-
Rolling Shutter
Autor: Replay 12.02.10 - 10:09
Solange das Problem mit dem Rolling-Shutter-Effekt nicht gelöst ist, finde ich CMOS-Sensoren in Camcordern und Fotoapparaten eher ungünstig.
CMOS hat gegenüber dem CCD durchaus Vorteile, aber der Rolling-Shutter-Effekt macht diese Vorteile mehr als zunichte. Aber CMOS ist halt billiger als CCD, daher gibt es zumindest beim Camcorder fast nur noch mit CMOS bestückte Geräte.
Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit. -
Re: Rolling Shutter ist kein grundsätzliches CMOS-Problem
Autor: notan 12.02.10 - 11:40
Rolling Shutter ist kein generelles CMOS-Problem, aber viele billige CMOS-Senoren haben es. Gerade Rückseitig-Belichtete Sensoren bieten hier Verbesserungsmöglichkeiten, weil man die Zeilen leichter parallel auslesen kann.
Es gibt aber auch CCDs die unerwünschte Effekte zeigen (Interlace). -
Re: Rolling Shutter ist kein grundsätzliches CMOS-Problem
Autor: Replay 12.02.10 - 11:55
Interlace hat aber nichts mit dem Sensor (und mit Rolling Shutter) zu tun, sondern ist ein Problem des Aufzeichnungsformats. Und dem Format ist es erst mal egal, welche Art von Sensor das Material liefert.
Tum Thema Rolling Shutter steht in der Wikipedia unter anderem das:
Hochauflösende-Camcorder und videotaugliche Digitalkameras werden zunehmend mit CMOS-Bildwandlern ausgestattet - im Gegensatz zu den früher üblichen CCD-Sensoren. Dadurch kann es bei diesen Geräten zum Auftreten des Rolling-Shutter-Effektes kommen. Wie bei der Fotografie tritt dieser Effekt durch diagonale Verzerrung bei der Aufnahme von schnell bewegten Motiven in Erscheinung, darüber hinaus führen stärkere Vibrationen des Aufnahmegerätes, wie sie zum Beispiel bei Aufnahmen aus einem Fahrzeug vorkommen, zu einer starken Verzeichnung des gesamten Bildes, wodurch die Aufnahmen unter Umständen unbrauchbar werden.
Die ideale Videokamera hat einen (oder drei) CCD(s) und eine progressive Aufzeichnung.
Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit. -
Re: Rolling Shutter ist kein grundsätzliches CMOS-Problem
Autor: Datenauslesung 12.02.10 - 18:06
Alles ganz schön und gut, aber das hat nicht mit cMos oder CCD zu tun, sondern ausschließlich mit der Art der Datenauslesung.
Halte ich ein ganzes Bild fest und lese davon zeilenweise die Daten aus, so bleibt das zusammengefügte Bild identisch mit dem Aufnahmebild.
Lese ich hingegen während des Betriebes die Zeilen nacheinander aus, so entsteht ein Zeitversatz zwischen der ersten und letzten Zeile. Beispiel: Ich habe eine drehende Scheibe, auf der radial eine weiße Linie aufgetragen ist. Bei der ersten Aufnahmezeile ist der weiße Punkt in der Mitte der Zeile, bei jeder weiteren Zeile verschiebt sich dieser Punkt und auf dem fertigen Bild wird aus der Gerade eine Spirale, die bei schneller Drehung sogar den Kontakt zum Mittelpunkt verliert. Mit anderen Worten, diese Technik ist zwar schnell, aber als "Nachweissystem" für wissenschaftliche Aufnahmen von bewegten Objekten gänzlich unbrauchbar.



