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Ernsthafte Frage...
Autor: marsupilami72 08.08.12 - 10:05
Wofür braucht man sowas?
Wenn ein Objekt weit weg ist und ich nicht näher ran kann - ok. Aber wann ist das der Fall? Doch wohl nur, wenn das Objekt selbst sich bewegt - und dann ist die kleine Blendenöffnung (ergo lange Belichtungszeit) tödlich.
Das Zoom meiner Lumix geht bis ca. 430mm KB-Äquivalent - das habe ich in 6 Jahren vielleicht 10mal ausgenutzt. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: beladinon 08.08.12 - 10:30
marsupilami72 schrieb:
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> Wofür braucht man sowas?
>
> Wenn ein Objekt weit weg ist und ich nicht näher ran kann - ok. Aber wann
> ist das der Fall?
Ich benutze mein 500mm Spiegelobjektiv mit f6.3 gern in Zoos oder in der Natur.
Bauartbedingt ist es sicher alles andere als ein knackscharfes Profiobjektiv aber dafür ist Preis/Leistung unschlagbar.
>Doch wohl nur, wenn das Objekt selbst sich bewegt - und
> dann ist die kleine Blendenöffnung (ergo lange Belichtungszeit) tödlich.
Naja es kommt eben immer drauf an wie viel Licht da ist. Es gibt ja immer noch den ISO-Regler und das Rauschen rechnet mir mein Plugin nachher wieder so gut wie Rückstnadlos sauber (Bis ISO 1600). Da man eh vom Stativ arbeitet bei der Brennweite ist die Velichtungzeit kein Problem.
> Das Zoom meiner Lumix geht bis ca. 430mm KB-Äquivalent - das habe ich in 6
> Jahren vielleicht 10mal ausgenutzt.
Ja ich denk so ein Objektiv ist eben keins was in jede Fototasche gehört. Eher was für Leute mit speziellen Fotogebieten für den Einstieg.
Das Donutbouquet ist auch nicht umbedingt jedermans Sache. Ich persönblichs mag es aber da hat ja jeder so eine vorlieben. (kreis, Stern, Donut usw.)
So noch ein Probebild von meinem 500 mm für alle Neugierigen:
http://beladinon.deviantart.com/art/Bactrian-camel-157243585 -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: Raumzeitkrümmer 08.08.12 - 10:51
Bei mir ist es umgekehrt, ich kann mit einem WW nichts anfangen.
Meine Aufnahmen liegen überwiegend im Bereich 100 bis 300 mm.
Durch "näher ran gehen" verteilen sich die 4000 Pixel auf 60 Grad, beim Tele werden sie auf 15 Grad verteilt. Das ergibt ein ganz anderes Bild. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: keböb 08.08.12 - 11:39
ja die bildgestaltung ändert sicht halt. ich tendiere stark zu ww (meist 24mm auf vollformat) aber habe mir jetzt ganz frisch zusätzlich ein 70-200mm (f/4.0) gekauft um damit zu experimentieren. ab und zu muss man ja mal den eigenen horizont erweitern und schauen wie sich das auf die kreativität auswirkt ;)
wobei ich den sinn eines objektivs mit f/6.3 an einem eh schon "lichtschwachen" sensor (im vergleich zu vollformat) auch nicht ganz nachvollziehen kann... das schränkt schon ziemlich ein. ok es ist leicht und klein... aber sonst? ich denke nicht dass das ergebnis, also die fotoqualität und die praxistauglichkeit, die 300 euro rechtfertigen. versteht mich nicht falsch, ein objektiv darf auch deutlich mehr kosten, aber dann muss es auch einen entsprechenden nutzen bringen.
aber naja, ich bin eh einer der keinen allzugrossen sinn in dieser kameragrösse sieht (spiegellose mit wechselobjektiv)... ok sie sind etwas kompakter und leichter... aber trotzdem nicht so kompakt und leicht dass man sie einfach überallhin mitnehmen kann (z.b. im hosensack oder ner kleinen tasche)... das objektiv macht das ganze wieder recht sperrig. vor allem sind diese kameras dafür imho einfach zu teuer. da kann man auch gleich ne echte einsteiger-dslr mitnehmen, die komfortabler zu bedienen sowie preiswerter ist und bessere bilder liefert.
aber jedem das seine ;) anscheinend gibt's viele, die sowas wollen... wieso auch imer :)
ich werde mir neben meiner 5d demnächst die rx100 kaufen, die dann mitkommt wenn ich nicht schleppen will. denn die ist wirklich kompakt und bietet dennoch alle manuellen kontrollen sowie einen sensor der wenigstens ne halbwegs verfünftige grösse hat (ich weiss, kleiner als mft und auch recht teuer, aber die portabilität ist für mich der entscheidende unterschied - und im vergleich zu anderen kompakten ist der sensor merklich grösser).
4 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.12 11:45 durch keböb. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: demon driver 08.08.12 - 12:11
Der Sinn dieses Objektivs ist halt erst mal derselbe wie für jedes andere Teleobjektiv derselben Brennweitenklasse, also um 600mm (KB), also Tiere, speziell Vögel (für die braucht man allerdings regelmäßig eher noch mehr Brennweite), Sport, Landschaftsdetails, die Grenzen sind der Fantasie überlassen - und Spiegeltele sind dabei besonders leicht und kompakt. Dafür können sie nicht abblenden, haben ein Kringelbokeh und können (bis auf ein 500/8 von Minolta/Sony) keinen AF. Außerdem scheint es nach ersten Tests so (einer war gerade bei 43rumors.com verlinkt), dass speziell das Tokina, um das es hier geht, nicht wirklich besonders scharf ist.
