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Reumütige Rückkehr von E-M1 zu DSLR
Autor: Herr Ahlers 20.09.16 - 12:23
Nach nichtmal einem Jahr Nutzung einer OM-D E-M1 bin ich reumütig ins DSLR Lager zurückgekehrt. Am Anfang stand die Gewichtsersparnis im Vordergrund. Und auch die Fanboys als dem Olympuslager predigten gebetsmühlenartig, dass die Bildqualität "locker" einem DSLR Body mithalten kann. Das stimmt sogar, wenn man denn annimmt, dass man eine DSLR aus den frühen 90er Jahren besitzt.
Der Hauptgrund für meinen Wechsel waren neben der unzureichenden BQ folgende Mängel:
Nach zwei Monaten bzw. ca. 4500 Fotos -> Service:
- Hinteres Einstellrad defekt
- Belederung hat sich gelöst
Nach drei Monaten bzw. 5000 Fotos -> Service:
- Vorderes Einstellrad defekt
- Belederung wieder gelöst
Nach 6 Monaten bzw. 8000 Fotos -> Service:
- Festgebrannte Stellen im Bereich des elektronischen Suchers (vermutlich durch "unglücklich" aufgetroffenes seitliches Sonnenlicht lt. Service)
- Objektivbajonett getauscht, da der AF sporadisch ausfiel
- Belederung prophylaktisch getauscht
Nach 8 Monaten bzw. 10000 Fotos -> Service:
- Hinteres Einstellrad wieder defekt
- Vorderes Einstellrad prophylaktisch getauscht
- Wieder permante Partikel im elektronischen Sucher
Nach 8,5 Monaten bzw. 10250 Fotos -> Service:
- Auslöser prellt und löst unkontrollierbar aus -> Tausch
Hab die E-M1 dann nach dem letzten Service aus Ungarn mit allem Zubehör verkauft und bin nun wieder und endlich glücklich mit meiner Nikon D750.
Für mich gilt: Nie wieder Olympus. Ich hörte aber, dass es Menschen geben soll, die diese Kamera über den grünen Klee loben. -
Re: Reumütige Rückkehr von E-M1 zu DSLR
Autor: pm-foto@live.de 20.09.16 - 13:46
Hallo Herr Ahlers,
es gibt in jeder Branche ausgesprochene Pechvögel.
Was die EM1 betrifft, scheinen Sie dazu zu gehören.
Die Mängel, die Sie in "Serie" angeben, sind mir bei Dauernutzung seit Oktober 2013
nicht vorgekommen.
Das Problem des partiellen Ausbrennens des Suchers bei direktem Sonneneinfall
ist leider von Olympus nicht deutlich benannt worden. Es kommt vor, wenn die Dioptrieneinstellung des Suchers auf die Endwerte im Plusbereich gestellt sind. Ist mir anfangs auch passiert.
Mir sind persönlich über 20 Fotografen bekannt, die seither von KB und APS-C Modellen
bekannter Hersteller mit besten Ergebnissen auf die OM-Ds umgestiegen sind (auch im Profibereich).
Wenn Sie die BQ bemängeln, könnte es auch möglich sein, dass das Problem hinter der Kamera zu orten ist.
Ich wünsche Ihnen aber neidlos viel Erfolg und weiterhin "Gut Licht" mit Ihrer Nikon.
Peter Moche, Dresden -
Re: Reumütige Rückkehr von E-M1 zu DSLR
Autor: fevernova 20.09.16 - 14:00
Herr Ahlers, Ihre Erfahrungen sind keine guten. Ich verstehe Ihren Frust und die Wut auf die Marke, die zwischen den Zeilen zu lesen ist. Jedoch hilfreich ist Ihr Kommentar nicht gerade und wäre die Mühe nicht wert gewesen (aus meiner Sicht).
1.
