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Wettern gegen die Lasertechnik

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Wettern gegen die Lasertechnik

    Autor: Wiggy 08.10.13 - 11:49

    Mich wundert, dass jetzt mittlerweile sogar die Hersteller selbst schlecht über den Laser reden, bzw. ihn auch selber schlecht machen. Kunden werden zusehends zum Tintenstrahler gedrängt, auch wenn sie den evtl. garnicht wollen.

    Ich war neulich im Elektromarkt mit der Vorgabe, ein laserbasiertes Faxkopierscanner-Gerät zu erstehen; sowas gab's da schlicht nicht. Darauf angesprochen meinte der Verkäufer dann nur "Warum soll es denn ein Laser sein? Das ist veraltete Technik, EPSON stellt das demnächst komplett ein, deshalb haben wir hier sowas nicht mehr." Aus dem Zentrallager hätte er mir lediglich ein einziges Modell von HP bestellen können. Mehr wird nicht geführt, weil das angeblich niemand mehr haben will.

    Für mich absolut nicht nachvollziehbar... Ich hatte in meinem Leben bisher 5 Tintenstrahldrucker, die alle nach relativ kurzer Zeit den Geist aufgegeben haben, wo sich eine Reparatur nicht mehr lohnte, und teilweise ein neuer Drucker billiger war als ein Satz neuer Patronen. Dagegen steht hier immer noch mein HP LaserJet 6L von 1998 und druckt wie am ersten Tag, und für den kann ich jetzt immer noch Toner und Ersatzteile kaufen.

    Ich weiß ja nicht, ob mein Nutzungsprofil so ungewöhnlich ist:
    - 95% aller Drucke sind schwarzweiß; wann BRAUCHT man Farbe wirklich?
    - ich drucke nie Fotos zuhause aus; da gehe ich mit der Speicherkarte zu dm und lass mir am Automaten für weniger Geld, als mich Glossy-Papier kostet, ein Foto aus dem Automaten, das besser aussieht als ein mit 90% aller erhältlichen Consumer-Drucker gedrucktes
    - ich will nach dem Drucken nicht einen nassen, gewellten Lappen in der Hand haben
    - ich will Text, der gestochen scharf aussieht; und bei jedem noch so tollen Tintenstrahler sieht man auf den ersten Blick sofort, dass das aus dem Tintenstrahler kommt (ausgefranster Text, mangelhafte Deckung, ungleichmäßige Linien, ...)
    - ich will, dass meine Ausdrucke nicht verwischen, wenn ich mit dem Finger drüberwische oder mit dem Textmarker was anstreiche (jaja, angeblich gibt es spezielle Pigmenttinten; bisher hat aber noch kein einziger Ausdruck eines getesteten Druckers nen simplen Textmarker-Test bestanden)
    - ich will einen Ausdruck auch mal länger als 2 Wochen im Sonnenlicht aufgehängt lassen können, ausser dass es komplett ausgebleicht ist.
    - Druckgeschwindigkeit ist zweitrangig; ich brauche keine 100 Seiten/min, aber ich will auch nicht nach dem Einschalten des Druckers erstmal 1min warten, bis er mit Düsenreinigung etc. fertig ist.

    Das alles zusammengenommen macht für mich Tintenstrahltechnik vollkommen uninteressant, und da sind die üblichen Probleme wie teure Tinten und anfällige Drucker, die nach einer bestimmten Anzahl Seiten oder "einfach so" die Grätsche machen, noch nichtmal erwähnt.

    Was mich aber wundert, ist, dass es einem mittlerweile auch die Hersteller selbst so schwer machen. EPSON will angeblich gar keine Laser mehr bauen. HP verabschiedet sich (zumindest gefühlt) ins Hochpreissegment. Brother konnte ich noch nie leiden mit ihren ewig laufenden lärmenden Lüftern.

    Und Samsung macht bei den Lasern den gleichen Mist wie alle anderen bei Tintenstrahlern:
    - die Drucker werden mit halbvollen Tonerkartuschen geliefert, die keine 500 Seiten halten
    - bei Farblasern verweigert der Drucker konsequent jeden Druck, wenn auch nur eine der Tonerkartuschen leer ist (d.h. ich kann auch nicht schwarzweiss drucken, wenn der gelbe Toner leer ist)
    - die Kartuschen sind leer, wenn der interne Zähler sagt, sie sind leer, nicht, wenn wirklich kein Toner mehr drin ist (früher konnte man die Kartuschen ein bisschen schütteln und schon gingen die nochmal für 100 Seiten)
    - der komplette Drucker besteht aus ständig auszutauschenden Wartungsteilen (Resttonerbehälter will nach 1500 Seiten getauscht werden, Bildtrommel hier, Fixiereinheit da, und alles nach lächerlich geringen Seitenzahlen).
    - neue Tonerkartuschen sind horrend teuer: 50.- pro Farbe für eine Kapazität von maximal 1500 Seiten, das ist schlichtweg lächerlich (Toner für den Laserjet6L kostete mal ~70DM für 3000 Seiten, aber inkl. Bildtrommel!)

    Irgendwie tun die Hersteller alles, um einen von dieser Technik abzubringen...

    Grüße,
    Wiggy

  2. Re: Wettern gegen die Lasertechnik

    Autor: Replay 08.10.13 - 11:59

    Ich habe hier einen Brother HL-4150CDN Farblaser. Ein absolut unkompliziertes Ding, alte Schule, Duplex serienmäßig, macht keinen Krach, weil der Lüfter nach dem Druck sehr schnell abgeschaltet wird, drei Jahre Garantie und erzeugt nach Kalibration erstaunlich gute und farbechte Ausdrucke.

    Werden die Toner als leer gemeldet (was der Drucker vorher ankündigt), kann man die Toner schütteln, dann geht es wieder weiter. Außerdem kann man ein kleines Sichtfenster am Tonerbehälter zukleben, dann druckt das Gerät bis zum letzten Körnchen Toner die Kartuschen leer.

    Mit Tintendruckern habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht wie Du. Nie wieder kommt mir ein Tintendrucker ins Haus.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  3. Re: Wettern gegen die Lasertechnik

    Autor: Wiggy 08.10.13 - 13:59

    Hi,

    danke für den Tipp. Der sieht preislich richtig vernünftig aus, und die Tonerpreise sind auch i.O. (50.- für 4000 Seiten Originaltoner, und es gibt auch billigere von Drittherstellern).

    Ich hatte nur einmal einen Brother zuhause und einen auf Arbeit, beide waren unglaublich laut und der extrem laute Lüfter lief nach jedem Druck noch ca. 5min lang weiter, daher waren die Dinger bei mir dann kategorisch untendurch. Gut zu wissen, dass es scheinbar auch andere Modelle gibt...

    Grüße,
    Wiggy

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