wo auch die Olympus E-PL noch nachgefragt wird, keine X-A mehr braucht, das Original so wenig wie eine kaputtgesparte X-E, die dann aufs selbe hinausläuft. Eine X-E dagegen als kompakte, aber mit weitgehend allem ausgestattete Kamera, was man an einer Mittelklasse- bis Semipro-Kamera für ambitionierte Amateure erwarten würde, würde gebraucht. Die ersetzt das Smartphone nicht. So wenig wie Panasonics GX-Reihe und wie die eine oder andere kleine Sony.

    > Potentiell werden nicht mehr so viele Hersteller lange bestehen bleiben,
    > spätestens dann wenn klar wird das KB-Vollformat ausgereizt ist, und ein
    > Systemwechsel notwendig wird. Da werden viele neue überlegen ob sie "ihrer"
    > Marke treu bleiben...

    Das kann ich noch nicht sehen. Da kommt nämlich der zweite Grund zum Tragen, der den Zusammenbruch des Markts – vor allem oberhalb des Kompaktkamera- und Einsteigersegments – zu verantworten hat. Dass immer mehr Fotografen, selbst unter den ausgesprochen ambitionierten und technisch anspruchsvollen, immer öfter mit dem, was sie seit, zwei, drei, vielleicht sogar vier, fünf Jahren haben, völlig zufrieden sind. Und gar nichts noch Neueres, noch Besseres, noch Schnelleres, noch Höherauflösendes, noch absurdere Videoleistung Lieferndes brauchen oder wollen.

    Vielleicht markiert ja gerade in diesem Augenblick die Sony A1 den Moment, in dem eine kritische Masse der Zielgruppe für anspruchsvolle Systemkameras merkt, dass das, was diese Kamera über die letzte, vorletzte und vorvorletzte Generation hinaushebt, für die Fotografie und für das Fotografieren und für das fotografische Ergebnis wirklich überhaupt gar nicht mehr, kein bisschen, null relevant ist. Noch weniger als bei der letzten oder der vorletzten Kamerageneration – und das war schon so wenig, dass viele selbst derer den Schritt nicht mehr gemacht haben, die vor zehn Jahren noch jeder kleinsten Verbesserung in der Sensorauflösung und der Lowlight-Fähigkeit entgegengefiebert und sofort jedes neue Modell gekauft haben, weil die Fortschritte damals halt noch relevant waren, wirklich spürbar etwas gebracht haben. Das ist heute unumkehrbar vorbei.

    Wie die Industrie aus dem Problem rauskommt, das kann ich leider nicht sagen. Innerhalb der Rahmenbedingungen dessen, was man allgemein Marktwirtschaft nennt, womöglich gar nicht. Und sie kann nicht mal was dafür. Das einzige, was sie sich in dem Kontext vorzuwerfen hat, ist dass sie schon zu lange zu gute Kameras baut.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.21 20:03 durch demon driver.

  8. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: theFiend 29.01.21 - 20:58

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Konzept der X-E war aber keine nennenswert "abgespeckte" Kamera außer
    > in Größe und Gewicht, und erst das hat sie attraktiv gemacht. Kompakte
    > Einsteigerkameras ohne Ausstattung braucht keiner mehr, erst recht nicht
    > zum Mittelklasse- bis Semipro-Preis.

    Ich hab die X-E immer als abgespeckte Version der X-T Begriffen, die den gleichen Sensor und ein paar andere "Nebenstellen" liefert. Klein und handlich sind sie doch eh alle... die 20-70g Unterschied merkst doch echt nicht mehr, wenn du die Ausrüstung rumschleppst.
    Und mit Einsteiger meinte ich die Einsteiger ins System, nicht die ins Fotografieren...
    Das Fuji hier keine X-T Ausstattung zum "low end" Preis innerhalb des Systems liefern würde, dürfte doch eigentlich jedem klar sein...

    > Das kann ich noch nicht sehen. Da kommt nämlich der zweite Grund zum
    > Tragen, der den Zusammenbruch des Markts – vor allem oberhalb des
    > Kompaktkamera- und Einsteigersegments – zu verantworten hat.

    Naja, davon sind halt KB-Kleinbild und APS-C im Featuremarkt eher weniger betroffen. Es haben nur einige auf Hersteller- aber auch auf Kundenseite nie begriffen das sich hier nicht ewig kurze Produktzyklen bei gleichzeitig ständig steigendem Entwicklungsaufwand lohnt.

    > Wie die Industrie aus dem Problem rauskommt, das kann ich leider nicht
    > sagen. Innerhalb der Rahmenbedingungen dessen, was man allgemein
    > Marktwirtschaft nennt, womöglich gar nicht. Und sie kann nicht mal was
    > dafür. Das einzige, was sie sich in dem Kontext vorzuwerfen hat, ist dass
    > sie schon zu lange zu gute Kameras baut.

    Naja wie gesagt, KB-Vollformat ist entwicklungstechnisch ziemlich am Limit angelangt. Viele Hersteller fürchten sich aber einen Systemwechsel über die Formatbeschränkung hinaus zu proklamieren, einfach weil es für den Kunden bedeutet das die Objektive die ihn in einem System, bei einer Marke halten, keinen Wert dahingehend mehr haben. Deshalb treibt man jetzt noch Entwicklung im KB Bereich. Das ist der große Fuji Gewinn, dem sind sie aus dem Weg gegangen.

    Langfristig wird der Markt aber nur dann gewinnen, wenn die Fotografie und die Fotografen wieder Stellenwert bekommen. Ob das nochmal passieren wird, sei mal dahingestellt. Aber wenn Fotografie als Bildsprache kaum noch Stellenwert hat, der gleichzeitig von immer mehr "künstlicher Aufhübschung" dominiert wird, endet das ganze natürlich irgendwann in der völligen Nische...

    Ich persönliche halte das nicht für schlimm, aber sicher wird uns noch 1-2 Jahrzehnte so ein langsames dahinsiechen begleiten, und noch ein paar namhafte Firmen werden sich aus dem Markt verabschieden. Wenn man genau schaut, ist für viele auch jetzt die Fotosparte schon reines draufzahlgeschäft, das innerhalb des Konzerns quersubventioniert wird, einfach weil es den Markennamen attraktiv hält.

  9. Re: X-E-Serie immer weiter zusammengestrichen

    Autor: KlOis 11.03.21 - 15:12

    Ich denke die X-E4 definiert sich über ihre Größe. Ich bin Hobbyfotograf, ich fotografiere auch mal Hochzeiten o.ä.
    Aber privat schleppe ich eher selten meine Vollformat samt guten Glas mit rum. So eine X-E4 ist halt schnell dabei und richtet sich mit seinem Bedienkonzept eben an Leute, die Ahnung vom Belichtungsdreieck haben. Sonst nimmt man da eher ne a6100 oder a6400, Autofokus und Gesichtserkennung an und schon funzt das Ding wie n Smartphone, bloß halt mit besserem Sensor. Genau wie auch die Gläser mit Blendenring eher was für Enthusiasten als für Consumer sind.

    Ich mag das schlanke, vor allem auf Fotografie ausgelegte, Design.

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