Gibt es in jeder Serie eines Modells qualitative Unterschiede. Manche Mängel werden 'geräuschlos' durch den Hersteller im Produktionsprozess beseitigt (z.B. anderer Kleber oder Bugfixes in der Software), so dass nur ein kleiner Teil der produzierten Geräte diese Fehler hat (Frühserie).
2.
Geht es hier nicht um Ihre erworbene OM-D E-M1 Mark I, sondern um das Nachfolgemodell. Es ist davon auszugehen, dass Mängel der Mark I Einfluss in die Planung für das neue Modell bzw. dessen Produktion genommen haben.
3.
Würde hier eine Nachfolgerin der Nikon D750 (übrigens eine gute Wahl) genannt werden, gäbe es sicher auch User, die über dieselben Erfahrungen mit diesem Modell hätten schreiben können.
Ich selbst fotografiere seit 15 Jahren digital mit Olympus. Die meisten Jahre davon mit dem FourThirds-DSLRs (E-300, E-3, E-30) und kenne aus meine Familie auch die Nikon D750. Ein Vergleich verbietet sich hier sowieso aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen. Vor- und Nachteile heben sich auf und am Ende ist wichtig, auf welche Dinge man selbst Wert legt.
Bei keiner, meiner Olympus-DSLRs hatte ich im rauen Einsatz je ein qualitatives Problem - weder mit der Technik - noch beim Body.
Ich plane den Wechsel bzw. die Ergänzung hin zur Spiegellosen - werde mir auf jeden Fall die Mark II dabei ansehen - halte aber auch einen Systemwechsel für möglich. -
Re: Reumütige Rückkehr von E-M1 zu DSLR
Autor: JensM 20.09.16 - 14:14
pm-foto@live.de schrieb:
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> Hallo Herr Ahlers,
> es gibt in jeder Branche ausgesprochene Pechvögel.
> Was die EM1 betrifft, scheinen Sie dazu zu gehören.
> Die Mängel, die Sie in "Serie" angeben, sind mir bei Dauernutzung seit
> Oktober 2013
> nicht vorgekommen.
> Das Problem des partiellen Ausbrennens des Suchers bei direktem
> Sonneneinfall
> ist leider von Olympus nicht deutlich benannt worden. Es kommt vor, wenn
> die Dioptrieneinstellung des Suchers auf die Endwerte im Plusbereich
> gestellt sind. Ist mir anfangs auch passiert.
> Mir sind persönlich über 20 Fotografen bekannt, die seither von KB und
> APS-C Modellen
> bekannter Hersteller mit besten Ergebnissen auf die OM-Ds umgestiegen sind
> (auch im Profibereich).
> Wenn Sie die BQ bemängeln, könnte es auch möglich sein, dass das Problem
> hinter der Kamera zu orten ist.
> Ich wünsche Ihnen aber neidlos viel Erfolg und weiterhin "Gut Licht" mit
> Ihrer Nikon.
>
> Peter Moche, Dresden
Ich hatte eine kleine PL3 und nun eine PL7. Da ich total schlecht Fotographiere, habe ich eingestellt, gleich mehrere Fotos bei jedem Auslösen zu machen. So mache ich während einer Reise allein 5000 Bilder.
Ich könnte über andere Dinge klagen aber nicht über die Hardwarequalität. Auch nach 5-6stelliger Fotoanzahl merke ich keine "Abnutzungserscheinungen". -
Re: Reumütige Rückkehr von E-M1 zu DSLR
Autor: Laury 20.09.16 - 18:45
fevernova schrieb:
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> Würde hier eine Nachfolgerin der Nikon D750 (übrigens eine gute Wahl)
> genannt werden, gäbe es sicher auch User, die über dieselben Erfahrungen
> mit diesem Modell hätten schreiben können.
Gerade die Vorvorgängerein der D750, die D600 war so ein Unglücksmodell, bei der der Sensor durch Öl versifft wird. Nikon tauscht die heute noch gegen die D610 aus, wenn man den Fehler reklamiert.