Man braucht hier übrigens keineswegs zwingend ein Stativ, ich fotografiere seit Jahren in der Natur bevorzugt freihand mit Teleobjektiven und Konverter-Kombinationen, die 580mm (KB) bei f/4.9 und 800mm (KB) bei f/7 entsprechen. Bei der Verwacklungsgrenze für solche Bildwinkel hilft ein Stabilisator auch bei Tieren, die nicht völlig ruhig dasitzen, und bei etwas ISO-Anhebung und/oder sehr gutem Licht ist auch die 800er-Kombination kein Problem.
Das Tokina wäre für mich auch angesichts des moderaten Preises auf jeden Fall eine Überlegung wert, würde es sich noch als nicht gar so mittelmäßig herausstellen, wie es nach dem ersten Test scheint (und hätte ich eine Micro-FT-Kamera) - aber nur als nette Ergänzung, nicht als Ersatz für ein "richtiges" Tele.
Cheers
d. d. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: Raumzeitkrümmer 08.08.12 - 12:49
Die Blende von 6,3 zu kritisieren, bzw. verbessern zu wollen, was ja möglich ist, hätte ein Ofenrohr von 150 mm zur Folge. Aber wie mag dann das Geschrei ausfallen?
Schon beim Film war der Wandel zum Kleineren erkennbar. Aus 90 x 60 mm wurde 36 x 24 mm. Dann gab es Kameras für das Halbformat. Ich hatte sogar einen Fotoapparat für 16 mm.
Ein elektronischer Sensor von 36 x 24 mm gehört heute schon eher zu den Großformaten. Oder anders gesagt, MFT könnte der neue Kleinbildstandard werden.
Man könnte sich ja fragen, wozu man Riesenpixel, die man mit 16 Bit, also 65000 Graustufen auflösen können, braucht, wenn man eh nur 8 Bit sehen kann. Auf Papier sind es nur 7 Bit. OK, ich weiß, man hat dann mehr Reserve. Die kann man aber nur in der Nachbearbeitung nutzen.
So lange die geringe Größe eines Pixels 8 Bit liefert, reicht das für normale Fotos aus. Etwas größere Pixel erlauben dann 9 oder gar 10 Bit. Letzteres würde mir genügen. Für 36 x 24 mm Sensoren bedeutet das, sie können bis zu 100 MP haben. Und da wird mir die Sache doch zu unhandlich. Genauso wie ein KB-Zoom. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: AnnonymerAnalphabet 08.08.12 - 14:50
Raumzeitkrümmer schrieb:
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> Die Blende von 6,3 zu kritisieren, bzw. verbessern zu wollen, was ja
> möglich ist, hätte ein Ofenrohr von 150 mm zur Folge. Aber wie mag dann das
> Geschrei ausfallen?
600 mm Kleinbildäquivalent sind eine Menge, aber die Blende skaliert leider nicht.
> Schon beim Film war der Wandel zum Kleineren erkennbar. Aus 90 x 60 mm
> wurde 36 x 24 mm. Dann gab es Kameras für das Halbformat. Ich hatte sogar
> einen Fotoapparat für 16 mm.
>
> Ein elektronischer Sensor von 36 x 24 mm gehört heute schon eher zu den
> Großformaten. Oder anders gesagt, MFT könnte der neue Kleinbildstandard
> werden.
Volle Zustimmung! In Zukunft werden MFT und APS-C die Standardklasse sein, wobei der Vergleich "Kleinbild" nicht danz richtig ist. In Kompakten sind meist 1/2.7" oder 1/2.33" Sensoren drin. Deren Fläche ist dann gerade ein Zehntel eins MFT oder APS-C Systems, die wiederum sind gerade etwas weniger als ein Drittel des Kleinbilds. Verglichen mit einer Hasselblad 6x6 ist auch das Kleinbild nur ein Klecks. Aber durch die neuen Sensoren wird das mehr als aufgefangen, der Unterschied MFT zu KB ist minimal.
> Man könnte sich ja fragen, wozu man Riesenpixel, die man mit 16 Bit, also
> 65000 Graustufen auflösen können, braucht, wenn man eh nur 8 Bit sehen
> kann. Auf Papier sind es nur 7 Bit. OK, ich weiß, man hat dann mehr
> Reserve. Die kann man aber nur in der Nachbearbeitung nutzen.
Wozu gibt es RAW?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.12 14:56 durch AnnonymerAnalphabet. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: Raumzeitkrümmer 08.08.12 - 15:17
Wozu es RAW gibt?
Dieser Format ist dann sinnvoll, wenn die Originaldaten mehr als 8 Bit haben. Nur so komme ich ja an die hohe Dynamik heran. Wenn die Pixel sehr klein sind, dann sind auch nur 8 Bit gemessen worden, damit ist RAW überflüssig. -
Re: Ernsthafte Frage...
Autor: beladinon 08.08.12 - 16:28
Naja dass das für 300 ¤ nicht wirklich Tausendprozent scharf ist (in dem brennweitenreich wo sonst alles ab 1500¤ anfängt...) war klar oder?
Aber ich denk ausreichend scharf für Ausdrucke bis A4 in jedem Fall.
Aber klar Pixelpeeping ungeeignet ;)



