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Indie-Schrott....

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  1. Indie-Schrott....

    Autor: McWiesel 27.03.17 - 18:27

    Ich empfinde diese unzähligen 8-Bit-Spiele mit dem Gameplay eines Amiga, 486'er oder gar Atari-Spielhöllengames auf Steam schon als widerliches Krebsgeschwür. Insbesondere wenn man mal auf der Suche nach Spielen abseits des absoluten Mainstreams ist.

    Für was kaufen wir uns ne GTX 1080, 240Hz Monitore und Pro-Gamer-Ausrüstung, um dann solch ein Sondermüll zu spielen, für den ein Grünmonitor und (bei sauberer Programmierung) ein Raspberry Pi ausreichen würde? Zu mehr bringens Studio abseits von Ubisoft und EA im Jahre 2017 nicht?

    Wenn die Entwickler zu faul oder zu unterbezahlt sind um wenigstens anständige Texturen, vernünftige Cut-Scenes und ernstzunehmende Animationen zu erstellen, dann sollen sie's doch einfach lassen, als so ein Unfuig auf die Menschheit loszulassen.

    Und sowas dann noch als Strategiespiel zu bezeichnen ... da spiel ich lieber Fallout 1 von 1997, das hatte 200x mehr Liebe zum Detail und Atmosphäre. Wenn ich hingegen das Video mir anschau, ist das Spiel hier ist hingegen wohl nur auf irgendnem ganz schlechten Trip zu ertragen.

  2. Re: Indie-Schrott....

    Autor: migrosch 27.03.17 - 20:20

    Krebsgeschwühr... So so. Es soll Menschen geben, die solche Spiele mögen - kaum zu glauben was!? Ich selbst zähle mich nicht darunter, verfasse allerdings dann keinen Thread, um die Entwickler zu denunzieren. Naja jedem das seine.

  3. Re: Indie-Schrott....

    Autor: McWiesel 27.03.17 - 20:42

    migrosch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Krebsgeschwühr... So so. Es soll Menschen geben, die solche Spiele mögen -
    > kaum zu glauben was!? Ich selbst zähle mich nicht darunter, verfasse
    > allerdings dann keinen Thread, um die Entwickler zu denunzieren. Naja jedem
    > das seine.

    Es gibt ganze Fernsehsender, die mit Ekel-Voyeurismus-Sendungen wie Dschungelcamp oder Billig-Trash-Serien die Ansprüche ihres Publikums erfüllen. Trotzdem sind solche Formate dadurch alles andere als qualitativ hochwertig, weil billig produziert und in Windeseile ohne großartige Vorbereitungen hingeklatscht. Und sprechen halt erwiesenermaßen nicht gerade die gebildeten Bevölkerungsschichten an.

    Und selbiges gilt für solche Spiele: Trash, der (gerade auf Steam) noch oft volkommen überteuert verkauft wird. Und das nervt mich ziemlich, wenn ich nach dem Genre "Strategiespiel" suche und erstmal seitenweise Müll durchklicken muss. Exakt wie beim Programm einiger Privatsender, da muss man auch seitenweise Müll durchblättern, bis irgendwann mal vielleicht was Brauchbares kommt.

    Muss ja nicht alles mein Geschmack treffen, ganz viele Spiele sind einfach nicht mein Ding, aber "billig" nervt mich eben aus o.g. Gründen dann doch.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.17 20:44 durch McWiesel.

  4. Re: Indie-Schrott....

    Autor: Lord Gamma 27.03.17 - 20:58

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich empfinde diese unzähligen 8-Bit-Spiele mit dem Gameplay eines Amiga,
    > 486'er oder gar Atari-Spielhöllengames auf Steam schon als widerliches
    > Krebsgeschwür. Insbesondere wenn man mal auf der Suche nach Spielen abseits
    > des absoluten Mainstreams ist.
    >
    > Für was kaufen wir uns ne GTX 1080, 240Hz Monitore und
    > Pro-Gamer-Ausrüstung, um dann solch ein Sondermüll zu spielen, für den ein
    > Grünmonitor und (bei sauberer Programmierung) ein Raspberry Pi ausreichen
    > würde? Zu mehr bringens Studio abseits von Ubisoft und EA im Jahre 2017
    > nicht? ...

    Pauschalisiere so viel du möchtest, aber es gibt viele Perlen unter neueren Spielen mit reduzierter Grafik; z. B. Stardew Valley ([store.steampowered.com]). Man muss da jedoch nicht pauschalisieren, um zu erkennen, dass es allen, die das Spiel länger gespielt haben, mehr Spaß macht als allen, die bspw. länger das modernste Sim-City Spiel von EA gespielt haben.

  5. Re: Indie-Schrott....

    Autor: Lord Gamma 27.03.17 - 21:29

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und selbiges gilt für solche Spiele: Trash, der (gerade auf Steam) noch oft
    > volkommen überteuert verkauft wird. Und das nervt mich ziemlich, wenn ich
    > nach dem Genre "Strategiespiel" suche und erstmal seitenweise Müll
    > durchklicken muss. ...

    Die Sortiermöglichkeiten unter Steam sind doch ganz OK. Noch besser finde ich aber auch eine Sortierung gemäß des Wilson-Intervalls ([de.wikipedia.org]). Du kannst dir bspw. ziemlich sicher sein, dass die folgenden Strategiespiele sehr viel Spaß machen, wenn man sich darauf einlässt (Quelle: [steamdb.info], sortiert nach Wilson-Score):

    Factorio 98.63%
    Lazerbait 97.58%
    Everyday Genius: SquareLogic 97.28%
    RimWorld 97.17%
    Gunpoint 97.1%
    Shadow Tactics: Blades of the Shogun 97.07%
    Caves of Qud 96.89%
    FTL: Faster Than Light 96.82%
    Defender's Quest: Valley of the Forgotten (DX edition) 96.79%
    Defense Grid: The Awakening 96.76%
    Supreme Commander: Forged Alliance 96.63%

  6. Re: Indie-Schrott....

    Autor: nakamura 28.03.17 - 08:00

    Nur weil man die Möglichkeit hat, so viel Geld in Hardware ("Pro-Gamer-Ausrüstung" in deinen Worten) zu investieren, sollen von nun an keine Spiele mehr mit einem solchen Stil entwickelt werden?

    Es gibt wirklich eine Menge wundervolle Retro- und Low-Poly-Games. Natürlich ist es deine Meinung, aber ich kann dir nur empfehlen, von deinem Grafiknazi-Thron herab zu steigen und über den Tellerrand zu blicken. Das, was du als Schrott bezeichnest, war (in den meisten Fällen zumindest) eine Menge Arbeit und es gibt sehr viele Menschen, die diesen Stil mögen bzw. unabhängig vom Stil die Spiele an sich gerne spielen.

  7. Re: Indie-Schrott....

    Autor: _2xs 28.03.17 - 08:38

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich empfinde diese unzähligen 8-Bit-Spiele mit dem Gameplay eines Amiga,
    > 486'er oder gar Atari-Spielhöllengames auf Steam schon als widerliches
    > Krebsgeschwür. Insbesondere wenn man mal auf der Suche nach Spielen abseits
    > des absoluten Mainstreams ist.
    >
    > Für was kaufen wir uns ne GTX 1080, 240Hz Monitore und
    > Pro-Gamer-Ausrüstung, um dann solch ein Sondermüll zu spielen, für den ein
    > Grünmonitor und (bei sauberer Programmierung) ein Raspberry Pi ausreichen
    > würde? Zu mehr bringens Studio abseits von Ubisoft und EA im Jahre 2017
    > nicht?
    >
    > Wenn die Entwickler zu faul oder zu unterbezahlt sind um wenigstens
    > anständige Texturen, vernünftige Cut-Scenes und ernstzunehmende Animationen
    > zu erstellen, dann sollen sie's doch einfach lassen, als so ein Unfuig auf
    > die Menschheit loszulassen.
    >
    > Und sowas dann noch als Strategiespiel zu bezeichnen ... da spiel ich
    > lieber Fallout 1 von 1997, das hatte 200x mehr Liebe zum Detail und
    > Atmosphäre. Wenn ich hingegen das Video mir anschau, ist das Spiel hier
    > ist hingegen wohl nur auf irgendnem ganz schlechten Trip zu ertragen.

    Es kommt bald Battletech von Harebrained Schemes, daß ist quasi auch ein Indy Kickstarter Spiel. Ist das etwa auch ein Krebsgeschwür?

  8. Re: Indie-Schrott....

    Autor: McWiesel 28.03.17 - 17:22

    nakamura schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil man die Möglichkeit hat, so viel Geld in Hardware
    > ("Pro-Gamer-Ausrüstung" in deinen Worten) zu investieren, sollen von nun an
    > keine Spiele mehr mit einem solchen Stil entwickelt werden?
    >
    > Es gibt wirklich eine Menge wundervolle Retro- und Low-Poly-Games.
    > Natürlich ist es deine Meinung, aber ich kann dir nur empfehlen, von deinem
    > Grafiknazi-Thron herab zu steigen und über den Tellerrand zu blicken. Das,
    > was du als Schrott bezeichnest, war (in den meisten Fällen zumindest) eine
    > Menge Arbeit und es gibt sehr viele Menschen, die diesen Stil mögen bzw.
    > unabhängig vom Stil die Spiele an sich gerne spielen.

    Nun ja, vielleicht finden auch ein paar ewig gestrige Freunde des Schwarzweißfilms mit Klavier-Begleitung. Trotzdem erwarte ich von einem Film, der heute ins Kino kommt, auch gewisse technische Qualität. Und selbiges gilt eben für ein Computerspiel.
    Eine gute Grafik bedeutet keineswegs ein gutes Spiel, bei vielen Spielen ist auch eine bombastische Grafik gar nicht nötig (gibt dutzende davon), aber eine übelste 30 Jahre überalterte Schrottgrafik macht eben jedes Spiel zunichte. Sowas tut sich doch niemand an, der im Hier und Jetzt lebt. Die meisten Leute sind doch froh, dass heutige Spiele eine "echte" Welt bieten und man sich nicht mehr unter irgendeinem Pixel-Sprite ein Auto, ein Flugzeug, ein Raumschiff oder eine Keksdose vorstellen kann. Nicht umsonst kauft jeder PC-Spieler sich alle paar Jahre ne dicke Grafikkarte oder sogar nen besseren Monitor.

    Um die viele Arbeit geht es gar nicht - ein C64-Spiel zu programmieren war auch eine höllen Arbeit und damals in Anbetracht der Entwicklungsumgebung ohne zig vorgefertige Bibliotheken um so mehr bewunderswert. Aber heute noch sowas zu veranstalten führt einfach zu Nonsens - sag mir ein vernünftigen Grund, warum ich über 30 Jahre Innovation für mein Projekt ausblenden soll? Mein Chef würde mich sofort feuern, wenn ich morgen ein Novell-Server aufsetzen wollte, nur weil das so ein geiles Retro-Feeling ist...

    >Es kommt bald Battletech von Harebrained Schemes, daß ist quasi auch ein Indy Kickstarter Spiel. Ist das etwa auch ein Krebsgeschwür?

    Muss ich mir anschauen. Sofern es dem grafischen Standard von ca 2000 aufwärts entspricht, ist es vollkommen okay. Nur Pixelmurks braucht niemand.

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